Dienstag, 19 Juni 2018 00:48

BLOCKAUDIO Shelf Block

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Vor kurzem wurden die neuen BLOCKAUDIO Shelf Block Lautsprecher noch auf der High End in München vorgestellt. Von dort fanden sie ihren Weg direkt in meinen Hörraum.

Die High End in München endete erst wenige Stunden vorher und schon brachte das BLOCKAUDIO-Team, Jiri Nemec und Daniel Oudes, ihre neueste Schöpfung zu mir nach Hause. BLOCKAUDIO kennen unsere Leser bisher vor allem durch deren sensationelle Vor-Endstufenkombination, die Dirk Sommer im Vorjahr sicher zurecht als Verstärker-Entdeckung des Jahres feierte. Bei diesen Geräten wurde ein kolossaler Aufwand betrieben, und die jeweils 90 Kilogramm schweren Monoblöcke leisten 200 Watt im reinen Class-A Betrieb. Wer nun bei Lautsprechern von BLOCKAUDIO erwartet hätte, dass diese wohl das halbe Wohnzimmer ausfüllen, ist auf jeden Fall überrascht, dass die tschechische Firma einen Kompaktlautsprecher auf den Markt bringt. Ich fragte Jiri Nemec, warum man diesen Lautsprecher gebaut hat. Er meinte, wir lieben kleine Boxen mit großem Klang in den Disziplinen Räumlichkeit, Ehrlichkeit, Dynamik und Timing.

Der Shelf Block wurde über Jahre entwickelt und verfeinert. Laut Hersteller kommen einige innovative Technologien zu Einsatz, die hier ihr Debut erleben. Damit ist vor allem das Gehäusekonzept gemeint. BLOCKAUDIO sieht diese Lautsprecher als absolutes State-of-the-Art Produkt an.

Kaum zu glauben, dass dieser edle Kompaktlautsprecher insgesamt 77 Kilogramm auf die Waage bringt. Trotz des hohen Gewichts macht er eine überaus gute Figur
Kaum zu glauben, dass dieser edle Kompaktlautsprecher insgesamt 77 Kilogramm auf die Waage bringt. Trotz des hohen Gewichts macht er eine überaus gute Figur

Tatsächlich ist der BLOCKAUDIO Shelf Block ein Wolf im Schafspelz, vergleichbar mit der Situation, in der ein Porsche Turbo auf der Autobahn bei Tempo 300 von einem vermeintlich viel langsameren, aber getunten VW Golf zum Verlassen der Überholspur aufgefordert wird. Der Shelf Block ist Understatement in Reinkultur, aber wenn man genau hinsieht, erkennt man natürlich schon den außerordentlichen Aufwand, der hier betrieben wurde. Spätestens wenn man diese Kompaktlautsprecher ins Wohnzimmer trägt wird klar, dass hier wohl viele inneren Werte eine Rolle spielen müssen. Nicht weniger als 77 Kilogramm wiegt der Shelf Block, wobei der Standfuß alleine schon 48 Kilogramm auf die Waage bringt. Hätten Sie das gedacht, wenn sie die Bilder betrachten? Ich denke, wohl kaum.

Der Boxenständer namens Stand-Block hat jeweils oben und unten verstellbare Füße nach dem gleichen System, wie es auch in der BLOCKAUDIO Vor-Endstufen Kombination verwendet wird. Oben ist noch ein „Sandwich“ mit drei Gummidämpfern. Das Standbein ist mit Sand gefüllt, was zumindest einen Teil des Gewichts erklärt. Ich hatte schon etliche Lautsprecherständer bei mir zu Hause, aber nicht einen, der dermaßen aufwändig gebaut ist und so bombenfest im Hörraum stand wie dieser.


Der customized Tief-Mitteltöner stammt aus der Top-Serie von Morel. Die steife Composite-Sandwichmembran besteht aus Kohlefasergewebe und dem Hartschaum Rohacell
Der customized Tief-Mitteltöner stammt aus der Top-Serie von Morel. Die steife Composite-Sandwichmembran besteht aus Kohlefasergewebe und dem Hartschaum Rohacell

Genauso konsequent wie die Boxenständer sind auch die Bassreflex-Zwei-Wege-Lautsprecher selbst konzipiert. Das fängt beim Gehäuse an, das aus einem speziellen Verbundwerkstoff mit sehr hoher Dichte und damit hoher Dämpfung gefertigt ist und wie Beton anmutet. Die Bauweise beschreibt Entwickler Daniel Oudes als sandwichartig. Extrem massiv ist auch die 40 Millimeter starke Frontplatte: Sie wird aus einem gegossenen Aluminium-Block geschnitten und weiterverarbeitet. Die Aluminium-Legierung besitzt einen sehr hohen Magnesium-Gehalt. Dabei zeichnen sich die Aluguss-Fertigungstechnologie und die Legierung durch minimale Eigenspannung und hohe innere Dämpfung aus.

Für eine phasenkohärente Wiedergabe im Trennfrequenzbereich ist der Hochtöner dabei gegenüber dem Tief-Mitteltöner etwas nach hinten versetzt und somit kommt sein Klang minimal verzögert beim Hörer an. Diese Verzögerung soll das etwas langsamere Ansprechen der schwereren Membran der Tief-Mitteltöner nahezu kompensieren.

BLOCKAUDIO verwendet nur die allerbesten Morel-Lautsprecher aus Israel, die jedoch speziell für die tschechische Firma maßgeschneidert werden. Im Hochtonbereich kommt hierbei ein 28-Millimeter-Gewebekalotten-Hochtöner mit einem handbeschichteten Soft-Dome zum Einsatz. Für das leicht nach hinten versetzte Hochtonchassis wurde in die Gehäusefront ein Waveguide integriert. Der Morel-Tief-Mitteltöner mit einem Durchmesser von 160 Millimeter besitzt eine äußerst steife Composite-Sandwichmembran aus Kohlefasergewebe und dem Hartschaum Rohacell. Bemerkenswert ist, dass von außen keinerlei Schrauben für die Befestigung der Chassis sichtbar sind.

Der ins Gehäuse integrierte Waveguide für den 28-Millimeter-Morel-Gewebekalotten-Hochtöner zur besseren Ankoppelung an den Tief-Mitteltöner
Der ins Gehäuse integrierte Waveguide für den 28-Millimeter-Morel-Gewebekalotten-Hochtöner zur besseren Ankoppelung an den Tief-Mitteltöner


Bei BLOCKAUDIO finden nur allerbeste Materialien den Weg in die Serienfertigung. Da ist es kein Wunder, dass für die Frequenzweiche nur streng selektierte Kondensatoren und Luftspulen aus der Top-Serie des dänischen Jantzen-Audio-Programms verwendet werden. Dabei befinden sich die nicht induktiven Widerstände zur Kühlung in einem TO-247 Gehäuse. Da die ganze Frequenzweiche komplett vergossen ist, gibt es hier leider keine Bilder zu sehen. Bei der Innenverkabelung entschied sich BLOCKAUDIO für besonders leitfähiges Silver-Solid-Core mit Dupont-Teflon-Isolierung. Natürlich hat man auch bei den Anschlussterminals nicht auf den Rat des Controllers gehört und setzt die Top-Line von Furutech mit Rhodium-Beschichtung ein. Der Materialeinsatz entspricht also hundertprozentig dem Firmenmotto: crafted without compromise.

Das Innenleben der 40mm starken Frontplatte, die aus einem gegossenen Aluminium-Block mit starkem Magnesium-Gehalt stammt. Jetzt wird auch klar, warum von außen keinerlei Schrauben bei den Chassis zu sehen sind
Das Innenleben der 40mm starken Frontplatte, die aus einem gegossenen Aluminium-Block mit starkem Magnesium-Gehalt stammt. Jetzt wird auch klar, warum von außen keinerlei Schrauben bei den Chassis zu sehen sind

Da der Wirkungsgrad der kompakten Shelf Block Lautsprecher mit 87 Dezibel nicht besonders hoch ist, sollte man schon einen eher kräftigeren Verstärker verwenden, um das Klangpotenzial dieser Kompaktlautsprecher voll auszunutzen. Es müssen aber nicht gleich die großen BLOCKAUDIO-Monos sein, obwohl diese natürlich ein leichtes Spiel hätten.

Das ist kein Dämmmaterial, sondern die Struktur des Innengehäuses, die aus einzelnen Schichten besteht. Die versetzten Zacken dienen dazu, Reflexionen und stehende Wellen zu reduzieren, die bei gerade Flächen auftreten würden
Das ist kein Dämmmaterial, sondern die Struktur des Innengehäuses, die aus einzelnen Schichten besteht. Die versetzten Zacken dienen dazu, Reflexionen und stehende Wellen zu reduzieren, die bei gerade Flächen auftreten würden

Da die BLOCKAUDIO-Lautsprecher bereits eingespielt waren, konnte ich zügig mit dem Hörtest beginnen. Ich wusste zwar, dass die tschechische Firma Topprodukte herstellt, aber ich muss auch gestehen, dass ich trotzdem eine gewisse Skepsis hegte, was aus diesen Kompaktlautsprechern tatsächlich herauszuholen ist. Eines kann ich jetzt schon sagen: Hätte ich nur mit verbundenen Augen gehört und nicht gewusst, welcher Lautsprecher spielt, dann hätte ich wohl auf einen großen Standlautsprecher getippt.


Vor den Hörtests wurde mit BLOCKADIO-Wattestäbchen noch ein Finetuning an den Ohren des Autors durchgeführt…
Vor den Hörtests wurde mit BLOCKADIO-Wattestäbchen noch ein Finetuning an den Ohren des Autors durchgeführt…

Als erstes führte ich mir Keri Nobles „Last Morning“ zu Gemüte. Ihre Stimme hatte den nötigen Schmelz und auch das Ausklingen des Klaviers war ein Genuss. In diesem Stück gibt es einige sehr kritische Passagen speziell im Mitteltonbereich, den ich selten so sauber gehört habe wie mit den Shelf blocks.

Aufwändige Konstruktion des Standfußes für die Höhenjustierung der Shelf Block Lautsprecher
Aufwändige Konstruktion des Standfußes für die Höhenjustierung der Shelf Block Lautsprecher

Bei „Pink Panther“ von Ian Melrose aus dem Album A Shot In The Dark beeindruckt die Körperhaftigkeit, mit der die Gitarren wiedergegeben werden. Man hat das Gefühl, live dabei zu sein und keine Konserve vorgesetzt zu bekommen. Auch tiefe Gitarrentöne kommen glaubhaft und realistisch rüber. Räumlich ist alles klar strukturiert und hat seinen festen Platz. Zur Beurteilung tiefster Lagen verwende ich gerne „Flight of the Cosmic Hippo“ aus dem gleichnamigen Album von Bella Fleck and the Fleckstones und bin erstaunt, welchen Tiefbass die BLOCKAUDIO Lautsprecher produzieren. Natürlich gehen meine Wilson Audio Maxx noch etwas tiefer, aber der Spaßfaktor ist hier dennoch sehr groß. Das liegt auch daran, dass die Shelf Block Lautsprecher in der Lage sind, vielerlei differenzierte Grautöne und nicht nur tiefes Schwarz wiederzugeben.

Der Standfestigkeit des Standfußes würde wohl auch ein mittleres Erdbeben nichts anhaben. Die extrem saubere Verarbeitung sucht seinesgleichen
Der Standfestigkeit des Standfußes würde wohl auch ein mittleres Erdbeben nichts anhaben. Die extrem saubere Verarbeitung sucht seinesgleichen


Ich wechsle zu den spanischen Tenören von Il Divo zu den Tönen von „Regresa a Mi“ aus dem Album Il Divo. Neben der supersauberen Mittel- und Hochtonwiedergabe der Stimmen gefällt hier auch die unheimliche Präzision und Räumlichkeit. Bei mittelmäßigen Lautsprechern kann es hier schon mal nervig werden, oder die Stimmen können räumlich flach erscheinen. Davon kann hier keine Rede sein: Die BLOCKAUDIO-Lautsprecher zeigen, dass sie einen klaren Blick für das Ganze haben und dennoch keine Details unterschlagen.

