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Digitale Audio Systeme Mono Power Amplifier

18.06.2019 // Peter Banholzer

Mit dem HD-Playern Model 2 und Model 4 sorgte die Wiener Manufaktur Digitale Audio Systeme (DAS) für Furore in der High End Szene, jetzt steht mit dem Mono Power Amplifier ein weiteres interessantes Produkt in den Startlöchern. Schaffen es diese Class-D-Verstärker auch echte Emotionen zu wecken und hohe audiophile Ansprüche zu befriedigen?

Bei der Wahl meiner eigenen Endstufen bin ich bislang fast immer bei Class-A- oder Class-AB-Verstärkern gelandet, dennoch stehe ich anderen Klangkonzepten grundsätzlich vorurteilsfrei gegenüber. Wenn es um die Heilung von Krankheiten geht gilt der Spruch „wer heilt hat Recht“, übertragen auf High End heißt das, „was gut klingt ist für mich richtig“ – egal wie dieses Ziel erreicht wird und umso besser, wenn es auch noch preisgünstiger ist. Alexej Ogorek, der Gründer von DAS ist ursprünglich angetreten, um mit seinen HD-Playern zu beweisen, dass die Wiedergabe digitaler Dateien – richtig gemacht – einer hochwertigen analogen Musikwiedergabe qualitativ und eben auch emotional in nichts nachsteht. In ähnlicher Weise war es der Anspruch von DAS mit seinen „digitalen“ Endstufen zu beweisen, dass – richtig gemacht – moderne Schalt- oder PWM-Verstärker auch den besten Class-A-Verstärkern qualitativ und emotional gleichwertig sein können.

Die Rückseite des DAS Mono Power Endstufen mit dem Anschlussfeld
Die Rückseite des DAS Mono Power Endstufen mit dem Anschlussfeld

Class-D-Endstufen werden sehr oft bei aktiven Bassmodulen eingesetzt und sind hier mittlerweile auch von eingefleischten Audiophilen akzeptiert. Etwas anders sieht es aus, wenn es um die Wiedergabe des Mitten- und Höhenbereichs geht. Doch in den letzten Jahren gab es einige bedeutende Fortschritte in der Schaltverstärker-Technologie und allmählich setzt sich diese Erkenntnis auch in der audiophilen Community durch. Das Entwicklungsziel der DAS Endstufen war, einen Energie-effizienten Class-D-Verstärker zu bauen, der ebenso präzise kontrolliert und transparent spielt, wie dynamisch und vor allem musikalisch. Die Herausforderung bestand also darin, möglichst viel Leistung und Kontrolle zu realisieren, ohne dabei Musikalität einzubüßen. Das Schaltungsdesign der Endstufe besteht aus einer symmetrischen Eingangsstufe und einem Verstärker mit Pulsweiten-Modulation (PWM).

Bei PWM wird ein Audiosignal in eine Folge von Pulsen gebracht und die Endstufe im Schaltbetrieb gefahren. Die einzelnen Transistoren sind dabei entweder maximal leitend oder maximal isolierend. Im Gegensatz zu Class-A oder AB-Endstufen resultiert aus dieser Arbeitsweise sehr wenig Verlustleistung und damit eine hohe Energieeffizienz. Die DAS-Mono-Power-Amplifier erreichen hier beachtliche 84 Prozent. Der Ruhestromverbrauch ist fünf bis zehn Mal niedriger als bei vergleichbaren Class-AB-Verstärkern. Damit einher gehen auch völlig unkritische thermische Arbeitsbedingungen, was sich vorteilhaft auf die Langlebigkeit auswirken sollte. Neben dem deutlich geringeren Stromverbrauch punkten Class-D-Verstärker mit niedrigeren Verzerrungen, höheren Geräuschspannungsabständen und geringeren Ausgangsimpedanzen.


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