Donnerstag, 23 April 2009 19:57

Audio-Optimum GmbH

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Hersteller
Audio-Optimum GmbH
Anschrift Hochlarmarkstr. 43
45661 Recklinghausen
Telefon +49 2361 890260
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Web www.audio.ruhr
Dienstag, 23 April 2019 00:01

MFSL: Ultradisc One-Step Vinyl

Die „Ultradisc One-Step“-LP-Boxen von Mobile Fidelity Sound Lab sind das Maß der Dinge im Bereich der audiophilen Vinyl-Reissues, sagt Jan Sieveking, MFSLs deutscher Vertrieb: Exzellent remastert, aus speziellem „Super Vinyl“ gefertigt und in aufwendigen Boxen verpackt, werden die Ausgaben zu begehrten Sammlerstücken.

Mit Stevie Ray Vaughans Texas Flood und Marvin Gayes What's Going On sind nun erstmals Titel der Reihe in einer Stückzahl nach Deutschland geliefert worden, mit der Sieveking Sound die hiesige Nachfrage zumindest zeitweilig wird abdecken können. „Ultradisc One-Step“-LPs werden aus „Super Vinyl“ gepresst, einem neuen Vinyl-Granulat ohne Kohlenstoff-Farbmittel, das beim Presswerk RTI in Camarillo verwendet wird. „One Step“ bezieht sich auf den Prozess der LP-Fertigung, mit dem man so nah an den Klang des Masterbandes kommt wie selten: Bei regulären LP-Produktionen wird der Lackschnitt in einen ersten „Vater“-Stempel mit invertierter Rillenstruktur verwandelt. Von diesem wird dann ein „Mutter-Stempel“ mit korrekter Rillenstruktur erstellt. Erst im nächsten Schritt entsteht der eigentliche Press-Stempel, der für die Herstellung der LP benutzt wird. Mit einem Lackschnitt können auf diesem Weg fast beliebig viele LPs gepresst werden.

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Im One-Step-Verfahren entfallen zwei dieser drei Schritte und der Lackschnitt wird direkt zum Press-Stempel, also dem „Vater“, weiterverarbeitet. Der Nachteil: mit jedem Lackschnitt können nur wenige Hundert LPs gepresst werden. Sollen also mehr als wenige Hundert LPs hergestellt werden, werden dementsprechend mehrere Lackschnitte benötigt. MFSL lässt mit einem Press-Stempel 500 Ultradisc-Exemplare herstellen. Bei einer Auflage von 7.500 Exemplaren werden entsprechend 15 Sets der jeweils vier Lackschnitte verwendet. Da in der Fertigung aber auch mal Dinge schiefgehen, werden in der Regel gleich 18 Sätze erstellt. Unterm Strich werden daher für eine Doppel-LP 72 Lackschnitte im Half-Speed-Mastering-Verfahren vom Masterband erstellt. Von Hand, eine nach der anderen. Für jeden dieser Lackschnitte, die täglich per Express vom Masteringstudio zu RTI geflogen werden, wird dann eine Testpressung erstellt, die wiederum bei MFSL angehört wird. Ein zeitaufwendiger und auch teurer Prozess, der zu einem Luxusprodukt mit hoher Sammlernachfrage führen dürfte. Die Lieferung erfolgt in einer aufwendigen Box. Die Seriennummer wird von Hand auf der Rückseite eingetragen. MFSL erklärt, dass es keine weiteren Nachpressungen geben wird.

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Bisher verfügbare Titel:
UD1S 2-005 – Stevie Ray Vaughan and Double Trouble – Texas Flood
UD1S 2-008 – Marvin Gaye – What's Going On
Preis: jeweils 199,-

Vertrieb
Sieveking Sound GmbH & Co KG
Ansprechpartner Jan Sieveking
Anschrift Plantage 20
28215 Bremen
Telefon +49 421 6848930
E-Mail kontakt@sieveking-sound.de
Web www.sieveking-sound.de

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Donnerstag, 18 April 2019 00:01

Welt-Premiere für Referenz-Kopfhörer APERIO

Warwick Acoustics präsentiert das Referenz-Kopfhörer-System APERIO auf der HIGH END. Der Name APERIO – lateinisch für aufdecken, öffnen, enthüllen – entspricht wörtlich dem Designziel von Warwick Acoustics: alle aufgenommenen Audioinhalte definitiv und unverändert zu reproduzieren.

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APERIO wurde für den anspruchsvollen professionellen Audiomarkt entwickelt, als Referenz-Studiomonitorsystem für hochauflösende Audioproduktionen, Mastering, Mixing und Recording-Anwendungen. Darüber hinaus ist das APERIO aber auch so konzipiert, dass es in privaten High-End-Audio-Systemen eingesetzt werden kann.

Warwick Acoustics hat das APERIO Referenzkopfhörersystem darauf ausgerichtet, mit Hilfe einer eigens entwickelten planaren elektrostatischen Technologie ein Höchstmaß an Audioleistung zu erreichen. Es wurde hier die Methodik des Complete System Design eingesetzt, die die Entwicklung und Optimierung aller Elemente im Signalweg des Klangwiedergabesystems von der ersten Zuspielung des Audioinhalts bis zum endgültigen Klang beim Hörer beinhaltet. Das Ziel: ein Wiedergabesystem, das den Audioinhalten keinen eigenen Klangcharakter verleiht. Alle Daten, ob analog oder digital, sollen unverfälscht wiedergegeben werden. APERIO stellt den Höhepunkt dieser Designphilosophie dar, indem es Kompromisse für jedes Element des Systems eliminiert. APERIO wurde für anspruchsvolle Anwendungen entwickelt, die eine extrem hohe Auflösung und höhere Ausgangspegel erfordern - optimiert für die Analyse kleinster, leiser Details, die auf jeder Art von Audiomaterial vorhanden sind.

APERIO verfügt über eine breite Palette von Eingängen, darunter symmetrische und unsymmetrische Analogeingänge sowie auf digitaler Seite AES/EBU, S/PDIF-Koaxial, USB und Ethernet (LAN). Innerhalb des Kopfhörersystems werden alle Audiosignale in ihrer ursprünglichen Domäne und ihrem ursprünglichen Format beibehalten: Analog bleibt immer analog; DSD bleibt DSD bis zu seiner endgültigen Umwandlung in Analog; PCM-Abtastraten werden nie konvertiert. Der Signalweg ist rein, so direkt wie möglich und absolut unverfälscht.

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Ebenso verfügt APERIO über einen außergewöhnlichen Line-Ausgangsbereich zum Ansteuern anderer Elektronik- und Tonwiedergabekomponenten, einschließlich externer Verstärker und Lautsprecher. Die Line-Ausgangsfunktion in Verbindung mit einem kompromisslosen Digital-Analog-Wandler (DAC), Vorverstärkerfunktionalität und hervorragender Audioqualität ermöglichen es dem APERIO, als zentraler Knotenpunkt eines hochmodernen Studio-Monitoringsystems oder eines Ultra-High-End-Heim-Audiosystems optimal zu agieren.

Warwick Acoustics finden Sie auf der HIGH END in Halle 1, Stand C11

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
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Mittwoch, 17 April 2019 08:20

SPL Performer m1000

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Die Zeiten, in denen ich mit Digitalem fremdelte, sind längst vorbei: Heute höre ich sogar, ob ein LAN-Switch mit Clock besser klingt. Bei Endstufen ist es mit der digitalen Aufgeschlossenheit aber nicht weit her: Da müssen es schon ein fetter Trafo und reichlich Siebkapazität sein. An beidem mangelt es den SPL Performern nun wirklich nicht.

SPL – oder Sound Performance Laboratory – ist wohl der Hersteller, an den ich beim Musikhören am häufigsten denken muss. Das hat nichts damit zu tun, dass meine erste Anschaffung in Sachen klangbeeinflussender Geräte im Pro-Bereich SPLs legendärer Vitalizer war, und auch nicht damit, dass der Phonitor 2 seit dem Test vor fast vier Jahren noch immer ganz oben auf meiner sommelier-du-son-Anschaffungsliste steht. Nein, es ist unangenehmer: Jedesmal, wenn ich bei einer aktuellen Musikproduktion störende Sibilanten – aka nervende S-Laute – höre, fällt mir ein, wie leicht diese mit SPLs extrem einfach zu bedienenden und wirklich erschwinglichen De-Esser entfernt werden könnten. In Zeiten der Schallplatte wurden diese Geräusche fast immer fein säuberlich eliminiert, da sie durch die Höhenanhebung gemäß der RIAA-Kurve zu Problemen beim Schneiden des Signals in die Lackfolie führten. Digitalaufnahmen verkraften diese energiereichen Störsignale – und deswegen sind sie vielen Aufnahmeingenieuren schlicht egal. Mir nicht! Und damit stehe ich nicht allein: Daniel Weiss, dem Chef von Weiss Engineering geht es offenbar ebenso, denn er hat seine beiden D/A-Wandler DAC501 und DAC502 mit einem per DSP realisierten De-Esser ausgestattet, um die vorlauten Sibilanten nachträglich zu unterdrücken.

