Chord SPM 1050 MKII

23.12.2016 // Peter Banholzer

Tolle Verarbeitung und sicherer Stand auf den vier Alusäulen. Die seitlich angeordneten Haltegriffe fügen sich harmonisch in die Gesamtkonstruktion und sind äußerst praktisch
Tolle Verarbeitung und sicherer Stand auf den vier Alusäulen. Die seitlich angeordneten Haltegriffe fügen sich harmonisch in die Gesamtkonstruktion und sind äußerst praktisch

Doch zurück zum Netzteil. Chord schwört hier auf eine sogenannte dynamische Kopplung innerhalb des Netzteils. Es ist ein einzigartiges System, wo die positive und negative Versorgungsspannungen gegenseitig gekoppelt sind durch einen starken magnetischen Fluss. Dabei wird eine positive Last stets im gleichen Maß von einer negativen Leistung begleitet und umgekehrt. Das soll zu einer gleichmäßigeren Leistungsabgabe führen und zudem Störungen durch Masseschleifen und Modulationsverzerrungen verhindern. Firmenchef John Franks erläuterte mir, dass beim aktuellen MKII-Modell der Sekundärkapazitätsspeicher der Endstufe geändert wurde, um die Entladungsgeschwindigkeit der gesamten Speicherbank zu beschleunigen. Auch bei der Treibersektion des Verstärkers gab es Verbesserungen im Design, um Verzerrungen über den ganzen Frequenzbereich zu reduzieren.

Auch der Blick von hinten offenbart das futuristische und ästhetische Design des wohlgeformten Alukörpers mit den rückwärtigen Kühlkörpern
Auch der Blick von hinten offenbart das futuristische und ästhetische Design des wohlgeformten Alukörpers mit den rückwärtigen Kühlkörpern

Bei Chord verwendet man spezielle Hochleistungs- MOSFETs, die von einem namhaften Raumfahrtunternehmen im Auftrag gefertigt werden. Deren Charakteristik ist von einer sanften Ein-und Ausschalten in der Übergangsregion geprägt. Epitaxiale, bipolare Transistoren weisen dagegen einen eher harten Umschaltcharakter auf, was zu unangenehmen harmonischen Verzerrungen führen kann. Insgesamt kommen in der Chord SPM 1050 MKII 16 MOSFETs zum Einsatz, die auf dem Kühlkörper auf der Rückseite des Gehäuses platziert sind.

Die Endstufenschaltung ist als A/B-Design ausgelegt, wobei alle Treiberschaltungen in Class A arbeiten. Dabei setzt Chord eine sogenannte sliding-bias-Topologie ein. Die Endstufe hat dabei keinen fest eingestellten Ruhestrom, sondern eine sich selbst adaptierende Vorspannungsschaltung. Dies bewirkt, dass bei kleineren Signalpegeln mehr Leistung im Class-A-Betrieb ermöglicht wird als bei höherer Aussteuerung. Bei normaler Lautstärke wird der größte Teil des Musiksignals im Class-A-Modus wiedergegeben.


  • Poly macht Chords Mojo zum Netzwerk-Player

    Chord Electronics stellte in Las Vegas ein Netzwerkmodul namens Poly vor, das in Kombination mit dem Mojo drahtloses Streaming von Hi-Res-Musik-Dateien und die Wiedergabe von Musik-Files vom Smartphone per Bluetooth A2DP, AirPlay und direkt von SD-Cards ermöglicht. Der Mojo, Chords überaus erfolgreiche Wandler-Kopfhörer-Kombination, konnte bisher seine Daten nur per USB-Kabel vom Smartphone oder Computer beziehen. Der Poly verbindet den Mojo nun mit netzgebundenen Speichern und Computern im heimischen Netzwerk per WiFi. Die Wiedergabe von auf…
    10.01.2017
  • Chord senkt die Preise wegen Pfundschwäche

    Am 23. Juni 2016 stimmte die Mehrheit der Briten für den so genannten „Brexit“ – den Austritt aus der EU. Neben den zu erwartenden politischen Verwirrungen brachte das Referendum auch eine deutliche und dauerhafte Abwertung des Pfunds gegen den Euro und den Dollar mit sich. Der britische HiFi-Hersteller Chord Electronics mit Sitz in Maidstone, Kent, hat das nun zum Anlass genommen, seine Exportpreise anzupassen. Das hat zur Folge, dass die Endkunden-Preise in Euro für Chord-Produkte…
    16.10.2016
  • Chord DAVE, Part 1

    As reported in the News Section I didn't have much chance to listen to some music when developer Rob Watts visited me with the Chord DAVE. But fortunately I didn't have to wait too long for a second chance, as I could pick up the first DAVE available in Germany in the AUDITORIUM store in Hamm. This happened two days before Christmas, and hundreds of miles away from my private listening room. And, rather understandably,…
    25.05.2016