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IOTAVX SA3 + PA3

09.04.2019 // Matthias Jung

Durch den unscheinbaren Schiebeschalter kann man den SA3 und einen PA3 jeweils in einen Monoendverstärker verwandeln. Über die Trigger- und Dimmer-Outputs können weitere IOTAVX-Geräte angesteuert werden. In den Extension Port kommt der optional erhältliche Bluetooth-Adapter
Durch den unscheinbaren Schiebeschalter kann man den SA3 und einen PA3 jeweils in einen Monoendverstärker verwandeln. Über die Trigger- und Dimmer-Outputs können weitere IOTAVX-Geräte angesteuert werden. In den Extension Port kommt der optional erhältliche Bluetooth-Adapter

Der Bluetooth-Adapter bekommt über das Tablet meines Sohnes die gerade favorisierten Def Leppard und Judas Priest – ich habe an gleicher Stelle schon von Kinderliedern geschrieben: wie die Zeit vergeht – von Spotify zugespielt. Man kann sich – nicht zuletzt dank des guten Adapters – gut ein Bild davon machen, wie fies künstlich und leblos diese remasterten Sachen mit niedriger Datenrate eigentlich klingen. Es bleibt nur, die Fahne für lossless-Formate und auch den Plattenspieler hoch zu halten und zu hoffen, dass die Kinder irgendwann begreifen, was sie mit dem datenreduzierten Mist alles verpassen. Mit unkomprimiertem Material macht der Bluetootheingang seine Sache richtig gut, wenn er auch nicht an das Level des Digitaleingangs ranreichen kann. Für eine Party, Hintergrundbeschallung oder Stream von Filmton ist die Qualität aber mehr als ausreichend.

Aber durch die umfangreiche Ausstattung gibt es ja noch einiges mehr zu hören: Besonders hervorheben möchte ich den Kopfhörerausgang. Meist wird dem nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit gewidmet. In diesem Fall treibt dieser auch hochohmige Kopfhörer, wie meinen Beyerdynamik DT 880 in der 250-Ohm-Version sauber, stabil und bei Bedarf auch richtig druckvoll laut und macht damit die oft benötigten externen Kopfhörerverstärker überflüssig.

Klassischer diskreter Aufbau. Trotz üppig dimensioniertem Ringkerntrafo und Kühlkörpern übersichtliche Anordnung der einzelnen Baugruppen, symmetrischer Aufbau der Endstufen
Klassischer diskreter Aufbau. Trotz üppig dimensioniertem Ringkerntrafo und Kühlkörpern übersichtliche Anordnung der einzelnen Baugruppen, symmetrischer Aufbau der Endstufen

Auch der Phonoeingang ist bei Weitem keine zeitgeistige Alibi-Dreingabe. Platte ist ja wieder in und da kann man ja nicht mehr ohne. Hauptsache da, Qualität egal. Die Entwickler von IOTAVX wollten dieses Spiel nicht mitspielen. Durch die Eingangskapazität von 220 Picofarad etwas eingeschränkt bei der Tonabnehmerwahl, spielt der Moving-Magnet-Eingang sehr sauber, feindynamisch, detailreich und bringt den Reiz der analogen Wiedergabe voll auf den Punkt. Ich finde sogar räumlich etwas besser organisiert als die digitale Sektion. Den im direkten Vergleich zur CD bei identischen Aufnahmen etwas unausgeprägteren Punch und die eingeschränkte Grobdynamik schiebe ich auf den verwendeten Tonabnehmer – ich hatte einfach nichts wirklich Großes mit dem Wandlerprinzip im Haus.


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