Chord Electronics, der britische HiFi-Hersteller im Besitz des Gründers, hat den Upscaler „Quartet“ offiziell auf den Markt gebracht – den radikalsten Fortschritt in der digitalen Audiotechnik dieses Jahrhunderts – und alle Details, technischen Daten und den Preis bekannt gegeben wurden.
Der Quartet ist ein digitaler Upscaler der Referenzklasse: ein hochmodernes Gerät, das digitale Audiodaten aufnimmt und mit einer zeitlichen Genauigkeit rekonstruiert, an die herkömmliche digitale Technologie nicht heranreicht. Es ist das bedeutendste digitale Audioprodukt in der 37-jährigen Geschichte von Chord Electronics. Upscaler nutzen Interpolation: Sie rekonstruieren mathematisch die Lücken zwischen digitalen Abtastwerten und verwenden dabei fortschrittliche Algorithmen, um Informationen wiederherzustellen, die bei der Umwandlung von analogem Klang in digitale Daten verloren gehen. Die Qualität der Rekonstruktion und letztlich die Klangqualität hängen vollständig von der Ausgereiftheit des verwendeten Filters ab. Für das Quartet hat Rob Watts von Chord Electronics den fortschrittlichsten Filter entwickelt, der jemals in ein Consumer-Audioprodukt integriert wurde: den brandneuen Blackbird WTA (Watts Transient Aligned), das Ergebnis von 46 Jahren Forschung.
Der Quartet verfügt zudem über einen integrierten Analog-Digital-Wandler, wodurch analoge Quellen, einschließlich Plattenspieler, erstmals in einem Upscaler von Chord Electronics von seiner leistungsstarken Upscaling-Technologie profitieren können. Der Quartet wurde für die Kombination mit allen DACs von Chord Electronics entwickelt und erschließt das volle Potenzial des Flaggschiff-DACs DAVE mit seiner Auflösung von 768 Kilohertz. Wenn analoger Klang in digitale Form umgewandelt und wieder zurückkonvertiert wird, geht etwas verloren. Die Anstiegsflanken der Musiknoten, sogenannte Transienten, sind subtil, aber durchgängig zeitlich verschoben. Transienten sind entscheidend dafür, wie das Gehirn Musik interpretiert: Sie vermitteln Tonhöhe, Klangfarbe und die räumliche Platzierung der Instrumente. Zeitlich verschobene Transienten bedeuten einen Verlust an Tiefe, Individualität und dem organischen Gefühl einer Live-Aufführung. Rob Watts erklärt: „Herkömmliches digitales Audio ist so, als würde man ein Steak durch einen Fleischwolf drehen und erwarten, das Original aus dem Hackfleisch wiederherzustellen.“
Während der vorherige Upscaler von Chord Electronics, der preisgekrönte M-Scaler, eine Million Filter-„Taps“ zur Rekonstruktion des Audio-Timings verwendete (Taps: der technische Indikator für die Komplexität des Interpolationsfilters), setzt der Quartet vier Millionen ein, die über 5x Xilinx-FPGAs implementiert sind. Das Ergebnis ist eine zehnfache Verbesserung gegenüber dem WTA-Filter der vorherigen Generation und eine zehnfache Verbesserung der Transienten-Timing-Genauigkeit – ein Quantensprung statt einer schrittweisen Weiterentwicklung. Entscheidend ist, dass fast 100 Prozent der mathematischen Koeffizienten des Blackbird WTA das theoretische Ideal erreichen – was Toningenieure als „Sinc-Funktion“ bezeichnen: der Goldstandard für einen perfekten Rekonstruktionsfilter. In der Praxis bedeutet dies,dass der Quartet das Timing einer musikalischen Darbietung mit einer Genauigkeit wiederherstellen kann, die im digitalen Bereich bisher unerreichbar war. Entscheidend ist, dass die gesamte Filterung direkt in der Hardware erfolgt und nicht über FFT-Faltung – die Abkürzung der Softwareindustrie, bei der Audio in Frequenzdaten umgewandelt, dort gefiltert und wieder zurückkonvertiert wird, ein Prozess, der genau jene Timing-Fehler verursacht, die er eigentlich korrigieren soll. Die Wirkung des Blackbird WTA auf die Musik ist transformativ: Instrumente erhalten eine greifbare Präsenz und ein natürlicheres Klangbild. Die Basswiedergabe wird klarer und besser definiert. Nachhall und räumliche Tiefe, das Gefühl eines echten akustischen Raums, werden deutlich verbessert.