Wer es gern schlichter mag, kann statt der roten Blende eine schwarze wählen. Ein silberner Akzent wirkt dagegen elegant
Wer es gern schlichter mag, kann statt der roten Blende eine schwarze wählen. Ein silberner Akzent wirkt dagegen elegant

Doch zurück zu SPL. Mitte 2016 beschäftigte sich Wolfgang Kemper mit der ersten Komponente aus der Professional-Fidelity-Serie von Sound Performance Lab, dem SPL Director, und war vom Klang der D/A-Wandler-Vorstufen-Kombination ebenso angetan wie später von dem der Stereoendstufe und dem des Entzerrervorverstärkers Phonos. Die mächtigen Performer wurden schon vor einiger Zeit angekündigt, brauchten dann aber doch ein wenig länger, um Serienreife zu erlangen. Nun konnte ich ein Paar ergattern, das bis auf ein Dämpfungspad im Gehäusedeckel den in Kürze ausgelieferten Serienmodellen entspricht. Zum Lieferumfang werden dann auch drei Zierblenden zählen. Dem Testexemplar mit seiner schwarzen Aluminiumfront war lediglich eine rote Blende beigepackt. Diese gibt es aber auch zusätzlich noch in silber und schwarz. Zusammen mit den in den gleichen Farben bestellbaren Frontplatten ergeben sich also neun Farbkombinationen. Hat man sich für die Farbe der Front entschieden, kann man seine Performer ganz nach Lust und Laune mit den jeweils drei Zierblenden, die von einem starken Neodym-Magneten in Position gehalten werden und sich daher ohne Werkzeug austauschen lassen, optisch immer wieder umgestalten. Ein netter Gimmick, den ich bei einem aus dem Pro-Audio-Bereich stammenden Hersteller nicht erwartet hätte.

Die Blende wird von einem Magneten in Position gehalten
Die Blende wird von einem Magneten in Position gehalten


Ebenso wie die Studiogeräte, die verschiedenen Varianten des Phonitor und die bisher getesteten Komponenten aus der Professional-Fidelity-Serie kommt auch in den Performern SPLs proprietäre Voltair-Technik zum Einsatz: Die Geräte werden von einer Spannung von plus/minus 60 Volt gespeist. Speziell dafür hat SPL diskrete Operationsverstärker entwickelt, die in puncto Dynamikumfang, Klirrfaktor und Maximalpegel alle mit den üblichen plus/minus 15 Volt arbeitenden Operationsverstärker weit übertreffen. Wegen des hohen möglichen Maximalpegels reicht in der Monoendstufe ein einziger Operationsverstärker, um die Leistungstransistoren anzusteuern, bei üblichen Konzepten werden zwei Stufen zur Spannungsverstärkung benötigt. Die 120-Volt-Technik sorgt also für einen sehr kurzen Signalweg, was dem Klang zugute kommen soll.

Die Endstufe ist klassisch bipolar aufgebaut. Ihre Versorgungsspannung ist noch höher als die der Voltair-Technik. Nur so lässt sich die gewünschte Leistung realisieren: Ein Performer stellt an zwei Ohm 1000 und an acht Ohm immer noch 420 Watt zur Verfügung. Die Energie dazu liefert ein 1375-VA-Ringkerntrafo, der auf acht Gummifüßen auf einer zwei Millimeter starken Stahlplatte ruht, so dass kein mechanischer Brumm auf das Gehäuse übertragen werden kann. In einer frühen Version hätte man acht Kondensatoren mit 6800 Mikrofarad zur Siebung verwendet, plaudert Bastian Neu aus dem Nähkästchen. Im Laufe der weiteren Entwicklung des Performer habe er dann an dieser Stelle aber noch eine Menge Potential zur Verbesserung des Klanges entdeckt: Nun kann jeder Performer auf zwei Platinen mit je 50 Elkos von 1000 Mikrofarad zurückgreifen.

Die linke LED würde leuchten, wenn sich der Performer wegen Gleichstrom am Ausgang sicherheitshalber abgeschaltet hat. Die mittlere zeigt an, dass der Performer mit dem Netz verbundenund eingeschaltet ist und die rechte leuchtete, wenn sich die Endstufe wegen Überhitzung abgeschaltet hätte
Die linke LED würde leuchten, wenn sich der Performer wegen Gleichstrom am Ausgang sicherheitshalber abgeschaltet hat. Die mittlere zeigt an, dass der Performer mit dem Netz verbundenund eingeschaltet ist und die rechte leuchtete, wenn sich die Endstufe wegen Überhitzung abgeschaltet hätte

Ebenso wichtig wie nahezu unbeschränkte Leistung ist für Bastian Neu natürlich unbedingte Zuverlässigkeit. Daher schaltet seine Endstufe sofort ab, wenn Gleichstrom am Ausgang erkannt wird. Dieser könnte auf eine Fehlfunktion des Performer oder ein mit Gleichspannung belastetet Eingangssignalsignal zurückzuführen sein und die angeschlossenen Lautsprecher gefährden. Nach einer Notabschaltung nimmt der m1000 erst nach dem Aus- und Einschalten den Betrieb wieder auf. Übersteuern und in hohe Verzerrungen treiben lassen sich Performer nicht. Dafür sorgt ein eingebauter Limiter, der optisch arbeitet und daher den Signalweg des Musiksignals nicht beeinflusst. Sein Ansprechen wird durch die gelbe „Protect“-LED auf der Frontseite angezeigt. Die Musikwiedergabe wird nicht unterbrochen. Damit die Endstufen auch an sehr komplexen Lasten keine Schwingungsneigung zeigt, liegt im Ausgang eine 3,8-Millihenry-Spule des renommierten Bauteileherstellers Mundorf.

Der Performer akzeptiert nur symmetrische Signale
Der Performer akzeptiert nur symmetrische Signale

Auch eine thermische Überlastung der Endstufe ist ausgeschlossen: Wenn am Kühlkörper der Wert von 50 Grad überschritten wird, nehmen die sechs eingebauten Ventilatoren ihre Arbeit auf. Dabei geht es aber nicht darum, um die Kühlflächen einen mittleren Sturm zu entfachen. Viele Lüfter bedeuteten eben auch eine geringe Drehzahl, erläutert Bastian Neu. Selbst auf Messen sei es ihm nicht gelungen, die Lüfter zu längerem Betrieb zu bewegen. Dennoch gibt es neben der Prozessorsteuerung für die Ventilatoren noch eine weitere Schutzschaltung: Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass sich die Kühlkörper auf 85 Grad erwärmen, schaltet sich die Endstufe aus, was durch das Aufleuchten der „Temp“-LED signalisiert wird. Sobald die Temperatur der Kühlkörper auf unter 55 Grad gesunken ist, nehmen die Performer den Betrieb automatisch wieder auf. Bleibt noch zu erwähnen, dass die Endstufe lediglich einen symmetrischen Eingang besitzt, der zu einer Ausgangsbuchse durchgeschleift ist. Mit dem daneben angebrachten „Trim“-Schalter wird nicht die Eingangsempfindlichkeit verändert, sondern in zwölf Halb-Dezibel-Schritten der Verstärkungsfaktor. Eine Dämpfung des ankommenden Signals sei nicht sinnvoll, da dadurch der Fremdspannungsabstand verschlechtert würde, erläutert Bastian Neu. Da gibt es wohl kein Detail, das seiner Aufmerksamkeit entgangen wäre.


Der Trim-Regler variiert die Verstärkung, statt das Eingangssignal zu bedämpfen
Der Trim-Regler variiert die Verstärkung, statt das Eingangssignal zu bedämpfen

Nachdem ein zweites, sechs Meter langes Audioquest Tornado High Current eingetroffen ist, um auch den zweiten Monoblock über den Power-Correction-Ausgang des Niagara 5000 mit dem Netz zu verbinden, beginne ich, die Perfomer einzuspielen. Ich bin zwar hundertprozentig sicher, dass sie vor dem Versand einer umfangreichen Messprozedur unterzogen wurden, nicht aber, dass sie längere Zeit eingebrannt wurden. Also gönne ich ihnen ein paar Tagen und einige Kilowatt, um sich in meinem Hörraum zu akklimatisieren. Auf Tuning-Maßnahmen wie die Aufstellung auf den Füßen von Harmonix werde ich verzichten müssen, da jeder Performer auf fünf Füßen ruht: Zu denen an den üblichen Positionen kommt noch einer in der Mitte des Gehäusebodens. Ich werde die Performer also hören, wie sie sind. Mit einer kleinen Ausnahme: Wegen des fehlenden Dämpfungspads unter dem Gehäusedeckel, werde ich einmal ausprobieren, welche Auswirkung je einer der Diskusse hat, die Artesania zu seinem Rack mitliefert und die zur Beruhigung von Gehäusen entwickelt wurden. Ich muss leider zugeben, dass der Effekt der großen Pucks sehr gering ist: Das Klangbild wird nur minimal ruhiger, schwärzer. Die m1000 scheinen auf High-End-Tuning ähnlich enthusiastisch zu reagieren wie Studioprofis: so gut wie gar nicht.

Bei Bedarf wird jeder Kühlkörper mit Luft von der Ventilatoren umströmt. Mir gelang es nicht, die Lüfter zu einem Einsatz zu bewegen. Die Endstufen wurden nicht einmal handwarm
Bei Bedarf wird jeder Kühlkörper mit Luft von der Ventilatoren umströmt. Mir gelang es nicht, die Lüfter zu einem Einsatz zu bewegen. Die Endstufen wurden nicht einmal handwarm

Während des weiteren Einspielens höre ich Cameron Carpenter an der Orgel des Konzerthauses in Berlin mit Rachmaninoffs „Rhapsody On A Theme Of Pagagini“: eine Schwelgerei in Raum, den Klangfarben des Orchesters und den gewaltigen Tiefen der Orgel. Dabei klingt nichts hart oder nur ansatzweise rau. Die m1000 musiziert so geschmeidig und fließend wie eine Class-A-Endstufe mit sehr überschaubarer Ausgangsleistung. Bei Jonas Hellborgs lange nicht gehörtem Album Silent Life kann man dann erstmals die Kraft der Performer erahnen: Die hart gespielte akustische Bassgitarre Hellborgs habe ich nie so präzise und kontrolliert und dennoch lebendig und emotional ansprechend gehört. Die m1000 haben die Tiefton-Chassis der Epoque Aeon Fine fest im Griff. Die SPLs erweisen sich – im noch halbwegs bezahlbaren Bereich – als ideale Spielpartner der Göbels. Die Biegewellenstrahler scheinen die schnellen Impulsfolgen verzögerungsfrei wiederzugeben. Die weiten, imaginären Räume lassen erkennen, wie sensibel die SPLs auch mit feinsten Signalen umgehen. Sie machen das Solo-Bass-Album klanglich zu einem Hochgenuss!

