Der englische Nobel-Hersteller freut sich auf das Debüt von drei neuen Produkten auf der Münchner High End. Er wird den Celsus Pre-Amplifier und den dazu passenden Celsus Stereo-Endverstärker vorstellen und damit die Elektroniklinie in einer erschwinglichen Preisregion komplettieren.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-28_avid_content.jpg

Der Celsus Vorverstärker enthält selbstverständlich einen hochwertigen vollsymmetrischen Phonoeingang und bietet die gleiche Flexibilität wie der Referenz-Vorverstärker. Es besteht die Möglichkeit, gleichzeitig zwei Tonabnehmer und weitere vier Line-Level-Quellen anzuschließen. Der atemberaubende ALPS RK50 Lautstärkeregler, der im Referenzvorverstärker verwendet wird, bleibt erhalten und das separate Netzteil sorgt dafür, dass die Stromversorgung stabil ist. Der passende Celsus Stereo-Endverstärker ist direkt von Schaltungsdesign des Referenz-Stereo-Verstärkers abgeleitet und bringt die Kraft und Kontrolle, für die AVID-Produkte bekannt sind. Der Sigsum Vollverstärker komplettiert die neue Linie: Die eingebaute Phonostage, die vier Line-Level-Inputs und das ALPS RK50 Lautstärkeregler allein machen ihn schon zu einem Benchmark-Produkt.

Die endgültigen Verkaufspreise liegen noch nicht vor, aber Avid verspricht, dass sie sehr wettbewerbsfähig sein werden. Celsus und Sigsum Produkte werden auf der Münchner HIGH END debütieren und auf eine preisgekrönte Produktpalette aufbauen, die einfach besser und besser wird…

Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
Anschrift Am Brambusch 22
44536 Lünen
Telefon +49 231 9860285
E-Mail avid@mkidc.eu
Web www.idc-klaassen.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/17-03-28_avid
Montag, 27 März 2017 00:01

Ayon S-10

geschrieben von

Bereits auf der letztjährigen High End hat mir Gerhard Hirt, Eigentümer und Chef von Ayon, seine Neuentwicklung im Bereich Netzwerkspieler ausführlich vorgestellt und danach war klar, dass wir dieses Gerät so schnell wie möglich zum Test haben wollten. Vor einigen Wochen war es dann soweit und wir haben das Gerät exklusiv zum Test bekommen.

In unserem kürzlich geführten Gespräch erzählte mir Gerhard Hirt dann völlig entspannt, dass der S10 eigentlich bereits seit etwa einem Jahr fertig war und man die Zeit bis zum offiziellen Erscheinen ganz bewusst für das Fine-Tuning genutzt habe. Schließlich sollte der S-10 in jeder Hinsicht ein „echter Ayon“ werden.

Der Ayon S-10 wirkt mit dem großen Display in der Mitte und dem Verzicht auf jegliche Bedienungselemente überaus elegant
Der Ayon S-10 wirkt mit dem großen Display in der Mitte und dem Verzicht auf jegliche Bedienungselemente überaus elegant

Schon rein äußerlich ist der S-10 auf den ersten Blick als ein Gerät von Ayon zu erkennen: massives, hervorragend verarbeitetes, in schwarz gehaltenes Gehäuse aus Aluminium mit den charakteristisch abgerundeten Ecken. Die Frontseite wird von dem großen QVGA-5-Zoll-Farb-TFT-Display für die Anzeige der verschiedenen Menüs des Netzwerkspielers dominiert, das auch aus größerer Entfernung noch gut ablesbar ist. Ein weiteres kleines Display rechts daneben zeigt unter anderem Lautstärke, Input, Mute und Balance an. Der S-10 wird vollständig über die beigelegte Fernbedienung gesteuert. Durch den Verzicht auf jegliche Bedienungselemente an der Frontplatte wirkt der S-10 sehr elegant, aufgeräumt und schnörkellos.

Das große, hervorragend ablesbare Display für die verschiedenen Menüs des Netzwerkspielers und das kleine Display rechts daneben
Das große, hervorragend ablesbare Display für die verschiedenen Menüs des Netzwerkspielers und das kleine Display rechts daneben

Technisch knüpft der S-10 an den bekannten S-3 an, der bereits seit 2011 unverändert auf dem Markt ist – eine lange Zeit für eine Hifi-Komponente im Allgemeinen und für ein Digital-Gerät im Besonderen. Ich habe die klanglichen Fähigkeiten des S-3 noch in bester Erinnerung und klanglich hervorragende Komponenten gehören nicht plötzlich zum alten Eisen. Aus diesem Grund bleibt der S-3 auch weiterhin im Programm von Ayon. Andererseits hat sich im Digitalbereich in den letzten Jahren doch einiges getan: Ich nenne hier einmal stellvertretend Internet-Streaming-Dienste oder das Thema DSD.


Und genau an dieser Stelle hat Ayon beim S-10 angesetzt. Die Streaming-Einheit besteht nun aus dem neuen High-End-Streamer-Modul „Stream 820“ vom österreichischen Spezialisten Stream Unlimited. Dieses Modul enthält einen flotten 1-GHz Cortex-A8 Prozessor sowie 4GB RAM und 4GB Flash Speicher. Damit steht genügend Rechenpower für die Verarbeitung von PCM-Daten in den Formaten WAV, FLAC oder AIFF bis 24 Bit/384 KHz und DSD-Daten bis 11,2 MHz (DSD256) zur Verfügung. Der Zugang zu Tidal ist ebenso wie die Roon-Kompatibilität bereits integriert. Die Verbindung mit einem Netzwerk erfolgt entweder per Kabel über den RJ45-Ethernet-Anschluss oder drahtlos über das integrierte Wi-Fi-Modul. Zusätzlich verfügt der Netzwerkspieler über zwei USB-Eingänge – jeweils einen auf der Vorder- und Rückseite – zum direkten Anschluss eines USB-Speichergeräts, wie Stick oder Festplatte. Darüber hinaus besitzt der S10 noch einen koaxialen Digital-Ausgang (S/PDIF).

Der S-10 wird über die Fernbedienung im edlen Metallgehäuse gesteuert
Der S-10 wird über die Fernbedienung im edlen Metallgehäuse gesteuert

Das Herzstück der digitalen Audio-Sektion bilden zwei hochwertige D/A-Chips vom Typ DSD1792A von Texas Instruments in einer kanalgetrennten symmetrischen Anordnung. Zum Anschluss externer digitaler Komponenten an den DAC verfügt der S-10 über drei digitale Eingänge: einen koaxialen S/PDIF (RCA), einen Toslink und einen USB-PC „B“-Type. Die USB-Schnittstelle basiert auf einem XMOS-DSP-Chip und kann PCM bis 24 Bit/ 192 KHz und DSD bis 128x übertragen.

Bei der analogen Ausgangsstufe hat Ayon auf ein auch im S-3 bestens bewährtes Konzept zurückgegriffen: eine puristische Single-Ended-Class A Schaltung mit der bekannten Doppeltriode 6H30 und nur wenigen Bauteilen ohne Gegenkopplung. Die symmetrischen Ausgänge werden separat und in echter symmetrischer Schaltung bedient. Ausgangsseitig stehen auf analoger Ebene entweder ein Cinch-Ausgang oder ein symmetrischer, mit XLR-Buchsen ausgeführter Ausgang zur Verfügung. Ein Parallel-Betrieb beider Ausgänge ist nicht vorgesehen.

Die vielfältigen analogen und digitalen Ein- und Ausgänge
Die vielfältigen analogen und digitalen Ein- und Ausgänge


Schon immer ist für Ayon bei allen Geräten eine saubere und stabile Stromversorgung die Grundlage für ausgezeichneten Klang. Beim S-10 kümmert sich ein aufwendiges Netzfilter um saubere Verhältnisse am Netzeingang und ein kräftiger R-Core-Transformator versorgt mit getrennten Wicklungen den Digital- und Analogteil. Großzügig bemessene Siebkapazitäten und eine Vielzahl von Spannungsreglern schaffen stabile Arbeitsbedingungen für die einzelnen Baugruppen und deren Entkopplung untereinander. Das vorstehend beschriebene Gerät läuft bei Ayon unter „Basis“ Version. Denn Ayon verfolgt beim S10 erstmals ein modulares Konzept mit verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten, die sich auch nachträglich einbauen lassen. Die „Preamp“ Version beinhaltet zusätzlich eine fernbedienbare analoge Lautstärkeregelung (4-fach vollsymmetrisch) und zwei Paar analoge Line Eingänge (RCA). Der S-10 wird mit dieser Option zu einem analogen Vorverstärker erweitert. Für die Lautstärkeregelung verwendet Ayon den bewährten Spezialbaustein PGA2320, der das Signal auf der analogen Ebene mit Hilfe eines Widerstandnetzwerks abschwächt. Für den Fall, dass man den S10 doch einmal an eine Vorstufe anschließen möchte, kann die Lautstärkeregelung auch aus dem Signalweg geschaltet werden.

Das digitale Anschlussfeld im Detail
Das digitale Anschlussfeld im Detail

Die „Signature“ Version enthält im Analogteil als Koppelkondensatoren acht hochwertige Mundorf-Kondensatoren vom Typ Silver/Gold. Die Qualität der als Koppelkondensatoren eingesetzten Bauteile spielt eine entscheidende Rolle für das klangliche Gesamtergebnis. Das eigentliche Highlight dieser Version ist aber das Konverter-Modul, das alle eingehenden PCM-Signale bis 24 Bit/192 KHz in DSD Signale umwandelt, wobei zwischen DSD128 und DSD256 gewählt werden kann. Bei nativen DSD-Signalen wird das Modul überbrückt. Das Modul besteht im Wesentlichen aus einem leistungsstarken digitalen Signalprozessor (DSP), der mit einem entsprechenden Algorithmus die PCM-Signale in DSD umrechnet. Über den genauen Inhalt des Moduls hält sich Gerhard Hirt im Gespräch mit mir verständlicherweise etwas bedeckt, da man hier einen echten Wettbewerbsvorteil sieht. Das Modul sei in enger Zusammenarbeit mit den Spezialisten von Stream Unlimited und weiteren externen Digital-Spezialisten entstanden. Für Ayon allein wäre ein derartiges Modul nicht machbar gewesen. Nun ist die Konvertierung von PCM in DSD ja nicht völlig neu. Pioniere auf diesem Gebiet waren und sind Firmen wie dCS, Meitner, Playback Designs oder PS Audio, die individuell programmierte Algorithmen für die Konvertierung verwenden. Neuerdings gibt es auch fertige Sample-Rate-Converter-Chips. Darüber hinaus existieren reine PC-basierte Software-Lösungen, wie HQ Player, Audirvana oder ganz aktuell auch Roon.

