HIGH END 2023: Messerundgang mit Finn Corvin Gallowsky
24.05.2023 // Finn Corvin Gallowsky
Einen interessanten Messetand fand ich in Halle 4. Hier stellten 3 Marken aus Taiwan mit Endstufen von JAVA Hi-Fi aus Neuseeland aus. Die Endstufen von JAVA Hi-Fi verwenden Transistoren auf Basis von Galliumnitrid anstatt des sonst üblichen Siliziums. Die neuen Transistoren, genannt GaN-FET sollen traditionellen Transistoren weit überlegen sein. Bisher verwenden nur sehr wenige Hersteller diese Technologie. JAVA bietet Vor- und Endstufen oder Vollverstärker in zwei Leistungskategorien: Das Modell Single Shot mit zweimal 200 Watt oder Double Shot mit zweimal 400 Watt. Die Single Shot Endstufe kostet 7.000 Dollar, der Vollverstärker 9.000 Euro, Die Double Shot Modelle 9.000 und 13.000 Dollar. Leider gibt es in Deutschland noch keinen Vertrieb. Aufgrund der spannenden Technologie und der eindrucksvollen Vorführung, wollte ich ihnen diesen Messeauftritt nicht vorenthalten. Auch der symphytische Rox von Lu Kang Audio, einem Familienunternehmen, möchte seine Lautsprecher langfristig am deutschen Markt positionieren. Das ausgestellte Modell Spoey 200 kostet 4.500 Dollar ohne Steuern. Die Elektronik kam von COS, die Racks von Myst[J].
Abschließend möchte ich Ihnen noch einige interessante Produkte mit Bildunterschrift vorstellen.
Es dauert 17 Stunden, bis das Gehäuse des Ideon Absolute DAC E aus einem vollen Stück Aluminium herausgefräst wurde. Er kostet 44.500 Euro
Das Ideon Trio eos DAC, STREAM und TIME ist erschwinglicher als die Topmodelle und kostet 9.900, 10.150 und 6.500 Euro
Das Keces P14 Netzteil für 1.750 Euro wird bald bei uns im Test sein
Auf die Vorstufe S4 mit Phono-Eingang und separatem Netzteil für 3.500 Euro muss noch etwa zwei Monate gewartet werden
Die Phono-Eingänge können wie gewohnt angepasst werden
Mit dem Ebravo wird Keces in etwa 3 Monaten auch einen Streamer für 500 Euro anbieten
Bei Nagra begleitete Impex Records Gründerin Abey Fonn durch eine Vorführung
Bei SPL gab es akut nichts neues. Der aktuelle Wandler Diamond wurde bereits im Februar präsentiert und war bereits bei uns zum Test
Stenheim feierte die Premiere der Alumine Two.Five. Interessanterweise spielen beide Tiefmitteltöner absolut parallel. Das Ergebnis ist ein spritzig aufspielender Standlautsprecher mit toller Dynamik
Mit einem Preis von 22.000 Euro stellt die Two.Five nach dem Zweiwegekompaktlautsprecher Alumine Two für knapp 3.000 Euro den Einstieg in die Welt von Stenheim dar
Was ein schräger Standsockel für verbessertes Phasenverhalten und eine neue Frequenzweiche mit Übertrager statt Widerstand vor dem Hochtöner bei identischen Treibern wie im Vorgänger bewirken kann, zeigte das Fink-Team anhand des Borg-Updates mehr als eindrucksvoll. Der Lautsprecher kostet 30.000 Euro. Ob Jean-Luc so begeistert wäre wie ich?