Den größten Raum im Geräteinneren beanspruchen die Kühlkörper
Den größten Raum im Geräteinneren beanspruchen die Kühlkörper

Das Schöne an Einspielzeiten ist ja, dass man meist in Vergessenheit geratene oder neue Produktionen auswählt. Man muss die Stücke ja nicht kennen und die Komponenten damit bewerten. Noch mehr als Jonas Hellborgs Bass-Spektakel bezaubert mich Till Brönner und Dieter Ilgs Nightfall. Ich hatte das Album gleich nach seinem Erscheinen auf Qobuz entdeckt und in Küche und Wohnzimmer wiederholt gespielt. Nicht aber über die Kette im Arbeitzimmer, da das spezielle Audio-Netzwerk dort aus klanglichen Gründen keine Verbindung zum Internet hat. Also habe ich die Files in der 96-Kilohertz-Version gekauft und auf dem Melco abgelegt. Über die m100 und die Göbels kann man Dieter Ilgs präzises, sehr virtuoses Spiel noch leichter verfolgen, und dennoch kommt der Viersaiter mächtig und farbig rüber. Till Brönners Trompete atmet und strahlt warm. Beide Instrumente werden stimmig in einen mittelgroßen imaginären Raum gestellt, und die nicht selten eingesetzten Effekt ergänzen das Spiel des Duos organisch und wirken außer kurz bei „Scram & Shout“ nie als technische Spielerei. Verstärker und Schallwandler dienen der Musik und machen nicht unnötig auf sich aufmerksam.


Nach knapp einer Woche sollte ich den SPLs aber dann doch mehr Aufmerksamkeit schenken, schließen wollen Sie und ich wissen, wie sie den Klang einer Kette prägen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen könnte ich es mir leicht machen – und wahrscheinlich mit Ihnen verscherzen –, in dem ich schreibe: so gut wie gar nicht. Die größte Überraschung war für mich, dass die Performer trotz der Leistungsangabe von einem Kilowatt nicht zu den Boliden zählen, die vor Kraft nicht laufen können. Im Gegenteil: Sie agieren ungemein leichtfüßig, lassen die Musik weich fließen, können aber auch – wenn nötig – ansatzlos eine Menge Energie freisetzen. Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, verleihen sie dem Bassbereich noch einen Hauch mehr Druck als Einsteins The Poweramp. Sehr tiefe Pauken wirken allerdings minimal weniger fett, dafür aber besser definiert. Doch bevor ich nun, statt in meinen Erinnerungen zu kramen, zu The Poweramp wechsele, versuche ich, die m1000 mit dem Elektro-Bass-Solo in „Flight Of The Cosmic Hippo“ von Béla Flecks gleichnamigem Album aus der Reserve zu locken. Die SPLs bringen auch die Töne der tiefen fünften Saite so klar und knurrend rüber wie ich es in meinem Hörraum leider nicht gewohnt bin. Damit hätte man nach den bisherigen Erfahrungen rechnen können, nicht aber damit, dass die gesampelten und über einen Stick gespielten Schlagzeugsounds so wenig aggressiv klingen. Ohne dabei auch nur das feinste Detail zu unterschlagen, erweisen sich die Performer im Hochtonbereich als sehr entspannt und völlig frei von Härten.

Durch die Blätter des Lüfters sieht man eine der Kondensator-Platinen. Auf jeder befinden sich 50 1000-Mikrofarad-Elkos.
Durch die Blätter des Lüfters sieht man eine der Kondensator-Platinen. Auf jeder befinden sich 50 1000-Mikrofarad-Elkos.

Der Wechsel zum Einstein bestätigt dann, dass dieser bei Pauken noch mächtiger klingt, allerdings werden hier die Strukturen des Nachhalls in natürlicher Akustik weniger deutlich als bei den feiner durchzeichnenden SPLs. Spontan würde ich den Poweramp als „schöner“ klingend bezeichnen, die Performer als „ehrlicher“. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Die geschilderten Unterschiede werden nur bei einer hochauflösenden Kette deutlich und fallen eher in die Rubrik persönliche klangliche Präferenzen. Dennoch wechsele ich noch einmal. Für diesen Vergleich habe ich Ralf Koschnickes hervorragende Aufnahme von Schostakowitschs Symphonie No. 15 ausgewählt. Die SPLs bringen einen ein näher an die Duisburger Philharmoniker heran. Die Tiefe des Raumes insgesamt unterscheidet sich bei den Performern und dem Poweramp nicht. Im Hochtonbereich sind die Monos minimal zurückhaltender, was ich keinesfalls für einen Fehler halte. Beim Einstein steht dem Hauch zusätzlicher Hochtonenergie aber ein noch solideres und fetteres Tieftonfundament entgegen. Die Stereo-Endstufe und die beiden Monos sind gleichermaßen tonal ausgewogen.

STATEMENT

Mit den m1000 hat SPL Mono-Endstufen im Programm, die auch kritische Lautsprecher völlig unangestrengt zu klanglichen Höchstleistungen treiben. Überraschenderweise agieren diese Kraftpakete auch bei kleinen Lautstärken ungemein geschmeidig und flüssig. Die Performer bieten eine hervorragende Verarbeitung und unverschämt viel Wohlklang fürs Geld: Die sollten Sie sich selbst dann anhören, wenn Sie bereit sind, mehr zu investieren!
Gehört mit
Bandmaschine Studer A80
NAS Melco N1ZH/2, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco MKII
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE
Up-Sampler Chord Electronics M-Scaler
LAN-Switch SOtM sNH-10G i mit Keces P8
10-MHz-Clock SOtM SCLK-OCX10 mit Keces P8
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Thales Simplicity, Einstein The Tonearm 12
Tonabnehmer Lyra Olympos, Transrotor Tamino
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Göbel Epoque Aeon Fine
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Thunder, Tornado (HC), Dragon HC, SOtM dBCL-BNC
Zubehör Audioquest Niagara 5000 und 1000, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, AHP Klangmodul IV G, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
SPL Performer m1000
Line Ein- & Ausgänge Neutrik XLR, symmetrisch, Pin 2 = (+)
Eingangsimpedanz 10 kOhm
Eingangs-Trimming 0 dB bis -5,5 dB in 0,5 dB-Stufen
Eingangsempfindlichkeit +6 dBu
Ausgangsimpedanz definiert durch angeschlossenes Gerät
Lautsprecherausgang 1 Paar vergoldete Anschlussklemmen mit ø4mm Kabeldurchführung (schraubbar) und Bananenklemme
Ausgangsleistung 1000 W RMS an 2 Ohm, 750 W RMS an 4 Ohm, 420 W RMS an 8 Ohm
Ausgangsspannung 180 V Peak-to-Peak, 64,6 V RMS
Ausgangsimpedanz < 0,031, 20 Hz bis 20 kHz
Dämpfungsfaktor > 280, bei 1 kHz und 8 Ohm
Frequenzgang 10 Hz bis 80 kHz
Rauschabstand > 118 dB (breitband, unbewertet, bezogen auf Vollleistung), > 123 dB (A-bewertet)
Verstärkung 26 dB
Harmonische Verzerrung < 0,03% bei 1 kHz, an 420 W, 8 Ohm
< 0,05% bei 1 kHz, an 750 W, 4 Ohm
< 0,08% bei 1 kHz an 1000 W, 2 Ohm
Interne Betriebsspannung +/- 60 V
Stromspannung 230 V AC / 50 Hz; 115 V AC / 60 Hz
Sicherungen 230 V: T 6,3 A; 115 V: T 12 A
Stromverbrauch max. 1370 VA, 50 W im Leerlauf, 0,3 W im Stand-By
Maße (B/H/T) 278/205/375mm (inkl. Füße)
Gewicht 24,8 kg (nur Gerät), 29,3 kg (Versand)
Paarpreis 8400 Euro

Hersteller
SPL electronics GmbH

Anschrift Sohlweg 80
41372 Niederkrüchten

Telefon +49 2163 98340

Fax +49 2163 983420
E-Mail info@spl.audio
Web www.spl.audio

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  • Social Introtext Die Zeiten, in denen ich mit Digitalem fremdelte, sind längst vorbei: Heute höre ich sogar, ob ein LAN-Switch mit Clock besser klingt. Bei Endstufen ist es mit der digitalen Aufgeschlossenheit aber nicht weit her: Da müssen es schon ein fetter Trafo und reichlich Siebkapazität sein. An beidem mangelt es den SPL Performern nun wirklich nicht.

Hier eine News von SPL, die sich eher an Studioprofis, als an Hifi-Fans richtet: Mit dem Gemini findet die M/S-Bearbeitung Einzug in die SPL-Mastering-Serie. Der Gemini ist der erste Mastering M/S Prozessor in 120V-Technik und ab sofort lieferbar!

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Der Gemini ist ein M/S-Encoder und Decoder. Mittensignale (Stimme, Snare, Bässe ...) können in einem Stereo-Mix sauber von räumlichen Seitensignalen (Gitarren, Flächen, Becken …) getrennt und individuell bearbeitet werden. Bei der Mastering-Arbeit am Summensignal ist die M/S-Kodierung oft der beste Weg, gezielt Zugriff auf einzelne Elemente in einer Mischung zu erhalten.

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Der Gemini bietet auch die Möglichkeit das Stereopanorama zu bearbeiten. Mit dem Balance-Regler kann das Mittensignal im Stereropanorama verschoben werden. Mit dem Trim-Regler kann der Pegel des Mittensignals im Verhältnis zum Seitensignal verändert werden. Im Zusammenhang mit dem Stereo Width Regler kann so das Mischverhältniss beider Kanäle verändert werden. Ein elliptischer Filter zur Beschneidung des tieffrequenten Anteils des Seitenbandes ist ebenfalls mit an Bord.