Der S-10 von innen. Der modulare Aufbau ist gut zu erkennen: links das Netzteil, rechts die analoge Röhrenverstärkerstufe, in der Mitte unten das Streaming–Modul und darüber das DSD-Konvertierungsmodul
Der S-10 von innen. Der modulare Aufbau ist gut zu erkennen: links das Netzteil, rechts die analoge Röhrenverstärkerstufe, in der Mitte unten das Streaming–Modul und darüber das DSD-Konvertierungsmodul

Aber wie immer steckt der Teufel im Detail. Die Konvertierung von Digital-Formaten ist eine höchst komplexe mathematische Aufgabe und muss in Echtzeit passieren. Jeder gute Software-Ingenieur kann solche Algorithmen schreiben, aber nach meiner Erfahrung klingen die wenigstens Lösungen wirklich gut. Das ist auch der Grund, warum ich es meistens bevorzuge, auf Upsampling und Konvertierung zu verzichten und die Musik im ursprünglichen Format zu hören. Darauf angesprochen, erzählte mir Gerhard Hirt, dass ihm diese Problematik sehr wohl bewusst sei und dass im S-10 eine besondere Konvertierungsmethode zum Einsatz komme, die die bekannten Nachteile vermeide und auf die man besonders stolz sei. Gerhard Hirt hat uns den S-10 in der höchsten Ausbaustufe, also mit „Preamp“- und „Signature“-Option überlassen. Nachdem Dirk Sommer freundlicherweise und nicht ganz uneigennützig für mich das Auspacken und Einspielen des Geräts übernommen hatte, konnte ich sofort loslegen.


Das gekapselte DSD Modul
Das gekapselte DSD Modul

Begonnen habe ich meinen Hörtest diesmal mit dem analogen Vorverstärker. Mein M2Tech Young DAC war an einen der analogen Eingänge angeschlossen und ausgangsseitig war der S-10 direkt mit meinen Omtec-Endstufen verbunden. Der S-10 erwies sich dabei als ein ganz hervorragender Vorverstärker. Die Wiedergabe war unabhängig vom gewählten Musikmaterial und der eingestellten Lautstärke immer ausgesprochen transparent, klar und räumlich. Wer keinen Vorverstärker besitzt, dem kann ich die „Preamp“-Version nur wärmstens empfehlen. Für einen separaten Vorverstärker in vergleichbarer oder gar höherer Qualität muss man jedenfalls eine ungleich höhere Investition tätigen.

Auf digitaler Seite habe ich den S10 dann über den Ethernet-Anschluss in mein Heimnetzwerk eingebunden, das speziell für die Musikwiedergabe konzipiert ist und normalerweise ohne Router und DHCP-Server auskommt. Die dafür erforderliche manuelle Konfiguration der Netzwerkverbindung war mit Hilfe des großen Displays und der gut gemachten Bedienungsanleitung schnell erledigt.

Hochwertige Mundorf Silver/Gold Kondensatoren im Analogteil
Hochwertige Mundorf Silver/Gold Kondensatoren im Analogteil

Als Medien-Server kamen zum einen JRiver in Verbindung mit der App JRemote und zum anderen MinimServer gesteuert über die hauseigene Ayon-App zum Einsatz. Darüber hinaus habe ich noch das Zusammenspiel von Roon mit dem S-10 getestet. In allen drei Konfigurationen war die Bedienung des S-10 ein großes Vergnügen. Die Streaming-Einheit reagiert rasch und geschmeidig. Gerade im integrierten Streamer sehe ich eine der großen Stärken des S-10: Das klangliche Ergebnis ist hervorragend und man kann auf einen Computer in der Anlage verzichten. Ein zum Vergleich aufgebauter alternativer Signalweg von MinimServer über JPLAY und meine beiden kaskadierten Mutecs in den USB-Eingang des S-10 bestätigte dieses Ergebnis. Nicht verzichten können wird man langfristig auf einen guten Musik-Server, da der S-10 hier gnadenlos die Unterschiede aufdeckt. Eine Alternative zum Einstieg bei einer nicht allzu großen Musiksammlung ist der direkte Anschluss einer USB-Festplatte, denn hierüber ergibt sich ein erstaunlich feines, luftiges und offenes Klangbild.


Gehört habe ich im ersten Schritt ohne DSD-Konvertierung. Der S-10 eröffnet einen weiten Raum mit ausgezeichneter Tiefenstaffelung. Hinzu tritt die ausgezeichnete Feindynamik. Beides zusammen lässt gute Orchesteraufnahmen mit klassischer Musik beeindruckend klingen. Orchesterstücke wie „El Tambor De Granaderos“ oder „La Revolsta“ aus dem Album Music of Spain mit dem National Orchestra of Spain unter der Leitung von Rafael Frühbeck de Burgos (Music of Spain - Rafael Fruhbeck De Burgos Conducts the National Orchestra of Spain - HDTT 24/192), die von der farbenprächtigen Vielfalt der Instrumentierung und der stupenden Dynamik leben, klingen im Zusammenspiel mit der phantastisch eingefangenen Tiefe der imaginären Klangbühne einfach phantastisch. Szenenwechsel: Wie aus dem Nichts steht Lyn Stanley zu Beginn von „How Long Has This Been Going On?“ (Lyn Stanley: Interludes) glasklar zwischen den Lautsprechern. Eines ist klar, der S-10 hat keinesfalls einen soften Röhrensound. Ganz im Gegenteil: Die Live-Atmosphäre bei dem All-Time-Hit „Hotel California“ aus dem Album Hell Freezes Over von den Eagles wird vom S-10 außerordentlich klar und transparent wiedergegeben, hinzu kommt ein knackiger, rollender Bass.

Der große R-Core Transformator
Der große R-Core Transformator

Mit großem Vergnügen habe ich mich dann nach längerer Zeit wieder einmal durch die DSD-Sampler Showcase 2 und 3 von OPUS 3 gehört. Gerade bei DSD-Aufnahmen hat mir in der Vergangenheit oft ein wenig die Dynamik gefehlt, so dass für mein Empfinden alles etwas matt und langweilig klang. Aber jetzt „groovt“ plötzlich Eva Tylor in „Everybody Loves my Baby“ mit einer Intensität, dass es so richtig Spaß macht und der Griff zum Lautstärkeregler nicht ausbleibt. Und plötzlich ist mein Interesse für DSD wieder da.

Nein, ich werde mich jetzt nicht mit der Grundsatzfrage PCM versus DSD auseinandersetzen, sondern mich darauf beschränken, Ihnen meine Höreindrücke zu schildern. Ganz allgemein kann man sagen, dass die DSD-Konvertierung vielen PCM-Aufnahmen ein wenig mehr Glanz und vielleicht das gewisse Extra verleiht. Auch hinsichtlich der Tiefe der räumlichen Darstellung ergibt sich mit der DSD-Konvertierung ein interessanter Effekt. Im Vergleich zur PCM-Wiedergabe erscheint sie mir nicht ganz so tief, dafür rückt das Klangbild leicht nach vorne und wirkt damit präsenter. Gleichzeitig verbessert sich für mich aber der räumliche Eindruck. Ein Widerspruch? Nicht unbedingt, denn die einzelnen Instrumente sind erheblich natürlicher gestaffelt und jedes Instrument „atmet“ und schwingt gleichsam im Raum.

Sehr gut hören kann man das im 1. Satz aus der „Symphonie Nr. 34“ von W.A. Mozart in der Interpretation des Royal Philharmonic Orchestra unter Josef Krips (Mozart: Symphony 35 & 41- Chesky). Eine Aufnahme in bester DECCA-Tradition mit schönem weichen Klang gepaart mit großartiger Räumlichkeit und gleichzeitig enorm geschlossen und kompakt. Mit der DSD-Konvertierung wirkt die Aufnahme präsenter und alles wirkt etwas luftiger. Ich führe das auf die ausgeprägte Fähigkeit des S-10 zurück, feindynamische Abstufungen innerhalb eines Raums wiederzugeben. Dadurch wird die räumliche Platzierung der Instrumente im Wechselspiel zwischen den rasch aufeinander folgenden forte- und piano-Passagen, die den 1. Satz dieser Symphonie prägen, wesentlich klarer herausgearbeitet. Aber nicht nur Aufnahmen großer Orchester, sondern auch Aufnahmen mit kammermusikalischen Besetzungen profitieren ungemein von der DSD-Konvertierung. Nehmen wir die Streichersonaten von G.A. Rossini für zwei Violinen, Cello und Kontrabass (Salvatore Accardo - Rossini: 5 Sonate a Quattro - LIM UHD): mit der DSD-Konvertierung klingen die Streicher unglaublich samtig und geschmeidig; Man glaubt das „Atmen“ der Musiker zu hören und spürt wie, phantastisch die Musiker miteinander interagieren.


Die bekannte Doppeltriode 6H30 in der analogen Verstärkerstufe
Die bekannte Doppeltriode 6H30 in der analogen Verstärkerstufe

Bis jetzt habe ich immer die Konvertierung auf DSD128 gewählt. Mit der Fernbedienung lässt sich einfach auch während des Hörens auf DSD256 umschalten. Zu meiner Überraschung ergibt sich hier keine weitere Verbesserung. Ganz im Gegenteil: Der Klangeindruck liegt nun subjektiv irgendwo zwischen der originalen PCM Version und DSD128. Aber irgendwie ist der vorstehende Zauber der Konvertierung auf DSD128 weg. Eine Erklärung könnte sein, dass bei der Umrechnung auf DSD256 wesentlich mehr Daten bewegt werden müssen, die zu einer signifikant größeren Belastung des Systems führen. Sie erinnern sich: AAuch im DSD-Modul steckt ein Rechenprozessor. Mehr ist also nicht immer besser!

