tests/20-03-25_audioquest
 

AudioQuest PowerQuest 3

25.03.2020 // Carsten Bussler

Aber dafür gibt es ja Experten wie die von AudioQuest! Gegründet von Bill Low im Jahre 1980 in den USA, hat sich die Firma mittlerweile zu einem der weltweit führenden Anbieter in den Bereichen Kabel, Stromversorgung und weiterem Zubehör entwickelt. Nach eigenem Bekunden ist AudioQuest sogar der größte Kabellieferant für den spezialisierten High-End-Markt. Bei der PowerQuest 3, deren volle Bezeichnung „PowerQuest 3EU Umformer / Überspannungsschutz“ lautet, handelt es sich um eine Netzleiste mit insgesamt acht Netzsteckdosen. Zwei davon sind vorgesehen für den Anschluss von Videobildschirmen, Fernsehern oder Projektoren, zwei weitere sind gedacht für Verstärker, Aktivlautsprecher oder Subwoofer (die alle also einen erhöhten Strombedarf aufweisen) und vier der Ausgänge sind ausgelegt für Audio- oder Videoquellenkomponenten sowie Computer oder Router. An der Stirnseite des hochkant stabil auf seinem Bodensockel stehenden Geräts befindet sich ein schwarzer Kippschalter, der beim Betätigen die Netzleiste einschaltet, für deutlich vernehmbares Klackern der Relais sorgt und so schließlich Betriebsbereitschaft signalisiert. Überhaupt gefiel mir das Gesamtdesign der PowerQuest 3 von vornherein deshalb sehr gut, weil es sich so schön platzsparend hinter dem HiFi-Rack positionieren ließ.

Vier plus vier: im Winkel von 90 Grad zueinander befindliche Netzsteckdosen
Vier plus vier: im Winkel von 90 Grad zueinander befindliche Netzsteckdosen

Augenfälliges Merkmal ist, dass sich vier der Netzanschlüsse auf der schmalen Oberseite befinden und vier auf der relativ großflächigen Seite. Den Netzstecker meiner Endstufe habe ich natürlich in den Hochstromanschluss gesteckt, der Plattenspieler und die Phonostufe wurden bei mir von den „Ultra-linear Filteranschlüssen“ versorgt. Beim Phonovorverstärker war ich mir zuerst nicht ganz sicher, allerdings schied der Videoanschluss aus und auch der zweite, noch freie Hochstromanschluss erschien mir nicht richtig, da mir meine Phonostufe bisher noch nie als Stromsäufer aufgefallen war… Quasi als Lebensversicherung für die angeschlossenen Geräte fungiert der Überspannungsschutz. Eine Abschaltelektronik sorgt bei länger als eine Viertelsekunde anliegenden Wechselspannungen von über 270 Volt für das Öffnen des Hochstromrelais und die Netzausgänge werden abgeschaltet. Zusätzlich leuchtet dann eine rote Warn-LED „Extreme Voltage“. Live erleben musste ich diese Abschaltelektronik zum Glück noch nicht!

Die Abschaltelektronik warnt auf der Stirnseite, sobald sie aktiv ist
Die Abschaltelektronik warnt auf der Stirnseite, sobald sie aktiv ist

Dass es noch vier USB-Hochgeschwindigkeitsanschlüsse zum Laden von Smartphones, Tablets und anderen ähnlichen Geräten gibt, nehme ich wohlwollend zur Kenntnis. Nicht, dass ich diese im Betrieb meiner Anlage zu nutzen gedenke, das käme ja schon Blasphemie gleich und ich bin mir sicher, meine Uchida würde mir das mit flackernden 2A3 Trioden quittieren. Zumindest projiziert mir meine Phantasie sofort solche Bilder vor mein geistiges Auge. Aber wenn die Kette ausgeschaltet ist respektive ich keine Musik höre, spricht ja nichts dagegen, auch modernes Gedöns mit der AudioQuest Filternetzleiste zu verbinden, um die Akkus aufzuladen.


