tests/18-12-28_chord
 

The Chord Company Signature XL

28.12.2018 // Finn Corvin Gallowsky

Die Bananas sind Eigenentwicklungen von Chord und hören auf den Namen ChordOhmic. Zum Schutz vor Korrosionen beschichten viele Hersteller die Kontaktflächen ihrer Stecker mit Gold, Rhodium oder anderen Materialien. Chord hat sich dafür entschieden, Silber zu verwenden, schließlich verfügt es über die höchste Leitfähigkeit aller in Frage kommenden Materialien. Zwar läuft Silber bei Raumtemperatur aufgrund einer Reaktion mit dem Schwefelanteil des Luftgemischs an, jedoch oxidiert es erst bei deutlich höheren Temperaturen. Bekannt ist dieser Vorgang von Silberbesteck oder nicht beschichtetem Silberschmuck. Zur Reinigung gibt es verschiedene Methoden, die einfachste ist das Abreiben des sich gebildeten Silbersulfids mit einem Tuch. Durch seine besondere Bauform greift der Stecker überdurchschnittlich fest in Lautsprecherterminals, was zum einen eine größere Kontaktfläche herstellt und zum anderen bereits genug Kraft ist, um eine Reinigungswirkung hervorzurufen. Somit sollte das manuelle Reinigen der ChordOhmic-Stecker entfallen. Schaden kann es jedoch nicht, selbst nachzupolieren, schließlich möchte man sein Equipment immer bei höchster Leistungsfähigkeit einsetzen.

Die versilberten Hohlbananas sind eine Eigenentwicklung von Chord und stellen eine besonders kontaktreiche Verbindung zu den Terminals her
Die versilberten Hohlbananas sind eine Eigenentwicklung von Chord und stellen eine besonders kontaktreiche Verbindung zu den Terminals her

Eine weitere Spezialität von Chord ist der Einsatz von exklusiven Isolationsmaterialien. So findet sich in den absoluten high-end Serien ChordMusic und Sarum T sogenanntes Taylon® als Isolationsmaterial, das optimale Eigenschaften als Isolator bieten soll. Da dieses Material jedoch sehr teuer ist, bleibt es den beiden Top-Serien vorbehalten. Nichtsdestotrotz war es der Wunsch, ein erschwingliches Material zu finden, welches das im Signature Reference bisher eingesetzte PTFE qualitativ übertrifft. Im Signature XL kommt deshalb vernetztes Polyethylen (XLPE) zum Einsatz, das durch seine Vernetzung gleichzeitig widerstandsfähiger und flexibler als normales Polyethylen ist. Außerdem hat sich in Hörtests der Kabelspezialisten bei Chord eine akustische Überlegenheit herauskristallisiert.

Die Wertigkeit, die das Signature XL bei der Handhabung und später im Hörtest vermittelt, begeistert mich nachhaltig und erinnert mich daran, weshalb ich Hifi so sehr liebe. Zwar mag weniger Technik-Begeisterten der finanziell betriebene Aufwand für das Hobby nicht immer ganz adäquat erscheinen, wenn sich jedoch die eigene Leidenschaft und Hingabe auch beim Hersteller widerspiegeln, spricht dies für sich. Bei der Chord Company ist dies definitiv der Fall und so kann man sicher sein, ein bis ins kleinste Detail durchdachte und perfektionierte Produkt in Händen zu halten.

