tests/24-10-15_revival
 

Revival Audio Atalante 3

15.10.2024 // Finn Corvin Gallowsky

Die Atalante 3 ist mit einem 18-Zentimeter-Tiefmitteltöner und einem 28 Millimeter Hochtöner der kleinste Lautsprecher der Atalante-Serie. Optisch ist sie genauso ein Schmuckstück wie ihre großen Geschwister. Ob sie wie ihr mythologisches Vorbild der Sprint-Serie davonläuft wird sich im Test zeigen.

Den ersten Kontakt mit Revival Audio hatte ich beim Test der Sprint 3. Wenn Sie etwas mehr über Revival Audio erfahren möchten, lesen Sie dort gerne noch einmal nach. Zum Abschluss des Artikels hatte ich im Statement formuliert, dass die günstigere Sprint 3 neugierig auf die Atalante 3 macht. Daran hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert und ich habe mich sehr auf den Test der Atalante gefreut. Im Testverlauf habe ich dann aber festgestellt, dass man die Atalante 3 nicht als bessere Sprint 3 sehen sollte, sondern sie durchaus, neben einigen Gemeinsamkeiten mit der Sprint, ihre ganz eigenen Tugenden entfaltet. Aber dazu später mehr.

Mit ihren 39 auf 24 auf 27 Zentimetern gehört die Atalante 3 eher zu den größeren Kompaktlautsprechern
Mit ihren 39 auf 24 auf 27 Zentimetern gehört die Atalante 3 eher zu den größeren Kompaktlautsprechern

Der augenscheinlichste Unterschied zur bereits getesteten Sprint ist das Design und die Verarbeitung der Atalante. Sie ist ein Schmuckstück. Echtholz, Schattenfuge, Ziereinlage, eingelasertes Logo: optische und haptische Details, die Eleganz und Qualität ausstrahlen. Die Atalante kann sich durchaus mit einem schönen Möbelstück messen. Dass ich ein Fan von dunkleren Hölzern bin, ist wohl kein Geheimnis mehr und so holt mich das Walnussgehäuse mit seinem Retro-Charme voll ab. Ihr Übriges zur Vervollständigung des Eindrucks trägt die außermittige, obwohl klanglich nicht irrelevante, aber dennoch aus der Mode gekommene, Positionierung des Hochtöners bei. Durch die zweiteilige, magnetisch auf Abstand gehaltene Frontblende wird eine Prise Moderne eingestreut. Neben der Walnussvariante ist auch eine Ebenholzausführung erhältlich.

Die zweiteilige Abdeckung scheint auf der Front zu schweben
Die zweiteilige Abdeckung scheint auf der Front zu schweben

Die Treiber der Atalante ähneln denen der Sprint, setzen sich jedoch in einigen Details auch akustisch ab. In der Atalante kommen wie in der Sprint ein 18-Zentimeter-Tiefmitteltöner aus Basaltfaser und ein 28-Millimeter-Hochtöner zum Einsatz. Die deutlich mächtigere Konstruktion des Tiefmitteltöners lässt sich unschwer erkennen, die aufwendige auf Simulationen basierende rückseitige Absorbtionskammer des Hochtöners ist zwar unsichtbar, soll sich jedoch deutlich in den Messwerten und einer noch niedrigeren Resonanzfrequenz widerspiegeln. Der Mehraufwand bei der Atalante lässt sich ebenso im Aufbau der Frequenzweiche beobachten: Dem Tieftöner beispielsweise wird eine Luftspule spendiert. Als Verkabelung wird „Skyline“ von Van Den Hul verwandt. Dabei bleibt man der goldrichtigen Philosophie „Es werden so wenige Bauteile wie möglich verwendet, aber alle, die benötigt werden“ treu. Außerdem wird die Abstimmung der Frequenzweiche nicht nur durch Messungen, sondern auch Hörtests validiert.


