tests/22-07-15_plixir
 

Plixir Elite BAC 150e, 400e und 1500e

15.07.2022 // Wolfgang Kemper

Die Größe der symmetrierenden Trenntrafos bestimmt die Belastbarkeit
Die Größe der symmetrierenden Trenntrafos bestimmt die Belastbarkeit

Zuhause hatte ich inzwischen das große Plicir Elite 1500e anstelle meiner Mudra-Netzleiste installiert. Nur die Air Tight Röhren-Monos bekamen ihren Strom vom gefilterten Ausgang der Mudra Max. Es spielte keine Rolle, ob ich die Musik vom Wadia-CD-Spieler oder vom Daphile-NUC mit dem Ferrum Hypsos Netzteil hörte, wenn der Plixir im Spiel war, klang es zweifelsfrei besser. Hier war wieder die Ruhe spürbar, und zwar sehr ausgeprägt, welche die Musik von Artefakten und Nervosität befreit. Es war leichter, schöner und mit mehr Genuss verbunden, so Musik zu hören. Der Grundtonbereich war kraftvoll und ausgeprägt aber in keinem Fall überbetont. Er überlagerte nichts, sondern gestaltete alle Musikstücke packender. Nnenna Freelons Album Live habe ich selten so entspannt genossen. Erstaunlich war, dass ich Musikpasssagen, die mir sonst auffallen, weil sie sich – wie bei „Body and Soul“ Orgel und Bass – in den Vordergrund drängen, mit dem Plixir einfach nur Bestandteil der Musik sind. Sehr schön und überzeugend. Neben CD-Laufwerk, D/A-Wandler und Vorverstärker schloss ich nun auch die Air Tight Mono-Endstufen an den 1500e. Mal hören, wie hier Hugh Masekelas „Coal Train“ klang. Das Bassgewitter war eindeutig weniger imposant, da meine Vollbereichsbändchen im Tiefbass nicht die Energie freisetzen, wie es die Living Voice meines Freundes können. Aber trotz der nicht unbescheidenen Leistungsaufnahme der Air Tight ATM-3 klang das Schlagzeug plastisch, detailliert und dynamisch. Bei Nnenna Freelons „Body and Soul“ fiel mir auf, dass die Hammond-Orgel nicht mehr so stimmig hintergründig und plastisch einsetzte, sondern sich eher etwas polternd in den Vordergrund drängte. Also ließ ich die Röhren-Endstufen am 1500e und schloss die anderen drei Geräte am BAC 400e an. Das machte einen deutlichen Unterschied. Die Orgel ordnete sich wieder ins Gesamtbild ein. Die Musik wurde räumlich tiefer, die einzelnen Instrumente wohl sortiert dargestellt. Offenbar macht es sich bezahlt, die Plixir-Trenntrafos nicht bis an ihre Grenzen zu nutzen, weil der Trafo sonst in die Sättigung geht. Dann ist nicht nur die Dynamik des Verstärkers limitiert, sondern auch die anderen angeschlossenen Geräte können nicht mehr „frei atmen“. Wem die Investition in einen der großen Plixir Elite BAC zu kostspielig ist, kann dennoch einen erheblichen musikalischen Mehrwert erleben, indem er die weniger Leistung fordernden Geräte der Audio-Kette über einen Elite-Trenntrafo betreibt. In den Wochen, in denen ich mich mit den Plixirs beschäftige, wurde klar, dass ihre Qualität beim Langzeithören besonders auffällt. Dabei ist es gerade die Unauffälligkeit, die die Elite BAC zum Segen der Musik ins Spiel bringen. Diffuses, Nerviges, Lästiges – all das verschwindet oder wird zumindest deutlich reduziert. Soloinstrumente wie Gitarre oder Streicher gewinnen an Struktur und Schönheit, wirken oftmals etwas voluminöser und klangfarbenstärker, in jedem Falle authentischer. Nachteile generieren die Plixir bei ausreichender Dimensionierung nie. Die berüchtigte Dynamik-Limitierung manch anderer Strom-Optimierer ist ihnen fremd. Vor allem ist es die Ruhe, die hier zur Musik beiträgt. Der sauber strukturierte Tief- und Grundtonbereich, fein gezeichnet und trocken-präzise, dient ebenfalls der Authentizität. Und so ganz nebenbei für diejenigen, die viel und gerne experimentieren: Nicht jedes Gerät ausphasen zu müssen schafft ein beruhigendes Gefühl der Sicherheit.

