So, dies ist nur der letzte Bericht über die gelungene Messe in Warschau. Während Sie den lesen, sind wir auf dem Weg zu den klangBildern nach Wien oder dort bereits in den Ausstellungszimmern unterwegs. Unsere Eindrücke veröffentlichen wir aber erst Mitte nächster Woche, inzwischen gibt es den ein oder anderen Artikel zu anderen Themen: variatio delectat.
Ultimate Audio spielte Rosso Fiorentinos Siena, das zweitgrößte Modell aus der Flagship Series an Musical Fidelity Elektronik. Der Preis der Lautsprecher war mit umgerechnet 20.000 Euro angegeben
Andzejs Stenclavs steht hinter DIMD, einer litauischen Manufaktur, die sich zum Ziel gesetzt hat, Design und Wohlklang zu verbinden: Das erste Produkt ist dieser Röhrenvollverstärker mit einer Leistung von 10 Watt. Die Schaltung wurde von Hand Punkt zu Punkt verdrahtet. Der Preis: 3250 Euro
Dieser Lautsprecher machte ratlos: Es dürfte sich weder um eine Designstudie noch eine klangverbessernde Maßnahme handeln. In Warschau war es auch nicht besonders kalt – immerhin vier Grad wärmer als in München. Da bleibt nur ein Schluss: ein Gag
Fezz Audio kaufte erst alte Röhrenverstärker auf und restaurierte sie. Inzwischen bietet man selbst vier Modelle an, bei deren Entwicklung abgesehen von den klanglichen Leistungen Preiswürdigkeit keine unbeträchtliche Rolle spielt. Der Titania leistet zweimal 45 Watt aus vier KT88 und kostet 1875 Euro
Der Fezz Audio Silver Luna II leistet 32 Watt aus zwei EL34 und wird im Laufe des kommenden Jahres erhältlich sein
4HiFi zeigte die Röhrenverstärker und CD-Player von ΨΑΘΙΝ oder auch Yaqin. Die aluminiumfarbigen Geräte mit dem außergewöhnlichen Design werden in China gefertigt und sind daher recht preisgünstig
So kostet der mächtige Vollverstärker Yaqin MS-650B mit einer Leistung von zweimal 15 Watt in Class A gerade einmal 1750 Euro
Birgit Hammer-Sommer, die eine Hälfte von sommelier du son, präsentierte bei Göbel High End ausgewählte Aufnahmen des Labels direkt vom Tonband. Die Nagra IV S passte auch klanglich perfekt in das noble Umfeld aus CH Precision und Göbel Schallwandler, Subwoofer und Kabel. Der Autor assistierte als Tape Operator
Aus Spanien stammt die Ars-Sonum Gran Filharmonia. Ein Quartett EL34 liefert 60 Watt pro Kanal. Der Preis liegt bei 8500 Euro
Audio Connect spielte die Diapason Dynamis, praktisch eine um einen Tieftöner erweiterte Version der Altera, die beim Autor einen bleiben Eindruck hinterließ. Vielleicht findet ja auch mal eine Dynamis den Weg nach Gröbenzell
Der Pona Sound Processor von Yayuma soll in der Wiedergabekette verlorengegangene Informationen wieder hörbar machen und so die Lücke zwischen Live und Reproduktion einer Aufnahme schließen. Der Pona arbeitet analog und kostet 25000 Euro
Die Klaudio Ultraschall-Plattenreinigungsmaschine mit dem Plattenwechsler wirkt beeindruckend. Bisher gibt es leider keinen deutschen Vertrieb
Jeff Wells fertigt Vollverstärker, Netzaufbereiter und vor allem Kopfhörerverstärker
Jeff Wells' neueste Kreation ist der auch symmetrisch arbeitende Kopfhörerverstärker Milo, den er als kostengünstige Alternative zu seinem Topmodell Headtrip entwickelte. Die Preise: 1700 und 7000 Dollar
Die Silberkabel von Albedo werden hierzulande von Hörgenuss für Audiophile vertrieben. Nun haben die Herren Grzegorz Gierszewski und Pawel Topczewski eine monokristalline Version ihrer Silberkabel entwickelt. Ein Test ist fest verabredet