  • Final UX5000

    Im Oktober habe ich den UX5000 in Warschau auf der Audio Video Show das erste Mal gehört. Zugegeben, Bluetooth-Overear-Kopfhörern gilt nicht unbedingt mein größtes Interesse, aber der UX5000 machte mich mit einigen Features neugierig auf einen Test. Final platziert das Modell an der Spitze seines Bluetooth-Kopfhörer-Line-Ups. Allein optisch spricht mich der UX5000 an. Schlicht und unauffällig, ohne ein Statement setzten zu wollen, um sich zwanghaft von der Masse abzuheben. Aber genau diese unaufgeregte Präsentation in…
    16.01.2026
  • Riviera Audio Laboratories APL1 und AFM70

    Den letzten Bericht über eine Vor-/Endstufen-Kombination schrieb ich vor beinahe anderthalb Jahren. Bis jetzt kam lediglich Wolfgang Kempers Test des Senna-Sound-Duos dazu. Sollte das daran liegen, dass es in diesem Bereich nicht allzu viele Innovationen gibt? Die edlen Amps von Riviera Audio Laboratories sind jedenfalls alles andere als Mainstream. Die Verbreitung von digitalen Verstärkermodulen hat zumindest bei mir dazu geführt, dass mich ein Großteil der modernen Endstufen-Kreationen einfach nicht mehr interessiert. Schaltnetzteile in Kombination mit…
    14.01.2026
  • Keces Ewave

    Nein, wir werden nicht zur PR-Abteilung von Keces oder Robert Ross' Vertrieb, der die Produkte aus Taiwan in Europa betreut und hierzulande vertreibt. Doch bei einem Gespräch über den Ephono+ merkte Robert Ross an, dass er soeben das erste Null-Serien-Modell des Keces-Switch erhalten habe und uns zusenden könne. Da konnte ich nicht widerstehen. Da die Serienmodelle noch im Januar ausgeliefert werden, kann ich mir mit dem Bericht über das Switch auch nicht allzu lange Zeit…
    09.01.2026
  • Keces Ephono+

    Nein, ich werde mich ab sofort nicht mehr nur mit günstigen Hifi-Komponenten beschäftigen, auch wenn durch den Test des erschwinglichen Eversolo DAC-Z10 und des Ephono+ der Eindruck entstehen konnte. Denn obwohl Keces der Signalverarbeitung und dem Netzteil je ein eigenes Gehäuse spendiert, ist die Phonostufe für gerade einmal 1.200 Euro zu haben. Ich habe zwar gegenüber Komponenten mit moderaten Preisen genau so wenig Berührungsängste wie gegenüber solchen mit exorbitant hohen – wie sich Anfang des…
    23.12.2025
  • Galion Audio Navy Röhrenvorverstärker

    Wir haben das röhrenbestückte Vorverstärker-Flaggschiff Navy des jungen kanadischen HiFi-Unternehmens Galion Audio unter die Lupe genommen. Der Line-Vorverstärker mit vier Doppeltrioden 12AT7 (ECC81) wartet nicht nur mit hochwertigen Bauteilen auf, sondern er ist das spannende Designprodukt eines high-fidelen Überzeugungstäters. Mir sagte der Markenname Galion Audio bislang wirklich gar nichts. Das junge Unternehmen aus Québec in Kanada wurde 2020 von Thomas Tan, einem passionierten Audiophilen, YouTuber („Thomas & Stereo“) und Content Creator, gegründet. Ziel war, seine…
    16.12.2025
  • Eversolo DAC-Z10

    Meine beiden D/A-Wandler, der DAVE im Arbeits- und der HUGO TT2 im Wohnzimmer, werden serienmäßig von Schaltnetzteilen gespeist. Bei letzterem kommt seit einiger Zeit ein Ferrum Hypsos, bei Chord Electronics Topmodell ein lineares Dreifach-Netzteil zum Einsatz. Ein solches versorgt auch den Eversolo DAC-Z10 – zum Preis von 2.000 Euro. Und nein, es sind keine drei ausgelagerten Stromversorgungen, für die der genannte Preis gilt. Dafür bekommt man das vollständige Topmodell unter Eversolos DACs. Es ist schon…
    09.12.2025

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.