Bis zu diesem Punkt haben wir uns ausschließlich mit der Konvertierung von CD-Qualität auf DSD beschäftigt. Aber wie sieht das Ganze aus, wenn als Ausgangsmaterial PCM in HiRes vorliegt? Ich wähle ganz bewusst eine Aufnahme der Haydn Symphonien mit der Philharmonica Hungarica unter Antal Dorati (Haydn Symphonies No. 94 and 100 - Antal Dorati The Philharmonia Hungarica - HDTT 24/192), da mir diese Aufnahme sowohl in 24 Bit/176 KHz als auch in 24 Bit/352 KHz Qualität vorliegt. Dorati lässt Haydn mit kammermusikalisch geprägtem Feinschliff musizieren. Dabei bevorzugt er markante schnelle Tempi und lässt das Orchester die Sinfonien voll zupackend ausspielen. Das gibt den Symphonien einen überaus lebendigen Charakter, dem man sich nur schwer entziehen kann. Die von High Definition Tape Transfers von einem Zweispur-Band angefertigte Überspielung in 24 Bit /352 KHz ist hervorragend gelungen. Tonalität, Dynamik und Räumlichkeit sind vom Feinsten. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die Konvertierung der 24-Bit/176-KHz-Version in DSD noch einen klanglichen Zugewinn bringen sollte. Aber auch hier stellen sich zu meiner Überraschung die gleichen positiven Effekte – Luftigkeit und Räumlichkeit – ein, wie oben bei einfachem CD-Material. Und die Konvertierung auf DSD256 wiederum führt für mich zu einem Ergebnis, das mich die Originalversion in PCM 24 Bit/352 KHz bevorzugen lässt.

Zusätzliche Verstärkungseinstellung auf der Unterseite des S-10
Zusätzliche Verstärkungseinstellung auf der Unterseite des S-10

Eine schlüssige technische Erklärung für die Vorteilhaftigkeit der DSD-Konvertierung kann ich Ihnen nicht geben. Viellicht ist einer der Gründe, dass das DSD-Signal nach dem Wandler im Gegensatz zu PCM nur ein relativ einfaches Tiefpassfilter bestehend aus Widerständen und Kondensatoren erfordert und keine komplexen Schaltungen mit zusätzlichen Chips benötigt. Es ist bekannt, dass dieses Tiefpassfilter großen Einfluss auf den Klang hat. Aber egal, wir haben ja unsere Ohren, auf die wir uns verlassen können.


Abschließend bleibt festzustellen, dass ich im Langzeittest die DSD-Konvertierung letztlich immer aktiviert hatte und als besonders angenehm empfand. Ohne Frage ist die mit der Konvertierung auf DSD erreichte Klangqualität verblüffend. Dies gilt unabhängig von der Auflösung des Ausgangsmaterials. Aber natürlich profitiert gerade Musikmaterial in CD-Qualität in ganz besonderem Maße von der DSD-Konvertierung. Und wer von uns hat schon ausschließlich Aufnahmen in HiRes in seiner Musiksammlung?

STATEMENT

Der Ayon S-10 ist ein tolles Gerät mit herausragenden klanglichen Qualitäten und zugleich außergewöhnlich vielseitig mit perfekt aufeinander abgestimmtem Netzwerkspieler, Wandler und Vorverstärker. Das findet man nicht alle Tage. Die Option zur DSD Konvertierung aber ist das berühmte i-Tüpfelchen und macht den macht den S-10 klanglich zu etwas ganz Besonderem.
Gehört mit
Computer Intel Core i5 2,5 GHz, 6 GB RAM, Windows 10 mit AudiophileOptimizer 2.0, Intel Atom 1,6 GHz, 2 GB RAM, Windows Home Server
Software MinimServer, JPlay 6.2, JRiver 19
Reclocker 2 x Mutec MC 3+ USB kaskadiert
D/A-Wandler M2Tech Young
Vorstufe Omtec Anturion
Endstufe Omtec CA 25
Lautsprecher Outsider Jota mit Velodyne Subwoofer Management System SMS-1
Kabel Van den Hul, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable
Herstellerangaben
Ayon S-10
Digital-Eingänge 75 Ω S/PDIF (RCA bis 24/192kHz), TosLink (bis 24/192kHz), USB up to 192KHz and DSD64/128/256, 2x USB für Stick/Festplatte
Netzwerk-Eingänge RP-SMA Stecker Wifi Antenneneingang („drahtlose“ Netzwerkverbindung) 802.11b/g, UTP RJ45 10/100Mbps socket („verkabelte“ Netzwerkverbindung)
Digitale Ausgänge 75 Ω S/PDIF (RCA)
Abtastrate 384kHz / 24 Bit und DSD64/128
Analog-Hochpegel Eingänge 2 Paar RCA (optional)
Analog-Verstärker-Ausgänge 1 Paar RCA und 1 Paar XLR, 4 x BNC-Ausgang für Word Clock, terminiert, unsymmetrisch, individuell gepuffert, paarweise einstellbar
Gewicht 12kg
Abmessungen 48 x 39 x 12 cm (B x T x H)
Preis 5500 Euro, plus 500 Euro („Preamp“ Version), plus 1.500 Euro („Signature“ Version)

Hersteller
Ayon Audio
Anschrift Hart 18
A-8101 Gratkorn
Telefon +43 3124 24954
E-Mail ayon@ayonaudio.com
Web www.ayonaudio.com
Vertrieb
AUDIUM / VISONIK
Anschrift Inh. Frank Urban
Catostr. 7B
12109 Berlin
Telefon +49 30 6134740
Fax +49 30 7037939
E-Mail kontakt@audium.de
Web www.audium.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/17-03-27_ayon
Freitag, 24 März 2017 00:01

Wells Audio Milo

geschrieben von

Falls Ihnen der Milo bekannt vorkommt, ist das kein Déjà-vu-Erlebnis: Im Bericht über die Messe in Warschau hatte ich Ihnen den originell gestalteten Kopfhörerverstärker und seinen Schöpfer Jeff Wells bereits vorgestellt. Das Testexemplar schickten nun die Kopfhörer- und Digital-Spezialisten von audioNEXT nach Gröbenzell.

Für das gelungene Design des Milo gibt es zwei Gründe. Zumindest auf den einen wäre ich ohne Jeff Wells Informationen per E-mail von allein wohl nicht gekommen, während der erste leicht nachvollziehbar ist: Die recht kleine Stellfläche bei beachtlicher Höhe ist dem Schreibtisch als möglichen Einsatzort geschuldet. Die Abkehr von der – möglichst 19-Zoll breiten – flachen Einheitskiste erfolgte überraschenderweise aber auch aus Kostengründen. Beim Milos ging es nämlich darum, möglichst viel des typischen, später näher zu beschreibenden Wells-Klang des in Kreisen von Kopfhörer-Fans in den USA sehr geschätzten „großen“, Headtrip getauften Verstärkers zum günstigeren Preis zu bieten. Jeff Wells legt Wert darauf, dass seine drei Endstufen, der Voll- und die nun insgesamt drei Kopfhörerverstärker ein und demselben Klangideal folgen. Auch wenn der Headtrip, wie sein Entwickler nicht ohne Stolz anmerkt, aufgrund seiner klanglichen Leistungen einen legendären Ruf genießt, bleibt er aufgrund seines Preises für viele unerschwinglich – schließlich kostet er mehr als das Vierfache des Milo. Also habe er die Kosten für einige Baugruppen wie das Gehäuse und die Kühlkörper, für Ausstattungsmerkmale, Herstellungszeit und Verpackung reduziert, ohne den Wells-Audio-Klang zu verwässern.

Das ungewöhnliche und gefällige Gehäuse des Milo macht auf dem Schreibtisch eine gute Figur, ist aber nicht leicht in ein Rack zu integrieren.
Das ungewöhnliche und gefällige Gehäuse des Milo macht auf dem Schreibtisch eine gute Figur, ist aber nicht leicht in ein Rack zu integrieren.

So werde im Milo eine kleinere und einfachere Version der Endstufenplatine verwendet, die im Headtrip, dem Enigma und den zweikanaligen Verstärkern zum Einsatz komme. Es habe fast neun Monate von der ersten Idee bis zu ihrer endgültigen Realisierung gedauert. Dafür sei es aber möglich gewesen, die Schaltung zu verkleinern, ohne auf SMD-Technologie zurückgreifen zu müssen. Dies sei ihm, sagt Jeff Wells, sehr wichtig gewesen, da er nicht glaube, dass man mit SMD-Komponenten beste Ergebnisse erzielen könne, denn die am besten klingenden Bauteile seien für ihn solche, die durch Löcher in der Platine montiert würden. Außerdem sei er der Meinung, dass Kreativität nicht mehr koste, als ein paar zusätzliche Gedanken, wie zum Beispiel den, dass jeder Kunde gern etwas Interessantes, Schönes und großartig Klingendes erwerben möchte. Und deswegen versuche er, Interessantes, Schönes und Erinnernswertes zu schaffen. Es gebe keinen Grund dafür, dass dies deshalb teurer sein müsse. Er denke, dass der Milos dafür ein gutes Beispiel sei, denn hier habe er bei Baugruppen und Gehäuse gespart und dennoch etwas entworfen, das anders und interessant ist und sich vom Meer der gleich aussehenden Kisten abhebt.

