ZeroUno PLUS

29.04.2017 // Roland Dietl

Unteres Board mit der Röhrenausgangsstufe und dem dazugehörigen Netzteil sowie die Wandler-Einheit und das darüber montierte Board für den Analogteil
Unteres Board mit der Röhrenausgangsstufe und dem dazugehörigen Netzteil sowie die Wandler-Einheit und das darüber montierte Board für den Analogteil

Der Analogteil des ZeroUno PLUS besitzt drei weitere Netzteile. Ein Ringkerntransformator versorgt die beiden getrennten Spannungsregelungen für den linken und rechten Kanal. Die digitale Ansteuerung der Lautstärkeregelung wird von einem weiteren Ringkerntransformator über eine eigene Spannungsstabilisierung versorgt. CanEVER Audio bleibt damit seiner Philosophie treu, analog und digital bereits auf Netzteilebene konsequent zu trennen, um Einstreuungen der Digital-Sektion auf die empfindlichen Analogsignale von Anfang an konsequent zu verhindern. Noch ein Wort zur Stromversorgung: Das Netzteil des ZeroUno PLUS dürfte gemessen an der Zahl der Bauteile und der beanspruchten Fläche bestimmt knapp ¾ des gesamten Geräts einnehmen. Ich kenne kaum ein anderes kommerzielles Gerät mit einer derart aufwendigen Stromversorgung.

Der gesamte Analogteil einschließlich Stromversorgung ist auf einer eigenen Platine untergebracht, die über der großen Mutterplatine montiert ist. Um dieses Analogboard unterbringen zu können, wurde das Gehäuse des ZeroUno PLUS so geschickt nach unten erweitert, dass es von vorne praktisch nicht zu erkennen ist. Zukünftig können alle ZeroUno DACs auch noch nachträglich zum ZeroUno PLUS aufgerüstet werden.

Das Analogboard im Detail
Das Analogboard im Detail

Für den Hörtest habe ich den ZeroUno PLUS direkt an meine Omtec Endstufen angeschlossen. Auf digitaler Seite kam mein bewährter Signalweg von MinimServer über JPLAY und meine beiden kaskadierten Mutecs in den S/PDIF-Eingang des ZeroUno PLUS zum Einsatz. Anschließend habe ich dem ZeroUno PLUS eine ordentliche Einspielphase gegönnt und dann – quasi zur Auffrischung – erst einmal über den DAC Musik gehört.


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