HIGH END 2026: Messerundgang mit Finn Corvin Gallowsky – Teil 2
10.06.2026 // Finn Corvin Gallowsky
Gefühlt gab es auf der High End 2026 viel mehr zu sehen als noch letztes Jahr in München. Zum Großteil ist dies sicher auf die Vielzahl neuer Eindrücke ob der neuen Räumlichkeiten zurückzuführen. Dennoch, nicht nur die High End selbst, sondern auch das Marken-Portfolio verändert sich.
Ausführlichere Gedanken dazu und generell zu dem neuen High End Erlebnis in Wien werde ich im nächsten, ausführlicheren Bericht mit Ihnen teilen. Bis dahin können Sie sich wie üblich einen ersten mit Bildunterschriften kommentierten Überblick verschaffen.
AKM hat mit dem 4911/12 einen Mono/Stereo-OPAmp entwickelt, der sich im Hörvergleich gegen einen nicht genannten einschlägigen Konkurrenz-OP-Amp beeindruckend präsentierte
Amphion zeigte wieder ein Mehrkanalsystem basierend auf der überarbeiteten Argon-Serie. Diesmal ohne Höhenlautsprecher. Gründer und CEO Anssi Hyvönen verriet mir, dass er dabei ist, neue Ideen umzusetzen – vielleicht sogar noch mit einer Präsentation in diesem Jahr
Antipodes hat den Musikserver Oladra als eigene Marke aus dem Portfolio herausgestellt und bietet mit dem Sentia (35.000 Euro) …
… und dem Presence (58.000 Euro) zwei Ausbaustufen ihres High-End Servers. Klanglich sollen die Modelle kaum zu unterscheiden sein. Der Presence bietet jedoch eine umfangreichere Funktionalität. Oladra kann beispielsweise proprietäre Ausgänge für Ideon-, dCS- oder MSB-DACs zur Verfügung stellen
Audes zeigt mit einem schockierend großen Trafo, wie man bereits direkt am Stromanschluss für optimale Störungsfreiheit sorgen kann
Auer feiert die Premiere der neuen Versura V6 Reference für 100.000 Euro. Der geschlossene 3-Wege-Lautsprecher soll eine untere Grenzfrequenz von 20 Hertz (± 3 dB) erreichen und ist mit einem Diamanthochtöner ausgestattet
Ayon zeigt den neuen IRIS Networkplayer mit integriertem Vorverstärker und Ayons PCM-zu-DSD-Converter. Ein Exemplar sollte in Kürze bei Roland Dietl eintreffen
Die drei Ausbaustufen mit stärkerer Bauteilselektion XS, Signature und Ultimate kosten von 8.000 bis 15.000 Euro und sind jeweils aufrüstbar
Cardas fällt mal wieder durch eine augenzwinkernde Leichtigkeit der Markenpräsentation auf. Die Qualität ihrer Produkte überzeugt so oder so
Der Chesky Audio LC2 des sehr jungen Lucca Chesky überrascht mit einem innovativem 3D-gedruckten Gehäuse mit Alufrontplatte, überzeugenden akustischen Eigenschaften und einem günstigen Paarpreis von etwa 2.000 Dollar. Bisher sind die Lautsprecher nur im Direktvertrieb aus den Staaten erhältlich
Kaum ein Kabelhersteller ist enger mit der Musikwelt verknüpft als David Laboga. Wer sonst hat Kunden wie Al Di Meola oder Steve Lukather?