Falls der Kopfhörer auch symmetrisch verkabelt werden kann, sollte man aus klanglichen Gründen die XLR-Buchse verwenden
Falls der Kopfhörer auch symmetrisch verkabelt werden kann, sollte man aus klanglichen Gründen die XLR-Buchse verwenden


Den Transformator für den Milos bezieht Jeff Wells von einer amerikanischen Firma, ist aber dennoch davon überzeugt, dass dieser in China produziert wird. Er habe sich eine Reihe von Trafos von den üblichen Verdächtigen angehört, finde aber, dass sie gegenüber seiner Wahl unterlegen seien. Der Transformator des Milo sei sowohl zwischen den Windungen als auch außen komplett geschirmt, wodurch er deutlich leiser sei als die, die er zum Vergleich ausprobiert habe. Im Milo verwende er in einer nicht symmetrischen Push-Pull-Schaltung bi-polare Transistoren. Die Verkabelung werde speziell für die Wells-Audio-Geräte gefertigt und ebenso wie die Platinen und die Buchsen vor dem Zusammenbau kryogen behandelt. Das Potentiometer des Basismodells ist ein Tocos Black. Es sei aufgrund seiner überlegenen klanglichen Eigenschaften im seinem Preissegment und trotz der allgemein bekannten Kanalungleichheiten am Anfang des Regelbereiches ausgewählt worden. Aber es gebe gegen Aufpreis ja auch einen Zwölf-Dezibel-Abschwächer, der es bei lauten Quellen erlaube, den Regelbereich des Potis mit nur geringer Kanalabweichung zu nutzen. Auf Wunsch sei auch ein Khozmo-Pegelschalter statt des Potentiometers zu haben. Gegen einen noch etwas höheren Aufpreis werde dieser dann sogar mit Vishay-Widerständen bestückt. Da die Geräte in Handarbeit gefertigt würden, können man die meisten Kundenwünsche realisieren. So sei der Milos etwa neben den serienmäßigen Cinch- auch mit XLR-Eingängen lieferbar. Der Lautstärkeschalter dürfte klanglich eine lohnende Investition sein, geht es beim Milo doch direkt – also ohne einen Eingangsbuffer – von den Cinch-Eingangsbuchsen zum Potentiometer.

Auf Wunsch kann der Milo auch mit symmetrischen Eingängen ausgestattet werden
Auf Wunsch kann der Milo auch mit symmetrischen Eingängen ausgestattet werden

Aber auch ohne Schalter und vielleicht sogar Vishays im Signalweg verhilft der Milo dem Audeze EL-8 Titanium (hier ein Link zu http://www.hifistatement.net/tests/item/1817-audeze-el-8-titanium) zu einem ausgesprochen angenehmen, minimal warmen, dynamisch und rhythmisch akzentuierten Klangbild – frei von Härte oder Rauigkeit. Bei dieser tonalen Abstimmung hört man gern schon mal zwei, drei Dezibel lauter als etwa über den Bryston BHA-1, den ich wegen seiner Neutralität schätze. Anders als dieses „Werkzeug“ erlaubt sich Milo ein ganz klein wenig Grundrauschen – und mehr Charakter. Vor allem seinen satten Klangfarben ist es zu verdanken, dass eine recht frühe Digital-Produktion wie Vaya Con Dios Night Owl gar kein bisschen grätzig klingt. Bei „Nah Neh Nah“ beispielsweise kommen die Gitarren ein Stückchen natürlicher rüber als beim nüchternen BHA-1, der alles einen Hauch kälter und technischer klingen lässt.

Im Gehäuse des Milo wird kein Platz verschenkt: Am Boden ist der Ringkerntrafo montiert, an den Seiten sitzen die Signalplatinen für je einen Kanal und Vorder- und Rückseite sind mt Buchsen respektive dem Potentiometer und Netzschalter bestückt
Im Gehäuse des Milo wird kein Platz verschenkt: Am Boden ist der Ringkerntrafo montiert, an den Seiten sitzen die Signalplatinen für je einen Kanal und Vorder- und Rückseite sind mt Buchsen respektive dem Potentiometer und Netzschalter bestückt


Ich gebe gerne zu, dass mehr als 20 Jahre über Hifi zu schreiben, auch seine Spuren hinterlassen hat: Kaum habe ich den Milo nach den ersten Eindrücken auf der wärmeren, vollmundigeren, statt hell analytischen Seite eingeordnet, muss ich einmal ausprobieren, ob das in Kombination mit dem sehr überzeugenden Audioquest NightOwl Carbon (hier ein Link zu http://www.hifistatement.net/tests/item/1957-audioquest-nightowl-carbon), dessen Abstimmung in die gleiche Richtung geht, nicht ein wenig zu viel ist – oder sollte mir den Audioquest nur wegen der Namensgleichheit mit dem gehörten Album eingefallen sein? Wie dem auch sei, auch mit dem im Hochtonbereich eher zurückhaltenden NightOwl Carbon kann der Milo voll überzeugen: Die Musik fließt entspannt, aber plätschert keinesfalls spannungslos vor sich hin. Selbst Songs ohne das Schimmern von Becken wie Jonas Hellborgs tieffrequenter Monolog auf der akustischen Bassgitarre auf „Iron Dog“ vom Album mit dem wohl ironischen Titel The Silent Life fehlt es nicht an Luftigkeit oder an Saitenfunkeln. Dafür darf der Audioquest mit Hilfe des Milo mit seiner Dynamik und Schnelligkeit brillieren. Das Audioquest/Wells-Audio-Duo garantiert einfach stundenlanges, ermüdungsfreies Musikhören.

Für Jeff Wells beginnt guter Klang beim Trafo: Er hat ein mehrfach geschirmtes Exemplar ausgewählt
Für Jeff Wells beginnt guter Klang beim Trafo: Er hat ein mehrfach geschirmtes Exemplar ausgewählt

Dann versuche ich es noch einmal andersherum: Arild Andersons „If You Look“ lebt vor allem von der vielschichtigen, aber dennoch filigranen und Klangfarben starken Percussion – und die bringen Milo und Audioquest auch beeindruckend rüber. Zwar erscheinen die Klangfarben minimal gedeckter als beim Bryston, trotzdem wirkt der Wells Audio frei und offen. Trotz eines Hauchs weniger Luft um die Instrumente begeistert er mit seiner guten, aber nicht kalt-analytischen Auflösung und einer beeindrucken Tiefenstaffelung auf der imaginären Bühne. Die Pauken rollen dräuend, Impulse erklingen ansatzlos und mächtig: ein Genuss!

Aber der lässt sich ja noch steigern, beispielsweise mit dem Audeze LCD-X und einer guten Aufnahme in HighRes wie Mahlers Symphonie Nr. 6 von acousence: Es ist zwar schon enorm eindrucksvoll, wie viel großorchestrale Kraft Milo und LCD vermitteln können, aber noch intensiver wird das Erlebnis, wenn statt des unsymmetrischen der symmetrische Ausgang des Wells Audio aktiv wird: Das Klangbild gewinnt an Farbigkeit und Feinzeichnung, die Abbildung erscheint größer und der Höreindruck wird dem über Lautsprecher noch ein Stückchen ähnlicher. Für den abschließenden Vergleich des Milo mit dem Bryston spendiere ich dem LCD-X noch ein besserer symmetrisches Kabels als das von Audeze: das Habst HPLC Majesty (hier ein Link zu http://www.hifistatement.net/tests/item/1897-habst-hpcl-majesty). So wie Milo und Audeze nun einige meiner Test-Song und ein paar ein wenig in Vergessenheit geratene Stücke wiedergeben – enorm energiegeladen, farbig, mit einem Hauch Wärme, luftig und fein durchhörbar –, steht mir der Sinn nicht im mindesten nach Vergleichen. Dennoch: Der Bryston suggeriert noch ein ganz klein wenig mehr – kühlere – Luft um die Instrumente und löst dichtes musikalisches Geschehen noch einen Tick penibler auf. Die Energiedichte, die Spielfreude und die Emotionalität des Milo erreicht er aber nicht!


Die Schaltung des Milo ist völlig diskret aufgebaut
Die Schaltung des Milo ist völlig diskret aufgebaut

STATEMENT

Wells Audios Milo ist eher Genussmittel als Arbeitsgerät: Er nimmt den Hörer mit seinen satten, eher warmen Klangfarben für sich ein, strotzt vor Kraft und ist kein Kind von Traurigkeit. Auch in puncto Durchzeichnung und Raumillusion lässt er keine seiner Preisklasse angemessenen Wünsche offen. Mit dem Milo wird Musikhören über Kopfhörer zum emotionalen Erlebnis!
Gehört mit
NAS Melco HA-N1ZH60, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco
D/A-Wandler Chord DAVE
Kopfhörerverstärker Bryston BHA-1
Kopfhörer Audeze LCD-X, EL-8 Titanium, Audioquest NightOwl Carbon
Kabel HMS Gran Finale Jubilee, Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde, Audioquest, Habst Ultra III und HPCL Majesty
Zubehör PS Audio Power P5, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Artesania Audio Exoteryc
Herstellerangaben
Wells Audio Milo
Ausgangsleistung 18 Watt rms an 8Ω bei 1kHz mit weniger als 0,015% THD, 12 Watt rms an 32Ω @ 0,006% THD, 10 Watt rms an 46Ω @ 0,005% THD
Frequenzang ±0.25 db von 16Hz bis 30kHz
Fremdspannungsabstand 94db bei voller Leistung
Eingangsempfindlichkeit 0,72mV rms
Verstärkung 30db (12db Abschwächer erhältlich
Eingangsimpedanz 17kΩ
Ausgangsimpedanz 0,1Ω
Dämpfungsfaktor 80 bei 8Ω nominell
Leistungsaufnahme 42 Watt @ Leerlauf, 145 Watt @ Volllast
Eingänge 1 Paar Cinch, 1 Paar XLR (250 Euro Aufpreis)
Ausgänge 1 x vierpolig XLR, 1 x 6,3mm Klinke
Betriebsspannung 120 V, 230 V bei 50 oder 60 Hz
Abmessungen (B/H/T) 21/25/20cm
Preis 2000 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/17-03-24_wells

Das Portfolio der High-End AURUM-Elektronik wird um zwei exklusive Komponenten erweitert. Der A8 ist ein High-End Stereo-Vollverstärker, basierend auf einem Doppelmonoaufbau mit getrennter Stromversorgung. Der Referenz-CD-Spieler garantiert größte Frequenzbreite und extrem hohe Dynamik ohne Verzerrungen oder Rauschen

Optisch integrieren sich die Neuzugänge selbstverständlich perfekt in die AURUM Elektronikfamilie und überzeugen mit exklusivem Finish sowie überdurchschnittlich hoher Verarbeitungsqualität im Detail –w ie man es von einem Produkt Made in Germany erwartet. Selektierte Komponenten garantieren in den handgefertigten Modellen ein Maximum an akustischer Leistungsfähigkeit. Dazu gehören Class-A Ausgangsstufen, getrennte Netzteile für die Standby-Stromversorgung und die Digital- und Analogbaugruppen sowie ein breitbandiges Netzfilter, der sowohl externe symmetrische Störungen aus dem Stromnetz und asymmetrische Störungen von Gehäuse und „Masseleitung“ eliminiert. Ein zusätzliches Filter verhindert störendes Brummen des leistungsfähigen Ringkern-Trafos.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-22_quadral_A8_seitlich_dynamisch.jpg