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Durch eine Verknüpfung mit dem Mastering Router SPS Hermes ergeben sich viele weitere Möglichkeiten: Wird die M/S-Encoder und Decoder-Stufe des Gemini jeweils mit einem Insert des Hermes verknüpft, lassen sich M/S Encoder und Decoder in ihrer Position in der Bearbeitungskette frei verschieben. So ist es zum Beispiel möglich, den M/S-Encoder auf Insert  3 zu legen, auf Insert 4 einen Equalizer zur getrennten Bearbeitung des Mitten- und Seitensignals zu nutzen und dann auf Insert 5 die M/S-Decoder-Stufe des Gemini zu verwenden, um wieder ein L/R Stereo-Signal zu generieren. Soll jetzt ein Kompressor als weiteres Gerät für die M/S-Bearbeitung genutzt werden, kann dieses in der Kette einfach auf Position 5 gesetzt werden und die M/S-Decoder-Stufe würde entsprechend auf Insert 6 aufrücken. Unverbindlicher Verkaufspreis des SPL Gemini: 2300 Euro

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Montag, 15 April 2019 00:23

B.amp: ein Verstärker von B.audio

Das für seine High-End-Wandler anerkannte französische Startup investiert sein Know-how in der Signalverarbeitung in einen Leistungsverstärker, den B.amp. Er arbeitet sowohl im Mono- als auch im Stereo-Modus und ist eine perfekte Ergänzung zum B.dpr-D/A-Wandler mit analoger Lautstärkeregelung.

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Der B.amp nutzt die proprietäre „Intelligent Output Drive-“ oder IOD-Technologie, die eine außergewöhnlich natürliche Klangwiedergabe im Einklang mit der Philosophie der Marke ermöglichen soll. Die Idee: Das Beste aus modernen Technologien herausholen, um die üblichen Nachteile zu überwinden, anstatt sie künstlich zu verbergen.

Der B.amp ist ein brückbarer Leistungsverstärker der Klasse AB, der für den Einsatz im Stereomodus entwickelt wurde, aber auch als vollständig symmetrischer Monoblock arbeiten kann. Dieses Design gewährleistet eine optimale Leistung in beiden Modi. Das Schaltung ist das Ergebnis zahlreicher rechnerischer Simulationen, gefolgt von intensiven Hörtests. Die zehnjährige Forschungs- und Entwicklungsphase führte zu elektronischen Verfeinerungen, die dem hohen musikalischen Niveau der Marke entsprechen. Die Ausgangstransistoren arbeiten in Class AB und bieten eine große Leistungsreserve. Die Intelligent-Output-Drive-Technologie, bei der lokales Feedback verwendet wird, beseitigt Kreuzverzerrung. Alle anderen Stufen arbeiten in reiner Class A, einschließlich des Treiberteils der Endstufe.

„Die Entwicklungen zum Thema Verstärker wurden nach der gleichen Philosophie durchgeführt, die wir für die D/A-Konvertierung herangezogen haben: Wir haben zunächst alle technischen Möglichkeiten vorurteilsfrei geprüft, bevor wir die relevantesten Lösungen ausgewählt haben. Deshalb haben wir uns entschieden, die Leistung auf ein angemessenes, aber komfortables Niveau zu setzen,“ erklärt Cédric Bermann.

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Ein erstes Modell war auf den Norddeutschen Hifi-Tagen 2019 in seiner Endversion zu hören. Das auf der Kombination B.amp und B.dpr basierende System hat hifistatement.net als „Highlight der Show“ beschrieben. Das elegante und raffinierte Design ist das Ergebnis der Arbeit des Designers Olivier Hess. Die Frontplatte besteht aus CNC-bearbeitetem, mikrogestrahltem Aluminium, während die Lüftungsöffnungen durch ihre progressive Form an die Verstärkung erinnern. Die hyperbolischen Füße, die von anderen Produkten des Hersteller bekannt sind, kommen auch beim B.amp zum Einsatz. Die von B.audio hergestellten Produkte werden in den Werkstätten des Unternehmens in Mutzig bei Straßburg handgefertigt. Die Montage der Elektronikplatinen sowie die Fertigung der Gehäusekomponenten werden vor Ort von Partnerunternehmen durchgeführt. Der B.amp wird ab dem 30. April 2019 zum Verkauf angeboten.

Über B.audio: Die Marke wurde von den Brüdern Cédric und Sébastien Bermann gegründet, die sich leidenschaftlich für Musik und Technik interessieren. Ende 2016 wurde eine wichtige Forschungs- und Entwicklungsphase gestartet. Zuvor wurde das technologische Potenzial von der Alsace Innovation Agency validiert, wo vergleichende Tests mit internationalen Referenzen durchgeführt wurden. Ein Patent wurde angemeldet und das Unternehmen wurde als French Tech zertifiziert und profitiert von der Unterstützung der französischen öffentlichen Investmentbank.

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Freitag, 12 April 2019 08:24

Woo Audio WA11 Topaz

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Der Woo Audio Topaz ist eine Kopfhörer/DAC-Kombination, deren Anschlüsse und Akku-Speisung sie für den mobilen Einsatz prädestinieren. Ihre Abmessungen und 90 Quadratzentimeter Alcantara legen andererseits aber den Betrieb auf dem Schreibtisch oder in der Nähe der heimischen Anlage nahe. Ich habe beide Varianten ausprobiert.

Beginnend mit dem iPod hat sich der Markt für digitale Audio-Player und im weitesten Sinne portable Kopfhörer deutlich stärker entwickelt als der für die übrigen Zweige der Hifi-Technik. Dabei haben sich die Komponenten immer weiter ausdifferenziert. Da gibt Kopfhörerverstärker zum Anschluss an den Analogausgang von Smartphones, Kombinationen aus diesen mit einem D/A-Wandler, Verstärker und DAC/Verstärker-Duos für den Schreibtisch zur Verbindung mit Laptop oder Computer, die dann schon ein wenig größer ausfallen, oder gerade noch für den mobilen Einsatz geeignete DACs mit Kopfhörerausgang, die selbst in einer hochwertigen Heim-Anlage die Wandlung digitaler Signale übernehmen können. Bei Chords Hugo 2 etwa legen Größe, Cinch-Ausgänge und die mitgelieferte Fernbedienung diese Anwendung nahe. In dessen Größen- und Gewichtsklasse bewegt sich auch der Woo Audio Topaz. Dennoch würde ich ihn mit Blick auf seine Ein- und Ausgänge nicht als Wandler für eine stationäre Kette sehen.

Der Topas wird mit einer Alcantara-Hülle und einer Stofftasche geliefert. Der Adapterstecker mit seiner schmucken Holzbox ist ein aufpreispflichtiges Zubehörteil
Der Topas wird mit einer Alcantara-Hülle und einer Stofftasche geliefert. Der Adapterstecker mit seiner schmucken Holzbox ist ein aufpreispflichtiges Zubehörteil

Es gibt lediglich zwei Kopfhörer-Buchsen, an denen das über das Poti geregelte Signal anliegt: eine klassische 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse sowie eine der neueren fünfpoligen 4,4-Millimeter-Buchsen, an der ein symmetrisches Signal zur Versorgung von dafür ausgelegten Kopfhörern bereitsteht. Über einen Stecker-Adapter findet auch ein Kabel mit dem vor allem im Heimbereich noch gebräuchlicheren vierpoligen XLR-Stecker Anschluss. Eingangsseitig stehen eine USB-C-Buchse und eine fünfpolige 4,4-Millimeter-Buchse für symmetrische Analogsignale zur Verfügung. Zwischen dem analogen und dem digitalen Eingang wählt man einem kleinen Schiebeschalter. Ein zweites Exemplar lässt einen zwischen niedriger oder hoher die Ausgangsleistung entscheiden. Daneben gibt es nur noch ein weiteres Bedienungselement, den Einschaltknopf, neben dem vier LEDs signalisieren, wie es um den Ladezustand des Akkus bestellt ist. Eine der beiden großen Flächen des Gehäuses ist mit Alcantara beklebt, wohl um die Oberflächen, auf denen der Topaz zu liegen kommt, zu schützen. Dies, die erwähnten Eingänge sowie der Ausgang für symmetrisch anzusteuernde Kopfhörer lassen den Woo Audio zum Mitbewerber für hochwertige, stationäre Kopfverstärker werden. Dass er mit seinen über 400 Gramm Lebendgewicht auch netzunabhängig betrieben und in einer größeren Jackentasche Platz finden kann, scheint für mich eher ein Zusatznutzen zu sein.

Die Lautstärke wird bei der symmetrischen Schaltung des Topas mit einem klassischen Vierfach-Potentiometer der Firma TKD geregelt. Der symmetrische Kopfhörer-Anschluss ist als Pentaconn-Buchse ausgelegt
Die Lautstärke wird bei der symmetrischen Schaltung des Topas mit einem klassischen Vierfach-Potentiometer der Firma TKD geregelt. Der symmetrische Kopfhörer-Anschluss ist als Pentaconn-Buchse ausgelegt

Obwohl Woo Audio bei seinen bisherigen Kopfhörerverstärkern traditionell auf Röhren-Technik setzt – im breitgefächerten Portfolio finden sich unter anderem Single-Ended-Monos zum Preis von 16.000 Dollar, die auch Hochwirkungsgrad-Lautsprecher treiben können, und Verstärker für elektrostatische Kopfhörer – setzt man beim WA11 nicht nur auf Transistoren, sondern – wie oben angedeutet – auch auf eine vollsymmetrische Schaltung in Class-A. Ein symmetrisches Analog-Signal kann über den erwähnten Pentaconn-Eingang eingespeist werden und der ESS Sabre 9018M Wandler-Chip liefert ebenfalls ein symmetrisches Ausgangssignal. In einer durchgängig symmetrischen Schaltung muss natürlich auch ein Vier-Kanal-Potentiometer verbaut werden: Beim Topaz ist es eines von renommierten Hersteller TKD.

