Münchener Hifi-Tage 2026

17.03.2026 // Dirk Sommer, Birgit Hammer (Fotos)

Man kann gewiss nicht sagen, dass es hierzulande an Hifi-Messen mangelte. Daher war ich gespannt, ob eine weitere Veranstaltung in München genug Zuspruch beim zahlenden Publikum finden würde. Einerseits tut sich nach dem Umzug der High End nach Wien ja eine Lücke auf, andererseits könnte die Vielzahl der Shows Hersteller und Vertriebe überfordern.

Mit den Kosten für die Ausstellungsfläche allein ist ja nicht getan. Hinzu kommt der Aufwand für Verpflegung, Übernachtungen und Bezahlung der Mitarbeiter sowie den Transport der nicht selten voluminösen und schwergewichtigen Komponenten. Da war es kein Wunder, dass die Zahl der Aussteller bei der Premiere der Hifi-Tage in der bayrischen Landeshauptstadt deutlich geringer war als etwa bei der traditionsreichen norddeutschen Variante in Hamburg vor gerade einmal sechs Wochen. Auch wenn einige bekannte Namen fehlten, zogen die in fünf Sälen und 17 Zimmern präsentierten Marken eine Menge Interessierter an. Am Morgen des ersten Tages stimmten über 400 im Vorverkauf abgesetzte Tickets die Veranstalterin Ivonne Borchert-Lima optimistisch. Am Ende sollen es an beiden Tagen deutlich über 1000 Besucher gewesen sein – etwas mehr als ein Drittel der in Hamburg gezählten. Auch Werner Obst, der nach Veranstaltungsende noch kurz in Gröbenzell vorbeischaute, war mit der Besucherresonanz sehr zufrieden und hatte sich bereits für die abermalige Teilnahme im kommenden Jahr entschieden. Alles bestens also – zumindest wenn man davon absieht, dass auch in der Hifi-Szene in anderthalb Monaten das Rad nicht neu erfunden wird und es nur Weniges gab, was wir Ihnen nicht schon zuvor vorgestellt haben.

Meine Gattin hat dennoch mit der Kamera in jedem Zimmer Impressionen eingefangen, Thomas Heinemann nahm sich die Zeit, hier und da ein wenig länger hinzuhören und ich nutzte die Gelegenheit, mit den Ausstellern zu reden und den ein oder anderen Test zu verabreden. Trotz der recht kleinen Zimmer herrschte insgesamt eine recht entspannte Atmosphäre. Auch wir haben den Besuch der Münchener Hifi-Tage 2027 bereits eingeplant.

Die Säle Isar 1 und 2 hatten sich die Audio Group Denmark und ihre Landsleute von Raidho reserviert. Wegen der recht schalldurchlässigen Zwischenwand führte man im Halbstundenrhythmus abwechselnd vor. Bei der AGD spielte die Børresen C3 in Kombination mit den BM3
Die Säle Isar 1 und 2 hatten sich die Audio Group Denmark und ihre Landsleute von Raidho reserviert. Wegen der recht schalldurchlässigen Zwischenwand führte man im Halbstundenrhythmus abwechselnd vor. Bei der AGD spielte die Børresen C3 in Kombination mit den BM3

Die aktiven Dipol-Bass-Module verfügen über eine analoge Frequenzweiche, um die bei DSPs unvermeidliche Latenz zu vermeiden, die zu Phasenproblemen führt. Für Druck sorgen vier Børresen-DCC8-Neo-Chassis
Die aktiven Dipol-Bass-Module verfügen über eine analoge Frequenzweiche, um die bei DSPs unvermeidliche Latenz zu vermeiden, die zu Phasenproblemen führt. Für Druck sorgen vier Børresen-DCC8-Neo-Chassis

Bei Raidho war Thomas Heinemann von der X1t (links) beeindruckt, die 2022 mit dem Statement in High Fidelity-Award ausgezeichnet wurde
Bei Raidho war Thomas Heinemann von der X1t (links) beeindruckt, die 2022 mit dem Statement in High Fidelity-Award ausgezeichnet wurde

Morten Kim Nielsen erläuterte in seiner Präsentation die technischen Besonderheiten der Raidhos
Morten Kim Nielsen erläuterte in seiner Präsentation die technischen Besonderheiten der Raidhos

Soundsmith, Reed, Staltmanis LAB, Vitus und Lansche Audio formten eine ebenso spannend wie entspannt spielende Kette
Soundsmith, Reed, Staltmanis LAB, Vitus und Lansche Audio formten eine ebenso spannend wie entspannt spielende Kette


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