Die einzige Sinfonie des Wiener Wunderkinds und späteren Hollywood-Komponisten Erich Wolfgang Korngold in einer Interpretation, die der ambivalenten Emotionalität des Werks vollauf gerecht wird.
| Erich Wolfgang Korngold – Sinfonie Fis-Dur, Suite „Viel Lärm um nichts‟, Orchestre Philharmonique de Strasbourg, Leitung: Marc Albrecht |
Die Uraufführung der Sinfonie fand 1954 in Wien statt. Doch dort wollte man Korngold und seine Musik nicht mehr zu Kenntnis nehmen. Und folgerichtig verschwand das Werk für lange Zeit in der Versenkung, bis es – wie überhaupt das Œuvre Korngolds – in den letzten Jahrzehnten wiederentdeckt wurde. Heute, wo Musik nicht mehr ausschließlich am Grad ihrer kompositorischen „Aktualität‟ gemessen wird, können die Qualitäten dieses Stücks auch wieder angemessen gewürdigt werden.
Marc Albrecht, der mit dem Orchestre Philharmonique de Strasbourg zuletzt eine hochbrillante Einspielung mit Werken von Dukas, Ravel und Koechlin vorlegte, weiß auch hier auf ganzer Linie zu überzeugen: Zum einen, weil es sich bei dem Orchester mittlerweile ohrenscheinlich um einen der führenden Klangkörper Frankreichs handelt, zum anderen, weil er ganz offensichtlich an Korngolds Musik glaubt, sie als Sinfonik ernst nimmt und auch ihren dunklen Seiten zu klingender Gestalt verhilft. Wie beim Label PentaTone nicht anders zu erwarten, ist der Orchesterklang hervorragend abgebildet: Korngolds extrem farbenprächtige Instrumentation erstrahlt im vollen Glanz. Als Füller findet sich ein charmantes Beispiel des frühen Korngold: die Suite aus der Schauspielmusik zu „Viel Lärm um nichts‟ – Shakespeare in den Wiener Salon importiert, leicht, pointiert, und wiederum exquisit instrumentiert.
| Interpretation | 95% |
| Repertoirewert | 85% |
| Erich Wolfgang Korngold |
|---|
| Sinfonie Fis-Dur, op. 40 |
| Suite „Viel Lärm um nichts‟, op. 11 |
| Orchestre Philharmonique de Strasbourg |
| Leitung: Marc Albrecht |
| Aufgenommen März 2010 |
| PentaTone / Codaex SACD PTC 5186 373 |
| TT: 67' |