Der AURUM A8 setzt den High-End-Aufbau der gesamten Familie demnach konsequent fort: Kurze Signalwege, verlustarme Signalweiterleitung durch SMD-Technik, hochwertige Polypropylen-Folienkondensatoren aus deutscher Fertigung und gekapselte, nahezu verschleißfreie Relais sind nur einzelne Beispiele des aufwändigen inneren Aufbaus. Jeder Kanal durchläuft eine eigene Signalverarbeitung, auch die Stromversorgung und Verstärkung erfolgt separat: Da agieren zwei getrennt arbeitende, streuarme Netzteile, ein Trafo und ein Gleichrichter. Die Lautstärkeeinstellung ist hoch präzise und arbeitet, wie im Studiobereich, logarithmisch in echten ein Dezibel Schritten. Der AURUM A8 leistet zweimal 180 Watt an 4 Ohm.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-22_quadral_C8_seitlich_dynamisch.jpg

Der Referenz CD-Player AURUM C8 wartet ebenfalls mit innovativer Technologie auf: Ein permanenter automatischer Abgleich der Lasereinheit garantiert eine CD-Wiedergabe mit höchster Präzision auch nach Jahren. Fokus, Tracking und EF-Balance des Digitalteils wird dabei stets geprüft und perfekt justiert. Herzstück der digitalen Signalverarbeitung ist ein Burr/Brown-D/A-Wandler mit 192 kHz/24-Bit. Ein Bessel-Filter sorgt für optimale Impulsübertragung und somit bestes Klangverhalten. Höchste Genauigkeit bei der Taktung ist oberste Maxime und wird durch einen Masterclock-Generator perfektioniert.

Die unverbindlichen Preisempfehlungen lauten für den AURUM A8 2000 Euro und für den AURUM C8 1500 Euro.

Hersteller
quadral GmbH & Co. KG
Anschrift Am Herrenhäuser Bahnhof 26-30
D-30419 Hannover
Telefon +49 511 79040
Web www.quadral.com
E-Mail info@quadral.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/17-03-22_quadral
Montag, 20 März 2017 00:01

Q Acoustics 3050

geschrieben von

Bei der Fülle der hochpreisigen Testobjekte bleibt meistens kaum Platz für Geräte der unteren Preisklassen. Zum Glück nicht immer, sonst wäre dem Tester die Begegnung mit der Q Acoustics 3050 entgangen. Nicht nur ein Verlust für ihn, sondern auch für alle anderen preisbewussten Hifi-Liebhaber.

Makelloses Finish der Schleiflackoberfläche der Q Acoustics 3050. Die Verarbeitung kann auch hohe Ansprüche befriedigen
Makelloses Finish der Schleiflackoberfläche der Q Acoustics 3050. Die Verarbeitung kann auch hohe Ansprüche befriedigen

Die 3050 sind das dritte Paar Lautsprecher des englischen Herstellers Q Acoustics aus Bishops Stortford nördlich von London, das seinen Weg in meinen Hörraum findet. Sie sind die Nachfolger der 2000i Reihe und sollen in allen Belangen noch eine Schippe drauf legen. Mit knapp 800 Euro das Paar(!) noch einmal etwas günstiger als ihr direkter Vorgänger 2050i markieren sie den günstigsten Einstieg in die Welt der Standlautsprecher bei Q Acoustics. Von der Größe zwischen den teureren Brüdern Concept 40 und Concept 500 – das brandneue Spitzenmodell – angesiedelt, aber ohne deren aufwendige Gehäuse und vor allem ohne die Hochglanzlackierung. Mir ist das ja ganz recht. Mit Kindern in der Wohnung und meiner unseligen Angewohnheit, immer irgendwas – CD-Cover, Kaffeebecher, Schraubenzieher, pardon -dreher – auf den Lautsprechern abzulegen, ist die Gefahr, diese zu zerkratzen, bei einer matteren Oberfläche wesentlich geringer. Nichtsdestotrotz sind die weißen Schleiflackgehäuse absolut akkurat verarbeitet und haben ein perfektes Finish.

Der Hochtöner der Q Acoustics 3050 sitzt auf einer Lage Gummi, um Vibrationen von ihm fernzuhalten
Der Hochtöner der Q Acoustics 3050 sitzt auf einer Lage Gummi, um Vibrationen von ihm fernzuhalten

Auch die 3050 sind Zwei-Wege-Lautsprecher mit jeweils zwei 165-Millimeter-Tiefmitteltönern aus einer Papier-/Polymermischung, hier Aramid genannt, die auf eine Bassreflexöffnung auf der Rückseite arbeiten. Zur Anpassung an den Raum liegen Schaumstoffstopfen bei. Der Hochtonbereich wird ab 2600 Hertz von einer 22-Millimeter-Gewebekalotte mit breiter Sicke bearbeitet. Die eingesetzten Chassis wurden zusammen mit dem und für den Lautsprecher entwickelt und sind preisklassenunüblich aufwendig konstruiert.

Verantwortlich für die Entwicklung bei Q Acoustic ist die Firma Fink Audio Consulting aus Essen. Chef Karl-Heinz Fink, der seit inzwischen über 20 Jahren für diverse Firmen Lautsprecher entwickelt hat – zum Beispiel in letzter Zeit für Naim und Boston, früher für IQ und ALR Jordan – treibt bei der Entwicklung preisgünstiger Komponenten den gleichen hohen technischen Aufwand wie für kostspieligere Varianten.


So verfügt der eher harmlos aussehende Tiefmitteltöner über einen Schwingspulendurchmesser von 30 Millimetern, der Träger ist aus Polyamid (TIL), steif wie Alu, aber ohne Wirbelstromverluste. Der Hochtöner ist noch einmal extra in Gummi „gelagert“, um Vibrationen von ihm fernzuhalten, und aufwendig hinterlüftet. Die Chassis sollen äußerst klirrarm agieren und sich hier auch vor wesentlich teurerer Konkurrenz nicht verstecken müssen. In der räumlich für Hoch- und Tieftonbereich getrennt platzierten Weiche kommen hochwertige Bauteile zum Einsatz, die Impedanzentzerrung der Tieftöner lässt auch kleine instabile Verstärker nicht vor den Q Acoustics kapitulieren. Der heutzutage fast schon abnorm hohe Wirkungsgrad von 92 Dezibel auf ein Watt in einem Meter Abstand tut dazu sein Übriges.

Mit im Fuß verschraubten Spikes steht die 3050 bombenfest. Der Inbus für die Höhenjustage liegt genauso dabei wie zwei Paar Baumwollhandschuhe
Mit im Fuß verschraubten Spikes steht die 3050 bombenfest. Der Inbus für die Höhenjustage liegt genauso dabei wie zwei Paar Baumwollhandschuhe

Das Gehäuse ist zwar nicht so aufwendig aufgebaut wie das der größeren Modelle, dafür aber mit gezielt eingesetzten Dämpfern an der richtigen Stelle akustisch optimiert. Der Grundgedanke, der auf Theorien der BBC zurückgeht, ist, Schwingungen, die man nicht verhindern kann, in einen Bereich zu verlagern, in dem sie nicht mehr störend sind. Soviel sei bereits verraten, das funktioniert in der Praxis sehr gut.

Hat man die Lautsprecher mittels des beigelegten hinteren Standfußes und der Spikes aufgestellt und angeschlossen, geht es ans Platzieren im Raum. Ein Wort zu den Terminals, die natürlich wieder für Bi-Wiring ausgelegt sind. Sie sitzen nicht mehr – wie bei den älteren Modellen – unter dem Lautsprecher, sondern wieder hinten. Ich scheine nicht der einzige gewesen zu sein, der sich an dieser Lösung gestört hat. Schön, wenn es dann geändert wird. Die Aufstellung ist nicht ganz so trivial, beziehungsweise es lohnt sich, hier ein wenig mehr Sorgfalt walten zu lassen.

Wer Angst um empfindliche Böden hat, verwendet die praktischen Gummihütchen über den Spikes. Ist aber nicht ganz wackelfrei
Wer Angst um empfindliche Böden hat, verwendet die praktischen Gummihütchen über den Spikes. Ist aber nicht ganz wackelfrei


Als erstes ist es wichtig, dass die Lautsprecher wirklich frei stehen, weg von jeder Seiten-, Rückwand oder Raumecke. Die Basisbreite kann durchaus variabel gehalten werden, wobei mehr auch ein mehr an räumlicher Breite im Klang bedeutet. Bei mir mussten die Lautsprecher so eingewinkelt werden, dass sie vom Hörplatz aus gesehen knapp außen am Kopf vorbei strahlen. Also linker Lautsprecher am linken Ohr vorbei, rechts entsprechend. Obwohl die Abdeckungen nur wenig Schall schlucken, hat es mir ohne am besten gefallen. Ach ja, mit verschlossenen Bassreflexrohren kann man näher an die Rückwand, aber das ist nur eine temporäre Notlösung. Wer auf nicht absehbare Zeit keine Möglichkeit hat, die 3050 adäquat zu stellen, sollte sich woanders umgucken.

Vor dem eigentlichen Hörtest habe ich dann mal kurz inne gehalten. Technisch aufwendig, konstruktiv und von der Verarbeitung ausgezeichnet, dazu ein tolles Finish bei einem Stückpreis von 400 Euro? Wo ist da jetzt der Haken oder wie viele Abstriche müssen gemacht werden? Verdienen ja auch noch diverse Zwischenstationen mit, da wird klanglich wohl nicht mehr so viel gehen...

