tests/20-04-15_ansuz
 
Test.
Deutsch English|

Ansuz Acoustics PowerSwitch D-TC Supreme

15.04.2020 // Dirk Sommer

Beim Scrollen durch die Musik-Bibliothek blieb ich bei Paul Roders' Muddy Water Blues hängen. Die Version von „Hoochie Coochie Man“ ist zwar keine klangliche Offenbarung, macht aber jede Menge Spaß: Der dezente Einsatz von Hall, die fette Bass-Drum, und das opulenten Arrangement lenken nicht im Mindesten vom packenden Groove ab. Gute-Laune-Musik erster Güte – vor allem dann, wenn das PowerSwitch die Daten verteilt. Die Bass-Drum hat einen satteren Punch und die Gitarren einen Hauch weniger aggressiven Biss. Beim SOtM scheint dafür die recht dichte Instrumentierung minimal feiner durchgezeichnet, und das Spiel des Toningenieurs mit dem Hall ist etwas besser nachzuverfolgen. Mit dem Ansuz macht mir dieser Song aber einfach mehr Spaß.

Fünf „Ansuz Analog-Dither“-Schaltungen generieren die Wechselspannungen für die aktiven Ethernet-Kabel
Fünf „Ansuz Analog-Dither“-Schaltungen generieren die Wechselspannungen für die aktiven Ethernet-Kabel

Zum Schluss gönne ich mir noch Wagners „Ritt der Walküren“ vom Album Der Symphonische Ring mit den Duisburger Philharmonikern unter Jonathan Darlington. Wie alle Einspielungen der Living Concert Series überzeugt auch diese mit einer guten räumlichen Abbildung, packender Dynamik und leuchtenden Klangfarben. Die strahlen beim Ansuz noch eine Spur wärmer, die Darstellung der Instrumentengruppen auf der nun etwas tieferen Bühne gelingt noch plastischer und das Orchester wirkt nicht nur größer, sondern auch etwa energiegeladener. Sehr fein! Die Unterschiede sind auf diesem extrem hohen Niveau natürlich nicht dramatisch. Aber welchem Audiophilen ginge es nicht um die – manchmal entscheidenden – Nuancen?

STATEMENT

Das Ansuz Acoustics PowerSwitch wartet mit einer Fülle eigenständiger technischer Lösungen auf und zeigt, wie viel klanglicher Zugewinn allein beim Verteilen von Daten möglich ist. Auch wenn die Stromversorgung für die aktiven Ethernet-Kabel bisher nicht zum Einsatz kam, steht für mich fest, dass das D-TC Supreme das bestklingende Switch ist, das ich je in meine Digital-Kette integrierte. Das Ansuz Acoustics PowerSwitch markiert nicht nur preislich das Ende der Fahnenstange: klanglich auch!
Gehört mit
NAS Melco N1Z H60/2, WDMyCloud
Streaming Bridge Auralic G1
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Poweradd
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE
LAN-Switch SOtM sNH-10G i mit Keces P8
10-MHz-Clock SOtM SCLK-OCX10 mit Keces P8
Vorverstärker Audio Exklusiv R7
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Göbel Epoque Aeon Fine
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3,, Swiss Cables, SOtM dBCL-BNC
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1000, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, Harmonix Real Focus und Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs
Herstellerangaben
Ansuz Acoustics PowerSwitch D-TC Supreme
Abmessungen (B/H/T) 261/63/377mm
Preis 12.000 Euro

Hersteller
Ansuz Acoustics
Anschrift Rebslagervej 4
DK-9000 Aalborg
Web ansuz-acoustics.com


  • SOtM sMS-2000 – ein Nachtrag

    Klanglich, optisch und in Sachen Verarbeitung hat mich der SOtM sMS-2000 rundum begeistert. Im täglichen Betrieb erweist er sich als komfortabel und bisher völlig stabil. Die Einrichtung einer zusätzlichen internen Festplatte hätte allerdings Programmierkenntnisse in Linux erfordert. Ich habe deshalb die zum Lieferumgang gehörende SSD aktiviert. Beim kürzlich erschienenen Test agierte der sMS-2000 ja lediglich als Streaming Bridge. Die Musikdaten bezog er vom Melco N1Z H60/2 über Ethernet, denn die Kombination eines netzwerkgebunden Servers als…
    17.04.2026
  • Soulnote A-2 ver.2

    Ist man, wie ich, seit zwei Jahren zufriedener und stolzer Besitzer eines Soulnote A2 Vollverstärkers, kann man durchaus unruhig werden, wenn da eine Version 2 auf den Markt kommt. Klingt diese nun besser? Sollte ich meinen A2 verkaufen, um den neuen zu erwerben? Lohnt das, und macht der Vorteil auch den Preisunterschied wett? Mein Soulnote A2 stand damals mit rund 7.000 Euro in der Preisliste. Sein Nachfolger A2 ver.2 ist exakt 1500 Euro teurer, also…
    14.04.2026
  • Unison Research Unico PRE v2 und Unico DM v2

    Unison Research? Genau, das sind doch diese schmucken Röhrengeräte aus Treviso mit den edlen Holzapplikationen am Gehäuse. Und stopp! Unisons neueste Vor-/Endstufenkombi hört auf die Namen Unico PRE v2 und Unico DM v2 und passt einfach in keine Schublade. Wir fühlen diesen Wandlern zwischen den Welten auf den hifidelen Zahn. Die neue Unico-Serie kommt in vollständig überarbeitetem Design daher. Sie besticht durch ihre sehr moderne Designsprache, die mir persönlich ausgesprochen gut gefällt, insbesondere in der…
    07.04.2026
  • SendyAudio Egret

    Der Egret ist schon der vierte Kopfhörer des chinesischen Herstellers SendyAudio, den audioNEXT-Geschäftsführer Carsten Hicking nach Gröbenzell schickte. Kein Wunder, dass ich gegenüber den Produkten der Marke inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt habe: Ich rechne mit einer Menge Hörgenuss zu einem eher moderaten Preis. Den SendyAudio Aiva, das erste Modell der Kopfhörer-Division der Sivga Electronic Technology Company Ltd., lernte ich vor fünf Jahren kennen: Er ist – zumindest nach High-End-Maßstäben – wirklich erschwinglich und verwöhnt…
    03.04.2026
  • SOtM sMS-2000

    Roland Dietl benutzt in seiner verzweigten Digitalkette einige SOtM-Produkte – sowohl eigenständige Geräte als auch Platinen, die der Hersteller auf seiner Webseite unter Accessories auflistet – und ist von ihrer Qualität rundum überzeugt. Ich halte es mehr mit klassischen Komponenten. In einer solchen hat SOtM jetzt seine besten Lösungen gebündelt. Der sMS-2000 ist ein Streaming Transport mit der Möglichkeit, SSD-Disks zu integrieren. Der Hersteller beschreibt die Komponente so: „Das Herzstück des sMS-2000 bildet das hochgelobte…
    31.03.2026
  • dCS Varèse – weitere Erfahrungen

    Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren. Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren…
    20.03.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.