  • WestminsterLab Omne

    Ich schätze WestminsterLab-Komponenten für ihre Musikalität und Authentizität, die den Zugang zur Musik ganz selbstverständlich öffnen. Diese Qualität verspricht nun WestminsterLab in Form des Omne, einem Vollverstärker, der das gesamte Westminster-Lab Erlebnis in einem All-in-One-Paket vereinen soll. Ein Versprechen, das neugierig macht. Als Angus Leung den Omne Vollverstärker Anfang Februar 2025 in Hamburg präsentierte, ging es ihm erkennbar nicht um die übliche Choreografie aus Neuheit und Superlativen. Im Zentrum stand für ihn vielmehr die Antwort…
    21.04.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein Nachtrag

    Klanglich, optisch und in Sachen Verarbeitung hat mich der SOtM sMS-2000 rundum begeistert. Im täglichen Betrieb erweist er sich als komfortabel und bisher völlig stabil. Die Einrichtung einer zusätzlichen internen Festplatte hätte allerdings Programmierkenntnisse in Linux erfordert. Ich habe deshalb die zum Lieferumgang gehörende SSD aktiviert. Beim kürzlich erschienenen Test agierte der sMS-2000 ja lediglich als Streaming Bridge. Die Musikdaten bezog er vom Melco N1Z H60/2 über Ethernet, denn die Kombination eines netzwerkgebunden Servers als…
    17.04.2026
  • Soulnote A-2 ver.2

    Ist man, wie ich, seit zwei Jahren zufriedener und stolzer Besitzer eines Soulnote A2 Vollverstärkers, kann man durchaus unruhig werden, wenn da eine Version 2 auf den Markt kommt. Klingt diese nun besser? Sollte ich meinen A2 verkaufen, um den neuen zu erwerben? Lohnt das, und macht der Vorteil auch den Preisunterschied wett? Mein Soulnote A2 stand damals mit rund 7.000 Euro in der Preisliste. Sein Nachfolger A2 ver.2 ist exakt 1500 Euro teurer, also…
    14.04.2026
  • Unison Research Unico PRE v2 und Unico DM v2

    Unison Research? Genau, das sind doch diese schmucken Röhrengeräte aus Treviso mit den edlen Holzapplikationen am Gehäuse. Und stopp! Unisons neueste Vor-/Endstufenkombi hört auf die Namen Unico PRE v2 und Unico DM v2 und passt einfach in keine Schublade. Wir fühlen diesen Wandlern zwischen den Welten auf den hifidelen Zahn. Die neue Unico-Serie kommt in vollständig überarbeitetem Design daher. Sie besticht durch ihre sehr moderne Designsprache, die mir persönlich ausgesprochen gut gefällt, insbesondere in der…
    07.04.2026
  • SendyAudio Egret

    Der Egret ist schon der vierte Kopfhörer des chinesischen Herstellers SendyAudio, den audioNEXT-Geschäftsführer Carsten Hicking nach Gröbenzell schickte. Kein Wunder, dass ich gegenüber den Produkten der Marke inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt habe: Ich rechne mit einer Menge Hörgenuss zu einem eher moderaten Preis. Den SendyAudio Aiva, das erste Modell der Kopfhörer-Division der Sivga Electronic Technology Company Ltd., lernte ich vor fünf Jahren kennen: Er ist – zumindest nach High-End-Maßstäben – wirklich erschwinglich und verwöhnt…
    03.04.2026
  • SOtM sMS-2000

    Roland Dietl benutzt in seiner verzweigten Digitalkette einige SOtM-Produkte – sowohl eigenständige Geräte als auch Platinen, die der Hersteller auf seiner Webseite unter Accessories auflistet – und ist von ihrer Qualität rundum überzeugt. Ich halte es mehr mit klassischen Komponenten. In einer solchen hat SOtM jetzt seine besten Lösungen gebündelt. Der sMS-2000 ist ein Streaming Transport mit der Möglichkeit, SSD-Disks zu integrieren. Der Hersteller beschreibt die Komponente so: „Das Herzstück des sMS-2000 bildet das hochgelobte…
    31.03.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.