
Gleichzeitig geht es an dieser Stelle weiter zu den beiden kanalgetrennten Wandler-Platinen im Dual-Mono-Aufbau im Obergeschoss des Gehäuses. Die Boards stammen ebenfalls von Metrum Acoustics. Die Besonderheit der hier eingesetzten Technik ist, dass keine der üblichen Wandler-Chips aus dem Audio-Angebotsregal der bekannten Hersteller, wie AKM, Crystal, Texas Instruments, Wolfson oder Sabre, verbaut werden, sondern filterlose, non-oversampling R-2R-Ladder DAC-Chips aus dem industriellen Bereich. Welche Chips hier genau verwendet werden, ist nicht festzustellen, da die Typen-Bezeichnung sorgfältig abgeschliffen wurde. Im Gegensatz zu den häufig verwendeten DAC-Chips nach dem Delta-Sigma-Prinzip, die unter anderem das PCM-Signal überabtasten, interpolieren und in ein Pulsdichtemodulations-Signal (PDM) umwandeln, überspringen die filterlosen NOS-DACs genau diese Schritte. Zum Schutz nachfolgender Geräte hat der DAC lediglich vor den Ausgängen ein sanft abfallendes 70-Kilohertz-Analog-Filter erster Ordnung.

Ein möglicher Nachteil der verwendeten DAC-Technologie soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden. Das DSD-Format kann technisch bedingt nicht native verarbeitet werden. Deshalb erfolgt im HD-Player 2 bei der Wiedergabe von DSD64 und DSD128 eine Konvertierung in das PCM-Format mit 24bit und176,4 Kilohertz. Allerdings ist die Umrechnung von DSD in PCM wesentlich einfacher zu bewerkstelligen als umgekehrt. Übrigens findet in jedem Delta-Sigma-Wandler ein ähnlicher Vorgang auch bei der PCM-Wiedergabe statt.

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