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Accuphase A-70

03.08.2015 // Wojciech Pacula (Text und Fotos)

Der Kollege Wojciech Pacula beschäftigte sich in seinem Online-Magazin highfidelity.pl intensiv mit der Stereo-Endstufe A-70 von Accuphase. Die Übersetzung aus dem Englischen besorgte Peter Banholzer.

Manche Geräte fügen sich so mühelos in einzelne Audio Systeme ein, als wären sie schon immer ein integraler Bestandteil davon. Sie verbessern den Klangcharakter des Systems und erlauben es dessen Benutzer, die Musik auf höherem Niveau wahrzunehmen, in dem sie Elemente hinzufügen, von denen er vorher nicht einmal wusste, dass sie existieren. Das klingt ernsthaft und richtig, besonders weil es suggeriert, dass ich Top High End Systeme meine. Die Schönheit dieses meines Jobs ist es, dass ich solche Momente der Erleuchtung immer und immer wieder habe, weil es immer neue Geräte gibt, die besser als andere klingen. Jedes Mal, wenn man ein solch besser klingendes Gerät entdeckt, dann findet man noch mehr neue Elemente in der Wiedergabe des Systems, quasi mehr Musik in der Musik. Diese Geräte, die sich bestens in verschiedene Systeme einfügen, lassen es auf eine bessere und interessante Art klingen und dabei spielt es keine Rolle, wie viel diese Geräte kosten.

In meinem Fall war es jedes Mal so, dass ich solche Geräte als einen natürlichen Bestandteil meiner HiFi Kette betrachtete. Ich benutzte sie, während ich andere Produkte bewertete, und vergaß dabei oft, diese sehr speziellen Geräte selbst zu beurteilen, da sie einfach ein weiteres Element meines Referenz-Systems darstellten. Ich möchte das gerne ändern. Schon seit einiger Zeit versuche ich jetzt, diese Entdeckungen mit den Lesern aller Magazine, für die ich schreibe, unverzüglich zu teilen. Dies sind „High Fidelity“, „EnjoyTheMusic.com“, „Positive Feedback Online“ und hifistatement.net. Ich versuche, Sie zu informieren, wie gut diese Geräte sind und wie viel sie mir bedeuten.

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Manchmal jedoch bleiben einige Produkte unentdeckt – wie einige Jahre zuvor der Soulution 710 Verstärker als Beststandteil meines Referenz Systems und nun der Accuphase A-70, ein weiterer Endverstärker, den ich bereits vor einiger Zeit in Tomeks System während unseres Treffens bei der Krakau Sonic Society benutzte. Mein eigener Verstärker hat bereits einen Nachfolger, den Soulution 711, und ich hoffe, ihn bald testen zu können. Der Accuphase ist noch nicht so lange auf dem Markt.

Zur Feier des 40. Geburtstags von Accuphase im Jahre 2012 präsentierte die Firma ihre in Class-A operierenden A-200 Monoblöcke. Zu dieser Zeit testete ich sie für das „Audio“ Magazin und fand dabei heraus, dass dies die ersten Class-A Verstärker von Accuphase waren, mit denen ich hätte leben können. Sie boten ein unglaublich tiefes, klangvolles und wohl differenziertes Klangbild und waren nicht übertrieben analytisch.

Der japanische Hersteller entschloss sich, viele der Lösungen, die für den A-200 entwickelt wurden, auch für den neuen A-70 zu verwenden. Obwohl er vom Aussehen früheren Flaggschiff-Produkten ähnelt, ist er ein komplett neues Gerät und nicht nur ein Update des Vorgängermodells. Der Hersteller schreibt dazu: „Kurz gesagt: Der A-70 ist die Stereo-Version der A-200 Monoblöcke mit einer geringeren Ausgangsleistung“.

Dem Hersteller gelang es, als Nebeneffekt eines besseren mechanischen Designs alle messbaren Parameter zu verbessern – auch solche die häufig gar nicht in Erwägung gezogen wurden. Die A-70 beherbergt einen äußerst rauscharmen Instrumentierungsverstärker in der Eingangsstufe mit einem Signal-Rausch-Verhältnis von -127 Dezibel bei einer Verstärkung -12 Dezibel). In der Ausgangsstufe werden zehn MOSFET-Transistoren pro Kanal benutzt, die in einer Gegentaktanordnung im reinen Class-A Betrieb arbeiten. In der Ausgangsschaltung kommen extra dicke Flachdrahtspulen mit einem dreimal so hohen Querschnitt wie üblich in Kombination mit MOSFET-Schaltern statt Relais zum Einsatz, um mechanische Kontakte zu eliminieren und die langfristige Zuverlässigkeit zu verbessern. Hochwertiges Material, eine ausgeklügelte Schaltungstechnologie und diverse andere Maßnahmen sorgen für eine niedrige Impedanz und ermöglichen einen Dämpfungsfaktor von 800, den doppelten Wert des Vorgängermodells A-65.


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