Pro-Ject stellt den Debut Carbon vor

02.03.2012
Die österreichischen Analogspezialisten werten ihr Modell Debut deutlich auf: Die Carbon-Version bietet einen hochwertigeren Teller, eine neue Motorlagerung und einen besseren Tonarm.


Man erinnere sich: In den späten 90-ern war der Debut eine Art Revolution für die Hifi-Industrie: Zum ersten Mal nach dem Erscheinen der Compact Disc tauchte wieder ein analoges Produkt auf dem Massenmarkt auf, das sich jeder Musikfreund leisten konnte. Der Debut war einfach das, was das Publikum wollte: Ein einfach zu bedienender, gut aussehender und klingender Plattenspieler, um die analogen Schätze abzuspielen, die noch immer in den Regalen schlummerten. Zudem war er für die gebotene audiophile Qualität ausgesprochen preiswert. Bis jetzt wurden einige hunderttausend Exemplare in den verschiedenen Versionen und Farben verkauft: Der Debut etablierte sich weltweit in den Hifi- und Elektronikläden als Einstiegsmodell.

Den Debut Carbon gibt es auch in strahlendem Rot, Grün, Blau, Gelb, Silber und Weiß – und das ohne Aufpreis
Den Debut Carbon gibt es auch in strahlendem Rot, Grün, Blau, Gelb, Silber und Weiß – und das ohne Aufpreis

Die verschiedenen erhältlichen Farben machten den den Debut dann zum Lifestyle-Objekt, dass als „Model‟ in Design-Magazinen wie Vogue und Elle posierte. Der Debut setzte sich auch als Kunstobjekt durch: Er wird im Wiener MAK, dem Museum für angewandte Kunst, ausgestellt. Jetzt soll der Debut Carbon in seiner Kategorie neue Standards für das kommende Jahrzehnt setzten. Und das ist perfekt getimed, da Analog heute wieder als eine weithin respektierte Quelle gilt und die Nachfrage nach guten Plattenspielern steigt.

Die auffälligste Verbesserung beim neuen Modell ist der Einsatz eines Carbon-Rohres für den Tonarm, das die Rigidität erhöht und unerwünschte Resonanzen vermindert. Der Einsatz von Carbon ist bei Tonarmen keine Seltenheit, wenn es sich um kostspielige High-End-Exemplare handelt. Bisher fand Carbon aus Kostengründen in der (Preis-)Klasse des Debut jedoch noch nie Verwendung. Andere Verbesserungen betreffen den Plattenteller: Eine Erhöhung des Durchmessers und des Gewicht sorgen für einen noch geschmeidigeren Lauf mit so gut wie keinem Wow und Flutter. Die Motoraufhängung wurde komplett neu gestaltet, um die Übertragung von Motorresonanzen auf das Chassis noch weiter zu reduzieren. Pro-Ject setzt nun zusätzlich zur der traditionellen Vierpunkt-‟O‟-Ring-Aufhängung zwei Füße aus Sorbothane ein – wieder ein Material, das bisher ausschließlich sehr hochwertigen und -preisigen Laufwerken vorbehalten blieb. Als besonderes Schmankerl für die audiophile Kundschaft wurde der Debut Carbon mit Cinchsteckern ausgestattet, so dass Experimenten mit hochwertigen Phonokabeln nichts mehr im Wege steht. Eine ganz andere Zielgruppe bedient die bald erhältliche Variante, die einen Phonoentzerrer sowie einen USB-A/D-Wandler an Bord hat: Sie macht das Überspielen von Schallplatten auf den Musikserver zum Kinderspiel.

Für 50 Euro Aufpreis ist der Debut mit dem Ortofon 2M red zu haben
Für 50 Euro Aufpreis ist der Debut mit dem Ortofon 2M red zu haben

 

 

HERSTELLERANGABEN
Pro-Ject Debut Carbon
Geschwindigkeiten 33, 45 UPM (manueller Wechsel)
Antriebsprinzip Riemen
Plattenteller 300 mm, Metall mit Filzmatte
Lager Edelstahl
Wow & flutter +/- 0,10%
Geschwindigkeitsabweichung +/- 0,80%
Fremdspanungsabstand - 68dB
Tonarm 8,6 Zoll, Carbon
Effektive Länge 218,5 mm
Effective Masse 6,0 g
Überhang 18,5 mm
Auflagegewicht 10 - 30mN
Mitgeliefertes Zubehör RCA Kabel, Abdeckhaube
Abmessungen 415/118/320 mm
Gewicht (B/H/T) 5,6 kg
Preis mit Ortofon OM 10 300 Euro
Preis mit Ortofon 2M red 350 Euro

 

HERSTELLER
Pro-Ject Audio Systems
Anschrift A division of AUDIO TUNING GmbH
Margaretenstraße 98
1050 Wien
Telefon +43 1 5448580
Internet www.project-audio.com
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