Der Quartet ist der erste Upscaler von Chord Electronics, der einen ADC enthält, wodurch seine Upscaling-Technologie erstmals auch für analoge Quellen zugänglich wird. Während sich die Audio-Welt häufig auf den DAC konzentriert, kann der anfängliche ADC als „Torwächter“ der digitalen Klangqualität betrachtet werden. Herkömmliche ADCs leiden unter einem grundlegenden Fehler, der als „Aliasing“ bekannt ist: eine zerstörerische Form der Verzerrung, bei der hochfrequentes digitales Rauschen in die hörbaren Musikfrequenzen zurückfließt und die präzisen Timing-Informationen der Originalaufnahme dauerhaft beschädigt. Um dies zu umgehen, verwenden professionelle Standard-Recorder grobe „Halbband“-Filter, die die Klangqualität beeinträchtigen und bereits an der Quelle Timing-Fehler verursachen. Der speziell für den Quartet entwickelte Pulse Array ADC schreibt dieses Szenario komplett neu. Durch den Einsatz proprietärer, fortschrittlicher Dezimierungsfilter eliminiert er Aliasing-Verzerrungen vollständig aus seinem massiven 104-Megahertz-Noise-Shaper-Ausgang. Für den Musikliebhaber bedeutet dies, dass die anfängliche Umwandlung von einem Live-Mikrofon oder Masterband in digitale Daten endlich mit absoluter Kleinsignalgenauigkeit und ohne messbare Rauschpegelmodulation erfolgt.
Der klangliche Vorteil dieser fortschrittlichen ADC-Architektur ist eine radikale Verbesserung der Transparenz und des Realismus beim Archivieren oder Anhören analoger Quellen. In Hörtests, bei denen der Quartet-ADC mit branchenüblichen, professionellen High-End-Studio-Wandlern unter Verwendung reiner Masterbänder verglichen wurde, war der klangliche Sprung enorm. Da der Pulse-Array-ADC die ultrafeinen zeitlichen Hinweise bewahrt, auf die sich das menschliche Gehirn stützt, um ein Klangbild zu erzeugen, klingen Instrumente nicht mehr mechanisch. Der Quartet-ADC stellt sicher, dass das entscheidende An- und Ausklingen jeder einzelnen Note vollkommen intakt bleibt.
Zwei-Box-Konzept: Von Rob Watts entworfenes Netzteil mit ausgefeilter HF-Entstörung
Der Quartet ist als Zwei-Box-System konzipiert und verfügt über ein separates, von Rob Watts entworfenes Netzteil mit ausgefeilter HF-Entstörung. Eine proprietäre „Pinch-off“-HF-Filterarchitektur verhindert, dass sich internes Rauschen über den Signalweg ausbreitet, wodurch ein Gerät, das an das Stromnetz angeschlossen ist, die klangliche Reinheit erreicht, die man normalerweise von batteriebetriebenen Geräten kennt. Zu den weiteren Funktionen gehört ein 108-Bit-Digital-EQ mit zehn Reglern und verlustfreier Bearbeitung, der erstmals im Mojo 2 zum Einsatz kam und einen Einstellbereich von ±18 Dezibel bietet. Dadurch kann das Quartet große Unterschiede in der Dateiqualität über verschiedene Genres und Jahrzehnte hinweg ausgleichen und dem Nutzer die vollständige Kontrolle über die Klangregelung ohne Qualitätsverlust ermöglichen. Die Rückseite verfügt über einen isolierten USB-B-Anschluss, zwei BNC-Anschlüsse, die eine Ausgabe von bis zu 768 Kilohertz unterstützen, sowie optische Anschlüsse, analoge Cinch-Eingänge für den ADC und eine programmierbare Latenz von 10 Millisekunden bis drei Sekunden für eine unkomplizierte audiovisuelle Integration.
Hinweise für Redakteure
Das „Quartet“ kann ab sofort zum Preis von 32.000 Euro bestellt werden. Es wird mit einer fünfjährigen Garantie geliefert und ist in den Farben „Argent Silver“ oder „Jett Black“ erhältlich. Das dazugehörige Choral Ensemble Stand System ist separat erhältlich.
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