In einem kurzen Skype-Gespräch waren Jack Wu, einem der drei Köpfe hinter Woo Audio, zwar keine zusätzlichen technischen Details zu seinem WA11 zu entlocken, er wies aber darauf hin, dass er die Kopfhörer/DAC-Kombination auch als kompakte, hervorragend klingende Vorstufe sehe und sie bei der anstehenden Axpona auch in dieser Funktion einsetzen werden. In Kürze biete Woo Audio auch die dafür benötigten Kabel von Pentaconn auf XLR an. Für ihn seien die fünfpoligen, koaxialen Stecker und Buchsen die Verbindung der Zukunft. Man habe den Topaz entwickelt, weil alle bekannten Vertreter seiner Gattung einfach einen „portablen Sound“ hätten. Da fehle es an Substanz und der von Audiophilen gewohnten „Hifi Listening Experience“. Nach drei Jahren Entwicklungszeit sei es nun gelungen, dieses Hörerlebnis auch mit einem mobilen Gerät, dem Topaz zu realisieren.


Auch der symmetrische Analog-Eingang ist als Pentaconn-Buchse ausgeführt. Die beiden USB-C-Buchsen ermöglichen das Laden bei gleichzeitigem Signaltransfer
Auch der symmetrische Analog-Eingang ist als Pentaconn-Buchse ausgeführt. Die beiden USB-C-Buchsen ermöglichen das Laden bei gleichzeitigem Signaltransfer

Etwas auskunftsfreudiger zeigte sich Jack Wu dann, als es um die Geschichte von Woo Audio ging: Die Firma wurde von Wei Wu und seinen beiden Söhnen im Jahr 2004 gegründet. Ziel sei es gewesen, die Wünsche sehr anspruchsvoller Audiophiler zu erfüllen und High-End-Geräte zu entwickeln und mit Hand zu fertigen, die Augen und Ohren der Hörer gleichermaßen erfreuen. Das Familien-Team besteht aus Wei Wu als Chef-Entwickler, Zhidong seinem Mitentwickler und Verantwortlichen für das elegante Gehäuse-Design und ihm selbst, der neben technischen Aufgaben vor allem im Marketing tätig und damit das Gesicht der Firma sei. Wei Wu habe mehr als 50 Jahre Erfahrung im Bau von Verstärkern und anderer Elektronik. Im Laufe der Zeit sei er zu der Erkenntnis gelangt, dass einfache Schaltung besser klängen. Da Einfachheit auch Kosteneffektivität bedeute, habe Woo Audio sich den Ruf erworben, auch die anspruchsvollsten Musikliebhaber zu begeisterten und dies zu einem vernünftigen Preis. Woo Audio ist in New York angesiedelt, wo in der eigenen Fertigungsstätte die Endmontage alle Komponenten nach hohen Standards stattfinde.

Die beiden Schiebeschalter für Eingangswahl und Ausgangsleistung
Die beiden Schiebeschalter für Eingangswahl und Ausgangsleistung

Auch wenn ich den Topaz wegen seiner Physis nicht unbedingt als Begleiter für unterwegs ansehe, sondern ihm mir eher beim entspannten Hören etwa abends im Hotelzimmer vorstellen kann, habe ich ihn mit dem iPhone verbunden, auf dem eine Menge auch hochgelöster Musik darauf wartet, über Onkyos HF Player ausgegeben zu werden. Als Schallwandler habe ich den überraschend leichten und damit für den mobilen Einsatz geeigneten, aber auch recht anspruchsvollen Mr. Speaker Ether 2 ausgesucht. Die Datenkommunikation zwischen iPhone und Topaz klappt absolut problemlos, auch bei DSD64 und DSD128. Vor allem bei eigenen, ohne Limiter und Kompressor, dafür aber mit jeder Menge Headroom aufgenommenen Stücken muss man den Schalter für die Ausgangsleistung des WA11 auf „HI“ schieben und auch das Potentiometer recht weit aufdrehen: Der ausgeprochen angenehm zu tragende Ether 2 ist kein Wirkungsgradwunder, dafür aber ungemein dynamisch und hochauflösend. iPhone, Topaz und Ether 2 bieten Musikgenuss auf sehr hohem Niveau. Das verlässt man auch nicht, wenn der WA11 statt des leistungshungrigen Mr.Speaker den leichter zu treibenden, aber schwerer zu tragenden Audeze LCD-X speist: Das Klangbild wirkt hier zwar ein bisschen weniger feingezeichnet, dafür vermitteln die Bässe eine fast körperlich erfahrbare Wohlfühlatmosphäre. Der Topaz lässt beide Kopfhörer in ihren jeweiligen Paradedisziplinen glänzen.

Ein USB-A-auf-C-Kabel, eine C-auf-C-Variante – hier nicht im Bild – und ein Ladegerät gehören zum Lieferumfang
Ein USB-A-auf-C-Kabel, eine C-auf-C-Variante – hier nicht im Bild – und ein Ladegerät gehören zum Lieferumfang


Für eine konkretere Standortbestimmung sorgt ein Vergleich mit Chord Electronics' Mojo und Hugo 2. Der vertraute LCD-X macht schnell klar, dass die klanglichen Unterschiede zwischen dem Woo Audio und dem Mojo ähnlich groß sind wie die preislichen. Da hilft dem kleinen Chord auch sein von Rob Watts konzipierter FPGA-Wandler nichts: Der Topaz spielt einfach detailreicher, offener und souveräner. Daran ändert auch der Wechsel zum Audioquest NightOwl Carbon prinzipiell nichts, graduell schon: Hier sind die klanglichen Vorteile für den Topaz nicht ganz so groß – und das, obwohl man die Lautstärke für den NightOwl deutlich weiter aufdrehen muss als beim LCD-X. Beim Topaz schaltete ich dazu die Ausgangsspannung auf „HI“, während man beim Audeze auch mit „LO“ auskommt.

Chords Hugo 2 ist natürlich ein anderes Kaliber als der Mojo und auch ein gutes Stück teurer als der Topaz. Dennoch soll er sich hier mit diesem messen – und zwar zuerst in Kombination mit dem Ether 2: Hier kommt der Hugo 2 hauptsächlich in Sachen Raumdarstellung dem ein gutes Stück näher, was ich von meiner Anlage her gewohnt bin. Das könnte natürlich daran liegen, dass in meinem Hörraum schon seit Jahren ein Chord Electronics DAVE die Wandlung übernimmt und ich auf Rob Watts' spezielle Wandlertechnik einfach eingehört bin. Außerdem ist die Raumillusion – zumindest für mich – über Kopfhörer eine andere als bei Lautsprechern in einem Raum. Dennoch ziehe ich die Fülle feinster – räumlicher – Informationen bei der „Improvisation“ auf Le Concert De Parfums vor, die der Hugo 2 hörbar werden lässt. Bei Schostakowitschs „Polka“ hingegen faszinieren auf Anhieb die satten und warmen Klangfarben des Topaz, was dazu führt, dass ich beim Hugo mit den verschiedenen Filtern experimentiere. Von denen kommt die Numero drei – 16fs = warm – dem Klangbild des Topaz am nächsten. Zwar hat der Chord auch bei diesem Stück leichte Vorteile, wenn es um die Darstellung des Raumes geht. Aber hier scheint das eher ein untergeordnetes Kriterium zu sein.

Der Adapter erlaubt den symmetrischen Betrieb vom Kopfhörern mit vierpoligem XLR-Anschluss und sorgt so für noch besseren Klang
Der Adapter erlaubt den symmetrischen Betrieb vom Kopfhörern mit vierpoligem XLR-Anschluss und sorgt so für noch besseren Klang

Bei Abdullah Ibrahims „Calypso Minor“ faszinieren die beiden Verstärker/DAC-Kombinationen auf ihre Weise: Der Topaz bringt den Bass ein wenig knarzender rüber, der Hugo suggeriert eine minimal größere Bass-Drum, die mit einem Hauch mehr Druck erklingt. Glücklicherweise muss ich mich hier nicht für eines beiden hochkarätigen Geräte entscheiden. Vielleicht macht es einem der Audeze ja leichter. Tut er leider nicht. Bei ihm sind die beschriebenen Unterschiede zwar auch wahrzunehmen, allerdings in leicht abgeschwächter Form. Sollte der Audeze ein wenig mehr – wenn auch sehr angenehmen – Eigenklang besitzen als das neutralere Leichtgewicht von Mr. Speaker? Egal, es geht ja um die Kopfhörer/DAC-Duos: Für mich hat der Hugo hier minimale Vorteile, aber wie gesagt, ich habe mich ja schon lange auf Chords Wandlertechnik eingehört. Doch selbst, wenn ich den Hugo leicht vorziehe, gilt, was Jack Wu in seiner kurzen Firmengeschichte mit anderen Worten behauptet hat: Woo Audio bietet sehr hohe Qualität zu einem kundenfreundlichen Preis.

