HIGH END 2025: Messerundgang mit Finn Corvin Gallowsky – Teil 2
21.05.2025 // Finn Corvin Gallowsky
Heute folgt der zweite Teil des Messeberichts zur letzten Münchener High End. Zwischen Anlagen der Superlative finden sich auch preiswerte Offerten. Wieder versuche ich, Ihnen einen abwechslungsreichen Querschnitt der Messe in einer Bildergalerie mit Bildunterschriften wiederzugeben.
Mit einer um Wilson Audios WAMM Master Chronosonic und zwei Thor’s Hammer Subs gestaltete Anlage zeigte Audio Reference einer der aufwendigsten und teuersten Systeme der Messe. Der Gesamtpreis liegt jenseits von drei Millionen Euro
Als Antrieb dienten vier D’Agostino Relentless Monoblöcke samt neuer Relentless Vorstufe. Als Quelle standen wahlweise ein dCS Vivaldi Set oder ein VPI Direct Drive zur Verfügung
Die Racks stammen von Bassocontinuo, zur Verkabelung kam Nordosts Odin zum Einsatz. Außerdem wurden gleich zwei Stromtanks eingesetzt
dCS Lina DAC X in neuem Formfaktor basiert auf dem Lina Network DAC, unter anderem erweitert um Lautstärkeregler und Fernbedienung
Dan D’Agostino wird seine Digital Streaming Module natürlich auch um Qobuz Connect erweitern
Perlisten zeigt die S7t Black Edition in einem massivem Aluminiumgehäuse samt neu entwickelter Subwoofer D8is. Ein Paar Lautsprecher und Subwoofer kostet etwa 70.000 Euro
Bei Audioquest kehrten alle Komponenten den Besuchern den Rücken zu, denn die eigentlichen Stars waren natürlich die Kabel selbst
Auch der LS3/5a hat nichts zu melden. Hier hat das Type 9 Lautsprecherkabel (3m – 910 Euro) das Sagen
Das YG Acoustics/AVM/Siltech-System benötigt über 20 Paletten zum Transport und der Aufbau mit 12 Personen dauert etwa eineinhalb Tage
Acht AVM MA 8.3 Monoendstufen sorgten für insgesamt 8,8 Kilowatt (bei 4 Ohm) Antrieb
Das fünf Wege Lautsprechersystem mit externer Frequenzweiche kostet 900.000 Euro. Mit Elektronik werden 1,45 Millionen fällig. Für die passende Verkabelung sorgte Siltech
Zum 30. Canor Jubiläum ist auch der Vollverstärker Virtus A3 endlich erhältlich. Er kostet 6.000 Euro und bietet unter anderen einen Touchscreen im Lautstärkeregler, integrierten DAC und einen Doppelmono-Aufbau
Der Canor DAC Verto D4S und Verstärker Virtus I4S feierten ihre Weltpremiere
Ihrem Messestand haben HifiPilot Chefs Berthold Daubner und Jens Hörmann mit intelligent eingesetzten einfachen Mitteln zu einer warmen, einladenden Präsentation verholfen
Econiks neuer vollaktiver Standlautsprecher ELEVEN kostet 7.350 Euro
Buchardts Passivlautsprecher E50 wird komplett aus Echtholz gefertigt. Je nach Holz kostet er um die 4.000 Euro
Beste Komponenten von Purifi, Scan-Speak, Jantzen und Duelund ergänzen das Klangmöbel zu einem reizvollen Gesamtpaket
Neu im Programm: Der Röhrenverstärker TS120SE der Marke Galion leistet 75 Class-A- und 100 Class-A/B-Watt. Er kostet 5.700 Euro
Sein Herzstück sind KT88C Röhren
Die Galion Endstufe TS A75 ist mit 200.000 MIkrofarad gepuffert und liefert 100 Watt Class-A/B-Leistung am Ausgang. Sie kostet 2.030 Euro
Final präsentiert den DX6000 für 2.000 Euro. Der Treiber wird einschließlich Sicke in einem Stück gefertigt. Dies soll ihm zu akustischen Höchstleistungen verhelfen