Noch eine Lage höher singt die irische Sängerin Cara mit „Poisened Peas“ auf In Between Times. Diese keltische Musik bringt die Shelf Block erfrischend klar akzentuiert und ohne jegliche Schärfe. Wenn es darauf ankommt, können die BLOCKAUDIO-Lautsprecher aber auch ganz viel Wärme rüberbringen. Die Stimme von Nils Landgren bei „Nightlife“ aus dem Album Best Of Nachtcafe erzeugt eine herrliche Blues-Atmosphäre und das perlende Klavier vermittelt einem auch bei geschlossenen Augen das Gefühl, mitten im Konzert zu sein.

Die Rückseite des Shelf Block mit der oben platzierten Bassreflex-Austrittsöffnung
Die Rückseite des Shelf Block mit der oben platzierten Bassreflex-Austrittsöffnung

Um viel Gefühl geht es auch bei „Rex Noster“ von Hildegard von Bingen aus dem Album Inspiration – Lieder Und Visionen. Das Frauenensemble VocaME unter der Leitung von Michael Popp singt überlieferte Melodien aus dem Hochmittelalter. Bei dieser sehr guten Aufnahme zieht die Shelf Block alle Register: Die ansatzlose Wiedergabe höchster Frauenstimmen und tiefe Räumlichkeit verbunden mit einer enormen Dynamik lassen das High-End-Herz höher schlagen. Nicht erst hier zeigt der kompakte BLOCKAUDIO-Lautsprecher, dass er beim Klang ein ganz großer ist.

Seine große Spielfreude und Klangfarbentreue darf er bei Johann Sebastian Bachs „Violin Concerto Nr. 2 in E Major, BWV: 1. Allegro“ in der Fassung von Daniel Lazokovich mit dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks beweisen. In der Hires-Version von Qobuz strahlen die Violinen und die Stradivari von Ausnahmetalent Lazokovich nur so um die Wette. Aber auch Präzision und Analytik kommen hier nicht zu kurz.


Die Lautsprecher-Terminals kommen aus der Top-Serie von Furutech und besitzen rhodinierte Kontakte
Die Lautsprecher-Terminals kommen aus der Top-Serie von Furutech und besitzen rhodinierte Kontakte

Zum Schluss gönne ich mir noch eine weitere Hires-Aufnahme von Qobuz, diesmal Diane Kralls „We just couldn’t say goodbye“ aus dem Album Glad Rag Doll. Der Titel hat durchaus Symbolcharakter, denn leicht fällt mir der Abschied von den BLOCKAUDIO-Shelf-Block-Lautsprechern keinesfalls. Die jazzige Stimme von Diane Krall weckt meine Begeisterung und erfüllt den Hörraum mit gehörigem Leben.

Ein bekanntes Nachrichtenmagazin warb oft mit Fakten, Fakten, Fakten und immer an die Leser denken. Bei der Shelf Block müsste es eher heißen: Präzision, Präzision, Präzision und immer an die Hörer denken. Mit der überaus exakten Wiedergabe schafft es dieser Lautsprecher, Emotionen zu wecken – und weit mehr als das. Dieser Kompaktlautsprecher wird alle Audiophilen begeistern, deren Hörräume eben nicht so groß sind wie Konzertsäle. Wenn Blockaudio sich doch entschließen sollte, größere Schallwandler zu entwickeln, stelle ich meinen Hörraum liebend gern wieder zur Verfügung! Vielleicht schon nach der nächsten High End?

An Stelle eines Spikes enthalten die höhenverstellbaren Füße eine Stahlkugel, über die die Schwingungen auf eine Fläche von zehn mal zehn Millimetern Widia-Werkzeugstahl abgeleitet werden
An Stelle eines Spikes enthalten die höhenverstellbaren Füße eine Stahlkugel, über die die Schwingungen auf eine Fläche von zehn mal zehn Millimetern Widia-Werkzeugstahl abgeleitet werden

STATEMENT

Kompakt in den Abmessungen – ganz groß im Klang. Die BLOCKAUDIO Shelf Block begeistern mit großer Spielfreude, Authentizität, Dynamik und enormer Präzision.
Gehört mit
Plattenspieler Le Tallec Stad S
Tonarme Clearaudio Souther, Eminent 1
Tonabnehmer Van den Hul Grashopper
Musikserver Aurender N100
D/A Wandler MYTEK Brooklyn DAC+ mit Keces 8 Netzteil, Audiobyte Hydra Z USB Bridge und Hydra ZPM Netzteil
Vorverstärker Grandinote Genesi
Endstufen Grandinote Demone Monos
Lautsprecher Wilson Audio MAXX
Kabel Audioquest, HABST, Swiss Cables, Sun Wire Reference
Zubehör Ictra design Rack PROTO und Endstufenbasen, Sun Leiste
Raumakustik Sonitus Leviter Absorber, Creation Baumann Deltacoustic Vorhangstoff, Deckensegel Ova Selecta Grande, Renz VPR 1 Verbundplattenresonator, Basotect Schaumstoffplatten, Vogl Akustikdesignplatten mit Streulochung
Herstellerangaben
BLOCKAUDIO Shelf Block
Typ Zwei Wege Bassreflex
Wirkungsgrad 87 dB/ 2,8 V 1m
Impedanz 6 Ohm
Belastbarkeit 150 Watt
Bass-/Mitteltöner 160mm
Hochtöner 28mm
Abmessungen (H/B/T) 260/340/400 mm
Gewicht Lautsprecher 29 kg pro Stück
Gewicht Standfuss 48 kg pro Stück
Paarpreis 15.000 Euro
  Testlautsprecher mit Oberfläche aus poliertem Polyester, Klavierlack schwarz
Beliebige Beschichtung und spezielle Kundenwünsche möglich

Hersteller
BLOCKAUDIO s.r.o.
Anschrift Vodární 1179/1A
779 00 Olomouc
Tschechische Republik
Telefon +420 604 514 282
E-Mail ms@blockaudio.com
Web www.blockaudio.com

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Freitag, 15 Juni 2018 06:11

Einstein The Tonearm 12 Zoll

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Einsteins The Tonearm gibt es ganz klassisch in den Längen von neun und zwölf Zoll. Die kurze Version hat seit über einem Jahr fast ununterbrochen die nahe Position auf meinem LaGrange behauptet und muss sich nun am Zwölf-Zöller messen: Bedeutet mehr Länge auch mehr Wohlklang?

Falls Sie sich an die Vorstellung von The Tonearm in Hifistatement nicht so recht erinnern können, wird das wahrscheinlich daran liegen, dass er seine Test-Premiere im ersten Teil des Erfahrungsberichts über die komplette große Einstein-Kette feierte: Hier war er nur eine edle Komponente von vielen. Dennoch wurde schell klar, dass er Einsteins Tonabnehmersystem The Pickup zu intensiveren klanglichen Höhenflügen verhilft als die übrigen hervorragenden Tonarme in meinem Fundus: The Pickup war zuvor schon in einigen anderen Headshells montiert und mir sein Klang wohl vertraut. Da war es nicht schwer festzustellen, in welchen Disziplinen es mit The Tonearm noch ein bisschen besser klingt. Nach diesen überaus positiven Erfahrungen beließ ich den von Ortofon für Einstein gefertigten Abtaster im Neun-Zöller und diesen auf meinem Laufwerk. Zum einen, weil mich die – auch optisch – grundsolide Ausführung mit dem massiven Lagerblock noch immer anspricht. Zum anderen ist die Kombination durch eine kleine Vertiefung in der Oberseite des Lagerblocks auch ungemein praktisch: Dank derer lässt sich mit einer der üblichen Einstelllehren der Abstand zum Tellermittelpunkt exakt bestimmen. Wenn einmal – etwa für die Produktion der Files für Hifistatements Klangbibliothek – kurzeitig ein anderer Tonarm auf dem LaGrange Platz finden muss, lässt sich Einsteins The Tonearm anschließend innerhalb von Minuten wieder exakt an der richtigen Position montieren – am leichtesten geht das, wenn man vor der Demontage die Lehre auf die Position des Arm auf dem Laufwerk eingestellt hat.

The Tonearm wirkt trotz aller Solidität elegant und harmoniert auch optisch hervorragend mit dem LaGrange. Allerdings kann mit dieser Standard-Basis nicht der nötige Abstand zum Tellermittelpunkt eingestellt werden. Da bedarf es einer Sonderanfertigung
The Tonearm wirkt trotz aller Solidität elegant und harmoniert auch optisch hervorragend mit dem LaGrange. Allerdings kann mit dieser Standard-Basis nicht der nötige Abstand zum Tellermittelpunkt eingestellt werden. Da bedarf es einer Sonderanfertigung

Ich verfüge also inzwischen in puncto Klang und Handling über eine Menge Erfahrung mit Einsteins Arm/System-Kombination. Was allerdings Informationen über die Konstruktion des Arms anbelangt, bin ich auch heute noch auf demselben Stand wie zu der Zeit, als ich über die Kette schrieb. Also hier – auch auf die Gefahr hin, dass die Leser des Berichts über die Einstein-Komplett-Anlage dies als Doublette empfinden könnten – noch einmal die bekannten Fakten über The Tonearm: Er wird in Japan von Ishiama san gefertigt. Der ausgewiesene Spezialist baut und baute auch die Arme für Ikeda und Fidelity Research. Das augenfälligste Unterscheidungsmerkmal zwischen The Tonearm und den beiden – oder wenn die man die unterschiedlich langen Version mit einrechnet: vier – Klassikern ist das gerade Rohr des Einstein-Arms. Das besteht – auf den erst Blick – ganz traditionell aus Edelstahl. Einstein-Chef Volker Bohlmeier, der übrigens den Neun-Zöller wegen seiner Spielfreude und Lebendigkeit favorisiert, auch wenn er der Zwölf-Zoll-Version eine tolle Souveränität bescheinigt, berichtete, dass man bei der Entwicklung mit Stahl-, Aluminium- und Carbon-Rohren experimentiert habe, sich aber schließlich für ein Edelstahl-Alu-Sandwich entschieden habe. Die innere Aluminium-Röhre werde vollflächig mit dem äußeren Stahlrohr verklebt, um das Resonanzverhalten des Arms zu optimieren. Besonders beim Rohr für den Zwölf-Zöller sei es wichtig gewesen, jegliche Klingelneigung schon durch die Materialkombination zu minimieren. Sehr viel Aufwand habe man bei The Tonearm auch bei der Lagerung betrieben: Relativ große Kugellager säßen in einem massivem Lagerblock, der für einen ruhigen, also extrem resonanzarmen und präzisen Lauf sorgen solle.

Der massive Lagerblock soll eine hohe Laufruhe garantieren. Die Markierung des Tonarmdrehpunktes erleichtert die Justage
Der massive Lagerblock soll eine hohe Laufruhe garantieren. Die Markierung des Tonarmdrehpunktes erleichtert die Justage

In bester japanischer Tradition besitzt auch der Einstein ein abnehmbares Headshell, an dem sich nach Lösen von zwei Inbusschrauben der Azimut per Hand einstellen lässt, was allerdings nur schwerlich so feinfühlig zu machen sein dürfte, wie es dieser sensible Parameter erfordert. Deutlich mehr Aufmerksamkeit widmeten Volker Bohlmeier und Ishiama san der Befestigung des abnehmbaren Headshells, einer vermeintlichen mechanischen und elektrischen Schwachstelle: Statt des einen üblichen Führungszapfens für die definierte Position des Headshells im Arm kommen hier gleich zwei zum Einsatz. Zudem werden für die Signalübertragung Rhodium-Kontakte verwendet, die in einem speziell für diesen Arm gefertigten Teflon-Zylinder sitzen. Nachdem grob die Höhe des Armes eingestellt wurde, erlaubt die ungemein solide, feinmechanisch faszinierende Basis die Feinjustage des VTAs über einen Hebel – ähnlich wie früher beim Micro Seiki. Die effektive Masse für den Zwölf-Zöller gibt Einstein mit 19 Gramm an: Die Nadelnachgiebigkeit des zu montierenden Tonabnehmers sollte also eher niedrig sein.