Das schlichte Design der Plixir Strom-Konditionierer gleicht dem der Linearnetzteile
Das schlichte Design der Plixir Strom-Konditionierer gleicht dem der Linearnetzteile

STATEMENT

Wer nicht bereits eine hochkarätigen Stromversorgung in seiner Anlage besitzt, sollte sich die Plixir Elite BAC einmal anhören. Aber selbst bei schon guten Gegebenheiten, können die symmetrierenden Trenntrafos das Klang-Niveau noch anheben. Man sollte sie erlebt haben.
Gehört mit Anlage 1
Musik Server/Player Antipodes K50 mit Roon Server und HQ-Player
Netzwerk Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2
DA-Wandler PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning und Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die Analog-Platine
Vorverstärker Audio-gd Master 1 Vacuum
Endstufe für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100
Equalizer LA-Audio EQ231G für Bass
Lautsprecher Triangle Grand Concert
Zubehör Audioquest Dragon 48 HDMI; Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Elementa Advance und Alzirr XLR, QED Genesis Silver Spiral und Supra XL Annorum LS mit Enacom LS, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC, Source und NRG-X2 Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis
Gehört mit Anlage 2
CD-Laufwerk Wadia WT 3200
Computer Intel Nuc Pentium Silver 1,5 GHz, SSD mit Ferrum Hypsos, Daphile-Player 21.01und Qobuz
Reclocker Mutec M-3+ Smartclock USB
DA-Wandler Antelope Zodiac plus
Vorverstärker Audio-gd Master 9
Endstufe AirTight ATM-3
Lautsprecher Analysis-Audio Epsylon
Zubehör Siltech Royal Signature Golden Universal II USB, JIB
Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU , Siltech Classic Legend 680i Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral LS mit Enacom LS, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer-Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters
Gehört mit Anlage Lutz M.
Musiserver Innuos Zenith MKIII
Reclocker Innuos Phoenix USB
DA-Wandler Lampizator Baltic 3
Verstärker Lavardin ISX Reference
Lautsprecher Living Voice OBX-RW
Zubehör AHP Klangmodul G3 mit Kupfersicherung, Oyade Wandsteckdose, Vibex Plumir Netzleiste, Vovox Excelsus Strom- NF- und LS-Kabel, Habst Ultra 3 USB
Herstellerangaben
Plixir Elite BAC 150e
Anschlüsse Zwei Schukosteckdosen
Ausgangsleistung 100 Watt, kurzzeitig 150 Watt maximale Belastbarkeit
Ausgangsspannung 220 bis 240 Volt symmetrierte Wechselspannung, 50 Hz
Eingang Kaltgerätebuchse C13
Leistungsaufnahme < 5 Watt im Leerlauf
Abmessungen (B/H/T) 160 x 70 x 230 mm
Gewicht 5,3 kg
Lieferumfang Netzkabel
Farbe schwarz
Preis 749 Euro
Herstellerangaben
Plixir Elite BAC 400e
Anschlüsse Vier Schukosteckdosen
Ausgangsleistung 260 Watt, kurzzeitig 400 Watt maximale Belastbarkeit
Ausgangsspannung 220 bis 240 Volt symmetrierte Wechselspannung, 50 Hz
Eingang Kaltgerätebuchse C13
Leistungsaufnahme 5 Watt im Leerlauf
Abmessungen (B/H/T) 165 x 130 x 240 mm
Gewicht 8,6 kg
Lieferumfang Netzkabel
Farbe schwarz
Preis 1.399 Euro
Herstellerangaben
Plixir Elite BAC 1500e
Anschlüsse Fünf Schukosteckdosen
Ausgangsleistung 1000 Watt, kurzzeitig 1500 Watt maximale Belastbarkeit
Ausgangsspannung 220 bis 240 Volt symmetrierte Wechselspannung, 50 Hz
Eingang Kaltgerätebuchse C13
Leistungsaufnahme < 15 Watt im Leerlauf
Abmessungen (B/H/T) 285 x 142 x 288 mm
Gewicht 24 kg
Lieferumfang Netzkabel
Farbe schwarz
Preis 3.499 Euro

