Unsere französischen Nachbarn haben in ihren Geräten oftmals ganz pfiffige Ideen verwirklicht, leider schaffen es diese in vielen Fällen nicht bis zu uns über die Grenze. So ist auch der Hersteller dbsystem-LaRosita bei uns noch ziemlich unbekannt. Neben speziellen Musikservern in verschiedenen Preisregionen werden auch noch eine Vorstufe, ein Vollverstärker und ein Leistungsverstärker angeboten. Unser Testobjekt ist ein Server im mittleren Preissegment der Firma.
Der Entwickler und Firmeninhaber Dan Bellity ist übrigens in der französischen Szene kein Unbekannter, im Internetmagazin „Melaudia“ sind immer wieder Berichte über ihn zu lesen. Leider nur in französischer Sprache.
| Der Knopf in der Mitte dient zum Umschalten der Eingänge und als Lautstärkeregler. |
Der Musikserver gehört zu einer Gerätegattung, die noch am Anfang der Entwicklung steht, aber immer mehr Liebhaber findet. Insbesondere von Leuten, die mit dem Computer auf Kriegsfuß stehen und eigentlich nur Musik hören wollen. Deshalb wird der PC nur noch zum Rippen der CDs verwendet, den Rest erledigt der Server. Aber auch das Rippen wird einem teilweise schon von den Servern abgenommen.
Einen völlig anderen Weg hat Dan Bellity mit den LaRosita Geräten eingeschlagen. Dies zeigt bereits ein Blick ins Innere des Servers. Hier erinnert nichts an eine herkömmliche Computerplatine, wie sie mancherorts gerne verwendet wird. Im Gegensatz dazu gleicht der Aufbau der Rosita eher einem Verstärkernetzteil. Dies ist natürlich nur die Spitze des Eisbergs, was sonst noch alles an Ideen dahinter steckt sieht man nicht auf den ersten Blick. Die Grundvoraussetzungen für eine optimale Musikwiedergabe per Computer sind aber immer die gleichen:
- einen möglichst jitterfreien Stream an den Digital-Analog Wandler zu senden
- den Wandler vom Computer als Störquelle galvanisch zu trennen
| Es existieren auch zwei analoge Eingänge, so dass der Beta auch als vollwertiger Vorverstärker benutzt werden kann. |
Hier setzt Bellity bei seinen Überlegungen an, er hat den Server um die Apple Basisstation Airport express konstruiert. Airport ist entwickelt worden, um aus dem Programm iTunes Musikdateien streamen zu können. Und dies in einer absolut stabilen Verbindung. Nun kommt natürlich der Einwand, die stabilste Verbindung, die ich kenne, ist ein Stück Draht! Stimmt irgendwie, allerdings gab es mit Airport express während der gesamten Zeit nicht einmal einen Dropout. Der Vorteil bei dieser Lösung ist natürlich die völlige galvanische Trennung des Computers vom Wandler. Die Schaltnetzteile im Computer sind eine wunderbare Störquelle für die gesamte Anlage.
Wenn man nun die Musik von einem Notebook im Akkubetrieb streamt, existiert überhaupt keine physische Verbindung mehr zum Wandler! Die Grundidee ist natürlich nicht neu, aber die Ausführung wurde hier für High End Wiedergabe optimiert und nicht, um irgendwelche MP3 Dateien auf Lautsprecher im Badezimmer zu streamen.