Die Kompensation der Skatingkraft erfolgt ganz klassisch per Faden und Gewicht
Die Kompensation der Skatingkraft erfolgt ganz klassisch per Faden und Gewicht

Ich gebe gern zu, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, es mir leicht zu machen und die Basis mit der Armaufnahme für den Neun-Zöller auch für den Zwölfer zu verwenden, was natürlich längere Umbauzeiten erfordert hätte, wenn man die Arme vergleichen will. Erfreulicherweise packt Einstein dem Arm eine Abstandslehre für die Markierung der notwendigen Bohrung oder die Justage einer Basis anhand des Bohrlochs von 34 Millimetern oder der bereits montierten Armaufnahme bei: wirklich praktisch. Mithilfe diese Werkzeugs prüfte ich erst einmal einige nicht genutzte Basen in der entfernteren Armposition des LaGrange auf ihre mögliche Verwendbarkeit. Dabei musste ich feststellen, dass The Tonearm weiter vom Plattentellerdrehpunkt entfernt montiert werden muss, als es eine der üblichen Basen des LaGrange erlaubt. Das Problem ist aber nicht neu, es trat auch schon beim Ortofon-309-Arm auf. Damals konstruierte mir Werner Röschlau, der das Laufwerk für Brinkmann fertigte, eine Basis aus drei exzentrisch angeordneten Scheiben, die die Montage des Ortofon quasi außerhalb der Grundplatte des LaGrange ermöglichte. Für die Verwendung dieser Basis mit The Tonearm benötige ich „nur“ eine speziell gefertigte Scheibe. Was lag also näher, als mal wieder Julian Lorenzi in seinem Maschinenpark im oberpfälzischen Deining zu besuchen, der in der Nachfolge seines Vaters, nein, nicht mehr den LaGrange, sondern die feinen AMG-Laufwerke und Arme (weiter-)entwickelt und fertigt?

Nach dem Lösen der beiden Inbusschrauben lässt sich der Azimut einstellen
Nach dem Lösen der beiden Inbusschrauben lässt sich der Azimut einstellen

Dank der in einigen Stunden individuell für die Montage von The Tonearm hergestellten Scheibe war es dann eine Sache von Minuten, den Arm auf dem LaGrange zu installieren und perfekt auszurichten. Für einen ersten Funktionstest und zum Einspielen der internen Verkabelung schraubte ich zuerst einmal einen meiner beiden aktuellen Lieblingstonabnehmer ins Headshell des Einstein: das Transrotor Tamino. Das von My Sonic Lab für die Laufwerksspezialisten aus Bergisch Gladbach gefertigte System, das Sie sich übrigens in unserer bereits erwähnten Klangbibliothek anhören können, hatte mich schon bei seinem Test begeistert. Auch bei seiner Rückkehr in meinen Hörraum im Paket mit dem SME V und dem Transrotor Massimo hat es nichts von seiner Faszination verloren: Dynamik, Klangfarben, Detailauflösung und vor allem die Raumdarstellung bewegen sich allesamt auf Weltklasse-Niveau.

Die beiden Stift sorgen für die richtige Stellung des Headshells im Tonarmrohr. Die Kontakte sind durch Rhodium gegen Korrosion geschützt
Die beiden Stift sorgen für die richtige Stellung des Headshells im Tonarmrohr. Die Kontakte sind durch Rhodium gegen Korrosion geschützt


In Einsteins The Tonearm bringt das Tamino seine Vorzüge auch sofort zu Geltung. Und diese Kombination bietet sogar noch etwas mehr: Impulse kommen – beispielsweise bei Keith Jarrett und Jack DeJohnettes Ruta And Daitya, ECM 2301021 – völlig ansatzlos aus einem völlig schwarzen Hintergrund. Der Wiedergabe wohnt eine gewisse natürliche Autorität inne, sie fußt auf einem grundsoliden Tieftonfundament. Bei aller Dynamik wirkt nichts auch nur ansatzweise nervös. Arm und System sorgen für einen so hochkarätigen Musikgenuss, dass ich mich langsam zu fragen beginne, warum ich mit in den letzten Jahren so intensiv mit verschiedenen Digitalformaten, LAN-Switches, Netzteilen, Jitterbugs und USB Detoxern beschäftigt habe. Leider ist die Antwort schon bei der Fragestellung klar: Erstens entwickelt sich die Digitaltechnik noch immer rapide und zweitens steht bei Hifistatement nicht mein Spaß an der Musik im Vordergrund. Leider.

Wenn dieser Hebel, der die Aluminiumbuchse arretiert, herausgeschraubt wird, lässt sich mit ihm die Höhe des Tonarms stufenlos verstellen
Wenn dieser Hebel, der die Aluminiumbuchse arretiert, herausgeschraubt wird, lässt sich mit ihm die Höhe des Tonarms stufenlos verstellen

Da sich bei der Beschäftigung mit The Tonearm aber Pflicht und Vergnügen aufs schönste verbinden lassen, greife ich – wohl von Keith Jarretts mit voller Absicht verzerrtem Fender Rhodes animiert – zu einer Demo-Scheibe der Achtziger: Black Orpheus vom Isao Suzuki Trio, Three Blind Mice tbm2563. Da kann ich mich von der traumhaft klingenden Einstein/Transrotor-Kombi mit zwei tiefen Viersaitern verwöhnen lassen, Suzukis hart gespieltem Cello und seinem warm knarzenden Kontrabass. Im Zusammenspiel mit dem Blech des Schlagzeugs und dem angezerrten E-Piano gerät das zu einer Schwelgerei in Klangfarben, bei der die Luftigkeit der Abbildung und die Intensität der Impulse, wenn die Erinnerung nicht trügt, bisher nicht so ausgeprägt zu hören waren. Bei Mussorgskys Bilder Einer Ausstellung in der Interpretation des Chicago Symphony Orchestra unter Fritz Reiner, Reissue der LSC-2201, bezaubern – fast möchte ich sagen: erwartungsgemäß – die Farbigkeit, die Wucht des Schlagwerks und die Stabilität der Abbildung. Ganz besonders gefällt mir aber, dass der Raum noch ein wenig größer wirkt und mehr Luft zwischen den Instrumentengruppen zu sein scheint als gewohnt. Dank des Zwölf-Zöllers und des Tamino gab es nun abends statt der neuesten Jazz-Produktionen via Qobus wieder wohlbekanntes Vinyl zu hören – nicht die schlechteste Auswirkung eines halbfertigen Tests.

Zum Ausbalancieren schwerer Tonabnehmer kann der schwarze Bolzen in die Stange zur Aufnahme des Gegengewichts geschraubt werden
Zum Ausbalancieren schwerer Tonabnehmer kann der schwarze Bolzen in die Stange zur Aufnahme des Gegengewichts geschraubt werden

Kommen wir zur zweiten Hälfte: dem Vergleich zwischen den unterschiedlich langen Einstein-Armen, und zwar mit dem firmeneigenen The Pickup. Dazu habe ich zwei recht gegensätzliche Stücke ausgewählt: „Good Morning School Girl“ von Muddy Waters' Album Folk Singer als Discovery-Reissue und den vierten Satz von Berlioz' Symphonie Fantastique mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Georg Solti als Stereo-Laboratory-Reissue. GXP 9005-6. The Pickup – nicht einmal halb so kostspielig wie das Tamino – im Neun-Zöller strotzt nur so vor Spielfreude und lässt das Orchester vor Kraft vibrieren. Da darf es – bei Berlioz kein Fehler – auch schon mal einen Hauch rauher klingen. „Der Marsch zum Schafott“ weckt jede Menge Emotionen, ja, er geht regelrecht unter die Haut. Nach dieser hochenergetischen Darbietung könnten vier akustische Instrumente und ein Stimme ein wenig fad wirken. Tun sie aber nicht! Dafür besitzt Muddy Waters' vertrauter Song einfach zu viel Drive. Außerdem machen Arm und System klar, wie viel Luft und Durchzeichnung das Remastering dieser alten Aufnahme eingehaucht hat: Auch die Klangfarben von Stimme und Gitarren lassen keine Wünsche offen. Da würde ich wirklich lieber stundenlang weiter hören als den Tonabnehmer umzubauen…


Die Auflagekraft wird bei The Tonearm statisch erzeugt. Die Skala zeigt den Wert verlässlich an
Die Auflagekraft wird bei The Tonearm statisch erzeugt. Die Skala zeigt den Wert verlässlich an

Zumindest für meinen Geschmack lohnt sich der Umbau dann aber doch: The Pickup entlockt der Rille ein klein wenig mehr Feinstinformationen, wenn er vom Zwölf-Zöller geführt wird: Die virtuelle Bühne erscheint noch ein Stückchen breiter und tiefer, die Durchzeichnung gelingt noch minimal besser, das Bassfundament wirkt wie in Beton gegossenen – allerdings sorgte der Neun-Zöller für einen Tick mehr Dramatik. Die Unterschiede sind recht subtil, über eine hochauflösende Kette aber gut nachvollziehbar. Bei Berlioz bevorzuge ich eindeutig den Zwölfer: Da sind mir Durchhörbarkeit und Raumdarstellung einfach wichtiger als ein Schuss mehr Dramatik. Bei Muddy Waters ist es für mich nicht ganz so klar: Der Song groovt zwar auch mit dem langen Einstein unwiderstehlich, kommt aber einen Tick weniger spritzig rüber als beim Neuner. Der Zwölfer hingegen lässt die gesamte Abbildung ein bisschen größer wirken, so dass die Instrumente besser voneinander getrennt werden. Ich gebe gerne zu, dass es reine Geschmacksache ist, für welchen Arm man sich hier letztlich entscheidet. Aber ich habe mich schon in den Achtzigern für ein Masselaufwerk statt für einen Linn entschieden. Da passt The Tonarm in zwölf Zoll einfach besser zu meinen Vorlieben.

Mithilfe der grauen Abstandslehre und dem Drehteil lässt sich die Bohrung für den Tonarm anzeichnen und eine Basis anhand der 34-Millimeter-Bohrung oder der bereits montierten Armaufnahme justieren
Mithilfe der grauen Abstandslehre und dem Drehteil lässt sich die Bohrung für den Tonarm anzeichnen und eine Basis anhand der 34-Millimeter-Bohrung oder der bereits montierten Armaufnahme justieren

STATEMENT

Einerseits bestätigt die Beschäftigung mit dem Zwölf-Zöller meine enorme Wertschätzung für den Neuner: Die massive Bauweise und die perfekte Verarbeitung der beiden überzeugen rundum. Die ungeheuere klangliche Souveränität und Solidität sowie der Hauch mehr Feinzeichnung und die ausgedehntere Raumdarstellung machen den langen The Tonearm für mich zu einem der besten Arme, die je auf meinem Laufwerk montiert waren: Dieser moderne Klassiker ist ein analoger Glücksfall!
Gehört mit
Plattenspieler Brinkmann LaGrange mit Röhrennetzteil
Tonarm Einstein The Tonearm 9, AMG 12JT Turbo Tonearm
Tonabnehmer Lyra Etna, Einstein The Pick-Up
Phonostufe Einstein The Turntable‘s Choice (sym)
Vorverstärker Einstein The Preamp
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Kaiser Acoustics Kawero! Classic
Kabel Precision Interface Technology, Swiss Cables Reference Plus, Goebel High End Lacorde
Zubehör PS Audio Power Regenerator P5, Clearaudio Matrix, Sun Leiste, Audioplan Powerstar, HMS-Wandsteckdosen, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Finite Elemente Pagode Master Reference Heavy Duty und Cerabase, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Einstein The Tonearm
Länge 12 Zoll
Effektive Länge 307mm
Überhang 12mm
Kröpfung 17,5º
Effektive Masse 19g
Montage-Bohrung 34mm
Montage-Abstand 295mm
Tonarmrohr Edelstahl außen, Aluminium innen
Besonderheit stufenlose Höhenverstellung per Hebel, abnehmbares Headshell mit präzisem Verschlusssystem
Preis 8.000 Euro

Hersteller / Vertrieb
EINSTEIN Audio Components GmbH
Anschrift Prinz Regent Straße 50-60
44759 Bochum
Telefon +49 234 9731512
E-Mail info@einstein-audio.de
Web www.einstein-audio.de

Weitere Informationen

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Freitag, 13 Juni 2008 22:05

Cambridge Audio Deutschland

geschrieben von
Hersteller/Vertrieb
Cambridge Audio Deutschland 
Anschift Alter Wandrahm 15 
20457 Hamburg 
Telefon +49 40 94792800
Web www.cambridgeaudio.com/deu/de
Freitag, 13 Juni 2008 21:58

Cambridge Audio Deutschland

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Hersteller/Vertrieb
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Anschift Alter Wandrahm 15 
20457 Hamburg 
Telefon +49 40 94792800
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Cambridge Audio feiert in diesem Jahr 50 Jahre Unternehmensgeschichte und präsentiert zu diesem Anlass die Referenzserie Edge. Der neue Maßstab des „Great British Sound“ wird im Rahmen der Cambridge Audio Roadshow bei ausgewählten Fachhändlern exklusiv live zu erleben sein.

