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Unison Research Unico PRE v2 une Unico DM v2

07.04.2026 // Carsten Bussler

Preislich greifen wir bei Unison Research für dieses Pärchen ganz oben ins Regal: Der Vorverstärker Unico PRE v2 kostet 5900 Euro, der Endverstärker Unico DM v2 sogar 8900 Euro. Dafür darf der potenzielle Kunde Einiges erwarten und in technischer Hinsicht werden auch diverse interessante Lösungen geboten. So verfügt die Lautstärkeregelung des PRE v2 statt über ein übliches Potentiometer über ein diskretes Widerstandsnetzwerk mit einzelnen hochintegrierten Widerständen. Auf diese Weise entledigt Unison sich etwaiger Schleifkontakte oder sich ändernder Ausgangswiderstände, eng tolerierte Einzelwiderstände liefern kanalgleiche, definierte Pegel. Die Auflösung in 0,5 Dezibel Pegelstufen ist sehr fein gerastert, zudem wird die Pegelkurve der sonst bei Unsion Research verwendeten ALPS-Lautstärkepotentiometer in Abhängigkeit von der Position des Lautstärkereglers simuliert.

Die sehr solide Metallfernbedienung ist für den vollen Bedien- und Funktionsumfang ein Muss. Fernbedienungsmuffel bekommen beim Unico PRE v2 schnell ihren Zahn gezogen
Die sehr solide Metallfernbedienung ist für den vollen Bedien- und Funktionsumfang ein Muss. Fernbedienungsmuffel bekommen beim Unico PRE v2 schnell ihren Zahn gezogen

Die LED auf der Front der Endstufe zeigt den symmetrischen oder asymmetrischen Betrieb an
Die LED auf der Front der Endstufe zeigt den symmetrischen oder asymmetrischen Betrieb an

Schaltungstechnisch handelt es sich beim PRE v2 um einen vollsymmetrischen Hybrid-Vorverstärker in Class A. Eingangsseitig kommt eine Röhrenstufe mit zwei ECC83 zum Einsatz. Hier konnte ich meinen Spieltrieb übrigens nicht bändigen und ich habe verschiedene NOS-Derivate ausprobiert. Wer Flöhe husten hört oder sich einfach besser dabei fühlt – so wie ich –, der stöpselt hier teure New Old Stock Röhren statt der mitgelieferten Originalröhren ein, sofern gerade zur Hand. Das ist natürlich kein Muss: Die mitgelieferten Röhren sind hochanständig und die klanglichen Unterschiede bewegen sich im marginalen Bereich, sind aber vernehmbar, was für die Qualitäten dieses Verstärkers spricht. Die Ausgangsstufe des PRE v2 dagegen ist klassisch mithilfe von Transistoren realisert.

Volles Brett: Die große Anschlussvielfalt des Unico PRE v2 lässt keine Wünsche offen. Die Ein- und Ausgänge auf der Rückseite sind sehr übersichtlich gestaltet und informativ beschriftet
Volles Brett: Die große Anschlussvielfalt des Unico PRE v2 lässt keine Wünsche offen. Die Ein- und Ausgänge auf der Rückseite sind sehr übersichtlich gestaltet und informativ beschriftet

Sehr interessant und gelungen ist die Umschaltung zwischen Phono MM und MC sowie die jeweilige Pegelanhebung um plus 10 Dezibel per Mäuseklavier
Sehr interessant und gelungen ist die Umschaltung zwischen Phono MM und MC sowie die jeweilige Pegelanhebung um plus 10 Dezibel per Mäuseklavier


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    Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten. Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte…
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