Der durchsichtige PVC-Mantel gibt den Blick frei auf das Schirmungsgeflecht
Der durchsichtige PVC-Mantel gibt den Blick frei auf das Schirmungsgeflecht


  • Chord ÉTUDE

    Die preisgünstigste Möglichkeit, Chords neues Schaltungskonzept zu erleben, ist die Endstufe Chord ÉTUDE, die sich beim Design an den fulminanten DAVE orientiert. Sie ist das jüngste Mitglied der kompakten CHORAL-Serie, das der CD-Transport BLU2 komplettiert. Auf der letzten Highend in München präsentierte Jahn Franks, der CEO und Entwickler von Chord Electronics, seine Referenzserie Ultima. Ursprünglich war geplant, eine dieser Endstufen zu testen, aber die Nachfrage ist aktuell so groß, dass wir dieses Vorhaben wohl erst…
    28.01.2020
  • Chord Company C-Series und Clearway

    Mehrere Kollegen haben in ihren Besprechungen von Kabeln der Chord Company jeweils ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis ausgemacht. Warum also nicht mal die günstigsten Varianten ausprobieren und sehen, ob auch günstig und trotzdem preiswert im eigentlichen Sinne funktioniert? Während man auch bei Chord für ein einzelnes RCA-Kabel so viel ausgeben kann, wie die meisten Menschen nicht mal in eine komplette Hifi-Anlage stecken würden, gehe ich den umgekehrten Weg und suche mir jeweils ein Pärchen Cinch- und Lautsprecherkabel…
    21.01.2020
  • Audioquest DragonFly Cobalt

    Nach etwas über drei Jahren bringt Audioquest ein neues Topmodell seiner erfolgreichen DragonFly-Serie heraus. Dabei geht es nicht um die Wiedergabe immer höherer PCM- oder DSD-Abtastraten – die könnte der verwendete Wandler zwar auch –, sondern allein um mehr Wohlklang. Als Wandler-Chip für dem Cobalt wählte Audioquest ESS-Sabres bestes Modell für den mobilen Einsatz, den ES9038Q2M, der in der Lage ist, PCM-Datein bis 384 Kilohertz und DSD256 wiederzugeben. Mitentscheidend für die Wahl des 9038 dürfte…
    23.08.2019
  • Clarus Aqua und Clarus Crimson

    Bis vor wenigen Monaten war Clarus für mich kein Begriff, den ich mit einem Hifi-Produkt in Verbindung gebracht hätte. Die amerikanische Marke für hochwertige Audio-Kabel wird neuerdings in Europa vom Digital-Geräte-Spezialisten Mytek verkauft. Das macht neugierig, und die nähere Betrachtung lohnt sich. An Kabeln herrscht auf dem hiesigen Audio-Markt wahrlich kein Mangel. Wenn aber die rührigen, kreativen und weltweit erfolgreichen Mannen des polnisch-amerikanischen Digital-Wandler-Herstellers Mytek sich der Clarus Kabel annehmen, sollte man hellhörig werden. Denn…
    12.07.2019
  • Chord Hugo TT 2 mit Chord M Scaler

    Eigentlich hätte ich es wissen können: Die Vorliebe unseres Chefredakteurs für die Wandler von Chord ist hinlänglich bekannt und meine Begegnung mit dem kleinen Hugo 2 war alles andere als unangenehm. Aber dass der neue Hugo TT 2 bei mir einen so nachhaltigen Eindruck hinterlassen könnte, habe ich dann doch nicht erwartet. In der Chord internen DAC-Hierarchie rangiert der Hugo TT 2 zwischen dem Top DAC Dave und dem kleineren, tragbaren Hugo 2. Während der…
    02.04.2019
  • Audioquest Niagara 1000, 5000 und 7000, Tornado, Thunder und NRG Z – Teil 2

    Dass die von Garth Powell entworfenen Netzkabel und Netzaufbereiter eine Kette, bei der die Netzversorgung auch zuvor nicht vernachlässigt wurde, zu klanglichen Höchstleitungen treiben kann, habe ich im ersten Teil beschrieben. Hier können Sie hören, was der Entwickler zu seinen Lösungen zu sagen hat, und über weitere Erfahrungen mit Niagara und Co. lesen. Inzwischen habe ich mich schon ein wenig an die Thunder- und Tornado-Kabel sowie den Niagara 1000 und 7000 gewöhnt: Meine Kette agiert…
    29.01.2019

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.