Vertrieb
AUDIO-TRADE Hi-Fi Vertriebsgesellschaft mbH
Anschrift Villa Belvedere
Wallufer Straße 2
D-65343 Eltville am Rhein
Telefon +49 6123 9258956
E-Mail info@audiotra.de
Web www.audiotra.de


  • iFi iDSD Phantom

    Der iDSD Phantom vereint Streamer, DAC und Kopfhörerverstärker in bester iFi-Manier zu einem Alleskönner. iFi erreicht damit die höchstmögliche Ausbaustufe von stationärem HiFi. Abgerundet wird das Paket von einem aufwendigen Gehäuse und sowohl einer Transistor- als auch einer Röhren-Ausgangsstufe. Gerade im mobilen Bereich hat iFi in der Vergangenheit viele Geräte entwickelt, die einen Vergleich mit dem berühmten Schweizer Allzwecktaschenmesser nicht im Geringsten scheuen müssen. Mit dem Phantom hält die – nahezu – unbegrenzte Vielfalt an…
    05.05.2026
  • Pro-Ject Flatten it

    Das Thema thermische Behandlung von Festplatten, Kabeln oder Schallplatten wurde in Hifistatement mehrfach ausführlich behandelt. Heute geht es um den Flatten it Schallplatten-Bügler von Pro-Ject, der dank seines attraktiven Preises ein Angebot für jedermann sein könnte. Dirk Sommer hat an dieser Stelle seit Jahren immer wieder über Kältebehandlungen zur Klangverbesserung explizit bei der Firma CoolTech berichtet. Das liest sich überzeugend, ist aber mit ein wenig Aufwand verbunden, der selbst manch eingefleischtem Audio-Freak zu lästig erscheint.…
    28.04.2026
  • Sumiko Oriole

    Sumikos Firmensitz befindet sich in Mineapolis, USA im Bundesstaat Minnesota. Von hier aus werden die Tonabnehmer weltweit vertrieben. Hergestellt werden sie allerdings in Japan bei Excel Sound in Yokohama. Dort werden die Systeme seit 1982 von ausgewählten Handwerkern handgefertigt. Das neu auf dem Markt befindliche Oriole aus der Reference-Serie von Sumiko liegt preislich und klanglich in der Mitte zwischen dem Starling und Songbird aus gleichem Hause. Oriole ist übrigens die englische Bezeichnung für den hierzulande…
    24.04.2026
  • WestminsterLab Omne

    Ich schätze WestminsterLab-Komponenten für ihre Musikalität und Authentizität, die den Zugang zur Musik ganz selbstverständlich öffnen. Diese Qualität verspricht nun WestminsterLab in Form des Omne, einem Vollverstärker, der das gesamte Westminster-Lab Erlebnis in einem All-in-One-Paket vereinen soll. Ein Versprechen, das neugierig macht. Als Angus Leung den Omne Vollverstärker Anfang Februar 2025 in Hamburg präsentierte, ging es ihm erkennbar nicht um die übliche Choreografie aus Neuheit und Superlativen. Im Zentrum stand für ihn vielmehr die Antwort…
    21.04.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein Nachtrag

    Klanglich, optisch und in Sachen Verarbeitung hat mich der SOtM sMS-2000 rundum begeistert. Im täglichen Betrieb erweist er sich als komfortabel und bisher völlig stabil. Die Einrichtung einer zusätzlichen internen Festplatte hätte allerdings Programmierkenntnisse in Linux erfordert. Ich habe deshalb die zum Lieferumgang gehörende SSD aktiviert. Beim kürzlich erschienenen Test agierte der sMS-2000 ja lediglich als Streaming Bridge. Die Musikdaten bezog er vom Melco N1Z H60/2 über Ethernet, denn die Kombination eines netzwerkgebunden Servers als…
    17.04.2026
  • Soulnote A-2 ver.2

    Ist man, wie ich, seit zwei Jahren zufriedener und stolzer Besitzer eines Soulnote A2 Vollverstärkers, kann man durchaus unruhig werden, wenn da eine Version 2 auf den Markt kommt. Klingt diese nun besser? Sollte ich meinen A2 verkaufen, um den neuen zu erwerben? Lohnt das, und macht der Vorteil auch den Preisunterschied wett? Mein Soulnote A2 stand damals mit rund 7.000 Euro in der Preisliste. Sein Nachfolger A2 ver.2 ist exakt 1500 Euro teurer, also…
    14.04.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.