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DSD: The Nativity of Native

27.03.2015 // Ted Brady

Inzwischen bevorzugen wir es jedoch, von „NativeDSD und mehr“ zu sprechen und sind sind begeistert von der Idee, ALLE „nativen“ Aufnahmen von hoher Qualität anzubieten und auch offen dafür, Musik von Labeln zu offerieren, die Tonbänder direkt in DXD – das ist PCM in einer Qualität von 24 Bit und 352,8 Kilohertz – wandeln oder andere wirklich „native“ Aufnahmen machen. Dieser „und mehr“-Aspekt macht einen deutlich geringeren Teil unseres Katalogs aus, wird aber dennoch angeboten.

Wir glauben, dass unsere Entscheidung nur „native“ Dateien anzubieten, dem Musikliebhaber die Auswahl leichter macht, ohne dass er sich fragen muss, wo die Files herstammten, ob sie konvertiert wurden oder ohne das Wissen des Nutzers up- respektive down-sampled wurden. NativeDSD bietet Dateien in verschiedenen DSD-Abtastraten an. Aber wenn diese Abtastraten nicht die der Original-Überspielung sind, markieren wir diese Dateien einfach als Option. Wenn wir beispielsweise „native“ Dateien in DSD128 haben, werden wir sie auch für diejenigen Kunden, die nicht die Möglichkeit haben, DSD128-Dateien abzuspielen, in DSD64 anbieten – zu einem reduzierten Preis. Wir fordern Sie, unsere Kunden, weiterhin dazu auf, uns und unser Label-Partner an diesem Versprechen und natürlich auch andere Online-Anbieter an diesem hohen Standard zu messen. Wenn Sie etwas nicht wissen, fragen Sie!

2. „Native“ DSD-Verarbeitung im Wandler

Im Jahr 2011 fragte mich Jesus R von Simple Design/Sonore, ob ich ihm helfen würde, eine Datenbank mit Wandler-Herstellern, deren Geräte DSD verarbeiten, aufzubauen. Das war damals recht einfach: Wir begannen mit Mytek und ein paar anderen. Heute gibt es hunderte von DACs, von denen behauptet wird, sie seien DSD-fähig. Wir nehmen sie in die DSD-Datenbank auf, wenn sie DSF- oder DFF-Dateien direkt akzeptieren, das heißt, dass diese nicht vor dem Wandler in PCM umgewandelt werden. Intern können dann alle Schritte und Konvertierungen vorgenommen werden. Dann folgen die Analogstufen, die Stromversorgung und schließlich die Analog-Ausgänge. Man könnte sagen, dass das ultimative Endziel Musikalität ist. Und das wäre wahr. Aber es ist immer wichtiger geworden, zu verstehen zu versuchen, was im Inneren eines Wandler vor sich geht, weil man in den meisten Fällen nicht Dutzende von Wandlern hören und aus dem Gehörten gute Schlussfolgerungen ziehen kann. Auch online-Foren und Diskussionsgruppen neigen dazu, mit Begriffen und Kommentaren um sich zu werfen, die für Kunden eine Blickrichtung vorgeben.

Aus diesem Grund möchte ich zwei Begriffe für die Welt der Wandler definieren: „natives DSD Processing“ und die kleinere Teilmenge „natives, direktes DSD Processing (alias Direkt)“. In beiden Fälllen wird das DSD-Signal nicht in PCM konvertiert und ist daher „nativ“. Im Falle von „Direkt“ wird das Signal über die Behandlung als Ein-Bit-Signal hinaus nicht weiter digital bearbeitet. Für mich bieten beide Technologien große Chancen, eine wunderbare DSD-Wiedergabe zu ermöglichen, gute Netzteile und Analogstufen natürlich vorausgesetzt.

Beispiele für eine nicht direkte, „native“ Verarbeitung von DSD sind alle Wandler, die Sabre 90XX Chipsets verwenden. Hier wird das DSD-Signal digital bearbeitet, üblicherweise in sechs oder acht Bit umgerechnet, wobei es jedoch ein DSD-Signal bleibt, mit DSD-Filtern behandelt und schließlich ins Analoge gewandelt wird. Man kann auch argumentieren, dass die Verarbeitung in FPGAs wie bei PS Audios Directstream, wo Ein-Bit-DSD in 30 Bit, 30 Megahertz konvertiert und dann wieder auf DSD128 heruntergerechnet wird, ein anderes Beispiel für eine nicht direkte, „native“ DSD-Verarbeitung ist. Ed Meitners Upsampling auf DSD128 fällt für mich in dieselbe Kategorie.


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