JCAT Reference USB Cable

09.12.2016 // Roland Dietl

Anfang dieses Jahres hatte ich im Rahmen meiner Beschäftigung mit dem Player JPLAY auch das JCAT USB Kabel ausprobiert und war von dessen klanglichen Qualitäten sehr angetan. Das JCAT Reference USB Kabel soll in klanglicher Hinsicht noch einmal eine deutliche Verbesserung bringen.

Nachdem ein Testexemplar dieses Kabels zum damaligen Zeitpunkt nicht verfügbar war, kamen Marcin Ostapowicz, einer der beiden Köpfe von JPLAY und JCAT, und ich überein, einen Test dieses Kabels zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Als im Spätsommer ein Exemplar verfügbar war, war der Zeitpunkt perfekt, hatte ich doch gerade begonnen, mich intensiv mit der USB-Verbindung zwischen Computer oder Server und DAC zu beschäftigen.

Wenn ich über Klangunterschiede bei USB- oder auch LAN-Kabeln berichte, schlägt mir mitunter eine gehörige Portion Skepsis oder gar Kopfschütteln entgegen. Ein oft gehörtes Argument ist dann: Wir befinden uns doch auf der Digital-Seite unserer Audio-Kette und da werden eh nur Nullen und Einsen übertragen, wo bitte soll also der Einfluss eines Kabels liegen. Dieser Argumentation liegt die Annahme zugrunde, dass es eine digitale Signalübertragung gibt. Das ist aber mitnichten der Fall. Übertragen werden – entweder elektrisch oder optisch – Pulswellen, welche die Einsen oder Nullen abbilden. Diese Pulswellen sind aber nichts anderes als analoge High-Speed Rechtecksignale und genauso anfällig für Störungen und Verzerrungen wie jedes andere analoge Signal. Und deshalb gelten hier dieselben Parameter wie bei jeder anderen Signalübertragung auch: Aufbau und Länge des Kabels, Schirmung sowie korrekter Abschlusswiderstand.

Dual Lead Design: Das schwarze Kabel überträgt die Daten, das rote Kabel für die Stromversorgung
Dual Lead Design: Das schwarze Kabel überträgt die Daten, das rote Kabel für die Stromversorgung

Eigentlich ist ein USB-Kabel ja eine simple Sache: Zwei Adern übertragen die Daten, die anderen beiden dienen der Stromversorgung mit einer Spannung von fünf Volt. Konstruktionsbedingt werden dabei Strom und Masse sehr nahe zu den empfindlichen Datensignalen und das auch noch über eine lange Strecke mehr oder weniger parallel geführt, so dass die Gefahr gegenseitiger negativer Beeinflussung sehr groß ist. Hochfrequente Störungen auf den Datenleitungen, die fast immer aus dem Computer kommen – der ist ja in dieser Hinsicht eine wahre Dreckschleuder –, können deshalb die Strom- und Masseleitung nachhaltig verschmutzen. Umgekehrt ist ebenso leicht nachzuvollziehen, dass Störungen auf der Strom- und Masseleitung, die beispielsweise aus der Versorgung mit einem Schaltnetzteil herrühren, zusätzlich auch Störungen auf den Datenleitungen verursachen. Diese hochfrequenten Störungen sind nur sehr schwer auf Seite des Empfängers, bei uns in aller Regel ein Digital-Analog-Wandler, wieder auszufiltern.


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