Der Topas mit Alcantara-Beutel und Kurzanleitung
Der Topas mit Alcantara-Beutel und Kurzanleitung


Abschließend werde ich beide Kopfhörer noch einmal am Topas hören, und zwar abwechselnd am symmetrischen und unsymmetrischen Ausgang. Da ich aber weder für den Mr. Speaker noch den Audeze Kabel mit Pentaconn-Stecker habe, kommt hier Woo Audios Steckeradapter zum Einsatz, so dass die üblichen vierpoligen XLR-Stecker verwendet werden können: Beim ersten Song über den LCD-X bringt die symmetrische Anschlussvariante kleine, aber entscheidende Vorteile: Die Musiker scheinen mit mehr Spaß zu Sache zu gehen, die Durchzeichnung des Klangbildes gelingt noch eine Spur besser und der Groove will mir noch intensiver erscheinen. Auch beim Anfang des ersten Teils von Keith Jarretts Köln Concert ziehe ich die symmetrische Verbindung vor. Sie liefert einfach mehr Feininformation. Leider besteht zwischen dem symmetrischen und unsymmetrischen Ausgang ein recht deutlicher Lautstärkeunterschied. Da ich zuerst die symmetrische Verbindung gehört hat, erhöhe ich nach dem Wechsel auf die unsymmetrische den Pegel solange, bis ich in etwa den gleiche Fülle an Feininformationen höre. Sobald dann die Lautstärke des Flügels zunimmt und der Klang eine minimale Schärfe bekommt, wird klar, dass ich den Verstärker ein gutes Stück weiter aufgedreht habe als bei der symmetrischen Verbindung. Da hört man einfach schon bei geringerem Pegel mehr Details. Auch der Ether 2 scheint beschwingter und rhythmisch interessanter zu agieren, wenn er symmetrisch betrieben wird. Die Bühne wirkt minimal größer, und um die Instrumente gibt es mehr Luft. Auch dynamisch tut sich ein wenig mehr. Die Investition in den Adapter lohnt sich also alle allemal. Oder bestellen Sie Ihren Kopfhörer gleich mit einem Kabel mit Pentaconn-Stecker. Symmetrisch klingt der sehr gute Topas noch ein Stück besser.

Der WA11 mit der Nummer 31 ist noch ein Vorserien-Modell. Ende April sollen die ersten serienmäßigen Geräte in Deutschland verfügbar sein.
Der WA11 mit der Nummer 31 ist noch ein Vorserien-Modell. Ende April sollen die ersten serienmäßigen Geräte in Deutschland verfügbar sein.

STATEMENT

Woo Audios langjährigen Erfahrung mit extrem aufwändigen Röhren-Kopfhörerverstärkern zahlt sich aus. Auch der erste symmetrische Transistorverstärker überzeugt auf der ganzen Linie: Er ist perfekt verarbeitet, verfügt über einen hochwertigen integrierten Wandler und modernste Anschlüsse wie USB C und Pentaconns. Aber das wichtigste: Er treibt auch leistungshungrige Kopfhörer zu klanglichen Spitzenleistungen – ganz besonders, wenn sie mit dem symmetrischen Ausgang verbunden sind.
Gehört mit
Datenspeicher Melco N1ZH/2, iPhone 7 128GB mit Onkyo HF Player, Asus Zenbook mit Audirvana
Streaming Bridge Auralic Aries Femto mit SBooster BOTW P&P Eco MKII
Kopfhörerverstärker/Wandler Chord Hugo 2, Mojo
Kopfhörerverstärker Bryston BHA-1
Kopfhörer Mister Speaker Ether 2, Audeze LCD-X, Audioquest NightOwl Carbon
Kabel Audioquest Thunder, Tornado und Dragon, Goebel High End Lacorde
Zubehör Audioquest Jitterbug
Herstellerangaben
Woo Audio WA11 Topaz
  • Vollsymmetrische Schaltung, von Akku gespeist, Transistortechnik, Class-A Kopfhörerverstärker und D/A-Wandler
  • Verstärker mit hoher Leistung und Bandbreite
  • Maximale Ausgangsleistung: 1,2W an 30Ω, 350mW an 100Ω, 120mW an 300Ω
  • Frequenzgang: 10 Hz bis 200 kHz (-1 dB), Fremdspannungsabstand: 118dB
  • Ausgangsimpedanz: 1Ω an beiden Kopfhörerausgängen
  • ESS SABRE Reference DAC (ES9018M)
  • Hi-Res Musikwiedergabe bis 24-bit/384kHz bei PCM, bis zu DSD128 über DoP
  • Hochwertiges TKD Vier-Kanal-Potentiometer
  • Ausgänge: 4,4mm-Pentaconn-Buchse (symmetrisch), 6,3-Millimeter-Klinkenbuchse (unsymmetrisch)
  • Eingänge: 4,4mm-Pentaconn-Buchse (symmetrisch), Asynchroner-Hi-Speed-USB-Type-C-Buchse für Daten und USB-Type-C Buchse zur Ladung des Akkus (USB 2.0 kompatibel)
  • HI oder LO Ausgangsleistung wählbar
  • 4,4mm-Analog-Hochpegel-oder USB- Eingang wählbar
  • XMOS xCORE-AUDIO asynchronous clocking USB compatible with PC, Mac, Android and iOS devices (with Apple CCK or Android OTG adapter)
  • Lithium-Ionen-Akku für bis zu sechs Stunden ununterbrochene Musikwiedergabe
  • Eloxiertes Aluminiumgehäuse in Schwarz
  • Gehäuserücken mit weichem Alcantara beklebt
  • Alcantara-Hülle
  • Abmessungen (B/H/T): 155/85/27mm
  • Gewicht: 426g
  • Weltweit einsetzbares 100-240-Volt-USB-C-Ladegerät mit abnehmbarem Netzstecker für Europa, England und Australien
  • Preis WA11 Topaz: 1680 Euro
  • Preis Pentaconn Adapter: 170 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

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  • Social Introtext Der Woo Audio Topaz ist eine Kopfhörer/DAC-Kombination, deren Anschlüsse und Akku-Speisung sie für den mobilen Einsatz prädestinieren. Ihre Abmessungen und 90 Quadratzentimeter Alcantara legen andererseits aber den Betrieb auf dem Schreibtisch oder in der Nähe der heimischen Anlage nahe. Ich habe beide Varianten ausprobiert.
Donnerstag, 11 April 2019 00:01

STENHEIM stellt den ALUMINE THREE vor

Der bisher fortschrittlichsten Kompaktlautsprecher von Stenheim: Mit dem ALUMINE THREE hat STENHEIM die außergewöhnliche Qualität seines weltbekannten ALUMINE FIVE-Lautsprechers in einem kompakten Gehäuse gebündelt und ein noch besser zugängliches Musikerlebnis für Audiophile und Musikliebhaber geschaffen.

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Der in der Schweiz hergestellte, neue ALUMINE THREE-Lautsprecher ist das Produkt langjähriger Forschung und eines einzigartigen Wissens über audiophile Technologie. Sein Design basiert auf dem ALUMINE FIVE, dem mehrfach ausgezeichneten Lautsprecher von STENHEIM. Wie sein Vorgänger ist es ein Ganz-Aluminiummodell und teilt seine technischen Kernspezifikationen einschließlich extrem hoher Effizienz. Es kann auch mit hochwertigen Verstärkern mit geringer Leistung kombiniert werden. Das kompaktere Gehäuse des ALUMINE THREE ermöglicht eine extrem hohe Leistung zu einem niedrigeren Preis.

Einige Hersteller konzentrieren sich auf die Sinne, andere auf Technologie. Der Ansatz von STENHEIM soll beides vereinen, weil man dort die Auswirkungen physikalischer Einschränkungen auf die subjektive Hörqualität versteht. Der ALUMINE THREE setzt Spitzentechnologie ein, die speziell für Musiker und Musik geeignet ist. Er soll den Zuhörer in das Herz der Musik eintauchen, als würden er es live hören. Die geringste Vibration, Nuance der Stimme, Berührung oder Bogenbewegung und alle Gefühle und Emotionen des Musikers werden spürbar. Die ALUMINE THREE wurde entwickelt, um Musik zum Leben zu erwecken. Dies spiegelt sich in einem zeitlosen, raffinierten Design mit klaren Linien und hellen, neutralen Tönen wider. Der ALUMINE THREE ignoriert flüchtige Trends und ist auf Langlebigkeit und vor allem auf die Wiederentdeckung des Hörgenusses ausgelegt.

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Herstellerangaben
STENHEIM ALUMINE THREE
  • 3-Wege-Standlautsprecher mit 4 hocheffizienten Wandlern, 2 x 8-Zoll-Tieftönern, 1 x 5 1⁄4-Zoll-Neodym-Medium-Treibern, 1 x Neodym-Hochtöner
  • Massives Aluminiumgehäuse mit drei unabhängigen Kammern: zwei geschlossene (Mitteltöner und Hochtöner) und eine mit laminarer Durchflussöffnung
  • Passive Drei-Wege-Frequenzweiche mit hochwertigen audiophilen Komponenten
  • Frequenzgang: 32 bis 35 kHz
  • Empfindlichkeit: 93 dB, halber Abstand
  • Belastbarkeit: 150 W RMS, 300 W Peak
  • Empfohlene Mindestleistung: 10 W
  • Nennimpedanz: 8 Ohm (Minimun 5 Ohm)
  • Abmessungen: Höhe 1050 mm x Breite 250 mm x Tiefe 330 mm
  • Ungefähres Gewicht: 70 kg (einschließlich verstellbarer Füße)
  • Garantie: 5 Jahre

Vertrieb
Tom Habke Audiovertrieb GmbH
Anschrift Feldkirchenring 52
22926 Ahrensburg
Telefon +49 4102 6076057
E-Mail kundenservice@tomhabke.de
Web www.tomhabke.de

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Dienstag, 09 April 2019 09:06

In eigener Sache: PS Audio P20

Der Bericht über den P20 Power Plant war an dieser Stelle nur kurz online. Dafür gibt es einen guten Grund: Das Modell, mit dem ich gearbeitet habe, entspricht technisch nicht dem Serien-Standard – wie ich erst jetzt erfahren habe.

Jürgen Sachweh, der Chef von Hifi2Die4 und damit Deutschlandvertrieb von PS Audio, hatte mir sein Vorserien-Modell des P20 vorbeigebracht, damit ich mich ein wenig länger damit beschäftigen konnte. Zwar hatte er darauf hingewiesen, dass der Aufdruck auf der Frontplatte nicht der aktuellen Namensgebung entspricht. Nach meiner überaus positiven Erfahrung mit dem Firmware-Update für meinen PS Audio P5, über das ich hier ja auch ausführlich berichtete, ging ich aber davon aus, dass das Vorserienmodell technisch auf dem neusten Stand sei und schrieb den Artikel, der kurz online war. Aber dann erreichte mich folgende E-Mail:

Werter Herr Sommer,
für Ihren Test wurde Ihnen das Vorserienexemplar des PS Audio P20 übergeben. Ersichtlich war das an der Aufschrift „Pure Power Plant P20“. Die Seriengeräte heißen „DirectStream PowerPlant P20“. Gegenüber der Vorserie wurde das Gerät auch Hardwareseitig in einigen entscheidenden Punkten verändert, was sich auch klanglich auswirkt. Um eine faire Beurteilung für Ihre Leser zu erreichen bitte ich um die Möglichkeit, Ihnen ein Serienmuster des P20 zur Verfügung zu stellen.