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Ein halbes Jahrhundert voller Innovationen und Leidenschaft für Musik – und mit einem klaren Bekenntnis: Cambridge Audio feiert in diesem Jahr ein großes Jubiläum und blickt auf 50 Jahre „Great British Sound“ zurück. Die Mission, eine Klangwiedergabe zu schaffen, die nichts weglässt und nichts hinzufügt, ist seit jeher der Mittelpunkt aller Produkte von Cambridge Audio. 1968 entwickelte Professor Gordon Edge mit dem Vollverstärker P40 das erste Produkt von Cambridge Audio und legte damit den Grundstein für ein konsequentes Entwicklungsdesign. Heute, 50 Jahre später, präsentiert Cambridge Audio mit Edge die neue Referenz des „Great British Sound“ und widmet diese einem der Pioniere der Unternehmensgeschichte.

Interessierte Kunden, die die Europapremiere der neuen Referenzserie von Cambridge Audio auf der diesjährigen High End verpasst haben, haben nun die Möglichkeit, Edge im Fachhandel kennenzulernen. Die neue Edge Serie ist exklusiv im Fachhandel verfügbar, um eine bestmögliche Beratung und Servicequalität zu gewährleisten. Edge-Händler halten alle Modelle der Serie vorführbereit. Cambridge Audio führt die ersten für den deutschen Markt ausgelieferten Geräte im Rahmen einer Roadshow bei ausgewählten Fachhändlern vor. Die Veranstaltungen werden dabei jeweils von der Expertise von Cambridge Audio Mitarbeitern begleitet.

Cambridge Audio führt Edge an folgenden Terminen vor:

07.06. Radio Ferner, Braunschweig
05.07. HighFidelium, Stuttgart
11.07. Klinnilk, Heidelberg
21.07. Die Steinerbox, Erlangen
31.08.-01.09. HiFi im Hinterhof, Berlin
06.10. Raumklang, Bonn
10.11. Euphonia, Köln

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Grenzen überschreiten und neu definieren: Die dreijährige Entwicklungszeit von Edge war davon geprägt, der unverfälschten Klangwiedergabe des „Great British Sound“ in einem bisher nie dagewesen Maß Ausdruck zu verleihen. Das neunköpfige Entwicklerteam hatte dabei freie Hand, dieses Ziel ohne Kompromisse umzusetzen. Die Modelle Edge A, Edge NQ und Edge W vereinen die gesammelte Expertise aus 50 Jahren britischer Innovationskraft und Leidenschaft zur neuen Referenz von Cambridge Audio. Die verwendete, innovative Class-XA-Verstärkertechnologie vereint die Leistungsfähigkeit traditioneller Class-A-Endstufen mit einer deutlich höheren Effizienz. Als weiteres Highlight kommen Ringkerntransformatoren zum Einsatz, die dank ihres symmetrisch gespiegelten Aufbaus die Streufelder der Trafos neutralisieren und somit ein noch höheres Ansprechverhalten ermöglichen. Um eine maximale Klangtreue zu erreichen, wurde die Anzahl der Komponenten im Signalweg auf das absolute Minimum reduziert. Der hohe Bedienkomfort und die Verbindungsvielfalt aller Cambridge Audio Produkte finden sich auch bei den Komponenten der Edge Serie wieder. So ermöglicht die Streaming-Plattform StreamMagic die Wiedergabe von nahezu jeder digitalen Quelle, von AirPlay über integriertes Chromecast und Spotify Connect bis hin zu UPnP, ARC (Audio Return Channel), USB und S/PDIF und ist dabei intuitiv am Gerät selbst, über die mitgelieferte Fernbedienung oder über die kostenlose Connect App für iOS und Android bedienbar.  

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Der integrierte Verstärker Edge A ist ab Ende Juni zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 5.000 Euro verfügbar. Die Modelle Edge NQ und Edge W werden demnächst verfügbar sein. Die unverbindliche Preisempfehlung für den Vorverstärker mit Netzwerkplayer Edge NQ beträgt 4.000 Euro, die Endstufe Edge W wird für eine unverbindliche Preisempfehlung von 3.000 Euro verfügbar sein. Alle Preise verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer.

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Hersteller/Vertrieb
Cambridge Audio Deutschland 
Anschift Alter Wandrahm 15 
20457 Hamburg 
Telefon +49 40 94792800
Web www.cambridgeaudio.com/deu/de

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Freitag, 13 Juni 2008 09:51

Relec SA

geschrieben von
Hersteller
Relec SA
Anschrift Rue de Petits-Champs 11a+b
1400 Yverdon-les-Bains
E-Mail info@psiaudio.com
Web www.psiaudio.com
Mittwoch, 13 Juni 2018 09:44

PSI Audios aktive Bassfalle AVAA C20

Mit dem AVAA C20 präsentiert PSI Audio eine aktive Bassfalle zur Behandlung tieffrequenter Raumresonanzen zwischen 15 und 150 Hertz. Dieser Bereich des Spektrums sorgt oft für akustische Probleme in Hörräumen und Heimkinos und ist besonders schwierig in den Griff zu kriegen.

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Der Active Velocity Acoustic Absorber AVAA C20 eliminiert die Raummoden durch eine innovative Technologie, durch die er wie ein Loch in der Wand wirkt und den Klang im gesamten Raum ausgeglichener gestaltet. Das kompakte System ist leicht aufzustellen, erfordert kein Stimmen oder eine Optimierung auf einen bestimmten Hörpunkt hin und kann für beste Ergebnisse und Flexibilität problemlos umgestellt und transportiert werden.

Die größte Herausforderung bei der Einrichtung eines optimalen Hörraums ist die Raumakustik, und die größte Herausforderung bei der Raumakustik ist die Behandlung der Raummoden. Diese tieffrequenten Resonanzen sind zugleich besonders störend und extrem schwierig loszuwerden. Traditionelle Absorber benötigen ein großes Volumen, um mit den großen Wellenlängen von Bass- und Subbassfrequenzen fertigzuwerden, wodurch sie im Hörraum viel Platz einnehmen. PSI Audio löst das Modenproblem mit dem Active Velocity Acoustic Absorber AVAA C20 – eine kompakte, aktive Bassfalle, die Moden schlicht aus dem Raum entfernt: Ein akustisches Loch in der Wand – das bewegt werden kann!

Raummoden treten auf, wenn Schallwellen von einer harten Oberfläche wie einer Wand so reflektiert werden, dass die ankommende und die zurückgeworfene Welle sich gegenseitig verstärken oder aufheben. So entstehen Resonanzen und Frequenzlöcher. Der PSI Audio AVAA C20 beeinflusst die akustische Impedanz der Luft, wodurch das System wie ein Loch in der Wand wirkt – ein Loch, das deutlich größer ist als das Gerät selbst. Statt die problematischen Frequenzen zu reflektieren und dem Raum einen dröhnenden oder hohlen Klangcharakter zu verleihen, absorbiert sie der AVAA C20 und erreicht so eine deutlich klarere, ausgewogenere Akustik. Typischerweise wird die Bassfalle in den Raumecken positioniert, aber wenn für einen Raum eine andere Positionierung bessere Ergebnisse bringt, kann der AVAA C20 einfach umgestellt werden. 

Der PSI Audio AVAA C20 nutzt ein Mikrofon, das den Schalldruck an einem akustischen Widerstand misst. Dieser Widerstand ist so konstruiert, dass er die Luft passieren lässt, dabei aber den Schalldruck deutlich verringert und in Schallschnelle umwandelt. Eine aktive Membran absorbiert die Schallschnelle dann und entfernt den Schall aus dem Raum. Vor dem akustischen Widerstand wird eine akustische Impedanz erzeugt, durch die der AVAA den umgebenden Luftdruck förmlich einsaugt. Dieses einzigartige Konzept gibt dem AVAA gegenüber anderen aktiven und passiven Bassabsorbern eine Reihe von Vorteilen: Kein Gegenschall, kein Stimmen, keine Kalibrierung!

So arbeitet der PSI Audio AVAA C20 nicht mit Gegenschall. Manche Systeme versuchen, Problemfrequenzen durch phasengedrehte Schallwellen zu eliminieren. Das funktioniert auch bis zu einem gewissen Grad, erreicht aber nie den gleichmäßigen, nahezu resonanzfreien Raumeindruck, der mit AVAA möglich ist. Gegenschallsysteme müssen typischerweise auch auf bestimmte Frequenzen gestimmt oder auf die Hörposition hin kalibriert werden, da sie den Klang nicht im gesamten Raum optimieren, sondern lediglich für einen bestimmten Punkt im Raum. Der AVAA C20 bedarf keiner solchen Kalibrierung, da er die Reflexionen in einem breiten Frequenzband entfernt und damit den Klang im gesamten Raum verbessert. Das PSI Audio System muss auch nicht auf eine bestimmte Frequenz gestimmt werden, sondern reagiert auf alle Moden im Bereich von 15 bis 150 Hertz, wodurch AVAA besonders leicht einzurichten ist.

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Eine verbreitete Methode zur Behandlung von Frequenzproblemen ist die Verwendung von Filtern und EQs. Wenn bestimmte Frequenzen im Raum resonieren, werden sie im Signal einfach so stark abgesenkt, dass ein gleichmäßiger Klang entsteht. Das Problem bei diesem Ansatz ist, dass der Eingriff das Signal aus den Lautsprechern verändert, also den Direktschall bearbeitet, um Raumprobleme in den Griff zu kriegen. Mit dem PSI Audio AVAA C20 bleibt das Direktsignal unverfälscht erhalten, während nur die Raumantwort von der aktiven Bassfalle optimiert wird. Anwender stellen durch den Einsatz des AVAA C20 außerdem eine Verbesserung des gesamten Klangs nicht nur im Bassbereich fest. Ungezähmte Bassresonanzen können das Klangbild auch in den Mitten und Höhen verzerren und verdecken. Die aktive Bassfalle von PSI Audio setzt diesen Maskierungseffekten ein Ende und macht den gesamten Sound klarer und transparenter.

Traditionelle Raumakustik-Elemente müssen an den Raum angepasst werden und stellen entsprechend permanente Lösungen dar. Bei einem Umzug muss die teure Akustik dann abgebaut werden, wobei sie oft Schaden nimmt. Außerdem ist es gut möglich, dass die vorhandenen Elemente akustisch, optisch oder auch einfach vom Platzbedarf her nicht in den neuen Raum passen, da klassische Bassfallen ihre Wirksamkeit vor allem aus dem Volumen ziehen. Der PSI Audio AVAA C20 dagegen ist ein extrem kompaktes System, das nur sehr wenig Platz braucht. Bei einem Ortswechsel kann die aktive Bassfalle problemlos in den neuen Raum gestellt und eingerichtet werden, ohne dass bauliche Maßnahmen nötig wären.

Während bereits sein kompaktes Format den AVAA C20 für den Einsatz in Wohnzimmern und Heimkinos empfiehlt, kann auch das Design an individuelle Wünsche angepasst werden. PSI Audio bietet das System in zwei Standardfarben an: Schwarz und Weiß. Gegen Aufpreis kann das Äußere in nahezu jeder RAL-Farbe geliefert werden. Der AVAA C20 lässt sich auch hinter Vorhängen platzieren und integriert sich somit nahtlos in jede Umgebung. 

