Das Forum der AAA fand 2026 zum 37. Mal statt. Es ist das Mekka für Leute, die sich der analogen Musikwiedergabe verschrieben haben. Seien es Schallplatten oder Masterbänder, Plattenspieler, Tonbandgeräte, Workshops oder Expertentipps: Für Musik- und Technikliebhaber hatte die Veranstaltung im Moerser Hotel Van der Valk jede Menge zu bieten.
Die ersten Besucher konnten es am Samstagmorgen kaum abwarten, und der eine oder andere wollte sich schon an der Kontrolle im Foyer des Van der Valk Hotels vorbeimogeln. Doch alle mussten sich gedulden, bis das Analogforum 2026 in Moers seine Türen für die Analogies öffnete. Um 10 Uhr war es endlich soweit: Wer bereits mit einem blauen Armband ausgerüstet war, durfte sich auf die Exkursion in die diversen Ausstellungsräume und zu den klanglichen Hotspots machen. Die Audio Analogue Association hat es mit seinem Vorsitzenden Ingo Hamecher und seinem Team auch in diesem Jahr geschafft, eine gelungene Veranstaltung für die Freunde des analogen Musikgenusses auf die Beine zu stellen. Das umfangreiche Angebot wurde von vielen Besuchern wahrgenommen. Kleiner Beleg: Der Parkplatz vor dem Hotel war schon vor 10 Uhr komplett belegt, und all diejenigen, die kurze Zeit später ankamen, mussten bereits einen kurzen Fußmarsch von der nächstgelegenen Parkmöglichkeit in Kauf nehmen. Indes: Das tat der Vorfreude keinen Abbruch. „Es ist wieder ein einmal eine tolle Veranstaltung“, war vielfach in den Gängen und beim Kaffee auf der sonnenüberfluteten Terrasse zu vernehmen. Tatsächlich hatte man als Besucher der Veranstaltung das Gefühl, dass man nach einem Jahr Pause alte Freunde wieder trifft, um gemeinsam mit ihnen zu fachsimpeln und Musik zu hören. Dazu passt auch der Slogan „analog – pure emotion!“, der als Motto die Titelseite des Veranstaltungskatalogs ziert.
Emotionen und Möglichkeiten zum Genießen gab es reichlich: Im Untergeschoss waren die Hersteller mit ihren Produkten und Anlagen zu bestaunen. Dort war es zur Prime-Time so belebt, dass man eine gewisse Standhaftigkeit mitbringen musste, um irgendwann in die begehrten Räume hineinzukommen. Unterschiedliche Workshops zum Thema Rock- und Popmusik, Geräte-Aufstellung, Hörvergleiche mit unterschiedlich geschliffenen Abtastdiamanten und Nadelträgern brachten den interessierten Gästen viele neue Erkenntnisse. Ach ja, Livemusik gab es natürlich auch. In der Bar zelebrierten Wolfgang Bernreuther, Götz Kelling-Urban gemeinsam mit Norbert Lehmann von Lehmann Audio den Blues. Im Wassermühlensaal ließ Zed Mitchell die Finger übers Griffbett fliegen und das Axel Fischbacher Trio bot zusammen mit Francois De Ribaupierre zeitgemäßen Jazz. Im großzügigen Händlerdorf konnte man sich mit analogem Material entdecken – von Second-Hand-Vinyl über hochwertige Reissues bis zu analogen Masterbändern. Selbst analoge Bilder-Kunst von Bettina Winkler wurde präsentiert und konnte erstanden werden.
Mein Fazit dieser zwei Tage in Moers: Das Analogforum wurde zwar nicht neu erfunden, und irgendwie kommt einem auch vieles bekannt vor. Allerdings: Wenn es einen Ort gibt, an dem man sich als Fan oder Interessierter in Sachen analoges Hören sicher und unter Seinesgleichen fühlen kann, dann ist es auf dieser einzigartigen Veranstaltung der Audio Analogue Association.