Das Bi-Wiring-Terminal sitzt nicht mehr unter, sondern praxisgerecht hinten am Lautsprecher
Das Bi-Wiring-Terminal sitzt nicht mehr unter, sondern praxisgerecht hinten am Lautsprecher

Wie sehr man manchmal seinen Vorurteilen und dem vermeintlich sicher geglaubten Erfahrungshorizont auf den Leim geht, zeigen die ersten Takte der 3050 wunderbar auf: Ein komplettes Klangbild erstreckt sich zwischen den Lautsprechern, mit allen Facetten aufgefächert. Der Anspruch der Q Acoustics 3050 ist hoch. Die wollen nicht hinter einem billigen Verstärker mit Popmusik nur ihren Bass ins Zimmer ballern, die wollen richtig ernst genommen werden. Aber eins nach dem anderen. Aufs erste Reinhören fällt erst mal der prominente Bass- und der leicht zurückhaltende Hochtonbereich auf. Britisch eben, denke ich. Und auch da muss ich dann gleich wieder zurückrudern. Die „Turangalîla-Sinfonie“ von Olivier Messiaen ist voll Blech, Bläser, Klavier, Schlagwerk und einem Ondes Martenot. Die 3050 behalten in dem Getümmel komplett die Übersicht, lösen fein auf und loten den Raum in seiner kompletten Größe aus. Einerseits spielen die Q Acoustics dabei sehr neutral, andererseits zeigt sich hier die Schokoladenseite des Lautsprechers. An sich sind es zwei. Selten habe ich einen Hochtonbereich gehört, der so sauber spielt, ohne den kleinsten Hauch von analytischem Gehabe und ohne Anhebung. Im ersten Satz gibt es vollen Einsatz von Becken und Klavier, darüber strahlt eine Trompete. Das kann sehr schnell grell und schrill werden. Die 3050 lösen die einzelnen Bestandteile auf, ohne sie zu zerlegen und zu nerven. Man kann jederzeit jedes Instrument und/oder jede Gruppe nachvollziehen.

Dank eigener Lautsprecherentwicklung kann die Hochtonweiche mit einem Filter zweiter Ordnung recht simpel ausfallen. Die nicht sichtbare Tieftonweiche beinhaltet auch eine Impedanzentzerrung
Dank eigener Lautsprecherentwicklung kann die Hochtonweiche mit einem Filter zweiter Ordnung recht simpel ausfallen. Die nicht sichtbare Tieftonweiche beinhaltet auch eine Impedanzentzerrung


Am anderen Ende der Frequenzskala geht es nicht minder beeindruckend, nämlich sehr tief und sauber zu. Dabei ist der Bass durchaus auf der etwas fülligeren Seite, ohne Struktur zu verlieren. Kräftig angeschlagene Pauken samt Nachschwingen mit richtig Druck im Raum? Kein Problem. Ein Ondes Martenot mit tiefem Register obendrauf? Ganz großartig abgesetzt. Die schlanken Säulen bleiben dabei komplett souverän. Die Maßnahmen zur Reduzierung des Klirr haben ganz offensichtlich funktioniert, und das Gehäuse macht auch keinen Mucks.

Diese Genauigkeit kann manchmal irritieren. Kennen Sie noch Apollo 440 mit Ain't Talkin Bout Dub? Drum'n'Bass + Dub. Die Becken vor Gitarre und dem Restschlagzeug bringen eine Irrsinnsgeschwindigkeit in den Klassiker. Die 3050 zeigt jeden einzelnen Anschlag neben, vor, hinter dem anderen und bringt so Klarheit ins Geschehen. Erstmal wirkt das alles verlangsamt, dann ungewohnt informativ. Am anderen Ende werden Bass und Bassdrum lässig getrennt und mit ebenfalls hohem Informationsgehalt sehr kraftvoll präsentiert. Im Mitteltonbereich herrscht Neutralität vor. An dieser Stelle sei noch mal darauf hingewiesen, dass einem diese Auflösung nicht um die Ohren gehauen, sondern komplett eingebettet dargereicht wird. Um in diesen Genuss zu kommen, brauchen die Q Acoustics zumindest annähernd Zimmerlautstärke, ausgeprägte Leisesprecher sind sie nicht. Der Bass ist zwar auch bei ganz niedrigen Pegeln da, der Rest wirkt dann aber ein wenig unterbelichtet. Mit etwas mehr Lautstärke machen sie auf, auch die Abbildungsgröße wächst. Dafür braucht es übrigens nicht viel. Dank des hohen Wirkungsgrades reicht schon ein 15-Watt-Verstärker, um sozial unverträglich Lautstärken zu erzeugen. Trotzdem kann die Quelle gar nicht gut genug sein, die Lautsprecher machen jede Änderung am Frontend sofort hörbar und setzen die Qualität der Zuspieler eins zu eins um. Ach ja, laut geht auch. Und zwar so laut, dass bei mir weit vor einer Grenze der Lautsprecher der Raum am Ende war – die 3050 hätten auch ohne jede Mühe viel höhere Pegel absondern können.

Die Bassreflexstopfen sind nur eine Notlösung, wenn es gar nicht anders geht. Am besten spielen die Q Acoustic frei aufgestellt
Die Bassreflexstopfen sind nur eine Notlösung, wenn es gar nicht anders geht. Am besten spielen die Q Acoustic frei aufgestellt

Räumlich agieren die Q Acoustic sehr exakt. Ist in die Tiefe produziert worden, erstreckt sich der Raum weit hinter der Ebene zwischen Lautsprechern nach hinten, in der Breite ist an den Außenkanten Schluss. Nach oben geht es ein wenig, wenn auch keine Kuppeln ausgeleuchtet werden. Sauberkeit und Neutralität in diesem Ausmaß lassen bei mir manchmal den Wunsch nach etwas mehr Luft um Instrumente, bei Nachhall und im Hochtonbereich aufkommen. Geschmackssache, da den 3050 hier kein Fehler nachzuweisen ist. Auch mag ich es auch gern etwas knalliger mit mehr Punch im Bass. Neutral kann eben auch mal leicht ernüchternd wirken. Wobei dies meist nur bei nicht ganz so guten Aufnahmen auffällig wird, von denen man eben doch so einige hat.


Auffällig ist auch die ausgezeichnete Sprachverständlichkeit, selbst bei extrem dicht gemischten Produktionen. Mein momentanes Beispiel für Kompression und Überproduktion sind Boy mit dem Album We Were Here. Eine der schlechtesten Produktionen überhaupt, die ich kenne. Auf CD – im Radio geht‘s – ein einziger Brei, dumpf und dicht. Die Q Acoustics bringen das Kunststück fertig, diesem Sumpf Musik abzuringen und noch so etwas wie räumliche Atmosphäre zu erzeugen. Über meine Spendor klingt das Zeug einfach nur grässlich. Überhaupt Stimmen. Obwohl der Bass auf der fülligeren Seite spielt, ist Gesang beziehungsweise der Grundtonbereich davon nicht betroffen und wird kein bisschen aufgedickt. Die 3050 bringen das Kunststück fertig, jede Phrasierung genau darzustellen, ohne deswegen die zugrundeliegende Stimme in den Vordergrund zu zerren. Sehr schön Tori Amos mit „Horses“ vom Album Boys for Pele. Bei effektvoll abgestimmten Lautsprechern wird man da geradezu angezischt, was sich die Q Acoustics ganz artig verkneifen, ohne irgendeine Information zurückzuhalten.

Die Abdeckungen sind magnetisch und beeinflussen die Abstrahlung nur in geringem Maße
Die Abdeckungen sind magnetisch und beeinflussen die Abstrahlung nur in geringem Maße

Dem Bass fühle ich dann noch einmal auf den Zahn mit „Berlin“ vom Album Insen von Alva Noto und Ryuichi Sakamoto. Auf abgeschnittenen Klaviereinsprengseln sehr minimalistisch reduzierte Digitaleffekte über brutal tiefen vollen Bassfiguren – eine gute Methode, Lautsprecher an die Grenze zu bringen. Tief und sauber steigen die 3050 in den Frequenzkeller. Bei Lautstärken, wo die Spendor längst in der mechanischen Begrenzung des Tieftöners hängen, sind die Q Acoustics fast schon hochnäsig ungestresst. Auch ganz tief weichen sie nicht auf, kein Verschmieren der brutalen Impulse. Ich entdecke dann nebenbei gleich noch mal einen ganz tiefen Nachhall, der bisher immer untergegangen ist.

Die genannten Eigenschaften machen die Lautsprecher im höchsten Maße langzeittauglich und entspannend. Hat man sich eingehört, bleibt man einfach mal länger sitzen und zappt sich sich nicht wild durch die Musiksammlung. Ein Nachteil sei nicht verschwiegen: Aufgrund der äußerst zurückhaltenden Bepreisung werden die Q Acoustics wohl selten auf Konkurrenten auf klnaglicher Augenhöhe treffen, sondern in Lautsprecherwänden an Umschaltanlagen weit unter ihren Möglichkeiten vorgeführt.


Sollten Sie auf der Suche nach einem Paar guter, basstüchtiger Lautsprecher für auch größere Räume sein und haben an sich ein wesentlich höheres Budget veranschlagt – gern auch das doppelte oder dreifache des Preises der 3050 –, machen Sie sich trotzdem die Mühe und hören sich die Q Acosutics unvoreingenommen unter optimalen Bedingungen und in Ruhe an – es lohnt sich!

STATEMENT

Hervorragend verarbeitet und technisch ausgeklügelt. Die Q Acoustics 3050 lösen trotz ihres neutralen, langzeittauglichen Charakters ausgezeichnet auf und bieten einen fulminanten, sauberen Bass. In nicht zu kleinen Räumen ein ausgesprochener Allroundlautsprecher, der auch an schmächtiger Elektronik sehr gut funktioniert. Noch was? Ja, fast schon zu günstig!
Gehört mit
Analoglaufwerk Technics SL-151/II, Technics SL-Q2
Tonarme Roksan Tabriz
Tonabnehmer Audio Technica AT-33 PTG/II, Technics EPC-205 MkIII
Phonopre ifi iPhono
PC Acer Espire, I3 CPU 1.70 GHz, 8 GB RAM
Software Foobar2000
CD-Laufwerk Denon DCD-1290
Wandler Phonosophie DAC1
Verstärker Creek 5350 SE, Muse 20x
Lautsprecher Spendor A5, Heißmann Acoustics Cinetor
Kabel TaraLabs, RG142, Vovox, Sommer, Oehlbach, Baumarkt, Funk-Tonstudiotechnik, Supra Cable, Audioquest
Herstellerangaben
Q Acoustics 3050
Frequenzgang 44Hz – 22kHz
Mittlere Impedanz 6 Ohm
Wirkungsgrad 92dB
Empfohlene Leistung 25 – 100w
Übergangsfrequenz 2,6 KHz
Abmessungen (H/T/B) 1000/298/200 mm
Gewicht 17,8 kg
Garantie 5 Jahre
Paarpreis 800 Euro

Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
Anschrift Am Brambusch 22
44536 Lünen
Telefon +49 231 9860285
E-Mail avid@mkidc.eu
Web www.idc-klaassen.com

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/17-03-20_qacoustics
Freitag, 17 März 2017 00:04

Quantum Noise Resonator

Sieveking Sound stellt einen Quantum Noise Resonator vor. Firmenchef Jan Sieveking erklärt das Problem und seine Lösung wie folgt.

