Bei Transparent feierte der XL Powerisolator seine Showpremiere. Das High-End-Gerät bietet vier Ausgänge in zwei Filtergruppen und wird 10.000 Dollar kosten. In seiner Exklusivität übertrifft es damit nochmals den Powerisolator Reference, der acht Ausgänge zur Verfügung stellt. Die Front des massiven Aluminiumgehäuses formt eine unendliche Welle, wenn mehrere Geräte nebeneinander platziert werden. So macht die Stromversorgung der Anlage Eindruck. Die alte geschwungene Bauform der Powerisolatoren wird durch das rechteckige Design abgelöst. Neben den bekannten Magnum Opus Kabeln war das neue Actus zu bestaunen. Es wurde maßgeschneidert für eine noch eindrucksvollere Performance des dCS Varèse entwickelt und wird ab 9.400 Dollar kosten.
Der neue Transrotor Scala ist in der Grundausstattung (4.500 Euro ohne Arme und System) bereits auf den Zweiarmbetrieb vorbereitet. Dies ist auch die Maximalanzahl an Armen, die das auf dem Max basierende Laufwerk aufnehmen kann. Zwischen 9 und 12 Zoll ist alles möglich. Bei anderen Transrotoren ist es oft so, dass man die Tonarmbasen nach und nach aufrüsten kann, dieses Prinzip wurde mit dem Scala vereinfacht. Außerdem gehören ein Mitlaufbesen und spezielle Silikondämpfern in den Füßen zur Grundausstattung. Zusätzlich ist eine universelle Sockelplatte mit vier Spezialfüßen (1.200 Euro) für eine noch bessere Dämpfung erhältlich. Der TRA 9 (ab 5.900 Euro) kann neuerdings mit in-akustik Referenz AIR Pure Silver ausgestattet werden. Wenn ich es richtig verstanden habe, kostet das Reinsilberkabel 4.000 Euro Aufpreis. Auf Wunsch können vorhandene Arme aufgerüstet werden. Sie werden dazu bei Transrotor zerlegt, bei in-akustik bestückt und wiederum bei Transrotor endmontiert.
Einen ebenfalls spannenden Dreher samt Tonarm fand ich in der Vorführung von Wand, Apertura, Mavis und Kimber Kable. Die spannende Musikauswahl des ursympathischen und dynamischen Wand-Erfinders Simon Brown hielt mich in der Vorführung. Sein 12“ Dark-Light Tonearm kostet 8.900 Euro, der 14-4 Master Turntable 7.500 Euro und wird beim Kauf mit Tonarm um 10 Prozent rabattiert. Die Kalibrator Evo sind Aperturas Neuinterpretation der Ur-Kalibrator. Ihr 22-Zentimter-Woofer soll bis zu 37 Hertz spielen. Sie werden 15.000 Euro kosten.
Mit Toscana veröffentlicht Rosso Fiorentino eine spannende Serie Koaxiallautsprecher. Die Kombination aus Alcantara und Leder für das Gehäuse setzt vollkommen neue Akzente. Ich wundere mich ernsthaft, weshalb vorher noch niemand auf diese Kombination für ein Lautsprechergehäuse gekommen ist. Dass gute Ideen in Verbindung mit Textil aus Italien kommen, ist aber eigentlich nicht weiter verwunderlich. Der Standlautsprecher kostet 4.800 Euro pro Paar, der Regallautsprecher und der Center liegen bei etwa 2.800 Euro. Den in der Kette als Streamer agierende iFi iDSD Phantom war kürzlich bei mir im Test. Der Preis von 4.700 Euro für den Phantom bricht zwar etwas aus dem sonst für iFi sehr erschwinglichen Rahmen aus, mit der neuen Ausbaustufe ihres mobilen Multifunktions-Kopfhörerverstärkers iDSD GR 2 machen sie dies wieder wett. Mit 550 Euro ist dieser nämlich günstiger als sein Vorgänger. Er soll bereits ab Mitte des Monats verfügbar sein. Mit Airo gehört zu iFi jetzt auch ein In-Ear-Hersteller. Verschiedenen Bundles beispielsweise mit dem hip dac 3 oder GO link wurden bereits geschnürt. Mit dem Duo und Duo Pro bietet Airo Bluetooth-In-Ears zu 30 Euro und 40 Euro. Der kabelgebundene Astra kostet 50 Euro. Für den Grell hat Dekoni ein passendes Kabel vorgestellt. Durch die etwas längeren Stecker muss man beim Kabeltausch im Gegensatz zum Standardkabel des Grell nicht mehr am Kabel selbst ziehen, sondern kann den Stecker greifen. Das Grundkabel ist mit einem klugen Wechselverschluss ausgestattet. So können verschiedenste Stecker sowohl verstärker- als auch kopfhörerseitig miteinander verbunden werden. Am kunstvoll dekorierten iFi Stand wird die Störungsfreiheit des Ausgangs eines iPower2 aus der SilentPower Subsparte im Vergleich zu einem günstigen Steckernetzteil hörbar gemacht. Außerdem wurden Lösungen für den Installationsbetrieb gezeigt.
Den Abschluss macht das Unternehmen Yung Cheng. Es wurde 1993 in Taiwan gegründet, operiert inzwischen aber von China aus und ist auf die Herstellung von Treiberkonussen spezialisiert. Obwohl Rebecca Hsu und ihr Ehemann Will Chang gar kein Produkt für den Endkunden anbieten, waren sie dieses Jahr das erste Mal auf der High End. Als Fertiger für viele internationale Kunden, wollten sie nach jahrelangen Beziehungen ihre Kunden einmal persönlich kennenlernen. Bei ihnen habe ich gute eine halbe Stunde am Stand verbracht. Ich wurde zu einem Stück Pizza eingeladen und wir haben uns über alles Mögliche außer HiFi unterhalten. Diese Begegnung soll stellvertretend für die offene und positive Atmosphäre der Messe stehen.