Hier blicken Sie durch eine Glasmembran auf die innenliegende Schwingspule eines Lautsprecherchassis
Ja, Sie haben richtig gelesen. GAIT aus Taiwan stellt Lautsprechermembranen aus Glas her
Die vorgeführten GAIT-Lautsprecher klangen überraschend gut und konnten problemlos mit Einstiegsmodellen gängiger Hersteller mithalten. Jetzt warte ich darauf, dass jemand meine Idee aufgreift und einen Lautsprecher mit Acrylgehäuse und Glasmembranen baut, der erschwinglich ist und gut klingt. Ich wäre der erste Käufer
Der MoFi SourcePoint 10 für 5.000 Euro ist wahrscheinlich einer der gehyptesten Lautsprecher der letzten Zeit
Er verfügt über einen Coax-Treiber und wurde dem Hype in der Vorstellung gerecht
Hans-Joachim Voss zeigt mit seiner Marke Accoustic Arts High End aus deutscher Entwicklung und Fertigung. Die Topmodell, die Endstufe AMP IV, kostet 29.700 Euro und liefert bis zu zweimal 810 Watt an zwei Ohm
Die Gehäuse sind auch in Schwarz mit goldenen Akzenten verfügbar
Der Vollverstärker POWER III verfügt über einen D/A-Wandler und kostet 14.400 Euro, mit Phonovorstufe 16.200 Euro.
Das Modell POWER II ist rein analog und kostet 12.000 Euro
Esoteric spielte seine Elektronik an einer Wilson Audio Sasha DAW
Die Stereo-Endstufe Grandioso S1X ist brandneu, liefert 2 x 50 Class-A-Watt und kostet 39.000 Euro
Martens Mingus Septet (108.000 Euro) war ohne Frage einer der bestklingenden Lautsprecher der Messe. Die MSB M500 Monoblöcke haben sicherlich ihren Teil dazu beigetragen
Im Vierwegelautsprecher spielt ein Diamanthochtöner und ein Berylliumhochmitteltöner
B.audio halte ich für eine sehr innovative Marke, die stark unter dem Radar operiert. Die neue Vollverstärker/Streamer-Kombi Alpha One bietet 8 parametrische Filter zur Raumkorrektur. Natürlich nur im digitalen Pfad. Analoges bleibt analog. Das Gerät ist ab September erhältlich, kostet 16.000 Euro und streamt unter anderem roon und NAA
Lansche wusste mich mit der vollaktiven No.3.2 MkII active für 30.000 Euro mal wieder zu überzeugen
Tidals Contriva G3 mit Diamanthochtöner, Keramikmitteltöner und zwei Kohlenstoff/Aluminiumtieftönern gehörte bei einem Paarpreis von 65.000 Euro zweifelsohne zu den besten Lautsprechern der Messe
Genießen Sie ihre Woche und denken Sie daran, wie dieser vierbeinige Besucher der Messe, zwischendurch auch mal zu entspannen. Am besten vor Ihrer HiFi-Anlage
Ich gebe zu, dass dies unser erster Besuch der Finest Audio Show Darmstadt war. Der Grund dafür ist nicht, dass sie seit 2017 unter wechselnden Namen stattfand. Keiner unserer Autoren lebt im Rhein-Main-Gebiet, und unser Messekalender ist im Herbst mehr als gut gefüllt. Da haben wir andere Prioritäten gesetzt, was rückblickend wohl ein Fehler war. Die Veranstaltung in Darmstadt hat einen etwas anderen Charakter als die übrigen Regionalmessen. Zwar sind dort auch hin und wieder…
Leider kommen die Süddeutschen Hifi-Tage nicht zur Ruhe: Nach längerer Zeit im Holiday Inn Stuttgart gab's einen Abstecher in die Nähe von Karlsruhe, danach zwei gelungene Messen im Le Meridien in der Nähe des Stuttgarter Bahnhofs und nun den kurzfristigen Umzug ins Mövenpick am Flughafen. Dort zählten die Veranstalter etwas über 1000 Besucher. Wir reisten mit dem Auto an, zogen ein Parkticket für die Hotelgarage und mussten feststellen, dass die diese komplett besetzt war. Nach…
Vor zwei Wochen eröffnete Alfred Rudolph pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum das Audio Forum Duisburg neu. Seit sein Sohn Richard die Entwicklung und Fertigung der Acapella-Lautsprecher und Unbelievable Audio deren Vertrieb übernahm, kümmert er sich unter dem Stichwort Acapella Vintage um ältere Modelle der Marke und natürlich um LaMusika. LaMusika war von Anbeginn ein ganzheitliches Konzept. Dabei geht es nicht um einzelne Komponenten, sondern um eine Kette mit aufeinander abgestimmten Geräten. Neben speziellen, von Alfred Rudolph…