HIGH END 2025: Messerundgang mit Finn Corvin Gallowsky – Teil 1
20.05.2025 // Finn Corvin Gallowsky
Wie üblich beginne ich die Berichterstattung so kurz nach der Messe mit ersten spannenden Produkten und Neuheiten in Form von Fotos mit Bildunterschriften. Im Laufe der Woche wird noch eine weitere beschriftete Bildergalerie folgen, bevor zum Wochenabschluss verschiedene Geräte wortreicher beleuchtet werden
Bei Qobuz gab es allen Grund zum Feiern. Qobuz Connect ist endlich fertig. Somit können ab sofort viele Geräte direkt aus der App über WLAN mit Musik versorgt werden! Darauf habe wohl nicht nur ich sehnsüchtig gewartet
Sollte Ihnen übrigens mal etwas in der Qobuz-Bibliothek fehlen, können Sie unter Einstellungen in der App fehlende Alben melden und das Team versucht dann, Ihren Wunsch umzusetzen
Vom ultraexklusive Hornsystem Acapella Hypersphere wird es nur fünf Exemplare geben. Das Horn selbst kann in seiner Form nicht verändert werden. Alle anderen Faktoren jedoch können vom zukünftigen Besitzer gestaltet werden, so dass fünf Unikate entstehen
Das Riesen-Basshorn wurde lediglich im Modell gezeigt, gehört aber für den Endkunden zum System und wird je nach räumlicher Gegebenheit in seiner Größe zwischen 5 und 10 Metern Höhe angepasst. Alle benötigten Endstufen werden ebenfalls von Acapella gefertigt und gehören zum Gesamtsystem. Die fünf einzigen Exemplare werden weltweit versteigert
Die mächtige Soundspace Systems Aidomi passt wunderbar zum ebenfalls monolithisch anmutenden Acoustical-Systems-Laufwerk
Seit der Audio Video Show Warschau dieses Jahres wächst ADMD. Der Lausprecher im späten Protypenstadium mit aktiver analoger Frequenzweiche bewies, dass sich die Ingenieure nicht nur auf DACs verstehen
Der Line DAC in unsymmetrischer Ausführung ist bereits für 10.000 Euro erhältlich. Ein symmetrisches Modell soll in etwa einem halben Jahr folgen
Amphion bewies mit weniger effekthaschenden immersiven Aufnahmen, dass (Atmos-)Mehrkanalsysteme definitiv einen Mehrwert gegenüber reiner Stereowiedergabe bieten können. Gleichzeitig wurde mit ArgonX ein Update der Argo-Serie, unter anderem mit einer optimierten Frequenzweiche vorgestellt
Die Elektronik von NuprimeX war untereinander über ein IP-basiertes Audioprotokoll (AoIP) vernetzt, das besonders das Einrichten komplexer Mehrkanalsysteme erleichtert. Das Audiosignal eines HDMI-Ausgangs kann beispielsweise auf AoIP gewandelt und über lange Strecken transportiert werden. Viele NuprimeX-Geräte sind darüber hinaus modular erweiterbar. Professionelle Funktionalität bei überraschend moderatem Preis
In den lichtdurchfluteten Ausstellungsräumen ATRs im Drivers Club gegenüber des MOCs spielte unter anderem die gewaltige ATC SCM150ASL für etwas über 36.000 Euro
Die Auflösung der ebenfalls aktiven SCM20ASL für knapp 9.000 Euro stand der großen 150er allerdings kaum in etwas nach. Lediglich im Bassbereich war sie auf einen Subwoofer angewiesen
Mit dem Aquila X3 (15.000 $) kulminiert bei Auralic das maximal Mögliche in einem Gerät
Er verbindet Auralics Fusion DAC II, die LEO Clock und einen CD-Spieler in einem mit verschiedenen Materialien gestaltbaren Gehäuse
Wie sich an den Anschlüssen rechts erkennen lässt, ist das Netzteil nicht nur extern ausgeführt, sondern auch noch in Prozessor- und Audioversorgung unterteilt…
…dazu kommen gleich drei Ringkerntrafos zum Einsatz
Wie üblich beweist Cardas einen besonderen Humor. Der gute Ruf ihrer Kabel eilt ihnen ohnehin voraus
Das aufwendige, am goldenen Schnitt orientierte Innenleben spricht für sich
Neu bei Cayin: Der mächtige mobile Kopfhörerverstärker C9ii (2690 Euro)
Außerdem der groß geratene Dongle RU9 mit LDAC (650 Euro) und der DAP N6iii (1.700 Euro). Das Besondere am N6: Er kann mit verschiedenen Modulen (je 400 Euro) ausgestattet werden, die jeweils über einen anderen DAC verfügen! Da der Austausch jetzt werkzeugfrei erfolgt, sind Module der Vorgänger leider nicht mehr kompatibel
