Die junge Eilen Jewell singt der hier nie so recht wahrgenommenen, zu ihrer Zeit umstrittenen Country-Legende Loretta Lynn ein schwungvolles, durchweg gelungenes Ständchen.
| Butcher Holler – A Tribute To Loretta Lynn |
Eilen Jewell, deren Stimme mich hier ein wenig an Michelle Shocked erinnert, singt die Songs der viel älteren Kollegin nicht so, als ob sie ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hätten, sondern so, als hätte sie sie kürzlich selbst geschrieben. Das sagt einiges über die anhaltende Aktualität des Songmaterials, aber auch über die Identifikationsfähigkeit der Sängerin mit ihrem Rollenvorbild.
Die Mimikry der Beteiligten bezieht sich nicht bloß auf die seit Elvis‘ frühen Tagen eingeführte Besetzung akustische Gitarre, E-Gitarre oder Pedal Steel, Standbass und rudimentäres Schlagzeug, sondern auch auf die Zahl der Stücke auf der Platte (12), die bei je zweieinhalb Minuten Spielzeit eben nur eine halbe Stunde Musik ergeben. Das war auch auf den frühen LPs nicht anders, kommt einem aber für eine CD recht karg vor. Hoffentlich wird sie wenigstens etwas billiger angeboten! Dafür hätten die Sun-Studios mit der damaligen Technik niemals so ein satt tönendes, störungsfreies Klangbild hervorbringen können. Aber dies ist schon der einzige Tribut an den Perfektionismus unserer Tage.
| Butcher Holler – A Tribute To Loretta Lynn |
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| Signature Sounds Recordings SIG 2030 (Vertrieb: In-akustik) |
| Spieldauer: 30:13 |