Für den A10000 wurde eine Diamantmembran entwickelt, die praktisch so gut wie gar nicht verzerrt. Ein beindruckend homogen spielender In-Ear, der mit 3.000 Euro allerdings nicht gerade günstig ist
Zum Launch wird eine auf 300 Stück limitierte Sonderedition in einer Holzbox mit einem immer wieder neu faltbaren Blatt japanischen Zinnpapiers angeboten
Ideon zeigt des Innere seines Flaggschiff DACs ION (17.000 Euro)
Hier wurde der DAC um die Vorverstärkerplatine ergänzt und kostet in dieser Konfiguration 29.000 Euro
IO Design aus Italien zeigt seinen bisher größten Open Baffle Lautsprecher
KS Digital stammt aus der Studioszene. Ihr koaxialer Home Punkt 10 kostet 1.650 Euro pro Stück und ist eine Abwandlung ihres C5-Reference Studiolautsprechers
OePhis Ascendance 2.5 (weiß) kostet 5.500 Euro. Der mit Purifi-Treibern ausgestattete Transcendence 2.5 etwa 10.000 Euro
Takumis 2.1DC Plattenspieler kostet 1.700 Euro
Moonrivers neuer integrierter Verstärker 606 kostet 10.000 Euro, mit den Einschubkarten für Phono, Streamer und DAC 12.000 Euro
Für die Racks und Lautsprecherständer zeichnet Assos Woodworking aus Griechenland verantwortlich. Die Racks sind modular und mit versenkbaren Spikes ausgestattet. Die Lautsprecherständer werden passend zum jeweiligen Lautsprecher gefertigt
Ø Audio zeigt seinen größten Lautsprecher Verdande für 35.000 Euro mit bisher noch nicht eingepreisten Bassmodulen an Electrocompaniet Elektronik für etwa 85.000 Euro
Trotz Flatterecho hörte ich Suk Soo Kims Orchestalls noch besser als auf der Audio Video Show in Warschau
PCMs neue Prophecy Serie feierte auf der High End Premiere. Von rechts nach links: prophecy1 (3.800 Euro), phrophecy5 (6.000 Euro), prophecy7 (8.000 Euro), prohpecy9 (11.000 Euro) und prophecyC (2.800 Euro)
Die vorgeführte prophecy7 überzeugte mich mit einem homogenen und vollkommen unangestrengten Klangbild
Kleine Mitteltöner werden langsam wieder in. Der Mitteltöner der prophecy7 wird wie auch der Hochtöner durch einen spezielle Waveguide optimiert
Hier noch einmal das Mittel/Hochtonsystem mit eigener Montageplatte und der dazugehörigen Frequenzweiche
PMC zeigte das Innenleben der neuen Serie in ATL-Bauweise (Andvanced Transmission Line) freimütig
Das Laminair X Bodenelement der Lautsprecher soll Turbulenzen vermeiden
Pro-Jects Stereoanlagen-Lösung für einen Jetset-Lifestyle: Das TravelSet
Es enthält den Mini-Bluetooth Amp Stereo Box S3 BT, die Mini-Lautsprecher Speaker Box 3 E Carbon, passende Kabel und Absorberfüße
Pro meets HiFi: RME zeigt sein Multifunktionsinterface UCX II aus der Pro-Szene neben dem ADI-2/4 PRO SE DAC, der zwischen den Welten spielt
YGs Sonja spielten an zwei Soulnote M-3 Monoblöcken (je 20.000 Euro) und einer P-3 Vorstufe (21.000 Euro)
Als Quelle diente ein Thorens New Reference, der durch schwingungsdämpfende Technologie von Seismion beruhigt wird
Hier ausgestattet mit einem Thiele TA01, Reed 5T und Thorens TP 160
Stenheim war an verschiedenen Orten vertreten. In ihrem Hörraum im Atrium spielte eine Reference Ultime Two / SX. SX steht für die solide Aluminiumbasis, auf der der Lautsprecher ruht
Bei ATR im Drivers Club spielten unter anderem die Alumine Two.Five (26.000 Euro)…
…oder die Alumine Three für 40.000 Euro
