tests/19-06-03_playback
 

Playback Designs MPD-8 DREAM DAC und Stream-IF

03.06.2019 // Dirk Sommer

Playback Designs MPS-8 Dream Player zeigte vor mehr als einem Jahr, was in Sachen Digital klanglich möglich ist und überflügelte meinen DAVE. Der wird inzwischen zwar vom M-Scaler unterstützt, aber Playback Designs' reiner Wandler soll noch einmal mehr können als der Dream Player. Zusammen mit dem Stream-IF verspricht das ein digitales Gipfeltreffen.

Inzwischen spielt meine digitale Kette nicht zuletzt dank des SOtM-Switch und der Netzaufbereitung durch Audioquests Niagara 1000 noch ein gutes Stück offener und dynamischer als während der Beschäftigung mit dem großartigen MPS-8. Der MPD-8 kann es sich nun also in einer Umgebung bequem machen, die klanglichen Höchstleistungen noch ein wenig förderlicher ist. Bevor ich zu gehörmäßigen Einschätzungen komme, möchte ich aber wissen, wodurch die von den beiden Highendscouts, Daniel Gottschalk und Frank Pietersen, die Playback Designs in Deutschland und einigen Nachbarländern vertreiben, versprochenen Verbesserungen beim MPD-8 erzielt werden.

Der MPD-8 DREAM DAC besitzt das bekannte aus dem Vollen gefräste Gehäuse. Der klanglich beinahe unverzichtbare Stream-IF muss sich mit einer bescheideneren Hülle begnügen
Der MPD-8 DREAM DAC besitzt das bekannte aus dem Vollen gefräste Gehäuse. Der klanglich beinahe unverzichtbare Stream-IF muss sich mit einer bescheideneren Hülle begnügen

Nichts leichter als das, da die Playback-Design-Komponenten – wie berichtet – von Andreas Koch und Bert Gerlach gemeinsam entwickelt werden. So genügt ein Anruf in Lindlar, um von Bert Gerlach zu erfahren, dass sich MPS-8 und MPD-8 vor allem durch die analoge Ausgangsstufe unterscheiden. Im MPD-8 hat er wegen des Verzichts auf das Laufwerk mehr Platz und den nutzt er für ein weiteres Board für eine Ausgangsstufe. Schon der MPS-8 war vollsymmetrisch aufgebaut, allerdings befanden sich die beiden symmetrischen Schaltungen für die beiden Kanäle auf einer Platine. Natürlich sind diese beim reinen DAC nun nicht nur einfach räumlich getrennt. Hier gibt es statt zweier Verstärkerzüge pro Kanal – also einem für die positive und einem für die negative Halbwelle – gleich acht: vier für jedes der beiden Stereosignale. Bert Gerlach spricht von einer doppelt differentiellen Ausgangsstufe, die nicht nur einen um drei Dezibel besseren Fremdspannungsabstand besitze, sondern den doppelten Bauteileaufwand vor allem klanglich rechtfertige. Die drei Netzteile versorgten jetzt die Digital-Elektronik und je eine der beiden analogen Ausgangsstufen. Zudem mache sich der Verzicht auf das SACD-Laufwerks mit seinen wechselnden Anforderung an das Netzteil positiv bemerkbar.

Die Bedienung des Stream-IF über die Tasten für Standby, Menü und Eingangswahl gibt keine Rätsel auf. Auch Dateien von einem USB-Stick können abgespielt werden
Die Bedienung des Stream-IF über die Tasten für Standby, Menü und Eingangswahl gibt keine Rätsel auf. Auch Dateien von einem USB-Stick können abgespielt werden