Mit musikalischem Gruß
J. Sachweh

Ich denke, es ist nur fair, dem Wunsch Jürgen Sachwehs zu entsprechen, und Ihnen die aktuelle Version des P20 vorzustellen. Kleiner Trost: Der Großteil der technischen Beschreibung ist bereits fertig und die Mehrzahl der Fotos schon im Kasten. Dennoch kann ich nicht versprechen, dass es mit dem Artikel noch vor der High End klappt.

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Dienstag, 09 April 2019 08:41

IOTAVX SA3 + PA3

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Nachdem die Kollegen auf Messen einhellig die Vorführungen von Lautsprechern von XTZ und Buchardt-Audio an IOTAVX-Elektronik gelobt haben, war es Zeit, sich einmal mit diesen preisgünstigen Geräten näher auseinanderzusetzen.

So richtig erschließt sich mir die Geschichte von IOTAVX (Internet Of Things Audio Visual eXperience) nicht: Beheimatet in Middlesbrough in England, wurde bis circa 2014 unter dem Namen Nakamichi firmiert. Die Reste der für ihre Kassettendecks bekannten Marke hat seit circa 2008 an sich nur noch Fernseher für den japanischen Markt entwickelt. Übrig blieb ein Entwicklerteam für Elektronik in England, das die eigene AV-Elektronik bis zum Namensstreit noch unter dem Label Nakamichi vertrieb, um sich dann das prosaische Kürzel IOTAVX zuzulegen.

Unter Freunden von Mehrkanalanlagen haben sich die Produkte von IOTAVX einen guten Ruf erarbeitet und gelten als äußert leistungsstark, hochwertig und praxisgerecht ausgestattet bei gleichzeitig sehr vorteilhaftem Preis-/Leistungsverhältnis. Und natürlich als ausgesprochen gut klingend. Ganz frisch auf dem Markt sind die ersten Zweikanalkomponenten, nämlich der Vollverstärker SA3 und die Endstufe PA3. Zumindest den Ruf, günstige Komponenten herzustellen, kann man gleich im Vorfeld bestätigen, der SA3 kostet 450 Euro, die PA3 wechselt für gerade mal 350 Euro den Besitzer.

Von vorne ist der sehr flache und mit 6,5 Kilogramm ziemlich leichte IOTAVX SA3 sehr unspektakulär. Neben dem Ein-/Ausschalter, der den Verstärker aus dem Standby weckt und der immer leicht leuchtet, gibt es lediglich ein Display und einen Multifunktionsregler für Quellenwahl und Lautstärke. Einmal eingeschaltet wird das Firmenlogo eindrucksvoll beleuchtet. Wem das zu viel Light Show ist, kann die Intensität in acht Schritten dimmen. Praktischerweise wird – wenn im Einsatz – dies auch gleich für die Endstufe PA3 mit erledigt, die auf diesem Weg auch aufgeweckt wird. Dafür müssen die Geräte allerdings mit dem beigelegten Bus-Kabel verbunden sein. Einen Kopfhörerausgang gibt es natürlich auch.

Flach und unauffällig wuchert der SA3 optisch nicht unbedingt mit seiner reichhaltigen Ausstattung
Flach und unauffällig wuchert der SA3 optisch nicht unbedingt mit seiner reichhaltigen Ausstattung


So aufgeräumt die Vorderseite, umso opulenter geht es hinten zu. Ein Paar Lautsprecher kann an den IOTAVX SA3 angekabelt werden. Neben gleich fünf Hochpegeleingängen gibt es nicht nur einen Phono-MM-Eingang, sondern auch gleich noch einen Vorstufen-, einen Tape und Subwooferausgang. Digitaler Quellen nimmt sich der IOTAVX entweder über S/PDIF koaxial oder optisch per Toslink an. Am sogenannten „Extension Port“ kann ein Bluetooth-Adapter eingesteckt werden. Dieser war beim Testgerät dabei, unterstützt den aptX Codec und ist mit 25 Euro sehr preisgünstig. Ein kleiner, etwas wackeliger Schiebeschalter erlaubt es, die beiden Endstufen des Verstärkers zu brücken, um mit einer gleich beschalteten Endstufe PA3 jeweils als Monoblock zu fungieren. Dazu gibt es noch einen Eingang für ein Firmwareupdate und Triggerbuchsen, um die Beleuchtungsintensität und Betriebsbereitschaft mit etwaigen weiteren IOTAVX-Geräten abzugleichen.

Im Inneren des SA3 geht es munter so weiter. Ein fetter Ringkerntrafo, pro Kanal knapp 55000 Mikrofarad Siebkapazität und für verschiedene Lastbereiche zwei Typen bipolare Transistoren in einem sehr sauberen Aufbau mit durchweg guten Bauteilen. Reichlich dimensionierte Kühlkörper bieten genug Reserve für die in klassischer A/B-Schaltung aufgebaute Endstufensektion.

Die Lautstärkeregelung erfolgt über ein analoges Lautstärke-Chipset, das durch den Regler digital angesteuert wird. Hier gibt es keinen Verschleiß, außerdem kann neben Balance auch noch eine Klangregelung aktiviert werden. Der Wolfson-Chip im DAC des SA3 nimmt alle Daten bis zu 24 bit 192 Kilohertz entgegen. Da es keinen Re-Clocker gibt, ist der Verzicht auf einen USB-Eingang nur konsequent. Aber mal im Ernst, was soll für den Preis denn noch alles in dem Ding drin sein? Dabei ist die Verarbeitung hochwertig, die Buchsen sind verschraubt, und überhaupt macht das alles überhaupt nicht den Eindruck eines Einsteigerverstärkers.

Ungewöhnliche Anschlussvielfalt und Variabilität. Die Lautsprecheranschlüsse sind normalerweise mit Plastikkappen verschlossen, die sich einfach entfernen lassen, um Bananenstecker benutzen zu können
Ungewöhnliche Anschlussvielfalt und Variabilität. Die Lautsprecheranschlüsse sind normalerweise mit Plastikkappen verschlossen, die sich einfach entfernen lassen, um Bananenstecker benutzen zu können

Mit 45 an acht beziehungsweise 90 Watt an vier Ohm steht für die meisten Anwendungen genug Leistung zur Verfügung. Wem es nach mehr gelüstet, der kann zusätzlich zur Endstufe IOTAVX PA3 greifen. Diese kommt im gleichen Gehäuse wie der Vollverstärker daher, teilt sich mit diesem auch die Technik – bis auf die fehlende Vorverstärkersektion – und die Leistungsdaten im Stereobetrieb. Der Clou ist die bereits angesprochene Möglichkeit, die Endstufe der SA3 und PA3 jeweils im Monobetrieb zu nutzen. Dazu werden beide Geräte auf der Rückseite mittels Schiebeschalter auf „mono“ gesetzt, der linke Vorstufenausgang das SA3 mit dem linken Eingang des PA3 verbunden und jeweils ein Lautsprecher mit den Plusklemmen an Voll- und Endverstärker verbunden. Mit nun 100 Watt an ach und 180 an vier Ohm sollte es kaum noch Leistungsprobleme geben, exotische Konzepte und extrem leistungsgierige Lautsprecher mal außen vor gelassen.


Die IOTAVX P3 hat neben dem Eingang noch einen Vorverstärkerausgang, über den beliebig viele Endstufen hintereinander geschaltet werden können, etwa für Bi- oder Tri-Amping. Das geht auch im Monobetrieb, allerdings dann nur mit einer anderen Vorstufe als der im SA3 beziehungsweise, wenn man auf die Endstufe im Vollverstärker verzichtet. Praktischerweise gibt es für diese Fälle auch Ausgänge im PA3 zum Einschalten und Dimmen der Beleuchtung der folgenden Endstufen.

In der ersten Runde darf sich der IOTAVX SA3 an meinen neuen PMC Twenty5 .22 austoben. Diese stellen zwar keine besondere Stromlast für den kleinen Verstärker dar, benötigen aber gehörig Spannung. Nach einem kurzen Vergleich wird dem internen Wandler des Verstärkers der Vorzug gegeben gegenüber meinen etwas betagten CD-Player, die sowieso an sich nur als Datenlieferant herhalten müssen. Mehr Raum, viel ausgeglichener. Und was der Verstärker hier abliefert, hat mit „Einstiegsklasse“ nicht so viel zu tun. Bei „Rainbow Birds, Part IIb“ von der Marilyn Mazur's Future Song aus der Prä-ECM-Era strotzt das SA3 nur so vor Agilität und Spielfreude. Perkussion steht mit viel Glanz über der Flöte vor dem Schlagzeug über einem kraftvollen gezupften Bass und der Trompete, gespielt vom damals noch weitestgehend unbekannten Nils Petter Molvær. Die begleitenden Bar Chimes und Becken mit Schlagzeug und Bass treiben die Nummer richtig voran. Der SA3 ist in der Mitte absolut kein Kind von Traurigkeit. Auch harte Schläge auf die Toms wirft der kleine Verstärker mit Wucht und Kraft in den Raum. Darunter agiert ein voller, tiefer gezupfter Bass, der ausgezeichnet zu verfolgen ist, auch wenn ihm etwas Härte und Tiefe fehlen – zumindest im Vergleich zu viermal so teuren Kombattanten. Lauter geht auch und macht Spaß. Das ist unerwartet komplett und dabei dynamisch ungebremst.

