tests/19-04-30_transrotor
 

Transrotor Alto

30.04.2019 // Wolfgang Kemper

Ein Einblick in den Schwenkmechanismus des Auslegers
Ein Einblick in den Schwenkmechanismus des Auslegers

Der Alto ist so, wie er bei mir zum Test steht, eine traumhafte Musikmaschine. Aber so scheint er noch nicht am Ende der musikalischen Fahnenstange zu sein. In den letzten Monaten habe ich oft am Telefon mit Rolf Becker gesprochen, dessen erstklassige symmetrische Phono-Vorstufen ich in jüngster Vergangenheit testen konnte. Rolf Becker besitzt einen betagten Fat Bob und hat diesen von einen Antrieb mit zwei Motoren auf drei gleichmäßig im Dreieck angeordnete, externe Motoren aufgerüstet. Ich darf ihn hier zitieren, um anzudeuten, was da noch machbar sein kann: „ ...bis zu dem Tag an welchem ein Gespräch mit einem sehr erfahrenen Branchenhasen einen ganz neuen Aspekt in die verfahrene Situation brachte … versuch es doch mal mit einem dritten Motor – war sein lapidarer Rat – du wirst dich wundern, setze er nach und lachte in einer Art, mit der er nur zum Ausdruck bringen konnte, wie viele Ahnungslose doch immer noch rumlaufen würden …“ und weiter: „Es ist wie bei einer, sich über lange Zeiträume entwickelnden Liebe zu einem Partner …..eine souveräne Entspanntheit, Ruhe und Sicherheit sind entstanden und darauf will man auf keinen Fall mehr verzichten … und genau so ähnlich verhielt es sich nun mit den drei Motoren – dasselbe Laufwerk und nur ein Motor hinzugefügt, konvertierten akustische Magenverstimmungen in entspannte Zeitlosigkeit und ein breites Dauergrinsen – genauso muss es sich anhören – alles stabil und rutschfest im Raum positioniert … so einfach kann die Welt sein.“

Das macht doch neugierig. Ich kann mir gut vorstellen, den Alto in einigen Wochen noch einmal mit drei Motoren zu hören und an dieser Stelle darüber zu berichten. Aber zuerst muss mein Testexemplar leider zurück ins Werk, damit es auf der HighEnd bewundert werden kann.

Enorm musikalisch: das Transrotor Figaro
Enorm musikalisch: das Transrotor Figaro

STATEMENT

Der Transrotor Alto gibt sich optisch als ein typischer Transrotor. Ihm gelingt es, das Entspannende in der Musik mit ihrer dynamischen Lebendigkeit zu verknüpfen. Die komfortable Höhenverstellung hebt den Alto in der musikalischen Bewertung auf ein enorm hohes Niveau, weil mit ihr eine perfekte Einstellung eines jeden Tonabnehmers möglich ist. Das können andere nicht so bequem und klingen deshalb meist weniger richtig.
Gehört mit
Plattenspieler Brinkmann Bardo mit Musical Life Conductor 10 Zoll
Tonabnehmer Audio Technica ART 9
Phono-Vorstufe Plinius Koru
Vorverstärker Audio-gd Master 9
Endstufe für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100
Lautsprecher Triangle Grand Concert
Zubehör In-akustik Black&White NF-1302, Audio-gd NF Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral LS mit Enacom LS, Shunyata Andromeda LS mit Enacom LS, Mudra Akustik Max Netzleiste und Netzkabel, Audioquest Hurricane HC und NRG-X2 Netzkabel, Audioquest Niagara 5000, Swisscables Reference Plus Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von mbakustik und Browne Akustik, Levin Design Vinyl-Bürste
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis
Herstellerangaben (vom Autor ergänzt)
Transrotor Alto
Chassis aus massivem Aluminium
Plattenteller Aluminium 60 mm, ca. 9 kg
Lager hydrodynamisches Plattentellerlager mit Magnetkopplung (TMD)
Netzteil Konstant Studio
Ausbaustufen auf bis zu drei Tonarmarme aufrüstbar, Tonarmbasen stufenlos verstellbar, auf Betrieb mit drei Motoren aufrüstbar
Zubehör Auflagegewicht aus poliertem Aluminium im Lieferumfang
Preise Alto mit Konstant Studio-Netzsteuerung und einem Tonarm-Ausleger: 5000 Euro
Aufpreis Konstant M 1 Reference: 300 Euro
Tonarm TR-1200 S: 1000 Euro (Einzelpreis 1250 Euro)
Tonabnehmer Transrotor Figaro: 2000 Euro (Einzelpreis 2500 Euro)
Plattengewicht-Ablage: 250 Euro
Zusätzlicher Tonarm-Ausleger mit Höhenverstellung: 1100 Euro

