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Playback Designs MPS-8 DREAM PLAYER

07.05.2018 // Dirk Sommer

Der hochkarätige D/A-Wandler lässt sich für eine Vielzahl von digitalen Quellen nutzen. Das Testmodell ist auch mit einem Streaming-Modul für Daten per LAN ausgestattet
Der hochkarätige D/A-Wandler lässt sich für eine Vielzahl von digitalen Quellen nutzen. Das Testmodell ist auch mit einem Streaming-Modul für Daten per LAN ausgestattet

Bisher habe ich den Dream Player nur über das optionale Streamer-Modul als D/A-Wandler genutzt, weil er so ganz problemlos in meine bestehende Kette zu integrieren war. Bert Gerlach und die Herren Gottschalk und Pietersen vom deutschen-Vertrieb Highendscout empfehlen wegen Playback-Designs' proprietärer USB-Schnittstelle jedoch, den Dream Player per USB mit einem Server zu verbinden und bieten auch gleich an, einen Syrah aus Playback Designs' Sonoma Serie zu schicken – ein Angebot, das ich gerne akzeptiere, da ich beim Melco den LAN- dem USB-Ausgang klanglich eindeutig vorziehe und es mir beispielsweise nicht gelungen ist, DSD-256-Files vom Melco über den MPS-8 abzuspielen, egal ob über LAN oder USB.

Wenn der frisch eingetroffene Syrah dann die Daten liefert, funktioniert das alles ganz problemlos, über USB angeliefertes vierfach-DSD akzeptiert der Dream Player ebenso klaglos wie PCM in 384 Kilohertz. Über LAN ist übrigens nur die Wiedergabe von DSD64 möglich. Viel mehr als DSD mit hohen Abtastraten interessiert mich aber, ob normale, von CD gerippte Files über das Netz oder über USB angeliefert besser klingen. Aber da hätte gleich auf den Entwickler oder die beiden Highendscouts hören und mir das Hin- und Herschalten sparen können: Über USB macht die Wiedergabe einfach mehr Spaß. Der Raum erscheint tiefer, das Klangbild ist offener, die Farben strahlender. Das sind zwar keine exorbitant großen Unterschiede, aber auf dem extrem hohen Niveau, auf dem der MPS-8 agiert, ist jede weitere, eindeutige Steigerung umso beeindruckender. Hier sollte zusammenspielen, was miteinander entwickelt wurde: der Dream Player und der Syrah Server – und zwar durch USB verbunden.

Die Funktionsgruppen des Dreamplayers: Digital- und Analogelektronik in mehreren Ebenen übereinander, das Laufwerk und die beiden Netzteile
Die Funktionsgruppen des Dreamplayers: Digital- und Analogelektronik in mehreren Ebenen übereinander, das Laufwerk und die beiden Netzteile

Damit hat sich die Konfiguration herauskristallisiert, in der der MPS-8 Musik-Files am besten wiedergibt. Aber der Dream Player ist ja von der äußeren Anmutung her eher ein CD/SACD-Player mit Eingängen für den integrierten D/A-Wandler, und es soll unter Musikfreunden – und selbst unter den Kollegen – nicht wenige geben, die die gute alte CD noch immer Daten von der Festplatte vorziehen. Mich hingegen überzeugen die Argumente für die Wiedergabe von der Festplatte – und die damit verbundene Bequemlichkeit. Aber das hindert mich nicht daran, eine meiner Test-CDs in der Lade des MPS-8 verschwinden zu lassen: Schostakowitschs „Polka“ klingt von der Gold-CD besser, als ich es je gehört habe – auch wenn das inzwischen ziemlich lang her ist. So luftig, offen, detailreich und dennoch völlig frei von Schärfe habe ich das fröhliche Stück nicht in Erinnerung. Nach dem ersten Wechsel zum Server meinte ich, einen minimal größeren Raum erahnen zu können, was sich beim erneuten Umschalten auf die CD aber nicht bestätigte. Playback Designs' Signalaufbereitung ist so hervorragend, dass sie mögliche Unterschiede zwischen CD und Musikdatei nivelliert – die zwischen dem Streamer- und USB-Eingang des MPS-8 allerdings nicht.


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