Vielen Hifi-Anwendern mag die Marke PSI Audio neu sein, das Unternehmen existiert jedoch bereits seit über 40 Jahren und war in dieser Zeit vor allem als Hersteller von hochpräzisen Lautsprechern für Tonstudios aktiv. Wie alle Lautsprecher von PSI Audio wird jeder AVAA C20 in der Manufaktur in Yverdon-les-Bains in der Schweiz von Hand gebaut. Jedes einzelne Gerät wird im firmeneigenen schalltoten Raum gemessen und kalibriert, wodurch erstklassige Qualität und optimale Leistung sichergestellt sind.

Der PSI Audio AVAA C20 ist sofort verfügbar. Die unverbindliche Preisempfehlung inklusive Mehrwertsteuer beträgt 2.368,00 Euro. Spezielle Farbwünsche können gegen einen Aufpreis von 20 Prozent umgesetzt werden.

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Montag, 11 Juni 2018 01:39

XTZ Divine Delta

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Zwei unterschiedliche Lautsprecher aus dem Hause XTZ haben wir hier bereits getestet. Nun gibt es mit der XTZ Divine Delta eine Modell-Pflege der bisherigen Delta 100.33. Mein Kollege Peter Banholzer war damals sehr begeistert von den Produkten der Schweden.

Würden die Herrschaften von Mercedes-Benz in der E-Klasse das Nachfolgemodell um fünfundzwanzig Prozent teurer präsentieren, echauffierten sich wohl sogar die Redakteure der wohlgesonnenen deutschen Fachpresse mächtig. Bei Preissteigerungen in der Hifi-Branche darf man durchaus kritisch sein. So war demzufolge die Frage nach Veränderungen, sprich Verbesserungen, im Vergleich zum Vorgänger-Modell auch die erste, die ich Berthold Daubner stellte. Erinnern Sie sich? XTZ-Deutschland, die Berthold Daubner und Jens Hörmann GbR im württembergischen Eisingen, ist die deutsche Direktvertriebs-Tochter des schwedischen Herstellers XTZ aus Torup. Das liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen Kopenhagen und Göteborg. Weltweit hat XTZ neben dem deutschen Direktvertrieb vergleichbare Niederlassungen in den USA, Großbritannien und China.

Das Gehäuse aus mehrschichtigem Klavierlack hat sorgsame Behandlung verdient. Deshalb liegen Handschuhe und Staubtuch bei. Die Gummi-Plättchen kommen zwischen Box und Basis
Das Gehäuse aus mehrschichtigem Klavierlack hat sorgsame Behandlung verdient. Deshalb liegen Handschuhe und Staubtuch bei. Die Gummi-Plättchen kommen zwischen Box und Basis

Der Geschäftsführer des deutschen Vertriebes Berthold Daubner ist nicht nur Fachmann für Raumakustik, sondern auch in die Entwicklungsarbeit der Schweden involviert. Also kannte er auch alle Details, die die neue Divine Delta von der bisherigen Divine 100.33 unterscheiden. Er begründete die Preissteigerung von 500 Euro pro Stück mit den Innovationen und dem gestiegenen Material-Aufwand bei der neuen Divine Delta. Dies konnte ich bei seiner Aufzählung nachvollziehen und wir schauen uns das gleich mal gemeinsam an. Die passenden Ständer, bei XTZ Stative genannt, sind übrigens trotz Überarbeitung nur um zehn Euro teurer geworden. Sie kosten jetzt immer noch nur 290 Euro, ein bescheidener Preis bei ihrem eindrucksvollen Gegenwert.

Die XTZ Divine Delta macht auf ihren Stativen eine ansprechende Figur
Die XTZ Divine Delta macht auf ihren Stativen eine ansprechende Figur


Ein weiterer Aspekt macht mir in meiner Kennenlern-Phase der Delta etwas Kopfzerbrechen. Diesen wohlgeformten, jedoch gar nicht kleinen Lautsprecher als Kompakt-Lautsprecher zu benennen, widerstrebt mir. Zwar ist die Divine Delta mit ihrem überarbeiteten Gehäuse nur ein wenig voluminöser geworden, zeigt aber jetzt ansprechendere Proportionen als die Vorgängerin. Siebenundvierzig Millimeter mehr Höhe bei minimal reduzierter Breite und etwas weniger Tiefe geben der Neuen eindeutig schlankere Maße. Aber kompakt ist das nicht. Sicher, man kann sie durchaus senkrecht oder auch waagerecht auf einem Möbelstück platzieren. Auch dann gibt sie sich recht ansehnlich, da XTZ ihr eine Basis für die horizontale Aufstellung mit in die Verpackung gegeben hat. In erster Linie hat XTZ, so sagte mir Berthold Daubner, an den Einsatz einer Delta als Center-Lautsprecher für Kino-Systeme gedacht. Diese MDF-Basis lässt sich auch anstelle der normalen Top-Platte auf die Divine Delta Stative montieren. So kann der Lautsprecher auch frei im Raum horizontal perfekt aufgestellt werden. Nebenbei bemerkt: Auch das quadratische, ins Gehäuse eingelassene XTZ-Emblem lässt sich leicht ausrichten. Denn es ist magnetisch arretiert und kann entsprechend mühelos gedreht werden. Wie man die Divine Delta auch dreht und wendet, meistens wird sie senkrecht auf den Stativen im heimischen Wohnzimmer stehen.

Die polierten Ausleger mit in der Höhe justierbaren Spikes stehen hier zur Schonung des Untergrunds auf dem dazu passenden Teller
Die polierten Ausleger mit in der Höhe justierbaren Spikes stehen hier zur Schonung des Untergrunds auf dem dazu passenden Teller

Zusammen wirken Box und Stativ dann optisch ansprechend, als harmonisches Ganzes, schön und mit dem Format einer Standbox. Da darf sich dann auch eine entsprechende Erwartungshaltung aufbauen, vor allem in Hinblick auf die Leistungsfähigkeit bei tiefen Tönen. Um zum optischen Erscheinungsbild noch etwas mehr zu sagen. Die Kombination der schwarz-seidenmatten Stative mit der in perfektem schwarzglänzenden Klavierlack gefertigten und nach hinten sich verschlankenden Divine Delta ist ästhetisch gelungen und ein echter Hingucker. Das Seidenmatt der Stative entspricht der Oberfläche des neu entwickelten Front-Paneels, auf das die drei Chassis montiert sind. Dabei stören keineswegs die Gitter vor den drei Membranen, die die empfindliche Keramik vor Attacken von außen schützen. Sie sind derart in die Front integriert, dass an den Mitteltönern keinerlei Verschraubung sichtbar ist.

Die zwei Keramik-Tief-Mitteltöner kennen wir bereits von der Vorgänger-Version
Die zwei Keramik-Tief-Mitteltöner kennen wir bereits von der Vorgänger-Version

Was ist nun anders geworden in und an der Divine Delta? Eine kostspielige und wesentliche Innovation ist der neue Hochtöner, ein Keramik-Hochtöner C25-6-158 von Accuton. Im Vorgänger arbeitete noch die Keramik-Kalotte KE 25 SC von Visaton. Die neue, aufwändige 25-Millimeter-Keramik-Kalotte des namhaften deutschen Herstellers Thiel & Partner (Accuton) ist auch in der Delta wieder zusammen mit zwei Achtzehner-Tief-Mittel-Tönern von Accuton, den Modellen C 173-11-191, in einer D´Appolito-Anordnung kombiniert. Die Vorzüge der an D´Appolito angelehnten Konfiguration sind für die senkrechte Aufstellung des Lautsprechers optimiert. So ergibt sich eine sehr homogene und breite Abstrahlung, die der Divine Delta eine wunderschöne klangliche Geschlossenheit verleiht, wie ich schon vorgreifend sagen möchte. Montiert ist das Chassis-Dreigestirn auf einem neu entwickelten Paneel, das nicht, wie beim Vorgänger, auf das Gehäuse aufgesetzt wurde. Vielmehr hat man die neue Schallwand bei XTZ nun in das Kabinett eingearbeitet. Auch vom Material her wird nun zusätzlicher Aufwand betrieben: Statt wie früher MDF zu verwenden, ist die aktuelle, eingelassene Schallwand eine Doppel-Lage aus Aluminium und MDF. Das verleiht dem Korpus an entscheidender Stelle mehr Rigidität und bringt eine Verbesserung der energetischen Umsetzung der drei Chassis. Die Volumen-Erhöhung verleiht dem neuen Modell mehr Leistungsfähigkeit im Bass. Das Gehäuse verjüngt sich nach hinten, um im Inneren stehende Wellen zu vermeiden.


Die D´Appolito-Anordnung trägt zu einem überragenden Abstrahl-Verhalten bei
Die D´Appolito-Anordnung trägt zu einem überragenden Abstrahl-Verhalten bei

Nach wie vor ist die Divine ein Bass-Reflex-System mit zwei rückwärtigen, symmetrisch zu den Chassis angeordneten Ventilier-Öffnungen. Zwei mitgelieferte Stopfen aus Schaumstoff erlauben dem Hörer eine akustische Anpassung an die Raum-Verhältnisse im Tiefton-Bereich. Mit den eingesetzten Schaumstoff-Pfropfen wird die Delta zum geschlossenen Konzept. Mit einer freien Ventilier-Öffnung und einer geschlossenen bietet sie eine dritte Option, die nur den Tiefbass verstärkt. Nach mehrfachem Probieren mit der Orgel-Symphonie von Camille Saint-Saëns entschied ich mich für die offene Spielweise, weil damit Tiefbass und der Grundtonbereich intensiver waren. Diese behielt ich während des Tests bei. Die elektrischen Anpassungen der alten Divine auf dem Anschluss-Terminal hat man aufgegeben. Jetzt hat es der Musikfreund leichter, die richtige Einstellung zu finden: Neben der Variation der Bass-Reflex-Öffnungen bietet nur noch ein rückseitiger Kippschalter das Absenken des neuen Keramik-Hochtöners um drei Dezibel an, und zwar über dessen gesamtes Frequenz-Spektrum. In meinem akustisch nicht stark gedämmten Hörraum empfand ich diese minimal zurückgenommene Hochton-Intensität als angenehmer und vor allem bei klassischer Musik als richtiger, weil das Klangbild insgesamt noch eine Spur homogener geriet. Auch diese Einstellung behielt ich bei.

Der neue Keramik-Hochtöner von Accuton ist eine der entscheidenden Innovationen gegenüber dem Vorgänger
Der neue Keramik-Hochtöner von Accuton ist eine der entscheidenden Innovationen gegenüber dem Vorgänger

Sehr viel investiert hat XTZ in die neue Frequenzweiche, die mit einer Flankensteilheit von 18 Dezibel die zwei Wege trennt. Hierfür wurden bei Mundorf Spulen und Kondensatoren eingekauft. Alle im Signalweg liegenden Bauteile stammen von der Kölner Edelmarke. Über deren Qualität muss nicht viel gesagt werden. Daneben verwendet XTZ Luftspulen, Eisenkernspulen, MKP-Kondensatoren und MOX Widerstände. Auch wenn die alte Weiche durchaus hochwertig war, geht es mit den neuen Komponenten von Mundorf noch klangvoller zur Sache. Das Anschluss-Terminal wurde gänzlich neu gestaltet. Es ist konstruktiv identisch mit dem der doppelt so teuren Divine Alpha, jedoch als Bi-Wiring- oder Bi-Amping-Anschlussfeld ausgeführt. Dabei imponieren nicht nur die hochwertigen Brücken mit ihren Kabelschuhen aus Kupfer. Die Anschluss-Bolzen selber sind zur optimalen Leitfähigkeit ebenfalls aus hochwertigem Kupfer gedreht. Die Verklemmung geschieht mittels massiver, verchromter Messing-Knebel. Da kann man beinahe bedauern, nicht ständig daran drehen zu müssen. Fassen wir die entscheidenden Neuerungen zusammen, nämlich ein größeres und vor allem besseres Gehäuse mit Aluminium-MDF-Schallwand, eine deutlich aufwändigere Frequenzweiche und ein kostspieliger Hochtöner, haben wir es bei der Divine Delta also mit klang-relevanten Veränderungen zu tun, die nach meiner Auffassung den neuen Preis plausibel machen.