TADs ME1TX (17.500 Euro) war pünktlich zur High End bereits bei uns im Test
Die TAD-GE1 „Grand Evolution One“ ist mit über 60.000 Euro empfindlich teurer als der kompakte ME1TX
Das Thales Reference Laufwerk ist mit einer internen Akkustromversorgung ausgestattet
Das eigentliche Glanzlicht ist aber der Fliehkraftregler, der für einen besonderen Gleichlauf sorgen soll
Unitra erweitert sein Porfolio um den DAC DSH-805…
…mit gleich zwei USB-Eingängen. Das Gerät soll noch diesen Herbst erhältlich sein
Der Vollverstärker WSH-805 wurde in der Classic Edition mit Holzwangen und Messing veredelt
Der Lautsprecher ZGZ-801 wird bald in einer mk2-Version erhältlich sein. Der Paarpreis von 5.000 Euro soll dabei stabil bleiben
Der von Unitra entwickelte Direktantrieb samt Steuerung NB-1 und der Tonarm R-10 sind jetzt für OEM-Kunden erhältlich. Beide kosten 1.200 Euro
Hier der Regelsensor im Detail
VPIs überarbeitetes Model One feierte auf der High End Premiere
VTLs an Siegfried orientierte Mono-Endstufe Lohengrin schöpft 400 Watt aus insgesamt 8 Röhren
In Zusammenarbeit mit GoldenSound hat Warwick eine spaßiger abgestimmten Signature Edition des Aperio entwickelt. Er wird wohl um die 40.000 Euro kosten
Warwicks ebenfalls beindruckender Elektrostat Bravura kostet je nach Farbe 6.750 Euro (silber) oder 7.500 Euro (schwarz)
Wiims neuer Amp Ultra ist ein Upgrade zum bisher erhältlichen Amo Pro. Er wird wohl um die 600 Euro kosten, setzte auf den ES9039Q2M, verfügt über ein Display und leistet 100 statt 60 Watt wie bisher der Amp Pro
Über den Subwoofer Ausgang lässt sich mit dem Amp ein 2.1-System realisieren
Ebenfalls neu: Der WiiM Sound Streaminglautsprecher und ein optionaler Sub sollen im dritten Quartal erhältlich werden
Jedes Jahr aufs Neue habe ich den Eindruck, dass die Audio Video Show nochmals besser besucht ist als im Vorjahr. Während das neu erschlossene zweite Stockwerk der Ostseite des Stadiums im letzten Jahr noch etwas steril und vom Publikum übersehen wirkte, wurde es dieses Jahr vollumfänglich angenommen. Auch das Interesse an den besonders teuren und großen Systemen erschien mir lebhafter als noch im letzten Jahr. Besonders mit der Acapella Sphäron Excalibur wollten sich viele Gäste…
Dieses Jahr beginne ich meinen Rundgang im Stadion. Denn während in den Hotelräumen derselbe Charme wie jedes Jahr herrscht – hier geben sich etablierte Marken und kleine Manufakturen die Klinke in die Hand – expandiert die Messe gerade im Stadion stark. Letztes Jahr wirkten selbst große Marken etwas überfordert die neugewonnene Fläche angemessen zu nutzen. Nicht jeder schaffte es, in den großen Hörräumen die Anlagen in Szene zu setzen. Einige Systeme spielten dabei in recht…
Ich gebe zu, dass dies unser erster Besuch der Finest Audio Show Darmstadt war. Der Grund dafür ist nicht, dass sie seit 2017 unter wechselnden Namen stattfand. Keiner unserer Autoren lebt im Rhein-Main-Gebiet, und unser Messekalender ist im Herbst mehr als gut gefüllt. Da haben wir andere Prioritäten gesetzt, was rückblickend wohl ein Fehler war. Die Veranstaltung in Darmstadt hat einen etwas anderen Charakter als die übrigen Regionalmessen. Zwar sind dort auch hin und wieder…