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Dritter Teil: Danny Kaeys Bilder und Kommentare von der CES

17.01.2012  | von Danny Kaey
 
Diesmal gibt es nur wenige Bilder, dafür aber mehr zu lesen. Danny Kaeys Text traf wie verabredet am späten Sonntagabend ein, doch leider hatte er ihn diesmal, anders als seine Bildunterschriften, in Englisch verfasst. Die Verzögerung bei der Übersetzung nimmt die Redaktion auf ihre Kappe ...
intro

Die Consumers Electronic Show 2012 war nicht übermäßig gut besucht und in vielerlei Hinsicht auch nicht gerade überwältigend. Vielleicht lag es an mir und es war schlicht Übersättigung bei meiner immerhin zehnten CES. Vielleicht lag es an den ökonomischen Rahmenbedingungen oder einfach nur an der Tatsache, dass die Show in diesem Jahr mitten in der Woche stattfand: von Dienstag bis Freitag. Wie dem auch sei, ich hatte Gelegenheit, alte Freunde zu treffen, ein paar neue zu gewinnen und – das Wichtigste – coole neue Musik und Klänge zu genießen.

Nach meinem zehnten Besuch in Folge ist die CES immer noch hier: Las Vegas. Ich denke es ist langsam an der Zeit, die Show woandershin zu verlegen…

Wie in jedem Jahr wurde ich auch diesmal von Freunden gefragt, was denn die Killer-Vorführung oder das hippeste Produkt gewesen sei oder in welchem Raum es am besten geklungen habe. Glücklicherweise gab es in diesem Jahr einige Highlights. Zum einen scheint sich eine echte Dynamik zu entwickeln, DSD zu einem Mainstream-Musikformat zu machen. Während ursprünglich Andreas Koch, der mit seinem Partner Jonathan Tinn Playback Designs betreibt, damit begann, wurde DSD über USB nun außer bei Playback Designs auch von dCS vorgeführt. Verschiedene andere Hersteller versprachen darüber hinaus für die nahe Zukunft DSD-Upgrades für ihre Wandler. Wie immer in der digitalen Welt wird auch DSD über USB nur dann erfolgreich sein, wenn die entsprechende Software in ausreichender Menge erhältlich ist. Ich hoffe, dass Labels und alle, die musikalische Inhalte anbieten, auf diesen Zug aufspringen und Musikdateien in DSD das einheitliche High-Resolution-Format werden. Ich werde jedenfalls an diesem spannenden Thema dranbleiben.

CES 2012 • 18 songs, 1.2 hours, 476.2 MB
Name Time Album Artist
Turning Tables 04:10:00   21 Adele
New Favorite 04:34:00 New Favorite Alison Krauss & Union Station
Inolvidable 03:20:00 Lágrimas Negras Bebo & Cigala
Yma 06:30:00 Satta Boozoo Bajou
After Forever 05:23:00 Shelter The Brand New Heavies
The Night We Called It Day 03:10:00 Cal Tjader Quartet Cal Tjader Quartet
An Evening With El Diablo 05:58:00 Wonder What's Next Chevelle
Solar Sailer 02:42:00 Tron Legacy Soundtrack Daft Punk
King Of The Road 03:14:00 Forever Cool Dean Martin
Montaña 05:23:00 The Best Of The Gipsy Kings Gipsy Kings
Williams' Blood 05:58:00 Hurricane Grace Jones
He Ain't Heavy, He's My Brother 04:22:00 Epic Anthology The Hollies
A Slow Hot Wind 03:23:00 The Voice That Is! Johnny Hartman
The Animator 05:08:00 Begone Dull Care Junior Boys
Ich Bin Nur Wegen Dir Hier 02:37:00 Küssen Kann Man Nicht Alleine Max Raabe
Love You 03:35:00 BLACKsummers'night Maxwell
Nightwalker 04:10:00 The Last Resort Trentemøller
Trackless Deep 03:19:00 Touch Yello

Kein Geheimnis: Diese Songs hört Kollege Kaey. Sie sind Grundlage seiner Bewertungen

Der zweite Teil meiner Messe-Highlights sind zwei Lautsprecher, die in ihrer jeweiligen Kategorie das Zeug dazu haben, in puncto Gegenwert Spitzenplätze einzunehmen. Marten, der schwedische High-End-Lautsprecherspezialist aus Gøteborg, nahm die CES zum Anlass, seine neuste Kreation vorzustellen. Django ist das erste Modell einer von Grund auf neuen Konzeption, an der die Firma in den letzten fünf Jahren gearbeitet hat. Dabei hat man alle bisherigen Lösungen hinterfragt, blieb aber bei den Accuton-Chassis, die schon zum Markenzeichen von Marten geworden sind. Bei der Django, die zu Paarpreis von 15000 Dollar angeboten wird, kommen die Keramik-Chassis aber lediglich im Hoch- und Mitteltonbereich zum Einsatz, während gleich drei maßgeschneiderte SEAS Acht-Zoll-Basstreiber pro Box für einen Fullrange-Sound bis hinab zu 20 Hertz sorgen sollen. Sie sind mit einem Raumanpassungsschalter kombiniert, mit dem sich die Basswiedergabe um ±3 Dezibel absenken respektive verstärken lässt.
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