Die schmalere Rückseite hat in symmetrischer Anordnung zwei Bass-Reflex-Öffnungen. Sie können auch geschlossen werden
Die schmalere Rückseite hat in symmetrischer Anordnung zwei Bass-Reflex-Öffnungen. Sie können auch geschlossen werden


Der liegt nun in einer Größenordnung in der ich in der jüngsten Vergangenheit mehrere Lautsprecher unterschiedlichster Art getestet habe. Besonders eindrucksvoll wegen ihrer phänomenalen, homogenen und räumlichen Abstrahlung ist mir da die quadral Platinum+ Seven im Gedächtnis. Auch die kleinvolumige Triaxia von Euphonic-Architect-EA-listen ist mir dank ihrer durch das konzentrische Drei-Wege-Chassis perfekten punktuellen Abstrahlung wohlklingend in Erinnerung – ein Vorteil, der sich bei geringem Hörabstand besonders positiv auswirkt. Die etwas teurere Lignea von Franco Serblin gehört vielleicht auch noch in die gleiche Klasse und dürfte an optischer Schönheit kaum zu toppen sein. Somit habe ich durchaus Referenzen, wenn ich auch die Vorgänger-Divine in den vergangenen Jahren nur kurz auf Ausstellungen hören konnte und ich somit allein aufgrund des Testberichtes meines Kollegen Peter Banholzer über die begeisternden Fähigkeiten der alten XTZ Divine 100.33 informiert bin. Diese zum Vergleich heranzuziehen macht ja auch nicht mehr wirklich Sinn, da es sie nicht mehr gibt.

Mit dem Schaumstoff-Stopfen wird der Ventilier-Kanal geschlossen und der Frequenzverlauf im Bassbereich verändert
Mit dem Schaumstoff-Stopfen wird der Ventilier-Kanal geschlossen und der Frequenzverlauf im Bassbereich verändert

Beim Aufstellen des Sets aus Divine-Stativ und selbstverständlich senkrecht darauf platzierter Box ist die horizontale Ausrichtung oder eine etwaige gewünschte Neigung an den glänzend polierten Aluminium-Auslegern der Stative kein Problem. Durch Lösen des massiven Konter-Elementes unterhalb der Streben lässt sich dann der Spike von oben justieren. Zur Schonung des Bodenbelags gehören adäquate Teller zur Aufnahme der Spikes zum Lieferumfang, ebenfalls aus auf Hochglanz poliertem Aluminium. Ich habe die Ständer nicht mit Sand befüllt, was vom Hersteller aber durchaus als Option vorgeschlagen wird. Dazu hätte nur die obere Platte abgeschraubt werden müssen. Mit ihren jeweils dreizehn Kilogramm Eigengewicht bieten die Stative aber auch so ausreichend Masse zur resonanzarmen und sicheren Positionierung der neuen Divine.

Das Anschluss-Terminal ist eine Augenweide und technisch überzeugend
Das Anschluss-Terminal ist eine Augenweide und technisch überzeugend

Zuerst höre ich die Delta zusammen mit meinem CD-Player, dem Antelope-DAC-Vorverstärker und der NAD-2200PE-Endstufe. Das klingt auf Anhieb beeindruckend. Denn die Geschlossenheit in der Abstrahlung gestaltet eine sehr schöne Bühne und ist frei von jeglichem Boxenklang. Durch Verschieben von Ständern und Lautsprechern, was mit den Tellern unter den Spikes auf dem Parkettboden recht unkompliziert ist, kann ich die räumliche Darstellung aber noch einmal verbessern. Ein mehrfaches Verschieben und Ändern der Anwinkelung führt nach kurzem Probieren zur idealen Aufstellung. Das Klangbild rastet ein, wie man gerne dazu sagt. Die Musik, mit der ich die Position ermittelte, blieb auch weiterhin im Player, da mich neben der Tiefenstaffelung und stabilen Anordnung der Instrumente noch etwas faszinierte. Es war die Transparenz und Klarheit, mit der die XTZ Beethovens Klavierkonzerte Nummer eins und drei mit Ronald Brautigam am Flügel und dem Norrköping Symphony Orchestra unter Andrew Parrot darbot. Das kannte ich so nicht in meinem Hörraum, wo mir üblicherweise die Analysis-Audio-Epsilon Vergnügen bereiten. Es war jetzt eine andere Liga in puncto Detailzeichnung. Dabei möge man bedenken, dass die Bändchen-Dipole mehr als doppelt so teuer sind. Deren Homogenität und Gleichmäßigkeit ist auf extrem hohen Niveau. Dem stehen die XTZ jedoch in keiner Weise nach. Sie wirken, im Gegenteil, noch eindrucksvoller, da sie ihr transparentes, geordnetes Bühnenbild mit ansprechender Leichtigkeit in den Raum stellen. Die XTZ nehmen sich körperlich gänzlich aus dem Klangbild und präsentieren die Musik hinter, vor und um sich herum. Ihr Klang-Gemälde zeichnen sie stabil bei Pegeln von dezent leise bis ganz schön laut. So steht der Flügel virtuell als Instrument und nicht nur mit seinen sauber artikulierten Tönen vor mir. Klarheit und Präzision sind Eigenschaften, mit der die Divine Delta mich enorm beeindrucken. Mir fehlt bei den Klavierkonzerten auch keine Grundton-Wärme. Jedoch bin ich von meiner Analysis Audio in den unteren Lagen mehr Fülle gewohnt. Die analytische Genauigkeit der XTZ, die mit glaubwürdigen und auch intensiven Klangfarben einhergeht, verdankt sie auch ihrem sehr akkuraten Bass. Der erfreut mit seiner Konturenschärfe und bietet keinen Ansatz zur Kritik. Dennoch wirkt er schlank. Um diesen Eindruck zu überprüfen, ist die fünfte Mahler-Symphonie vom Denon-Label gut geeignet. Sie bietet ausreichend wuchtige Passagen mit grundton-intensivem Orchester und imposantem Schlagwerk. Schon beim Trauermarsch beeindruckt die detailreiche Präzision und die Klangfarbe der Blech-Fanfare. Die Trompeten stehen strahlend hinten auf der imaginären Bühne. Der lang anhalten Trommel-Wirbel ist fein strukturiert. Alles hat seine Ordnung. Glanz und Schmelz der Streicher lassen wohlig in die Musik eintauchen. Die tiefen Lagen des Orchesters sind präzise strukturiert. Es fehlt nichts, weil es richtig erscheint und die Divine Delta so filigran und feindynamisch agiert. Dazu muss man gar nicht laut hören. Pegel-unabhängig behält die XTZ ihre Tonalität, liefert die Genauigkeit eines Kontroll-Monitors und besticht durch ihre Stimmigkeit und räumliche Staffelung. So ertönen die Pauken und anderes Schlagzeug stets aus der hinteren Reihe, konturiert und mit glaubwürdiger, zum Ganzen harmonischen Intensität.


Um drei Dezibel kann die Lautstärke der Keramik-Kalotte mit dem Schalter zurückgenommen werden. Da er über 2000 Hertz ankoppelt, ist dies eine Fein-Anpassung
Um drei Dezibel kann die Lautstärke der Keramik-Kalotte mit dem Schalter zurückgenommen werden. Da er über 2000 Hertz ankoppelt, ist dies eine Fein-Anpassung

DMit Patricia Barbers Live-Album Companion, das ich in der MFSL-Version besitze, wechsele ich zu einem anderen Musik-Genre: Auch hier ist die Ehrlichkeit und Natürlichkeit der XTZ fantastisch. In der Zugabe „You Are My Sunshine“ brilliert der Flügel wunderschön und hat dennoch einen Korpus. Im ersten Track, „The Beat Goes On“ macht die leicht nasale Stimme der Sängerin klar, dass tonal durch die Delta nichts aufgehellt wird. Das wird spätestens beim Beifall deutlich, der die Hände förmlich erahnen lässt. Bei allen Titeln dieses Albums überrascht und gefällt die Divine Delta immer wieder mit ihren filigranen Klängen, ihrer Exaktheit und ihrer dynamischen Darbietung. Diese XTZ ist ein toller Lautsprecher, der mich in seinen Bann zieht. Kein Schallwandler dieser Klasse dürfte der Delta in Sachen Auflösung und Ehrlichkeit gleich kommen, auch nicht bei den tiefen Lagen. Dazu gesellt sich eine Spielfreude, die lange Musikabende provoziert. Mich begeistert die XTZ ungemein und so entschließe ich mich, die tendenziell burschikos musizierende NAD-Endstufe gegen die ruhigere Spectral DMA-100 zu wechseln. Mal sehen, was dann passiert. Die Spectral bewirkt genau, was ich erwartete. Es fehlt ein wenig das leicht angeschmutzte Draufgängertum der NAD, dafür spendiert die Spectral mehr Seidigkeit und deutlich mehr Ruhe. Auch sie gibt sich als musikalisch harmonischer Partner der Divine Delta. Mit ihr erscheint die XTZ ein kleines bisschen runder – Geschmackssache. So oder so behält der Lautsprecher seine begeisternden Eigenschaften und lässt manche meiner CDs wie neu erscheinen, weil ich Feinheiten so noch nicht gehört hatte. Die XTZ Divine Delta hat in dieser Preisklasse (4560 Euro mit den Stativen) die Messlatte sehr hoch gelegt.

Ein Blick auf die hochwertige Zwei-Wege-Weiche
Ein Blick auf die hochwertige Zwei-Wege-Weiche

STATEMENT

Auch für einiges Geld mehr dürfte es nicht viele derart gute Lautsprecher geben. Phänomenal sind die homogene Abbildung, der filigrane Detail-Reichtum und die authentische Darstellung von Raum und Klangfarben. Die XTZ Divine Delta offenbart Musik auf faszinierende Weise.
Gehört mit
CD-Player Primare DVD 30
DA-Wandler Antelope Zodiac plus
Vorverstärker Antelope Zodiac plus
Endstufe NAD 2200 PE oder Spectral DMA-100
Zubehör JIB Boaacoustic Krypton AES/EBU, In-Akustik 1302 NF, Real-Cable HD-TDC, MudrAkustik Max Netzleiste, Mudra und Audioquest Netzkabel, AHP Reinkupfer-Sicherungen, mbakustik Raum-Absorber
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Audio Exklusiv d.C.d. Basis
Herstellerangaben
XTZ Divine Delta
Typ 2-Wege Bassreflex Kompaktlautsprecher
Bestückung 1 x 25 mm Keramik Kalettenhochtöner
2 x 180 mm Keramik Tiefmitteltöner
Frequenzgang 36 - 30.000 Hz
Impedanz 4 - 8 Ohm
Wirkungsgrad 89 dB
Belastbarkeit 360 W / 180 W
Anschlüsse Bi-Wiring / Bi-Amping möglich
Einstellmöglichkeiten Bassreflex / Geschlossen (2 Bassreflexrohre), Hochtöner (2-fach anpassbar)
Abdeckung metallisch (fest installiert)
Abmessungen (BxHxT) 267 x 653 x 380 (410) mm (incl. Terminal)
Gewicht 26,5 Kg
Farbe Divine Delta Schwarz Hochglanz
Einspielzeit 50 - 100 Stunden
Garantie 5 Jahre
Label Text
Herstellerangaben
XTZ Divine Delta Stativ
Abmessungen (BxHxT) 320 (430 inkl. Füße) x 571 x 442mm (Höhe inkl. Spikes)
Aufbau Füllung mit Sand möglich
Gewicht 13 kg
Farbe Schwarz Seidenmatt
Preis 290 Euro (Stück)

Vertrieb
XTZ-Deutschland
Anschrift Berthold Daubner und Jens Hörmann GbR
Höhenstr. 7
75239 Eisingen
Telefon +49 7232 3225616
E-Mail kontakt@xtz-deutschland.de
Web www.xtz-deutschland.de

Weitere Informationen

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Freitag, 08 Juni 2018 06:07

Bakoon AMP-41

geschrieben von

Ich gebe gerne zu: ich hätte mich wohl kaum mit dem Bakoon AMP-41 beschäftigt, wenn ich nicht letztes Jahr von dem DAC aus gleichem Hause so beeindruckt gewesen wäre. Mit der Gerätegattung Vollverstärker verbinde ich irgendwie immer Sparmaßnahmen. Ein Vorurteil – gewiss, denn das Konzept hat auch seine Vorteile. Und beim Bakoon AMP-41 ist sowieso alles anders.