Quantenrauschen ist ein in der Physik bekanntes Phänomen, das bei der Verstärkung von Lichtsignalen und Radiowellen entsteht. Um dieses Quantenrauschen in HiFi-Anwendungen zu minimieren, entwickelte William Stierhout von Quantum Products Inc. in Kalifornien Ende der 1990er Jahre eine Schaltung, die die Übertragungsfunktion leitender Materialien verbessern sollte. Diese Schaltung wurde später lizensiert und anderen Herstellern unter dem Label QRT (Quantum Resonance Technology) zugänglich gemacht.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-17_quantum_QuantumNoiseResonator.jpg

Im Jahr 2002 feierte eine Weiterentwicklung dieser Schaltung mit sogenanntem Skalarfeld-Generator im Reimyo ALS-777 Premiere und erwarb sich einen guten Ruf unter audiophilen Musikliebhabern. Dreizehn Jahre später stellte die taiwanesische Firma Telos Audio mit dem Quantum Noise Resonator ein neuartiges Gerät vor, das einen modernisierten Skalarfeld-Generator in kleinerer Bauform enthielt. Für Sieveking Sound hat Telos jetzt eine Spezialvariante des Geräts entwickelt, der statt des Schaltnetzteils einen kurzschlussfesten, vergossenen Sicherheitstrafo der Firma BLOCK aus Verden verwendet.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-17_quantum_QNR-Verpackung.jpg

Der Quantum Noise Resonator wird mit einem Netzkabel verbunden und am besten in die gleiche Steckdosenleiste wie die HiFi-Anlage gesteckt. Er agiert dann als paralleler Stromaufbereiter, der aber im Gegensatz zu seriellen Filtern keine Limitierung der maximalen Spannungsversorgung bewirkt. Das Gerät erkennt nach Aussage von Telos Audio Verunreinigungen im Stromnetz sowie von den angeschlossenen Geräten verursachte Störungen der Stromversorgung und nutzt dann Quantentechnologie, um die Qualität des Netzsinus zu verbessern.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-17_quantum_QNR-Beleuchtung.jpg

Das klingt sehr theoretisch, funktioniert jedoch ohrenfällig gut. Beim Hören entsteht der Eindruck, die Musik spiele vor einem schwärzeren Hintergrund. Instrumente werden plastischer dargestellt. Hochfrequente Töne - wie etwa die Hi-Hat eines Schlagzeuges oder die Töne einer Querflöte - wirken gleichzeitig artikulierter und harmonischer ins Klangbild eingebettet. Insgesamt erscheint der ganze Raum um die Lautsprecher größer und klarer definiert.

Herstellerangaben
Quantum Noise Resonator
Dauerstromverbrauch 1,5 Watt
Abmessungen (L/B/H) 18/13,5/4cm (mit angebrachten Elastikpuffern)
Gewicht 1680g
Preis 1200 Euro

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/17-03-17_quantum
Freitag, 17 März 2017 00:01

Acoustical Systems The Palladian

geschrieben von

Acoustical Systems' tonearm Aquilar, as well as the top-of-the-range model Axiom, are characterized by the UNI-DIN geometry newly developed by Dietrich Brakemeier. The analogue specialists from Bavaria have not yet invented a new generator principle, but with The Palladian Cartridge they thoroughly demonstrate how far one can get sonically with the ingenious combination of already well-known solutions.

During its review run a few months ago, the Aquilar convinced with its geometry and its enormous sonic capabilities, and made me curious about other products from that small manufactory. And, I'm not thinking of the Apolyt turntable – an analogue monument which debuted at the Munich High End show with a price clearly set within the six-digit range. Due to logistical reasons, the occupation with The Palladian therefore appeared much more tempting – and so Acoustical Systems' top-of-the-range cartridge model celebrates its world premiere in Hifistatement.

The representative packaging also features the most important technical specifications on The Palladian.
The representative packaging also features the most important technical specifications on The Palladian.

The Palladian is an advanced development of the Aiwon, in which Dietrich Brakemeier was primarily concerned with getting a good bit closer to the live impression of music – or, in a more prosaic way of speaking, to further improve the cartridge's dynamic capabilities and instantaneous immediacy. For this purpose, the cantilever was shortened a little, which reduced the moving mass, while the bracing wire was also modified. Incidentally, The Palladian's cantilever, as happens with all Acoustical System cartridges, is made of tempered aluminum, which in addition has been treated with C37 lacquer. According to the designer's experience, cantilevers made of harder materials such as boron, ruby, or diamond, are subject to resonances in the presence range, which among other things leads to an overexposure of noise, which appears in a more or less high amount in every recording. Aluminum therefore happens to resonate in a lower, less disturbing frequency range. In addition, in Acoustical System cartridges these intrusions are minimized by the C37 lacquer.

Each of the two coils of The Palladian comprises seven windings of very low oxygen 5N silver – and this is exactly one winding more than the Aiwon has. Although both cartridges feature each a magnet of the same strength, The Palladian comes up with a magnetic field in which the coils move that is said to be minimally stronger, the reason for this being a better focusing within this area. For me this seemed quite a contradiction, to reduce the moving mass on the one hand, and to apply one more winding of wire to the coil carrier on the other. Dietrich Brakemeier responded by saying that the two additional windings corresponded to the weight of about only one hundredth of a millimeter of the needle carrier's length, which is absolutely negligible compared to its shortening.


The hammered surface of the titanium alloy body makes every Palladian unique
The hammered surface of the titanium alloy body makes every Palladian unique

Of course, Acoustical Systems does not manufacture the generators of its cartridges themselves, but has them built by a renowned West European manufacturer. However, the stylus, as Dietrich Brakemeier notes, is not taken from the portfolio of the said manufacturer, but is purchased in Germany and then supplied to them. It was decided to use a very smoothly polished Q4 Shibata EVO profile, as it was formerly used in Quadro compatible cartridges. Although today's recordings no longer contain tones in the 40 Kilohertz range, the given ample high-frequency tracking ability does have a very positive effect on the upper frequency range of women's voices, for example.

The generators manufactured to Acoustical-Systems' specifications are then "wedded" in Bavaria with the bodies. The body is made of hammered TIMET TIMETAL® 1100, a titanium alloy titled "Ti-6Al-2.7Sn-4Zr-0.4Mo-0.45Si". The surface treatment not only changes the shape – considerably fewer parallel surfaces result thereof – but also the internal structure of the material, so that resonances can spread less strongly throughout the material compared to bodies with parallel surfaces and continuous crystal lattice parameters. The generator is fixed to the body with an epoxy-resin glue at three defined points, while Dietrich Brakemeier dampens the body/generator unit with two different polymers at four points. Naturally, the cartridge comes in a representative package, including a few accessories, such as three pairs of brass screws in different lengths, which were chosen because of their favourable sonic conductance.

Since the Acoustical Systems tonearm was still mounted on the more distant base of my LaGrange turntable, and while it certainly had to be one of the best possible matches for The Palladian, as no one was able to adjust this tonearm better than its developer, I consequently asked him to install the cartridge. Despite the Aquilar offering diversified adjustment possibilities, I fairly quickly was sure that Acoustical Systems' new top model was perfectly adjusted to my turntable. After listening to a few of Dietrich Brakemeiers' test tracks, we then switched to some of my own repertoire, not with the intention to evaluate the cartridge, but only to get some new, insightful songs the other might have. For a critical evaluation, The Palladian simply hadn't collected enough hours of operation. For burning-in the cartridge, I again used Keith Jarrett's solo albums Sun Bear Concerts and Bremen/Lausanne. And already at this point I got the impression that the Palladian was playing in a very open and spacious manner.

The body of The Palladian features two defined contact surfaces with three threads in each of them. This allows for an exact adjustment in almost every tonearm
The body of The Palladian features two defined contact surfaces with three threads in each of them. This allows for an exact adjustment in almost every tonearm


I like to admit that lately, because of the various new entries in my digital playback chain, I have been neglecting my record collection a bit. One evening, when I heard Zakir Hussain's great ECM recording Making Music, I was startled by what I recently had been missing. Hariprasad Chaurasias' flutes, John McLaughlin's acoustic guitar, Jan Garbarek's saxophone, and Zakir Hussain's percussion sounded as dynamic and seamless as I previously had experienced only from some audiophile recordings such as old direct-to-disc albums. Tonal colours and transients came very much close to a live performance in a club, like the Neuburger Birdland club where musicians use to play unplugged. The way the sound was detaching from the loudspeakers was so convincing that this highly realistic effect also affected the music's spatial portrayal. Acoustical Systems' cartridge-tonearm combo certainly has its share in all of this, but it is still too early to award them the merits for this magnificent performance. As already said, I haven't been listening to vinyl for quite a long time. However, in the meantime a lot has happened in my listening room. At the present the Kaiser Acoustics Kawero! Classic are substituting the LumenWhites, while some successfully applied tuning devices from Harmonix improve the room acoustics, and the splendid PS Audio BHK Signature provides the necessary power.