EiZZ war mir als Hersteller von Steckern durchaus bekannt. Auf der High End wurden Vertriebe für ihr Elektronikportfolio gesucht
In diesem Phono-Pre werden unter anderen Kondensatoren von Jensen und Rubycon verbaut
Der Plattenspieler samt Arm, Vor- und Phonovorstufe wusste zu überzeugen. Mit Kaiser Kawero! und Mastersound standen der chinesischen Elektronik auch hochklassige Spielpartner zur Verfügung
Elacs Concentro M 807 zum Paarpreis von 44.000 Euro im Schnitt
ESD war neuerlich ein Showhighlight. Das Super Dragon System kostet in dieser Special Edition 3,6 Millionen Euro
Wie unnachgiebig, selbstverständlich und doch hauchzart, sofern erforderlich, ein System dieser Größe Orchestrale Musik reproduzieren kann, ist schwer zu beschreiben
Das Finish der Hörner wird handgefertigt
Bei Ferrum unterhalte ich mich mit Hardwareingenieur Maksymilian Matuszak über den Stand des Ferrum Streamers BROEN. Aktuell noch mit Feinheiten beschäftigt, ist er zuversichtlich, dass das Gerät in den nächsten Monat Serienreife erhalten sollte
Das Hybridnetzteil HYPOSOS (ab 1.400 Euro), der Kopfhörerverstärker OOR (2.000 Euro), der Kopfhörerverstärker/DAC ERZO Gen 2 (1.800 Euro) gehören ebenso zum Portfolio wie der WANDLA (nicht im Bild), dessen GoldenSound Edition (3.300 Euro) gerade in Gen2 erschienen ist
Steckerproduzent First Tech aus Taiwan zeigt einen neuen UV-Druckprozess, der Farbdruck beispielsweise auf Lautsprecherterminals möglich macht
Kontrabassist Guy David Tuneh hat sich nicht nur des europäischen Vertriebs der Marke Fosi angenommen, sondern ist gleichzeitig auch federführender Berater und Designer des neuen Ingenius Zweigs, unter dem Fosi ein gehobenes Portfolio aufbaut
Der kleine Ingenius V4 Mini-Mono-Amp (500 Dollar) verfügt über ein internes Netzteil. Sonst war es bei den meisten Fosi-Produkten üblich, dass dieses hinzugekauft werden musste
Der V5-Mono basiert auf Ncore-Modulen, soll 550 Watt liefern und 1.000 Euro kosten
Genuin audio zeigte den Vollaktivlautsprecher alex (Paarpreis 22.600 Euro) am next Preamp (24.900 Euro) und Streamer tars (14.900 Euro)
Für den Plattenspieler drive (14.200 Euro) und den Einpunkt-Tonarm point (8.250 Euro) zeichnet Helmut Thiele als Entwickler verantwortlich. Der Subteller des drive wird von drei Motoren angetrieben
Auch der Tonabnehmer sting (3.750 Euro) ist ein genuin Produkt. Auf Wunsch kann man den Plattenspieler mit integrierter pearl Vorstufe (4.900 Euro) erhalten. In externer Ausführung kostet die Vorstufe 5.900 Euro. Als Paketpreis im Vollausbau ist der Plattenspieler bereits für 26.500 Euro erhältlich
GlaXfi hat sich auf die Entwicklung von Lautsprechern mit den Glastreibern von GAIT spezialisiert. Der Standlautsprecher FSP-24 soll 13.200 Euro kosten
Der Regallautsprecher BSP-24 soll etwa 3.000 Euro kosten. Die Treiberqualitäten sind klanglich inzwischen durchaus ernst zu nehmen und der Glaskonus nicht mehr nur lediglich ein Gimmick
Die Kombination von Göbel Lautsprechern mit Vitus Elektronik imponierte mir bereits letztes Jahr auf der High End. Auch die Premiere der Divin Monarque (470.000 Euro) wusste zu begeistern. Bereits vorab berichtete Kollege Thomas Heinemann über den Ausnahmelautsprecher. Gerätebasen und Füße stammen von Finite Elemente.
Graphite Audio ist bisher bekannt für Basen und Gerätefüße aus einem Spezialpolymer…
… und zeigte nun ein vollständig metallfreies Rack in einer Kombination aus Multiplex und Polymer
Mit der NLE-3 geht Harbeth einen eher ungewöhnlichen Weg und lagert den DSP und die Endstufen des aktiven Lautsprechers in eigene Gehäuse aus
Ideons neuer Flaggschiff-DAC AXIOM (180.000 Euro) spielte an Brodmann JB175 und emmLabs Elektronik
Das Herzstück des DAC basiert auf einer 16-kanaligen Architektur und ist ebenso wie das 2-Kilowatt-Netzteil und die aufwendige Re-Clocking-Einheit in einem eigenen Gehäuse untergebracht. DAC und Clock werden mittels IDEONs eigens entwickeltem Quantum Sync Interface verbunden.