Die Gelegenheit, eine große Cessaro zu hören, sollte man nutzen
Electrocompaniet hat mit dem EC 5 einen Vorverstärker mit maximal kurzem Signalweg und höchster Präzision entwickelt. Seine Widerstands-Lautstärkeregelung arbeitet in 0,1-Dezibel-Schritten. Der Pre wird um die 15.000 Euro kosten und soll noch dieses Jahr erhältlich sein
Bei ESD ging es dieses Jahr optisch etwas weniger spektakulär zu. Wirklich kleiner als in den Jahren zuvor war ihre Vorführanlage dennoch nicht. Nur die Lautsprecher des Super Phoenix Systems kosten weit über 600.000 Dollar
21 Jahre High End in München und 21 Paare des KIM Sondermodells mit Echtholz-Front beim Fink Team
Der Hochtöner wurde – natürlich – von Karl-Heinz Fink entwickelt
Alle 21 Paare der KIM MOC Farewell Edition werden in Handarbeit von Norbert Theisges gefertigt. Von nun an wird er als langjähriger Mitstreiter von Karl-Heinz Fink die Leitung bei Fink Team übernehmen
Göbels Divin Comtesse (https://www.hifistatement.net/tests/item/4018-goebel-high-end-divin-comtesse) war Anfang des Jahres bei Dirk Sommer im Hörraum zum Test zu Gast
Die größere Divin Noblesse (250.000 Euro) harmonierte mit den Vitus SM-025 Mk.I (55.000 Euro) Monoblöcken auf fantastische Weise: unglaublich ruhig, kontrolliert und mit einer Feinzeichnung, die man von einem derart großen Lautsprecher nicht erwartet
Mit ihrem Da Vinci (circa 43.000 Euro) zeichnet Crystal Cable für die Verbindung zwischen Endstufen und Lautsprechern verantwortlich
Der Streamer ZENith Next-Gen (20.700 Euro) von Innuos, der Rest der Elektronik stammt ebenfalls von Vitus Audio
Der Plattenspieler Modell 35 Silver von SME kostet mit Tonarm um die 38.000 Euro
Ein Blick ins Innere einer SM-025 zeigt den sauberen Aufbau mit mächtigem Trafo samt Siebung
Marcin Ostapowicz spielte angenehm leise und zeigte damit nicht nur, wie makellos sein Server XACT S1 Evo als Herzstück der Anlage agierte…
…sondern auch wie fließend die Thrax Lyre SE (23.800 Euro) mit Hades Basserweiterung (16.320 Euro) an Thrax Elektronik die Musik vor absolut schwarzem Hintergrund wiederzugeben wussten
Mit dem U2x für etwa 11.000 Euro bietet Lumin einen aufgebohrten U2 an. Er verfügt über ein externes Netzteil,…
…einen entkoppelten USB-Ausgang und sowohl einen Clock-Ein- als auch Ausgang
Bei Lyravox gab es dieses Jahr nur etwas zu sehen. Ich durfte den neuen Karlsson Mini Tower allerdings schon in der Entwicklung hören und ich kann Ihnen versprechen: Der erste schmale Standlautsprecher von Lyravox hat es in sich
Als Freund von Aufstellungen mit eher kleineren Basisbreite holte mich die Kombi von Estelon, MSB und PS Audio mit ihrer holografischen Wiedergabe voll ab
Mutec, der Berliner Spezialist für genausten Takt bringt nach vierjähriger Entwicklung mit dem Astralius seinen ersten DAC
Er reclockt intern oder durch eine noch genauere externe Clock vor der Wandlung durch ES9039-Chips
Mit ihrem von weißen Tüchern umwehten Stand machte POET allein durch seine besondere Formsprache auf sich aufmerksam. Ihr Prinzip: Musikwiedergabe in moderner Form mit Klang nah am Studioideal
baretta°, eines der größten Modelle kostet knapp 14.500 Euro. Es ist als 2.1-System ausgeführt. Der linke und rechte Lautsprecher kann durchaus etwas entfernt vom Endstufen und Subwoofer enthaltenden Herzstück aufgestellt werden. So kommt baretta° echtem Stereo sehr nahe
Modell pandoretta° kostet 3.640 Euro. Ihr formschönes massives Echtholz-Podest kostet je nach Material um die 3.000 Euro
Die poet-zero ist laut Website eine „portable Bluetooth° Speakerin“ und kostet 1.890 Euro
Progressive Audios Evidence Diamond zum Paarpreis von 127.000 Euro faszinierte dank bester Komponenten und der analogen Aktivweiche mit trockener Attacke. Eine der präzisesten Einbindungen des Accuton-Hochleistungswoofers, die ich bisher höre durfte
Bei Quad gab es die neue Platina Serie zu hören. Der integrierte Verstärker mit DAC wird etwa 4.000, der CD-Transport 1.700 und der Streamer/DAC 3.000 Euro kosten.