But before I compared The Palladian with the equally vivid and sumptuous Transrotor JR Tamino in the Thales Symplicity II tonearm to assess the Acoustical System components' proportion in the overwhelming musical experience just described, I experimented a bit with different impedance loads. The Palladian started its test round with the 85 ohms I had previously run the Lyra Etna with. Thus I interpreted the manufacturer's recommendation – they specify 100 to 200 ohms – a little bit too generous. However, this specification ranged in the upper scope of the usual empirical formula and even beyond, as the load resistance should be 10 to 20 times the generator's internal resistance value: That would resemble 50 to 100 ohms for the specified five ohms. For this purpose I used the plug-in resistors valued 40, 85, 150, and 300 ohms supplied with Einstein's balanced phono stage "The Turntable's Choice." Contrary to Acoustical Systems' recommendation, I tried to use 40 ohms instead of the previous 85 ohms, but this turned out to be a bad idea, because Dick Schory's "Buck Dance" from the album Bang, Baaroom and Harp was rendered comparatively hampered and less airy. The portrayal of depth and room height appeared some way restricted.

The bracing wire protrudes quite a bit from its duct. The coils are wound on a plastic cross
The bracing wire protrudes quite a bit from its duct. The coils are wound on a plastic cross

So I tried to go with the other extreme, in this case 300 ohms, and this attempt provided results that were significantly better. A huge space opened up, the musicians literally sparkled with the joy of playing. Now performing at its best, it tonally also stepped a little bit to the bright side. Opting for half of the load impedance, the tonal colours became somewhat richer again, the endeavours of the New Perkussion Ensemble reached the same intensity as before and the acoustic image seemed exceptionally credible – albeit not quite as spectacular as with 300 ohms. Since The Palladian had been attracting me so much with the 85 ohms loading, I tried this value again. However, the sound was approaching too much the way it had been performing in a somewhat more extreme way with the loaded 40 ohms. In conjunction with The Palladian, Einstein's phono preamplifier for my taste works best with 150 ohms – of course, the ideal load impedance depends very much on the circuitry of the phono stage's input section. Needless to say, I once again checked how the now chosen load resistance affected the playback of Making Music: The immediacy of the entry of guitar and saxophone impressed a bit more, Jan Garbarek's soprano saxophone became a touch more poignant, and the spatiality appeared to be a little more airy.

The diamond stylus is acutely mounted without any visible adhesive residues
The diamond stylus is acutely mounted without any visible adhesive residues


The fact that The Palladian performs best in all well-known audio disciplines and that it demonstrates excellence in immediacy and live character should now be more than clear. But with all the records heard along the test run, a primary experience has gained ground in an initially very subliminally, but then increasingly deliberate way:  Even within the wildest musical performances, or throughout fortissimo passages, or when facing brutal impulses, The Palladian unveils an integral sovereignty. You surely have experienced that particular kind of sensation that creeps up when a cartridge tracks a critical passage, yet without distortion, but the feeling sets in that something of a limit has been reached, and more consequently would endanger a stress-free playback. The Palladian doesn't raise these concerns at all. It is always in charge of the situation – and therefore you are able to enjoy even the most violent musical attacks in full intensity, yet highly relaxed. Magnificent!

After taking my decision for the final load impedance of 150 ohms, I granted The Palladian some more of my records, and a few days later subsequently awoke the long unused JR Tamino from his slumber, letting it play two album sides right away. Months ago, I had opted for the lower terminating load of 40 ohms, as this impedance supported the Tamino's full-bodied, colour-intense and physically palpable acoustic depiction. A few minutes of Zakir Hussain's fantastic album were sufficient to make clear that the analogue division of my playback system nourishes its fascination not only through Acoustical Systems' combo: The JR Tamino mounted to the Thales tonearm lets oneself delightfully indulge in iridescent sounds, while the Acoustical Systems duo lets Making Music unleash a slightly richer dose of adrenaline. Its dynamics make the live experience a touch more tangible. It remains to be seen which proportion of the sound quality can be allocated to the cartridge or to the tonearm, in both cases equipped with non-interchangeable internal wiring. However, for me there is only one conclusion to be taken out of this:  As of now, I want to listen to a lot more records again, no matter which of these two tantalizing high-class cartridge systems I use.

STATEMENT

Acoustical Systems has proved with its two tonearms that even today innovations in the analogue sector are feasible. The Palladian shows that one does not have to reinvent the wheel to play in the top league. Dietrich Brakemeier's long-standing analogue experience has allowed him to design a cartridge that works at the highest level and, in its thrilling immediacy, comes impressively close to the live experience. To me, this dynamic Acoustical Systems combo represents the analogue discovery of the year!

Listened with
Turntable Brinkmann LaGrange with tube power supply
Tonearms Thales Simplicity, Acoustical Systems Aquilar
Cartridges Lyra Etna und Olympos, Transrotor JR Tamino
Phono preamp Einstein The Turntable‘s Choice (balanced)
Preamp Einstein The Preamp
Poweramps PS Audio BHK Signature 300 Amplifier, Ayon Epsilon with KT150 tubes
Loudspeakers Kaiser Acoustics Kawero! Classic, LumenWhite DiamondLight
Cables HMS Gran Finale Jubilee, Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde
Accessories PS Audio Power Regenerator P5, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS wall sockets, Acapella Bases, Acoustic System Feet and Resonators, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty and Cerabase, Harmonix Real Focus and Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Manufacturer's Specifications
Acoustical Systems The Palladian
Principle Moving Coil
Output voltage 0.33mV at 5cm / sec
Static needles 16-18mm / N at 18 ° C to 30 ° C
Empfohlene Auflagekraft 17-18mN
Recommended holding force 0,35dB at 1kHz
Channel separation 32dB
Frequency response 15Hz to 32kHz ±2dB
Needle grinding Q4 Shibata EVO
Internal resistance
Recommended terminating resistor 100-200Ω
Mass 11,8g
Price 8800 Euro
Manufacturer
Acoustical Systems
Address Axinia Schäfer
Alpenstr. 26
86935 Rott
GERMANY
E-Mail info@acoustical-systems.com
Web www.acoustical-systems.de

Weitere Informationen

  • Flags
    Deutsch English|
  • Imagefolder tests/16-09-05_acousticalsystems
Donnerstag, 16 März 2017 23:52

Frühjahrsputz mit Opera Consonance

Opera Consonance stellt neue Plattenwaschmaschine RCM-H vor.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-16_opera_OPERA_1.jpg

Vinyl boomt: Mehr als 3,2 Millionen Schallplatten wurden im vergangenen Jahr in Großbritannien verkauft – 53 Prozent mehr als 2015 und ein Rekord-Hoch seit 1991. Auch in Deutschland erfreut sich das „schwarze Gold“ immer größerer Beliebtheit. Im ersten Halbjahr 2016 gingen in der Bundesrepublik 2,1 Millionen Platten über die Ladentheken – mehr als im gesamten Vorjahr. Und die Zahlen steigen kontinuierlich. (Quelle: www.mopo.de/25495802 ©2017) Wie aber pflegt man seine Schätzchen richtig? Wer die Sache gründlich angehen möchte, hat wohl schon mal über eine Plattenwaschmaschine nachgedacht. Nicht nur verschmutzte und alte Schallplatten werden dadurch zum neuen Leben erweckt, auch neuere Pressungen profitierten erheblich durch die Reinigung. Dabei werden Pressrückstände und Trennmittel rückstandsfrei entfernt. Innere Spannungen der Vinyloberfläche werden ebenfalls beseitigt. Die Klangsteigerung der Schallplatte ist dadurch erheblich. Selbst nass abgespielte (Lenco-Clean) Raritäten können durch mehrfaches Waschen wieder in den Neuzustand versetzt werden.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-16_opera_OPERA_2.jpg

Hier bringt nun Opera Consonance eine neue Lösung auf den Markt, die mit einem exzellenten Preis-Leistung-Verhältnis überzeugt: Die neue Plattenwaschmaschine RCM-H. Dank neuster Technik ist die neue RCM aus Aluminium deutlich leiser als die Vorgängerversionen, trägt die Reinigungsflüssigkeit automatisiert auf und verfügt über einen Rechts-/Linkslauf. Die gewohnten Vorzüge der RCMs von Opera Consonance wurden übernommen. So begeistert auch die neue RCM-H in puncto Design, edlen Materialien, Funktionalität und Reinigungsergebnis.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-16_opera_OPERA_3.jpg

Die Opera Consonance RCM-H ist ab sofort zum Preis von 1000 Euro erhältlich. Weitere Informationen und Bezugsmöglichkeiten unter www.opera-online.de.

Vertrieb
OPERA Vertrieb GmbH & Co. KG
Anschrift Schwarzwaldstraße 13
75173 Pforzheim
Telefon +49 7231 2988368 
Web www.opera-online.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/17-03-16_opera
Donnerstag, 15 März 2007 23:55

OPERA Vertrieb GmbH & Co. KG

geschrieben von
Vertrieb
OPERA Vertrieb GmbH & Co. KG
Anschrift Schwarzwaldstraße 13
75173 Pforzheim
Telefon +49 7231 2988368 
Web www.opera-online.de
Dienstag, 14 März 2017 03:15

KECES Duale Gleichspannungsnetzteile

Seit dem 01.03.2017 hat die R.Ross Audiophile Produkte GmbH den Vertrieb der Marke KECES Audio (Taiwan) übernommen, KECES produziert hochwertig verarbeitete Gleichspannungsausgänge in einem extrem hochwertigen eloxierten Aluminiumgehäuse.

b_850_0_16777215_10_images_content_news_17-03-14_keces_keces.jpg

Das KECES DC-116 Netzteil bietet einzigartig zu einem Preis von knapp 400 Euro zwei unabhängige Ausgänge mit jeweils drei Ampere Leistung. Diese sind einstellbar im Spannungsbereich von 5-20 Volt. Schaltnetzteile sind der größte Störer in direkter Nähe unserer hochempfindlichen Audioabhöranlage. Schaltnetzteile erzeugen durch Ihre technisch bedingte Taktung hochfrequente Störungen, die die Klangwiedergabe negativ beeinflussen. So ist es empfehlenswert D/A-Wandler, Phonovorstufen, Kopfhörerverstärker, Switches, Router und so weiter. Durch störungsfreie DC-Netzteile zu ersetzen, um eine erhebliche Klangoptimierung realisieren zu können.
Abmessungen: 22/22/8cm
Gewicht: 3,4kg

Vertrieb
Robert Ross Audiophile Produkte GmbH
Anschrift Alemannenstr. 23
85095 Denkendorf
Telefon 08466 905030
E-Mail r.ross@robertross.de
Web www.robertross.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder news/17-03-14_keces
Seite 1 von 80