Die Ausgangsstufe des AXIOM ist symmetrisch und ohne Kondensatoren im Signalpfad ausgelegt. So wird ein beeindruckender Dynamikumfang von 147 dBFS bei einer SNR von 138 dB erreicht
Inakustiks LS-8005 AIR Pure Silver setzt auf die bekannte, besondere Flechtweise von in diesem Fall 32 einzelnen Leitern. Mit einem Einstiegspreis von etwa 70.000 Euro dürfte es Ketten vorbehalten bleiben, in denen der Preis ohnehin keine Rolle mehr spielt
Soundspace Systems Robin (44.000 Euro) wird von einer Qualiton 300B (9.950 Euro) angetrieben. Als Quellen dienen ein LinnenberG VS30 Preamp & DAC (19.800 Euro) und ein J.Sikora Aspire (8.300 Euro mit Arm und Linearnetzteil)
Boaacoustic zeigt die neue Precision Line im tiefblauen PVC-Mantel. Als Leitermaterial dient versilbertes Kupfer im OCC-Herstellungsprozess. Digitalkabel sind bereits ab 106 Euro, Cinch- ab 186 Euro und SchuKo-Kabel ab 341 Euro zu haben
Die Lautsprecherkabel der Serie kosten 663 Euro aufwärts und sind wie bei Boaacoustic üblich mit austauschbaren Steckern versehen. So kann flexibel zwischen Bananensteckern und Kabelschuhen gewählt werden
Der bei uns quasi unbekannter Kabelhersteller Kácsa aus Ungarn fertigt bereits seit 1995
Auf der Messe konnte aus einer Vielzahl an Kabeln, farbigen Geflechtschläuchen und Steckern gewählt werden
Sein persönliches Wunschkabel konnte man sich sogar direkt auf der Messe fertigen lassen
Bei Keces war bereits ein Vorführmodell aus dem 3D-Drucker des S150 Integrated zu sehen. Der Vollverstärker soll im nächsten Jahr erscheinen
Der Euphony Streamer/DAC ist endlich serienfertig und dürfte bald bei Hifistatement im Test sein. Er wird 1.200 Euro kosten
Er verfügt auch über eine USB-Buchse zum Anschluss eines externen Laufwerks
Die Kharma Enigma Veyron und Goldmund Telos 8800 verschmolzen zu einem für Normalsterbliche unbezahlbaren Gesamtkunstwerk. Allein die vier Amps knacken die Million
Samt Lautsprecher und Verkabelung kratzt diese Anlage an der 2 vor sechs Nullen
LB Lautsprecher und Beschallungstechnik kommt, wie der Name schon sagt aus der PA- und Systemintegrationssparte. Der sympathische Geschäftsführer Wolfram Hacklinger zeigt mir die LB Control App, die mit den passenden Controllern sämtliche DSP-Operationen und Beam-Steering kontrolliert
Für den DE-Plan-Lautsprecher hält LB verschiedene Patente und erfüllt den Traum vieler Architekten, Ausstatter und – wie ich aus persönlicher Erfahrung sagen kann – auch sagen vieler Theaterregisseure eines unsichtbaren Lautsprechers
Beim hier gezeigte DE Plan 800 AlArray kann über die Software sogar die vertikale Abstrahlcharakteristik gesteuert werden
So wird das für Subwoofer nötige Rückvolumen bei Deckeneinbauten versteckt
Celexon hat als Leinwandhersteller zwar nicht unmittelbar mit Audio zu tun, die gemeinsam mit Leica Projektoren realisierte Golf-Simulation wollte ich Ihnen jedoch nicht vorenthalten
In Acryl kann man wunderbar erkennen, wie die Linkwitz LX521 aufgebaut sind. Diese Lautsprecher sind nicht nur ein außergewöhnlicher Blickfang, sondern musizieren dank ihres speziellen Dipolkonzepts auch gleichermaßen außergewöhnlich. Samt Elektronik sind sie ab 23.700 Euro erhältlich
Über Lirogons Elektrostaten habe ich bereits ausführlich bei ihrer Premiere auf der AVS 2025 berichtet. Jetzt zeigten sich die 100.000-Euro-Lautsprecher auch auf der High End
Lotoos Gungnir (3.400 Euro) samt LPX-01 (630 Euro) ist High End im Kompaktformat
Es kommen zwei AKM AK4499 mit zwei AK4191 als DAC-Kern zum Einsatz
Marten präsentierte die neue Dexter Serie mit Diamanthochtöner und Loaded Reflex Line, einer Mischung aus Bassreflex und Transmissionline. Sie umfasst die Modelle Duo (ab 20.900 Euro, SE +4.900 Euro), Trio (ab 32.900 Euro, SE +6.900 Euro), Quartet (ab 42.900 Euro, SE +7.900 Euro) und Quintet (ab 49.900 Euro, SE +8.900 Euro). Die Statement Edition umfasst die Jorma Statement Innenverkabelung und ein Frequenzweichenupgrade
Merasons neue Mountain Serie (DAC, Pre und Amp jeweils um die 22.000 Euro) spielte gemeinsam mit Komponenten von XACT, Transparent an Qlns neuen Master 7.