Der kleine Integrierte Quad 3 ist mit 1.500 Euro deutlich günstiger
Hier einmal die neuen Quad 33 und Quad 303…
… und seine Urahnen
Mit RooExtend gewinnt Roon viele Zusatzfunktionen wie beispielsweise eine anpassbare Fernbedienung
Scan-Speak experimentiert mit nachhaltigen Niron-Magneten. Im Labor wurden in Hochtönern im Vergleich zu Neodym-Antrieben nur Abweichungen von etwa einem Dezibel erreicht
Die Abweichung bei Tiefmitteltönern ist bisher allerdings noch deutlich größer und ein Niron-Antrieb noch lange nicht marktreif
Diese kluge Laserbeschriftung von Silbatone verdient eigentlich einen Preis. Wie oft musste ich schon Anschlüsse erfühlen oder in Handbüchern nachschlagen, weil ich nicht mit einer Taschenlampe hinters Rack kriechen wollte…
Telos Audio Design aus Taiwan zeigt überwiegend Prototypen mit 3D-gedruckten Gehäusen
Die schwindelerregende Anzahl an Duelund-Kondensatoren zeigt aber, dass sie es ernst meinen
Dieses Monstrum soll mal eine Art Puffernetzteil werden
Transparent zeigt, wie hochwertig ihre Magnum-Opus-Reihe verarbeitet ist
Nachdem eine Vielzahl an Besuchern das Plattenspieler-Licht UberLight letztes Jahr am liebsten sofort auf der Messe gekauft hätte, ist es endlich bei Sieveking Sound erhältlich
Giovanni Roverelli zeigt, wie er seine VDM Akustikpanele (ab 750 Euro) aufwendig von Hand abstimmt
Bergmanns luftgelagerten Plattenspieler sind in einem neuen, industriell elegantem Finish erhältlich
iFi zeigt mit OMNI LAN einen Switch mit optischer galvanischer Trennung für noch störungsfreiere Verbindungen. Er kostet 800 Euro
Im dritten Teil des Messerberichts stelle ich ihnen einige weitere ausgesuchte Produkte in Wort und Bild vor. Wie üblich bei der Audio Video Show habe ich mich auf Neuheiten und vor allem auf Hersteller konzentriert, die in Deutschland selten oder gar nicht zu sehen sind. JL Audio, üblicherweise für Subwoofer bekannt, zeigte auf der AVS die Europapremiere ihres Primacy Systems. Es umfasst den Standlautsprecher T6 (110.000 Euro) und einen Kompaktlautsprecher S3 (75.000 Euro). Die gesamte…
Jedes Jahr aufs Neue habe ich den Eindruck, dass die Audio Video Show nochmals besser besucht ist als im Vorjahr. Während das neu erschlossene zweite Stockwerk der Ostseite des Stadiums im letzten Jahr noch etwas steril und vom Publikum übersehen wirkte, wurde es dieses Jahr vollumfänglich angenommen. Auch das Interesse an den besonders teuren und großen Systemen erschien mir lebhafter als noch im letzten Jahr. Besonders mit der Acapella Sphäron Excalibur wollten sich viele Gäste…
Dieses Jahr beginne ich meinen Rundgang im Stadion. Denn während in den Hotelräumen derselbe Charme wie jedes Jahr herrscht – hier geben sich etablierte Marken und kleine Manufakturen die Klinke in die Hand – expandiert die Messe gerade im Stadion stark. Letztes Jahr wirkten selbst große Marken etwas überfordert die neugewonnene Fläche angemessen zu nutzen. Nicht jeder schaffte es, in den großen Hörräumen die Anlagen in Szene zu setzen. Einige Systeme spielten dabei in recht…