Wenn Sie einen Verstärker nach den äußeren Abmessungen, der Größe der Kühlkörper oder der Leistung beurteilen, sollten Sie jetzt nicht weiterlesen. Rein äußerlich würde AMP-41 mit einer Höhe von gerade einmal 10 Zentimeter auch als Vorverstärker durchgehen, massive Kühlkörper sind nicht zu finden und die Leistung von zweimal 50 Watt mutet im Vergleich zu manchen Watt-Boliden doch eher bescheiden an. Aber ich verspreche Ihnen, der AMP-41 hat es in sich: technisch wie klanglich! Das beginnt damit, dass der AMP-41 genau genommen kein integrierter Verstärker bestehend aus einer Vor- und Endstufe ist, sondern eigentlich nur ein Endverstärker mit einstellbarer Verstärkung. Sie mögen das für Haarspalterei halten, aber das ist konzeptionell etwas ganz anderes.

Der AMP-41 von vorne mit dem kombinierten Druck- und Drehknopf für Eingangswahl und Lautstärkeregelung
Der AMP-41 von vorne mit dem kombinierten Druck- und Drehknopf für Eingangswahl und Lautstärkeregelung

Grundsätzlich kann eine Lautstärkeregelung sowohl passiv durch Abschwächung des Signals als auch aktiv durch Einstellung des Verstärkungsfaktors einer Verstärkerstufe erfolgen. Eine passive Lautstärkeregelung wird meist mit einem Potentiometer oder mit einer geschalteten Widerstandskette realisiert, wobei die nicht benötigte Leistung in Wärme verbraten wird. Manche Stimmen behaupten, dass diese Form der Signalabschwächung die Dynamik der Musikwiedergabe beeinträchtigen würde. Fest steht jedenfalls, dass bei einer passiven Lautstärkeregelung die verwendeten Bauteile direkt im Signalweg liegen und deren Qualität deshalb das klangliche Ergebnis unmittelbar beeinflusst.

Ist dieser passive Lautstärkeregler nun wie üblich unmittelbar vor der Line-Stufe angeordnet, dann wird das ankommende Musiksignal zuerst abgeschwächt, um dann – in den meisten Fällen völlig unnötig – wieder verstärkt zu werden. Unnötig deshalb, weil der Ausgangspegel eines CD-Players oder Digital-Analogwandlers in aller Regel absolut ausreichend ist, um eine Endstufe voll auszusteuern. Darüber hinaus hat diese Konzeption den Nachteil, dass das von der Line-Stufe erzeugte Rauschen unabhängig von der gerade benötigten Verstärkung immer in voller Höhe am Ausgang anliegt, was zu Lasten des Signal-Rauschabstands geht.


Mit der kleinen Fernbedienung lassen sich alle Funktionen des AMP-41 steuern
Mit der kleinen Fernbedienung lassen sich alle Funktionen des AMP-41 steuern

Dann wäre es also besser, den Lautstärkeregler am Ausgang der Line-Stufe zu positionieren? Auch keine wirklich gute Lösung, denn damit erhöht sich der Ausgangswiderstand in Abhängigkeit von der gerade gewählten Einstellung am Lautstärkeregler erheblich, was in aller Regel zu Problemen bei langen Kabeln oder Endstufen mit niedrigem Eingangswiderstand führen wird. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Line-Stufe bei einem zu hohen Verstärkungsfaktor von lauten Signal-Quellen übersteuert werden kann.

Ideal wäre es, wenn sich die Verstärkung der Stufe selbst stufenlos einstellen ließe. Dann wird nur in dem Maße verstärkt, in dem das auch wirklich nötig ist. Der größte Nachteil dieser auf den ersten Blick bestechenden Konzeption ist in meinen Augen, dass damit bei den üblichen Schaltungs-Designs mit der Stellung des Lautstärkereglers zwangsläufig der Gegenkopplungsfaktor der Verstärkungsstufe geändert wird und dass dadurch so wichtige Qualitätsparameter wie Frequenzgang, Phasenverlauf und Verzerrungen zwangsläufig beeinflusst werden.

Die Stellung des Reglers für die Lautstärke wird dezent durch die beiden oberen LED-Reihen visualisiert, die untere LED-Reihe zeigt den gewählten Eingang an
Die Stellung des Reglers für die Lautstärke wird dezent durch die beiden oberen LED-Reihen visualisiert, die untere LED-Reihe zeigt den gewählten Eingang an

Und genau an dieser Stelle kommt die SATRI-Schaltung von Bakoon ins Spiel. Eine normale Verstärkerschaltung hat eine hohe Eingangsimpedanz und eine niedrige Ausgangsimpedanz und verstärkt die am Eingang anliegende Spannung. Die SATRI-Schaltung funktioniert genau anders herum, indem die Eingangsimpedanz sehr niedrig und die Ausgangsimpedanz extrem hoch ist. Die Schaltung verstärkt den am Eingang anliegenden Strom. Technisch wird das über Stromspiegel realisiert, die den am Eingang fließenden Strom an den Ausgang übertragen. Die Qualitätsparameter der Schaltung sind bei diesem Konzept in einem weiten Bereich unabhängig von der gewählten Verstärkung. Die gewünschte Verstärkung kann man mit einem einzigen Widerstand am Schaltungsausgang festlegen. Ersetzt man diesen festen Widerstand durch einen variablen Widerstand, dann lässt sich der Verstärkungsfaktor einstellen und man erhält eine aktive Lautstärkeregelung ohne die oben genannten Nachteile. Beim AMP-41 kommt hierfür eine über Relais geschaltete Widerstandskette mit 50 Stufen zum Einsatz.


Vor der SATRI-Schaltung sitzt im AMP-41 ein mit JFETs aufgebauter Eingangs-Buffer, der für die über die RCA-Buchsen angelieferten Spannungssignale eine Impedanz-Wandlung durchführt, ohne jedoch das Signal zu verstärken. Am hochohmigen Ausgang der SATRI-Schaltung gibt es einen weiteren Impedanz-Wandler, um die Lautsprecher antreiben zu können. Dieser Schaltungsteil ist mit einem einzigen Pärchen lateraler MOSFETs von Exicon aufgebaut, die speziell für Audio-Anwendungen entwickelt wurden und im Class-AB-Betrieb arbeiten. Eine spezielle Bias-Schaltung sorgt für optimale Arbeitsbedingungen der beiden MOSFETs. Auch an dieser Stelle erfolgt keine Spannungsverstärkung. Die gesamte Konfiguration besitzt keine (Spannungs-)Gegenkopplung. Merken Sie etwas? Der AMP-41 hat überhaupt keine Line-Stufe im herkömmlichen Sinne, sondern besitzt mit der SATRI-Schaltung nur eine einzige (Spannungs-)verstärkende Stufe, die zugleich als aktiver Lautstärkeregelung fungiert. Kürzer kann man einen Signalweg kaum designen.

Die Anschlüsse auf der Rückseite sind streng symmetrisch, getrennt nach links und rechts angeordnet
Die Anschlüsse auf der Rückseite sind streng symmetrisch, getrennt nach links und rechts angeordnet

Auch bei Bedienung, Funktionalität und nicht zuletzt im Design zeigt sich der Bakoon-typische Minimalismus, der mir sehr sympathisch ist. Ein Paar Lautsprecheranschlüsse, zwei Paar unsymmetrische RCA-Eingänge und zwei Paar SATRI-Link-Verbindungen mit BNC-Buchsen, mehr Anschlüsse gibt es nicht. Mit einem einzigen kombinierten Druck- und Drehregler auf der Frontseite werden Power, Eingangswahl und Lautstärke gesteuert. Sobald der AMP-41 an die Netzspannung angeschlossen ist, geht das Gerät über einen separaten kleinen Transformator in den Standby-Modus. Dreht man den Drehknopf im Uhrzeigersinn, wird der AMP-41 zunächst aus dem Standby-Modus aufgeweckt und durch weiteres Drehen erhöht man dann sukzessive die Lautstärke. Dreht man den Knopf umgekehrt gegen den Uhrzeigersinn reduziert man die Lautstärke bis man schließlich wieder im Standby-Modus landet. Durch Drücken auf den Regler werden die vier Eingänge nacheinander angewählt. Braucht man wirklich mehr?

Die SATRI-Link-Eingänge sind mit BNC-Buchsen ausgeführt
Die SATRI-Link-Eingänge sind mit BNC-Buchsen ausgeführt

Auf ein Display hat Bakoon beim AMP-41 verzichtet Die Eingangswahl wird über eine Reihe von vier LEDs angezeigt und für die Anzeige der Lautstärke nutzt Bakoon zwei weitere Reihen von jeweils fünf kleinen LEDs. Beginnt man die Lautstärke hochzufahren, leuchtet zunächst die äußerste linke LED in der unteren LED-Reihe mit dem Wert 1. Die nächsten LEDs in dieser Reihe haben die Werte 3, 5, 7 und 9. Für die Zwischenwerte 2, 4, 6 und 8 leuchten jeweils zwei benachbarte LEDs gleichzeitig. Dreht man jetzt weiter, verlischt die LED mit dem Wert 9 in der unteren Reihe, während nun die äußerste linke LED in der oberen Reihe mit dem Wert 10 zu leuchten beginnt. Dreht man weiter an der Lautstärke dann leuchten zusätzlich wieder die LEDs in der unteren Reihe in der gerade beschriebenen Reihenfolge bis am Ende in der oberen Reihe die LED mit dem Wert 20 aufleuchtet und so weiter. Ich halte das für eine ebenso elegante wie minimalistische Lösung.


Der Innenaufbau des AMP-41 ist aufgeräumt und übersichtlich: oben die Platine mit der gesamten Verstärkerschaltung einschließlich Lautstärkeregelung, rechts die Netzteilplatine mit den Siebkapazitäten und unten der große Ringkerntrafo
Der Innenaufbau des AMP-41 ist aufgeräumt und übersichtlich: oben die Platine mit der gesamten Verstärkerschaltung einschließlich Lautstärkeregelung, rechts die Netzteilplatine mit den Siebkapazitäten und unten der große Ringkerntrafo

Nach dem Einschalten aus dem Standby-Modus leuchten zunächst alle Leuchtdioden und verlöschen dann in umgekehrter Reihenfolge wie gerade bei der Lautstärkeregelung beschrieben. Während dieses Vorgangs sind die Lautsprecherausgänge stumm geschaltet. Wenn nur noch die LED für den gewählten Eingang leuchtet, ist das Gerät betriebsbereit. Nach jedem Einschaltvorgang wird die Lautstärke sicherheitshalber immer auf null gesetzt.

Aus optischen Gründen hat man bei Bakoon auf die klassischen Kühlkörper an den Seitenwänden verzichtet und benutzt das gesamte, aus massiven Aluteilen gefertigte Gehäuse zur Kühlung. Die Leistungstransistoren sind direkt auf der Bodenplatte befestigt. Die besonders dicken Seitenteile und zusätzliche Aluminiumblöcke direkt hinter den Leistungstransistoren übertragen die Wärme auf mehreren Pfaden von der Boden- zur Deckplatte. Zusätzlich sind auch noch die Gehäusefüße in Form eines Kühlkörpers konstruiert. Dieses Wärmemanagement funktioniert hervorragend und nach etwa einer halben Stunde nach dem Einschalten hat sich das gesamte Gehäuse gleichmäßig erwärmt.

Die SATRI-Schaltung befindet sich in dem schwarzen Modul und ist vor neugierigen Augen geschützt
Die SATRI-Schaltung befindet sich in dem schwarzen Modul und ist vor neugierigen Augen geschützt

Für den Hörtest habe ich den AMP-41 zunächst mit meinem Jota-System verbunden, bei dem die beiden Säulen im Tief-Mitteltonbereich ohne Begrenzung nach unten betrieben werden. Für die Anbindung des Subwoofers musste ich das Signal an den Lautsprecherausgängen des AMP-41 abgreifen, da dieser keinen anderen Ausgang besitzt. Das Subwoofer-Management-System von Velodyne kommt auch mit dieser Konstellation zurecht. Auf digitaler Seite kam mein bewährter Signalweg von MinimServer über JPLAY und meine beiden kaskadierten Mutecs in den S/PDIF-Eingang des PS Audio DirectStream DAC zum Einsatz.


