Viola – Crescendo und Concerto

11.04.2014 // Dirk Sommer

Violas kühl schimmernde Crescendo und Concerto schlagen die Brücke zwischen der Generation iPod und anspruchsvollen Audiophilen: Die erste dürfte das Bedienungskonzept, die zweiten die inneren Werte und der Klang ansprechen. Freuen Sie sich auf eine gelungene Synthese aus Innovation und Traditionsbewusstsein

Schörkellos und von kühler Eleganz: die Gehäuse von Crescendo und Concerto (oben)
Schörkellos und von kühler Eleganz: die Gehäuse von Crescendo und Concerto (oben)

Als ich vor fast zehn Jahren das Vergnügen hatte, einen Viola Cadenza und Symphony für ein paar Wochen in meinem Hörraum zu Gast zu haben, konnten diese ihre Abstammung von den Cello-Ahnen nicht leugnen. Und das war keineswegs ehrenrührig: Denn nicht nur bei Cello, sondern auch schon bei den Geräten von Mark Levinson bildeten Tom Colangelo und Paul Jayson das „Engineering and Design Team“. Bald nachdem Mark Levinson seine Firma und die Markenrechte an seinem Namen verkauft hatte, gründete er Cello Audio und übertrug die technische Entwicklung wieder Colangelo und Jayson. Für Cello entwarfen sie noch heute gesuchte Geräte wie die kleinen Encore Monos, die Audio Suite und die Audio Palette. Im Jahr 2001 wurden dann die Viola Audio Laboratories gegründet, und wieder teilten sich Colangelo und Jayson die technische Leitung der Firma. Ihre Zusammenarbeit dauerte bis zum tragischen Tod von Tom Colangelo im September 2007 an. Aber auch danach zeichneten sich die Produkte von Viola durch möglichst einfache Schaltungen, die besten Bauteile und feinste Verarbeitung aus.

Mit dem iPod touch als Fernbedienung lassen sich die Eingänge benennen und auswählen
Mit dem iPod touch als Fernbedienung lassen sich die Eingänge benennen und auswählen

Crescendo und Concerto nehmen in Violas Produkthierarchie eher niedrige Ränge ein, sind aber vor allem deshalb interessant, weil sie sich schon äußerlich von den meisten anderen Vor- und Endstufen-Kombination ausgesprochen positiv unterscheiden und zumindest im Viola-Preisgefüge als halbwegs erschwinglich gelten dürften. Beide Verstärker finden im gleichen Gehäuse Platz, das aus einem massiven Aluminium-Block herausgefräst wurde. Das sieht nicht nur – unter anderem auch dank einer Viola eigenen, speziellen Eloxierung – gut aus, sondern soll die Elektronik auch bestmöglich vor Resonanzen schützen. Bei der Endstufe kann ein Großteil der entstehenden Wärme über das Gehäuse abgegeben werden. Den Rest übernimmt ein nach dem Venturi-Prinzip gestalteter Kühlkörper in der Gerätemitte. Der teilt das Gehäuse in zwei Hälften, in denen jeweils ein Kanal der spiegelsymmetrisch angeordneten Endstufe untergebracht ist.


  • SPL Performer s800

    Der SPL Vorverstärker Director konnte vor wenigen Monaten im Test klanglich überzeugen. Dies ist in hohem Maße der SPL-Voltair-Technologie zu verdanken. Die Stereo-Endstufe Performer s800 ist ebenfalls mit Voltair-Verstärkerzügen aufgebaut und weckt deshalb hohe Erwartungen. Voltair bezeichnet das besondere Konzept der Professional Fidelity Geräte von SPL, abgekürzt Pro-Fi-Serie. Die Spannung, mit der das Audio-Signal in den analogen Stufen verarbeitet wird, ist viermal so hoch als ansonsten in der HiFi-Verstärker-Technik üblich. Voltair arbeitet mit einer Spannung…
    10.10.2016
  • PS Audio BHK Signature 300 Amplifier

    Rechnet man die Einstiegsdroge Sprout hinzu, hat sich PS Audio im Laufe der letzten Jahre zum Elektronik-Vollsortimenter entwickelt: Von der Stromversorgung über digitale Quellen, eine Phonostufe und den erwähnten Vollverstärker bis zu Vor/Endstufen-Kombinationen reicht das attraktive Angebot – und mit letzteren wendet sich Paul McGovan erstmals auch an „Tube Roller“. Als „Tube Roller“ bezeichnet man übrigens Hifi- und Technik-Begeisterte, deren Hobby es ist, die serienmäßig in den Geräten eingesetzten Röhren gegen ähnliche, kompatible Modelle auszutauschen…
    29.08.2016
  • Bryston 4B³

    40 Jahre und kein bischen leise – so lange gibt es die High End Ikone Bryston 4B bereits und auch das aktuelle Modell der brandneuen Cubed Serie hat wiederum 20 Jahre Garantie. Eine Ewigkeit in unserer schnelllebigen Welt. Es gibt sie noch die zeitlosen Klassiker, die niemals alt werden und deren jeweils aktuelles Modell die Käufer immer wieder begeistert. Wenn wir an Autos denken, dann gehört ein Porsche 911 sicher dazu, aber auch im High…
    05.07.2016