Matrix Audio X-sabre

04.12.2014 // Wolfgang Kemper

Ein Digital-Analog-Wandler, mit der Fähigkeit PCM einschließlich DXD und DSD zu übertragen, ist inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr. Der X-sabre von Matrix Audio ist jedoch in sympathischer Weise anders und aus mehreren Gründen eine Vorstellung wert

Sehr schöne Bedienelemente: rechts einer von zwei haptisch sympathischen Kippschaltern. Die Beleuchtung der Anzeige ist außergewöhnlich und gelungen
Sehr schöne Bedienelemente: rechts einer von zwei haptisch sympathischen Kippschaltern. Die Beleuchtung der Anzeige ist außergewöhnlich und gelungen

Er ist auch keineswegs brandneu. Bereits im Frühjahr 2013 konnte man über ihn im Netz lesen. Zu bekommen war er nur über internationale Lieferanten per Ebay oder auf der Website des Herstellers in China. Nun hat sich Robert Ross als Importeur dieser Marke angenommen, die er neben einer Vielzahl namhafter Produkte jetzt in seinem Portfolio für den interessierten Kunden in Deutschland bereithält. Matrix Audio ist ein chinesisches Unternehmen. Einen guten Namen hat sich Matrix Audio seit Jahren mit preisgünstigen, aber exzellent verarbeiteten Kopfhörer-Verstärkern, DACs oder Kombinationen aus beidem gemacht. Unser X-sabre ist das Flaggschiff der Wandler-Palette. Es gibt ihn in mattschwarz und mattsilber. Im Boden des Gerätes ist ein Umschalter von 115 Volt auf 230 Volt eingelassen, so dass der X-sabre überall eingesetzt werden kann. Es empfiehlt sich der Kauf über den deutschen Vertrieb, da der Preisunterschied erfreulich bescheiden ist und dadurch einen Ansprechpartner vor Ort hat – man weiß ja nie. Auch ein Rolls Royce bleibt bekanntlich mal liegen.

Kein Apple Rechner im Einsatz? Dann hilft die beiliegende CD
Kein Apple Rechner im Einsatz? Dann hilft die beiliegende CD

Mit 1200 Euro liegt der X-sabre wie andere an dieser Stelle schon getestete, musikalisch gelungene DACs in einem Preissegment, das für anspruchsvolle Hörer ein sehr attraktives Preis-Klang-Verhältnis darstellt. Die Nutzung als USB-Wandler am Rechner ist sicherlich der vorrangige Einsatzbereich und deshalb auch bevorzugtes Thema dieses Tests. Neben dem Anschluss für USB bietet der X-sabre einen Eingang für digitale Signale per AES/EBU und S/PDIF-Koax. Einen Toslink-Eingang besitzt er nicht. Das Analogsignal stellt er sowohl über Cinch oder mit besonders viel Pegel als XLR zu Verfügung. Und er verfügt über einen Kaltgeräteanschluss für die Stromversorgung des integrierten Netzteiles. Somit hat er keines dieser von mir ungeliebten Stecker-Netzteile. Sein Besitzer kann ihm also nach Gusto ein hochwertiges Netzkabel spendieren.

Vorne befinden zwei, hinten einer dieser soliden Gerätefüße
Vorne befinden zwei, hinten einer dieser soliden Gerätefüße

Der Erstkontakt mit dem Matrix Audio ist sicher eine positive Überraschung. Damit meine ich nicht nur die schon äußerlich perfekte Verarbeitung, sondern auch das Gewicht: Drei-Komma-Sechs Kilogramm sind kein Leichtgewicht, vor allem bei diesen Proportionen. Mit einer Breite von 26 Zentimetern bei gut 20 Zentimetern Tiefe und knapp 8,4 Zentimetern Höhe inklusive der drei absorbierenden, soliden Gummi-Aluminium-Füße hat er ein enorm hohes spezifisches Gewicht. Woher das kommt? Das Aluminium-Gehäuse ist aus einem Block gefräst und besitzt intern Aussparungen für die einzelnen elektronischen Sektionen. Im Inneren ist er prall gefüllt, wie zum Beispiel mit einem Netzteil, das von einem üppig dimensionierten Ringkern-Trafo gespeist wird.


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