  • Cayin MT-35MK2 Bluetooth

    Cayin ist ja mittlerweile ein regelmäßiger Gast in meinem Wohnzimmer. Der Vollverstärker Cayin MT-35MK2 Bluetooth baut dank moderatem Preis und entsprechender Schnittstelle zur Kommunikation mit Handy und Co. eine Brücke für die jüngere Generation, um in das Röhrenverstärkerlager zu wechseln. Gelingt dieser technische Spagat? Zugegeben, ich fand es zunächst schon etwas befremdlich, dass ausgerechnet ein Röhrenverstärker mit einer Bluetooth-Schnittstelle daherkommt. Braucht doch eigentlich kein Mensch, sowas: Ein zusätzlicher in den Röhrenverstärker integrierter Wandler kommuniziert mit…
    29.05.2020
  • LAB 12 DAC 1 Reference

    Aus der HighEnd-Schmiede LAB 12 von Stratos Vichos in Athen kommt ein bemerkenswerter, neuer D/A-Wandler mit einer Röhren-Ausgangsstufe. Das technische Layout zielt auf einen möglichst analogen Klangcharakter. Es ist nicht das erste LAB 12-Gerät, mit dem ich mich beschäftigen darf. Seinerzeit hatte der Gordian Netzfilter-Stromaufbereiter mit seiner ungewöhnlichen, ja einzigartigen Ausstattung mir viel Aufschlussreiches zum Thema Strom vermittelt. Ein Netzfilter ist bekanntlich in seiner Wirkung sehr abhängig von den Gegebenheiten an seinem Einsatzort. Das verhält…
    26.05.2020
  • Soundspace Systems Pirol

    As far as I remember, there has never been anything like it in Hifistatement: a loudspeaker system with a sensitivity of 97 decibels, a weight of over 200 kilograms and an amplifier power of 500 watts per speaker for the two ten-inch woofers in each cabinet: Prepare yourself for a close encounter of the Soundspace Systems Pirol kind. By the way, the Pirol is the entry-level model into the world of Soundspace Systems. For the…
    22.05.2020
  • Ansuz Acoustics Digitalz D-TC Supreme, Mainz D2 und Darkz D-TC Supreme

    Beim Bericht über Ansuz' PowerSwitch D-TC Supreme hatte ich mich allein auf das Switch konzentriert, die Spannungsversorgung jedoch nicht berücksichtigt, denn die ist nur für firmeneigene Ethernet-Kabel wie die Digitalz D-TC Supreme nutzbar. Deshalb geht es hier um diese, ein Ansuz-Netzkabel und sehr spezielle Füße: einmal PowerSwitch mit allem. Wie schon im Artikel über das PowerSwitch ausgeführt ist dieses eine Kombination aus LAN-Switch und Stromversorgung für die Kabel der D2-, D-TC- und D-TC-Supreme-Linien. Es gibt…
    19.05.2020
  • Ortofon SPU Century

    Ja, in der Digitaltechnik tut sich eine Menge. Dass ich das Thema Tonabnehmer darüber so sehr vernachlässigt habe, ist dennoch erschreckend. Noch finsterer sieht es in Sachen Ortofon aus. Ein System dieses Herstellers hatte ich vor mehr als einer Dekade beschrieben. Das ändert sich jetzt. Hier kommt „das beste SPU aller Zeiten“. So bezeichnet zumindest Leif Johannsen, der seit über zehn Jahren die Tonabnehmer des dänischen Traditionsherstellers entwickelt, seine neuste SPU-Kreation. Diese Version des erstmals…
    15.05.2020
  • ikko Obsidian OH10

    ikko ist ein eher junger Hersteller aus China mit einem noch kleinen, aber innovativen Portfolio. Ohne meinen Besuch im Austellungsraum von Audio Next auf den Norddeutschen HiFi-Tagen wäre mir dieser Hersteller gänzlich unbekannt geblieben und ein Hörerlebnis verwehrt. Glück gehabt. Besonders auffällig ist auf den ersten Blick schon die Verpackung. Während andere Hersteller meist schlicht das Produkt selbst aufdrucken lassen, setzt ikko auf einen ganz anderen Stil. Auf der Produktverpackung schwebt eine Comicfigur musikhörend auf…
    12.05.2020

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.