Hersteller/Vertrieb
Räke HIFI Vertrieb GmbH
Anschrift Irlenfelder Weg 43
51467 Bergisch Gladbach
Telefon +49 2202 31046
E-Mail transrotorhifi@t-online.de
Web www.transrotor.de


  • Gold Note HP-10 deluxe und PSU-10 Evo

    Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität? Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung,…
    10.02.2026
  • Alluxity Int One mkII

    Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken. Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der…
    27.01.2026
  • Rega Mercury / Solis

    Hifistatement hatte die Möglichkeit, Regas brandneue, im November 2025 erschienene Vor-/Endstufenkombination Mercury/Solis umfassend zu testen. Die Vorstufe hat einen hochwertigen DAC an Bord, die Endstufe liefert circa 300 Watt Ausgangsleistung an vier Ohm Impedanz. Mit diesen Boliden liefert Rega sein Verstärkerstatement! Der Name Rega löst bei mir unmittelbar diverse positive Assoziationen hervor, bislang zugegeben allesamt in der rein analogen Welt der Plattenspieler und Tonabnehmer verortet. So besaß ich unter anderen bereits einen Planar 1 oder…
    20.01.2026
  • Final UX5000

    Im Oktober habe ich den UX5000 in Warschau auf der Audio Video Show das erste Mal gehört. Zugegeben, Bluetooth-Overear-Kopfhörern gilt nicht unbedingt mein größtes Interesse, aber der UX5000 machte mich mit einigen Features neugierig auf einen Test. Final platziert das Modell an der Spitze seines Bluetooth-Kopfhörer-Line-Ups. Allein optisch spricht mich der UX5000 an. Schlicht und unauffällig, ohne ein Statement setzten zu wollen, um sich zwanghaft von der Masse abzuheben. Aber genau diese unaufgeregte Präsentation in…
    16.01.2026
  • Riviera Audio Laboratories APL1 und AFM70

    Den letzten Bericht über eine Vor-/Endstufen-Kombination schrieb ich vor beinahe anderthalb Jahren. Bis jetzt kam lediglich Wolfgang Kempers Test des Senna-Sound-Duos dazu. Sollte das daran liegen, dass es in diesem Bereich nicht allzu viele Innovationen gibt? Die edlen Amps von Riviera Audio Laboratories sind jedenfalls alles andere als Mainstream. Die Verbreitung von digitalen Verstärkermodulen hat zumindest bei mir dazu geführt, dass mich ein Großteil der modernen Endstufen-Kreationen einfach nicht mehr interessiert. Schaltnetzteile in Kombination mit…
    14.01.2026
  • Keces Ewave

    Nein, wir werden nicht zur PR-Abteilung von Keces oder Robert Ross' Vertrieb, der die Produkte aus Taiwan in Europa betreut und hierzulande vertreibt. Doch bei einem Gespräch über den Ephono+ merkte Robert Ross an, dass er soeben das erste Null-Serien-Modell des Keces-Switch erhalten habe und uns zusenden könne. Da konnte ich nicht widerstehen. Da die Serienmodelle noch im Januar ausgeliefert werden, kann ich mir mit dem Bericht über das Switch auch nicht allzu lange Zeit…
    09.01.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.