Vintage-Hifi scheint in Polen hoch im Kurs zu stehen, wie auch dieses Ausstellungszimmer dokumentiert
Nomos bietet auch klassische Laufwerke in neuen Zargen an. Tonbandmaschinen werden ebenfalls aufgearbeitet
Die Firma Tonsil wurde 1950 gegründet und produziert seitdem Lautsprecher. 1980 beschäftigte Tonsil 3000 Mitarbeiter. Heute sind es noch 15 Angestellte, die die Lautsprecher fertigen. In diesem Jahr wurde die Altus 280 vorgestellt, ein kleinere Ausgabe der 380er. Die neue Box steht mit 1.250 und die große mit 1.700 Euro in der Preisliste
Polpak zeigte den xindak XA6800R (II), einen Class-A-Vollverstärker mit einer Leistung von zweimal 30 Watt. Bei uns wird xindak von Audreal vertrieben
Ein Blick in das Class-A-Kraftwerk aus China zum Preis von umgerechnet 1.550 Euro
Jarek Waszczyszyn war bisher mir der High-End-Marke Acient Audio erfolgreich. Nun hat er für eine preiswertere Produktlinie das Label Fram ins Leben gerufen
Bei den Fram-Produkten kommt der Digital Speaker Processor P3 M1 zum Einsatz, der allen Lautsprechern zu einem volleren Klang verhelfen soll. Natürlich muß das entsprechende Modell gemessen werden, um den Processor entsprechend programmieren zu können
Eines der ersten Produkte mit dem Prozessor ist der A-1, ein Class-D-Verstärker mit zweimal 60 Watt. Im Preis ist die Programmierung für zwei Lautsprechertypen inbegriffen
Die geringen Gehäuseabmessungen erfordern den Anschluss der Lautsprecher mit Bananensteckern. Die positive Wirkung der digitalen Lautsprecheranpassung war ohrenfällig
Auch die Oslo profitiert von der Entzerrung. Mit der neuen Metallfront sieht sie noch attraktiver aus. Ein Pärchen des Vorgängers tut beim Kollegen Jürgen Saile seit Jahren zu dessen Zufriedenheit Dienst. Die neue Version kostet 500 Euro
Wiktor Krzak ist der Inhaber der Firma Hauku-Audio, die sowohl Hifi- als auch Studio-Elektronik herstellt. Das Programm für den Heimbereich umfasst Röhren-, Hybrid- und Transistorverstärker
Der Sol III ist das Topmodell der Transistorlinie. Er leistet 60 Watt an acht und 100 Watt an vier Ohm. Sein Preis 3100 Euro
Hier ein Blick in den kleineren Sol II: kanalgetrennter Aufbau und jede Menge Kapazität
Die Haiku Verstärker wurden an Wigg Art Lautsprechern vorgeführt. Grzegorz Wielogórski hat sie entwickelt. Die Avril ist mit Scan-Speak-Chassis bestückt und kosten 2.250 Euro
Auf den ersten Blick sieht man nicht, worum es in diesem Raum geht: um die Kabel, die Wielac Sulek (rechts) fertigt. Er nennt sie „Extremly Directional Audio Cables“ und verwendet nur Stecker aus reinem Kupfer, die er selbst herstellt. Jacek Fidali kümmert sich mit seiner Firma Hifi Ja i Ty um den Vertrieb der Sulek Kabel. Die besten Lautsprecherkabel im Programm kosten 6000, die besten Interconnects 4500 Euro
Piotr Panfic, der Inhaber von Monolith Audio, verwendet für seine Lautsprecher Scan-Speak-Chassis, WBT-Terminal und Bauteile von Mundorf und Jantzen. Recht hinter ihm das Modell GX mit Scan-Speak-Revelator-Bestückung zum Preis von knapp 7.500 Euro
AVcon produziert Akustikelemente, Basen und Lautsprecher