Ich habe mir in letzter Zeit angewöhnt, während der unvermeidlichen Einspielphase eines Geräts diese Zeit zu nutzen, um mich aktiv um meine Musiksammlung zu kümmern. Dabei bleibt es nicht aus, auch mal mehr oder weniger lang in den einen oder anderen Titel hineinzuhören. Doch diesmal bleibe ich noch in der Einspielphase bei „Carmen“ mit der wundervollen Leontyne Price als feuriger Zigeunerin und den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan (The RCA Opera Treasury 74321 39495 2) hängen. Die Wiedergabe der Stimmen, allen voran der von Leontyne Price, ist mit dem AMP-41 phänomenal. Da ich das nicht so recht glauben konnte, habe ich die Aufnahme einen Tag später noch einmal ganz bewusst angehört – mit dem gleichen Ergebnis. Ich habe daraufhin durch eine Vielzahl von Titeln gezappt, nicht nur aus dem klassischen Bereich, sondern auch meine üblichen Favoriten, wie „Come Away With Me“ mit Norah Jones, „Girl in the other Room“ mit Diana Krall oder „Memphis...Yes, I'm Ready“ von Dee Dee Bridgewater. Der AMP-41 präsentiert die Eigenheiten der so unterschiedlichen Stimmen auf eine außergewöhnlich natürliche, aber detaillierte Weise und lässt sie so besonders authentisch klingen.

Die Siebkapazitäten im Netzteil werden durch eine „Armada“ von vielen kleinen, parallel geschalteten Kondensatoren realisiert
Die Siebkapazitäten im Netzteil werden durch eine „Armada“ von vielen kleinen, parallel geschalteten Kondensatoren realisiert

Nach meiner Erfahrung kommt ein derart ausgeprägter Mitteltonbereich auch der Wiedergabe akustischer Instrumente in vollem Umfang zu Gute. Die Flamenco Gitarre bei „Galicia Flamenco“ mit Gino D‘ Auri (Flamenco Passion FIM XRCD) erklingt mit dem AMP-41 ausnehmend samtig und geschmeidig. Auch die übrigen Instrumente haben Substanz und Farbe. Beeindruckend sind Kleinigkeiten, wie das Knarzen des Cellos, das dem Ganzen das besondere Extra verleiht. Bei dem Stück „Jota“, gespielt von Pepe Romero (Pepe Romero Flamenco! - Mercury Living Presence CD), verbindet sich höchstes technisches Können mit großartiger Musikalität. Obwohl der Klang der Solo-Gitarre auch hier ungemein rund und voll erklingt, kommen die Saiten-Anschläge präziser und dynamischer als ich es sonst gewohnt bin. Hier geht großartige Tonalität mit stupender Dynamik einher.

Genauso wichtig ist für mich, dass der Hochtonbereich ohne Bruch an den phantastischen Mitteltonbereich anzuschließen vermag. In den Streichersonaten von G.A. Rossini für zwei Violinen, Cello und Kontrabass (Salvatore Accardo - Rossini: 5 Sonate a Quattro - LIM UHD) klingen die Streicher bis in die höchsten Tonlagen samtig und geschmeidig ohne den kleinsten Anflug von Härte.

In der Mitte – durch die Platine zur Hälfte verdeckt – die beiden Mosfet-Ausgangstransistoren; dahinter der Aluminiumblock zur thermischen Kopplung von Boden- und Deckplatte
In der Mitte – durch die Platine zur Hälfte verdeckt – die beiden Mosfet-Ausgangstransistoren; dahinter der Aluminiumblock zur thermischen Kopplung von Boden- und Deckplatte


Vor diesem Hintergrund verwundert es schon nicht mehr, dass auch die räumliche Wiedergabe vom Feinsten ist, eine entsprechende Aufnahme, wie die klanglich exzellente Einspielung der „7. Symphonie“ von Beethoven mit dem Budapest Festival Orchestra (Beethoven - Symphony No. 7, Channel Classics, 96 kHz) unter Iván Fischer, vorausgesetzt. Der AMP-41 lässt keinen Zweifel daran, wo welches Instrument positioniert ist und welche Größe es hat.

Nach dieser überzeugenden Vorstellung möchte ich gerne noch wissen, wie der AMP-41 mit meiner Phonostufe von Erno Borbely harmoniert. Meine Befürchtung, dass der Gesamtverstärkungsfaktor nicht ausreichen könnte – immerhin fehlt ja praktisch die Line-Stufe, erweist sich in diesem Fall als unbegründet. Für meinen Geschmack passt diese Phonostufe sogar besonders gut zur Klangcharakteristik des AMP-41. „Pineapple Poll“ ist ein kurzweiliger Querschnitt durch das Gilbert/Sullivan-Repertoire, das Charles Mackerras in Form eines komischen Balletts arrangiert hat. Die Auswahl der Stücke lässt keine Langeweile aufkommen. Das Royal Philharmonic Orchestra ist in der aus dem Jahr 1960 stammenden Aufnahme ausnehmend spielfreudig aufgelegt, der Dirigent und Arrangeur ebenfalls und die Klangqualität für eine so alte Produktion erstaunlich druckvoll und transparent (Charles Mackerras / Royal Philharmonic Orchestra - EMI HMV Greensleeve ESD 7028). Diese heitere Mischung gibt der AMP-41 mit dem richtigen Elan in den fröhlichen Stücken und reizender Ausdruckskraft in den sentimentalen Teilen wieder. „El Patinillo“ von Gerónimo Giménez in der Aufnahme mit dem Orchesta Nacional de Espana unter der Leitung von Ataulfo Argenta (ALHAMBRA - ALTO (AA006), 1997) wird zu einem großen Genuss mit enormer Räumlichkeit sowohl in der Tiefe als auch in der Breite. Die Streichereinsätze haben eine Strahlkraft, die einfach mitreißend ist. Bestechend ist für mich, wie der AMP-41 hier mit seiner enormen inneren Dynamik glänzt. Damit meine ich nicht so sehr die Eigenschaft, Unterschiede zwischen laut und leise wiederzugeben, sondern die Intensität, mit der das ganze Orchester von leisen zu lauten Passagen und umgekehrt wechselt. Das erst macht für mich die Musikwiedergabe zu einem besonderen Erlebnis.

Zum Abschluss betreibe ich den AMP-41 noch an meiner kleinen Audioplan Kontrapunkt IV. Auch mit diesem Lautsprecher kommt der AMP-41 mühelos zurecht. Der Tieftonbereich hat natürlich seine Grenzen, bleibt mit dem AMP-41 aber jederzeit klar und präzise. Der Mitteltonbereich der Kontrapunkt verbindet sich mit dem AMP-41 zu einer fast schon „harmoniesüchtig“ zu nennenden Symbiose. Die Musik löst sich vollständig von den Boxen. Es ist schon erstaunlich, wie weit man klanglich in der Kombination mit dem AMP-41 hier kommt. Sie haben es längst gemerkt, an den AMP-41 kann man – die richtigen Spielpartner respektive Lautsprecher vorausgesetzt – sein Herz verlieren. Ganz abgesehen davon hebt sich der AMP-41 mit seinem klaren Design und Bedienungskonzept wohltuend vom so oft anzutreffenden Einerlei ab.

STATEMENT

Der Bakoon AMP-41 ist mit seinem minimalistischem Konzept und Design Understatement pur, weil klanglich mit den richtigen Lautsprechern kombiniert einfach herausragend.
Gehört mit
Computer Intel Core i5 2,5 GHz, 6 GB RAM, Windows 10 mit AudiophileOptimizer 2.20, G-Technology 4 TB G| USB-C Laufwerk mit HDPLEX 200W Linear-Netzteil, Intel Xeon E3-1225 3,2 GHz, 4 GB RAM, Windows Server 2012R2 mit AudiophileOptimizer 2.20, JPLAY USB Card, HDPLEX 200W Linear-Netzteil
Software JPlay 6.2, Roon
Reclocker 2 x Mutec MC 3+ USB kaskadiert
D/A-Wandler PS Audio DirectStream DAC
Plattenspieler Platine Verdier
Tonarm Souther TRIBEAM
Tonabnehmer Clearaudio Veritas
Vorstufe Phono Erno Borbely
Lautsprecher Outsider Jota mit Velodyne Subwoofer Management System SMS-1, Audioplan Kontrapunkt IVB
Kabel Van den Hul, JCAT Reference USB, JCAT Reference LAN, Analysis Plus Digital Oval Yellow, AudioQuest Eagle Eye Digital Cable
Herstellerangaben
Bakoon AMP-41
Eingänge 2 Paar unsymmetrisch RCA (Eingangsimpedanz 100 kΩ), 2 Paar SATRI-LINK BNC (Eingangsimpedanz 3,68 Ω)
Verstärkung 23 dB max
Lautstärkeregelung 50 Stufen über Relais und Microprozessor-gesteuert
Ausgangsleistung 2 x 50 W an 8 Ω (1 kHz)
Leistungsaufnahme 300 W (Maximum)
Gewicht 15 kg
Abmessungen 425 x 103 x 345 mm (BxHxT)
Preis 10.000 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de

Weitere Informationen

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ELAC, ein international führender Hersteller leistungsstarker Lautsprecher und Elektronik, kündigt die Linie „Debut 2.0“ an, eine neue Lautsprecherserie inklusive Subwoofern. Aufbauend auf dem Erfolg der ersten Generation, integriert der jüngste Zugang der Debut Familie eine Vielfalt neuer Features und Technologien.

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„Basierend auf dem Feedback der Händler und Endkunden, einhergehend mit Marktänderungen, haben wir die gesamte Linie überarbeitet und mit neu entwickelten Treibern, Schallführungen, Gehäusen sowie Frequenzweichen bestückt – resultierend in einer einfacher einzurichtenden Lautsprecherserie, die eine beträchtliche Leistungssteigerung bietet“ sagte Andrew Jones, Vizepräsident der Entwicklung, ELAC.

Einige der relevanten und neuen Features der Debut 2.0 sind:

  • Neuer Hochtöner mit breit abstrahlender Schallführung – Ein neuer Seidenkalottenhochtöner mit breiter Sicke, arbeitet bis hin zu 35.000 Hertz, für einen noch lebensechteren Hochbereichg. Durch die Schallführung wird nicht nur die Richtcharakteristik verbessert, sondern auch die Kantenbeugung der Schallwellen, wie sie bei traditionellen Lautsprechergehäusen unvermeidbar ist. Neben einem erweiterten Bassfrequenzgang bietet der neue Aufbau auch eine verbesserte Ankopplung an den Tieftöner.
  • Neuer Tieftöner aus gewebter Aramidfaser – Das überarbeitete Design des Aramid-Kegels ermöglicht eine bessere Steifheit und Dämpfung, die kombiniert mit der neuen Staubschutzkappe für eine sanftere sowie transparentere Klangwiedergabe sorgt.
  • Einfachere Platzierung durch neue Gehäuse – Die Debut 2.0 wird in Esche Schwarz Dekor ausgeliefert. Dank verstärkter MDF-Innenwände werden Gehäusevibrationen und dadurch entstehende Klangverfärbungen minimiert. Die Neuplatzierung des Bassreflexrohres zur Front der Lautsprecher erlaubt eine Lautsprecherpositionierung nahe der Wand oder in Regalen.
  • Automatische Raumeinmessung und Multi-Subwoofer Steuerung kombiniert in einer App – Der neue SUB 3010 integriert einen der meistgenannten Kundenwünsche, die Möglichkeit, mehrere Subwoofer mit einem Gerät kontrollieren zu können. Darüber hinaus besteht die Option, jeden Subwoofer individuell oder für bestimmte Funktionen als Gruppe anzusteuern.

Die neuen Modelle sind ab Juni im Handel erhältlich.

Vertrieb
ELAC Electroacustic GmbH
Anschrift Rendsburger Landstr. 215
24113 Kiel
Telefon +49 431 647740
Fax +49 431 682101
E-Mail info@elac.com

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