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Aavik I-288

19.05.2026 // Achim Schneider

Im dänischen Aalborg befindet sich eine Hifi-Schmiede der Extraklasse. Hier produzieren Michael Børresen und sein Team Produkte, die nicht nur elegant aussehen, sondern auch mit außergewöhnlichen technischen Features ausgestattet sind – wie der Vollverstärker Aavik I-288, den uns die Audio Group Denmark zum Test geschickt hat.

Wenn man sich in der Hifi-Welt umsieht, könnte man meinen, dass die Audio Group Denmark zu den jüngeren Unternehmen in der Szene gehört. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen. Die Masterminds Michael Børresen und Lars Kristensen sind tatsächlich schon mehr als 35 Jahre im Geschäft. Bevor die beiden die Lautsprechermanufaktur Raidho gründeten, waren sie bereits für den amerikanischen Kabelhersteller Nordost tätig. Irgendwann verließen Børresen und Kristensen Raidho, um gemeinsam neue Wege zu gehen und selbstbestimmt zu arbeiten. Sie wollten ihre Energie ausschließlich in die Marken Ansuz und Aavik stecken, um ihre Entwicklungen voranzutreiben. Kurze Zeit später wurde das Portfolio mit der Børresen Acoustics um hochwertige Lautsprecher erweitert. Inzwischen firmieren die Unternehmen mit einer weiteren Marke, Axxess, unter dem Dach der Audio Group Denmark.

Das ist mal ein Display. Die groß dimensionierte rote Anzeige ist dimmbar, der hochwertige Drehregler ändert die Lautstärke in 70 Schritten um jeweils 1 Dezibel
Das ist mal ein Display. Die groß dimensionierte rote Anzeige ist dimmbar, der hochwertige Drehregler ändert die Lautstärke in 70 Schritten um jeweils 1 Dezibel

Das vor mir stehende Testobjekt, der Vollverstärker Aavik I-288, ist eine Komposition von Designpapst Flemming E. Rasmussen und Chefentwickler Michael Børresen. Der ehemalige Gryphon-Gründer und Chefdesigner Flemming E. Rasmussen war selbst ein renommierter Hersteller exzeptioneller Hifi-Elektronik. 2021 verließ er sein Unternehmen und komplettierte das Audio-Group-Triumvirat. Die neue Aavik I-x88 Serie wird vervollständigt mit dem I-188 sowie dem I-588, der die Spitze in dieser Verstärkerreihe bildet. Als ich das Gerät aus dem hochwertig verarbeiteten Flightcase hievte und von seiner weichen Schutzhülle befreite, war sofort klar: Das ist eine besondere Musikmaschine. Das zeigt sich schon bei der Optik. Der I-288 hat sehr wohnzimmerfreundliche Maße. Unmittelbar ins Auge springen die vier flachen, runden Scheiben auf der Oberseite. Sie sind mit drei eingelassen kugelförmigen Vertiefungen versehen, deren Bedeutung später erklärt wird. Ein Augenschmeichler sind die konkav gewölbten Seiten mit den Kühlrippen aus Aluminium. Sehr geschmackvoll.

Zum Gehäuse hat Morten Thyrrestrup einige Informationen parat. Er ist Area Sales Manager bei der Audio Group Denmark und stand als kompetenter Ansprechpartner für alle Fragen rund um den I-288 bereit. „Durch unsere permanenten Forschungen über Materialien und deren Einsatz bei Geräte-Gehäusen haben wir festgestellt, dass Aluminium für Verstärkergehäuse nicht optimal ist, auch wenn die meisten Hersteller es benutzen. Der Grund ist, dass Alu mechanische Resonanzen erzeugt, die für den Klang schädlich sein können,“ erklärt er. Auf Grundlage der Ergebnisse haben die Aavik-Ingenieure ein naturbasiertes Kompositmaterial entwickelt, das für die Gehäuse der I-x88er Serie verwendet wird. Lediglich die Außenseiten auf der linken und rechten Seite seien aus Aluminium. Um die elektronischen Bauelemente zusätzlich zu schützen, befinden sich innerhalb des Gehäuses vier Millimeter starke Kupferwände.


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