Die Endstufe soll 2 x 200 Watt an 4 Ohm leisten. Anspruchsvollste Lautsprecher wurden getestet und Impedanzminima bis runter zu einem Ohm sollen die Endstufe nicht aus der Ruhe bringen
Das einzigartige Gehäusedesign wird durch Aluminium-3D-Druck ermöglicht
Eine Kombi aus dem Mainstreambereich, die mir ausgesprochen gut gefallen hat: Moon und Dynaudio Contour Legacy. Der 461 Power Amp verfügt über einen Dual-Mono-Aufbau, ein hybrides Netzteil und eine kluge Feedback-Topologie. Er wird etwa 5.000 Dollar kosten und in zwei Wochen lieferfähig sein
Die Streaming-Vorstufe 491 wird 6.500 Euro kosten
Dem Trend zur übereleganten Fernbedienung mit Poti wird ebenfalls entsprochen
Takumis 3.1 ist so gut wie fertig. Dass am haptischen Feedback der Kippschalter vor der Veröffentlichung noch etwas gefeilt wird, zeigt die Liebe zum Detail. Dass der Plattenspieler trotzdem nur 2.500 kosten wird, überrascht
Moonrivers Vollverstärker 606 soll im September dann für etwa 11.000 Euro erhältlich sein. Mit Streamer-, Phono- und DAC-Modulen wird er etwa 15.000 Euro kosten
PMC feiert 25 Jahre und zeigt die fenestria in Spezialoptik (85.381 Euro)
Die Revival Atalante 3 ist jetzt in einem neuen Finish erhältlich
Mit Seraphim ruft Silent Angel eine neue Premium-Sparte ins Leben. Der Origin-Server wird etwa 16.000 Dollar kosten
Die eingesetzten Komponenten sprechen eine deutliche Sprache
Soll es nicht gleich der Bonn NX Switch für 3.500 Euro sein…
… könnte auch der LF-SP Netzwerkfilter schon eine Verbesserung bewirken
Swans aus China hat sich einen Ruf als guter Lautsprecherhersteller erarbeitet, auch wenn es in Deutschland keinen Vertrieb gibt. Für dieses aktive Modell X8 Pro werden 3.000 Euro Paarpreis aufgerufen. Wer sich ein bisschen im Studiomonitor-Sektor auskennt, dem dürfte klar sein, wo sich Swans hat „inspirieren“ lassen. Dennoch klingt die Präsentation nicht schlecht und ich wollte sie Ihnen als eine Mischung aus überraschender Qualität und skurriler „Hommage“ gerne präsentieren
Für die ideale Aufstellung der Elektronik verließ T+A sich auf SSC verlassen
Thorens portabler Plattenspieler Coturn CT-01 gibt die abgetastete Platte über einen Kopfhörerausgang aus oder reicht ein Bluetooth-Signal weiter
Er kostet 600 Euro und hat eine Akkulaufzeit von 16 Stunden
WiiM zeigte die WiiM Bar (500 Euro), die kabellos mit weiteren WiiM-Lautsprechern auf ein 5.1-Setup erweitert werden kann
Mini-Lautsprecher scheinen im Trend zu liegen. Topping zeigt einen Prototypen
Wien, 6. Juni: Zu Parallelmessen mag man stehen, wie man will, ich erinnere aber immer gerne daran, dass die heute wohl bedeutendste Show weltweit, die High End, vor über 40 Jahren erstmals parallel zur etablierten Hifi-Messe in Düsseldorf stattfand. Heuer gab es die „Xclusive High End Show Vienna“, mit der Michael Kromschröder hoch hinaus wollte. Der Geschäftsführer des Klangloft aus der Nähe von München und Importeur von Aries Cerat für Deutschland und Österreich hielt die…
Wien, 4. Juni: Auch langjährigen Analogfans dürfte diese Zahl nicht unbedingt geläufig sein: Auf der Ortofon-Pressekonferenz konnte man erfahren, dass seit rund 40 Jahren kein neuer Nadelschliff entwickelt wurde. Das hat sich nun geändert. In Ortofons neuem Topmodell MC Vertex kommt erstmals ein neuer Nadelschliff zum Einsatz. Aus diesem Grund machte das Team von Ortofon die Pressekonferenz zum Champagner-Empfang. Sparsamer gab man sich allerdings in Sachen technischer Information. Zwar wurde darauf hingewiesen, dass ein neuer…
Wien, 4. Juni: Kaiserwetter bei der Eröffnung der ersten High End am Kaiserwasser in Wien. Wie so oft in München wurden die zahlreichen Fachbesucher und Pressevertreter, es sind ca. 500 akkreditiert, von strahlendem Sonnenschein ins Austria Center Vienna geleitet. Bei der erstmals von Manuel Pinke, dem neuen Geschäftsführer der High End Society Service GmbH, gemeinsam mit Claudia Karzner moderierten obligatorischen Pressekonferenz zu Beginn der Messe wurde nicht nur auf die Möglichkeiten der neuen Lokalität, wie…
05.06.2026
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