Der AVcon Avalanche Reference Monitor bildet mit dem Fuß eine stimmige Einheit, wie Firmeninhaber Przemyslaw Nieprzecki demonstriert. Der Tief- und der Mitteltöner stammen von Seas, den Hochtonbereich übernimmt ein Bändchen. Der Wirkungsgrad der Avalanche liegt bei 89 Dezibel, ihr Preis bei 6.000 Euro
Buchardt Audio ist ein dänischer Hersteller für Monitore, an deren Entwicklung auch ein ehemaliger Dynaudio-Ingenieur beteiligt gewesen sein soll. Dank Direktverkauf kann man die Boxen für 5207 und die Ständer für 1447 Zloty anbieten
Buchardt zeigt die Komponenten seines Monitors: Die Schaltung der Weiche ist recht komplex
Bei CubeAudio feierte der Bliss C Lautsprecher Premiere: Das mit einem Full-Range-Speaker aus eigener Produktion ausgestattete Backloaded Horn erreicht einen Wirkungsgrad von 92 Dezibel
CubeAudio-Chef Grzegorz Rulka nennt für die Bliss C einen Preis von 6000 Euro
Die Pink Faun-Elektronik stammt aus den Niederlande. Ein Paar der Mono-Endstufen ist im Direktverkauf für 3.200 Euro zu bekommen, die Vorstufe für 1.900 Euro
Der beschwingt wirkende Lautsprecher hört auf den Namen Bach, war ebenfalls bei Triple M Audio zu sehen und kostet 2000 Euro pro Paar
Lampizator Lukasz Fikus vor seiner Elektronik: Oben die symmetrischen 211 Mono-Endstufen, unten der ebenfalls symmetrische, röhrenbestückte Wandler, der seine Daten vom sogenannten Super-Computer zum Preis von 6000 Euro bezieht
Immer wieder ein Blickfang: der Plattenspieler F 901 Violin von Fonica in Form eines Notenschlüssels
Auch im Sobieski war hORNS vertreten, hier mit der Zweiwege-Konstruktion Mummy mit einem Wirkungsgrad von 92 Dezibel. Der Tiefmitteltöner arbeitet auf ein Bassreflexgehäuse. Der Preis: 5000 Euro
Zwei der Drei gründeten die Firma mit dem schönen Namen Shape of Sound: Ewelina Krawiec und Piotr Skiba (links)
Shape of Sound entwarf und fertigt dieses elegante Laufwerk, das inklusive Arm lediglich 2.250 kosten soll
Die Audio Video Show ist und bleibt eine Besuchsempfehlung. Ihr lebhafte Charakter, ihr Abwechslungsreichtum, die Dynamik des heterogenen Publikums, die drei unterschiedlichen Austragungsorte mit ihrem individuellen Flair, all dies befeuert meine Vorfreude auf die Show jedes Jahr neuerlich. Nicht zuletzt ist Warschau eine ungemein spannende, florierende Stadt. Warum also nicht beides miteinander verbinden? Eine Empfehlung, die ich nur immer wieder geben kann. Der Messeteil im Radisson Blu Sobieski lebt von der Vielfalt der verschiedenen Produkte.…
Im dritten Teil des Messerberichts stelle ich ihnen einige weitere ausgesuchte Produkte in Wort und Bild vor. Wie üblich bei der Audio Video Show habe ich mich auf Neuheiten und vor allem auf Hersteller konzentriert, die in Deutschland selten oder gar nicht zu sehen sind. JL Audio, üblicherweise für Subwoofer bekannt, zeigte auf der AVS die Europapremiere ihres Primacy Systems. Es umfasst den Standlautsprecher T6 (110.000 Euro) und einen Kompaktlautsprecher S3 (75.000 Euro). Die gesamte…
Jedes Jahr aufs Neue habe ich den Eindruck, dass die Audio Video Show nochmals besser besucht ist als im Vorjahr. Während das neu erschlossene zweite Stockwerk der Ostseite des Stadiums im letzten Jahr noch etwas steril und vom Publikum übersehen wirkte, wurde es dieses Jahr vollumfänglich angenommen. Auch das Interesse an den besonders teuren und großen Systemen erschien mir lebhafter als noch im letzten Jahr. Besonders mit der Acapella Sphäron Excalibur wollten sich viele Gäste…