Die AES (Audio Engineering Society) legt eigentlich unmissverständlich fest, dass die XLR-Masse aufs Gehäuse gelegt werden soll. Da sich nicht alle Hersteller daran halten und zwangsläufig immer wieder Brummschleifen auftreten, verfügt der neue WANDLA über einen Ground-Loop-Breaker. Natürlich ist das kein schnöder Jumper, sondern die Einstellung kann im Menü vorgenommen werden und der WANDLA erledigt den Rest prozessorgesteuert. Abschließend wurde die Netzteilsektion weiter überarbeitet und der Gen2 die neue Ferrum Double Shielded Clock spendiert. Auch auf dem SERCE-Verwaltungsboard kommen nochmals leistungsfähigere Clocks zum Einsatz und der Speicher wurde leicht erhöht, um auch asiatische Sprachen auf dem Display zu unterstützen. Der MQA-Support wird eingestellt.
Eine weitere Veränderung betrifft das Betriebssystem des WANDLA. Es wird als FerrOS stärker aus dem Ökosystem herausgestellt und soll so Updates über verschiedenste Gerätegenerationen vereinfachen. Damit einhergehend wird auch das Golden Sound Plugin einfacher verwaltbar. Es kann beispielsweise auf WANDLA Gen1 Geräten deaktiviert und auf ein Gen2-Gerät übertragen werden. Die Verwaltung ist über die Ferrum Control App für Windows oder macOS möglich. Allerdings nur, wenn das Golden Sound Plugin auch als solches erworben wurde. Die WANDLA Golden Sound Edition Geräte sind via Seriennummer als Sonderversion geführt und somit nicht als „normaler“ WANDLA betreibbar. Im Gespräch zeigt sich folglich, dass bei Ferrum in vielerlei Hinsicht Bewegung herrscht und der WANDLA Gen2 eine wirklich umfangreiche Überarbeitung des WANDLA ist. Ich freue mich schon sehr auf den bereits vereinbarten Test.
Mit der Präsentation der A15 zeigte Anssi Hyvönen viel mehr als nur einen kompakten aktiven Lautsprecher aus dem Hause Amphion. Die gesamte Elektronik inklusive Endstufen und Netzteil wurde exklusiv für Amphion von einem Partner entwickelt. Es kommen folglich nicht einfach angepasste oder lediglich optimierte Verstärkermodule zum Einsatz, sondern genau die spezifische Elektronik, die für Anssis Zwecke ideal ist. Damit ist der Grundstock für eine Aktivierung weiterer Modelle gelegt. Zwar machen aktive Lautsprecher Audiophilen oft weniger Spaß, schließlich kann weder mit Verstärkern noch mit Kabeln optimiert und experimentiert werden – ein nicht zu vernachlässigender Teil unseres Hobbys. Aus technischer Sicht allerdings ist ein aktives Lautsprecherkonzept ideal. Endstufen und Treiber können perfekt aufeinander abgestimmt werden, und für die Frequenzweiche sind keine passiven Bauteile vor den Treibern mehr notwendig. Mit 125 Watt für den Tiefmitteltöner und 22 Watt für den Hochtöner bei einer Übernahmefrequenz von 1.600 Hertz zauberten die A15 eine offene und luftige Bühne bei toller Impulsivität in den Hörraum. Das moderne auf Siliciumcarbid basierende Netzteil verfügt über eine Power Factor Correction und erreicht damit eine Effektivität von 93 Prozent. Anssi war es mit dieser Neuentwicklung besonders wichtig, einen Lautsprecher zu schaffen, der mit wirklich jedem beliebigen Musikmaterial umgehen kann, immer Spaß macht und dennoch ein hohes Maß an Auflösung bietet. Dieses Ziel ist ihm meiner Meinung nach ganz ausgezeichnet gelungen. Ein Paar A15 kostet 2.500 Euro. Außerdem spielte an passiven Amphions ein Amp300, der aus sehr kleinem Gehäuse dank GanFETs zweimal 300 Watt an 4 Ohm produzieren kann. Er kostet 1.500 Euro. Außerdem bietet Amphion bald XLR-Adapter mit einer verlustlosen Übertragungsqualität von 192 Kilohertz bei 24 Bit an. So können die neuen A15 auch kabellos angespielt werden. Eine passende USB-Buchse zur Stromversorgung der Module ist bereits in den Lautsprecher integriert. Ein Paar Adapter wird voraussichtlich 200 Euro kosten.