Obwohl die Bedienung über den Drehknopf auf der Vorderseite bemerkenswert einfach ist, geht die Bedienung mit der gut gemachten Fernbedienung natürlich wesentlich einfacher von der Hand
Obwohl die Bedienung über den Drehknopf auf der Vorderseite bemerkenswert einfach ist, geht die Bedienung mit der gut gemachten Fernbedienung natürlich wesentlich einfacher von der Hand

Ryūichi Sakamotos Neo Geo vom gleichnamigen Album: Asiatisch westlicher Crossover von Bill Laswell ziemlich überproduziert, zieht sich erst mal etwas hin, um dann eruptiv in einen hart gezupfen E-Bass aufzubrechen. Allerlei elektronische Effekte, wild in den Raum gemixt und eine künstliche Räumlichkeit bringen den IOTAVX nicht aus der Ruhe. Er schafft es, trotz seiner leichten Vorliebe für die Mitten, die leblose und auch etwas klirrende Produktion hörbar zu gestalten. Das kann an dieser Stelle schon mal anstrengend werden, wenn ein Gerät hier übertreibt. Keine Gefahr beim SA3, der sich auch noch über die sehr dynamischen Bassattacken her macht. Hier kommt ihm auch seine nicht übertrockene Gangart sehr zu Pass. Druck und Punch, was will man mehr? Den Gedanken, ob man mit den auf dem Papier bescheidenen Leistungsreserven auskommt, macht man sich an dieser Stelle längst nicht mehr. Lediglich ganz tief unten im Basskeller hält sich der IOTAVX zurück. Dafür behält er der bei der Vorne/Hinten-Ortung bravourös die Übersicht. Dass er die vielen flirrenden Einzelteile der Effekte manchmal im Raum nicht mehr hundertprozentig zusammenbekommt, sei ihm verziehen.

Stimmen bekommen durch die tonale Auslegung viel Ausdruckskraft und Körper mit auf den Weg. Für die letzte Plastizität fehlt es obenrum ein bisschen an Strahlkraft und Auflösung. Diese Abstimmung lässt bei Klassik viele Details und eine glaubhafte räumliche Darstellung von Musik auch schon bei niedrigeren Lautstärken zu und funktioniert mit dem minimal fülligen Bass aber an sich mit jeder Art von Musik ganz ausgezeichnet.


Durch den unscheinbaren Schiebeschalter kann man den SA3 und einen PA3 jeweils in einen Monoendverstärker verwandeln. Über die Trigger- und Dimmer-Outputs können weitere IOTAVX-Geräte angesteuert werden. In den Extension Port kommt der optional erhältliche Bluetooth-Adapter
Durch den unscheinbaren Schiebeschalter kann man den SA3 und einen PA3 jeweils in einen Monoendverstärker verwandeln. Über die Trigger- und Dimmer-Outputs können weitere IOTAVX-Geräte angesteuert werden. In den Extension Port kommt der optional erhältliche Bluetooth-Adapter

Der Bluetooth-Adapter bekommt über das Tablet meines Sohnes die gerade favorisierten Def Leppard und Judas Priest – ich habe an gleicher Stelle schon von Kinderliedern geschrieben: wie die Zeit vergeht – von Spotify zugespielt. Man kann sich – nicht zuletzt dank des guten Adapters – gut ein Bild davon machen, wie fies künstlich und leblos diese remasterten Sachen mit niedriger Datenrate eigentlich klingen. Es bleibt nur, die Fahne für lossless-Formate und auch den Plattenspieler hoch zu halten und zu hoffen, dass die Kinder irgendwann begreifen, was sie mit dem datenreduzierten Mist alles verpassen. Mit unkomprimiertem Material macht der Bluetootheingang seine Sache richtig gut, wenn er auch nicht an das Level des Digitaleingangs ranreichen kann. Für eine Party, Hintergrundbeschallung oder Stream von Filmton ist die Qualität aber mehr als ausreichend.

Aber durch die umfangreiche Ausstattung gibt es ja noch einiges mehr zu hören: Besonders hervorheben möchte ich den Kopfhörerausgang. Meist wird dem nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit gewidmet. In diesem Fall treibt dieser auch hochohmige Kopfhörer, wie meinen Beyerdynamik DT 880 in der 250-Ohm-Version sauber, stabil und bei Bedarf auch richtig druckvoll laut und macht damit die oft benötigten externen Kopfhörerverstärker überflüssig.

Klassischer diskreter Aufbau. Trotz üppig dimensioniertem Ringkerntrafo und Kühlkörpern übersichtliche Anordnung der einzelnen Baugruppen, symmetrischer Aufbau der Endstufen
Klassischer diskreter Aufbau. Trotz üppig dimensioniertem Ringkerntrafo und Kühlkörpern übersichtliche Anordnung der einzelnen Baugruppen, symmetrischer Aufbau der Endstufen

Auch der Phonoeingang ist bei Weitem keine zeitgeistige Alibi-Dreingabe. Platte ist ja wieder in und da kann man ja nicht mehr ohne. Hauptsache da, Qualität egal. Die Entwickler von IOTAVX wollten dieses Spiel nicht mitspielen. Durch die Eingangskapazität von 220 Picofarad etwas eingeschränkt bei der Tonabnehmerwahl, spielt der Moving-Magnet-Eingang sehr sauber, feindynamisch, detailreich und bringt den Reiz der analogen Wiedergabe voll auf den Punkt. Ich finde sogar räumlich etwas besser organisiert als die digitale Sektion. Den im direkten Vergleich zur CD bei identischen Aufnahmen etwas unausgeprägteren Punch und die eingeschränkte Grobdynamik schiebe ich auf den verwendeten Tonabnehmer – ich hatte einfach nichts wirklich Großes mit dem Wandlerprinzip im Haus.


Noch was? Ach ja, die Endstufe PA3. Der Umbau geht schnell und simpel. Die Frage, ob das Mehr an Leistung etwas bringt, kann eindeutig bejaht werden. Die Stereobreite weitet sich auf, ohne die räumliche Tiefe zu beeinträchtigen. Mächtige Bassfiguren werden souveräner und tiefer dargestellt, dafür weicht die Schlagkraft einer besseren Auflösung im Raum, etwas mehr Details bei besserer Organisation. Tonal tut sich – zum Glück – nur sehr wenig. Die bereits beschriebenen Eigenschaften lassen sich einfach so übertragen. Wer wirkungsgradstarke Lautsprecher sein Eigen nennt, kann getrost darauf verzichten.

STATEMENT

IOTAVX SA3
Der IOTAVX SA3 ist nicht nur praxisgerecht ausgestattet und verschwenderisch gebaut, sonder klingt für die Preisklasse herausragend. Dass das hohe Niveau auch für die Digitaleingänge, die Phonosektion und den Kopfhörerausgang gilt, ist heutzutage sehr selten. Darüber hinaus bietet er durch die Kombination mit dem PA3 ungeahnte Ausbauvarianten.

IOTAVX SA3 + PA3
Der IOTAVX SA3 + PA3 ist der etwas bessere SA3. Wer öfter mal Party machen möchte, oft sehr laut hört oder stromfressende Schallwandler hat, kann mit dem PA3 für ein Taschengeld mehr aus dem SA3 einen richtig potenten und stabil spielenden Verstärker machen. Eine sehr variable und äußerst fair bepreiste Lösung.
Gehört mit
Analoglaufwerk Technics SL-151/II
Tonarme Roksan Tabriz, SME V
Tonabnehmer Technics EPC-205/III, Ortofon OD + Nadel 30
Phonopre ifi iPhono
CD-Laufwerk Denon DCD-1290, Technics SL-P471A
Wandler Phonosophie DAC1, Audioquest Beetle
Verstärker Creek 5350 SE, Rotel RB-980BX
Lautsprecher PMC Twenty5 .22, Dynaudio Evoke 30
Kabel TaraLabs, RG142, Oehlbach, Baumarkt, Funk-Tonstudiotechnik, Supra Cable, Audioquest
Herstellerangaben
IOTAVX SA3
Ausgangsleistung 5W (8Ω, 2 Kanäle), 100W (8Ω, 1 Kanal gebrückt), 90W (4Ω, 2 Kanäle), 180W (4Ω, 1 Kanal gebrückt)
Frequenzgang (+/-3dB) 10Hz – 100kHz
Klirrfaktor (THD+N) ≤0.005% (80% Leistung, 1 kHz)
Signal-Rauschabstand >105dB (32W, A-Gewichtung)
Eingangsempfindlichkeit Line 200mV / Phono 2,5mV, 47 kOhm, 220 pF
Abmessungen (B x H x T) 435 x 59 x 240 mm
Gewicht 6,5 kg
Preis 450,00 Euro
Herstellerangaben
IOTAVX SA3
Dauerleistung (lastabhängig) 45W (8Ω, 2 Kanäle), 100W (8Ω, 1 Kanal gebrückt), 90W (4Ω, 2 Kanäle), 180W (4Ω, 1 Kanal gebrückt)
Klirrfaktor (THD+N) ≤0.005% (80% Leistung, 1 kHz)
Signal-Rauschabstand >105dB (32W, A-Gewichtung)
Abmessungen (B x H x T) 435 x 59 x 240 mm
Gewicht 6,5 kg
Preis 350,00 Euro

Vertrieb
HifiPilot GmbH
Anschrift Höhenstr. 7
75239 Eisingen
Telefon +49 7232 3640155
E-Mail kontakt@hifipilot.de 
Web www.hifipilot.de

Weitere Informationen

  • Imagefolder tests/19-04-09_iotavx
  • Social Introtext Nachdem die Kollegen auf Messen einhellig die Vorführungen von Lautsprechern von XTZ und Buchardt-Audio an IOTAVX-Elektronik gelobt haben, war es Zeit, sich einmal mit diesen preisgünstigen Geräten näher auseinanderzusetzen.
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