Q Acoustics 3050

20.03.2017 // Matthias Jung

Bei der Fülle der hochpreisigen Testobjekte bleibt meistens kaum Platz für Geräte der unteren Preisklassen. Zum Glück nicht immer, sonst wäre dem Tester die Begegnung mit der Q Acoustics 3050 entgangen. Nicht nur ein Verlust für ihn, sondern auch für alle anderen preisbewussten Hifi-Liebhaber.

Makelloses Finish der Schleiflackoberfläche der Q Acoustics 3050. Die Verarbeitung kann auch hohe Ansprüche befriedigen
Makelloses Finish der Schleiflackoberfläche der Q Acoustics 3050. Die Verarbeitung kann auch hohe Ansprüche befriedigen

Die 3050 sind das dritte Paar Lautsprecher des englischen Herstellers Q Acoustics aus Bishops Stortford nördlich von London, das seinen Weg in meinen Hörraum findet. Sie sind die Nachfolger der 2000i Reihe und sollen in allen Belangen noch eine Schippe drauf legen. Mit knapp 800 Euro das Paar(!) noch einmal etwas günstiger als ihr direkter Vorgänger 2050i markieren sie den günstigsten Einstieg in die Welt der Standlautsprecher bei Q Acoustics. Von der Größe zwischen den teureren Brüdern Concept 40 und Concept 500 – das brandneue Spitzenmodell – angesiedelt, aber ohne deren aufwendige Gehäuse und vor allem ohne die Hochglanzlackierung. Mir ist das ja ganz recht. Mit Kindern in der Wohnung und meiner unseligen Angewohnheit, immer irgendwas – CD-Cover, Kaffeebecher, Schraubenzieher, pardon -dreher – auf den Lautsprechern abzulegen, ist die Gefahr, diese zu zerkratzen, bei einer matteren Oberfläche wesentlich geringer. Nichtsdestotrotz sind die weißen Schleiflackgehäuse absolut akkurat verarbeitet und haben ein perfektes Finish.

Der Hochtöner der Q Acoustics 3050 sitzt auf einer Lage Gummi, um Vibrationen von ihm fernzuhalten
Der Hochtöner der Q Acoustics 3050 sitzt auf einer Lage Gummi, um Vibrationen von ihm fernzuhalten

Auch die 3050 sind Zwei-Wege-Lautsprecher mit jeweils zwei 165-Millimeter-Tiefmitteltönern aus einer Papier-/Polymermischung, hier Aramid genannt, die auf eine Bassreflexöffnung auf der Rückseite arbeiten. Zur Anpassung an den Raum liegen Schaumstoffstopfen bei. Der Hochtonbereich wird ab 2600 Hertz von einer 22-Millimeter-Gewebekalotte mit breiter Sicke bearbeitet. Die eingesetzten Chassis wurden zusammen mit dem und für den Lautsprecher entwickelt und sind preisklassenunüblich aufwendig konstruiert.

Verantwortlich für die Entwicklung bei Q Acoustic ist die Firma Fink Audio Consulting aus Essen. Chef Karl-Heinz Fink, der seit inzwischen über 20 Jahren für diverse Firmen Lautsprecher entwickelt hat – zum Beispiel in letzter Zeit für Naim und Boston, früher für IQ und ALR Jordan – treibt bei der Entwicklung preisgünstiger Komponenten den gleichen hohen technischen Aufwand wie für kostspieligere Varianten.


  • Expolinear Sondermodell T-100 DeLuxe

    Als limitiertes Sondermodell präsentieren Expolinear® die neue T-100 DeLuxe. Es handelt sich um einen 2-Wege Kompakt-Lautsprecher, der mit exquisiten Bauteilen produziert wird und eine verfeinerte Version der beliebten T-100 L darstellt. Im Tiefmitteltonbereich setzen die Berliner Lautsprecherspezialisten ein neues Hochleistungssystem mit Spezial-Membran ein. Dieses arbeitet mit extrem linearem Frequenzgang. Der Hochtonbereich ist dem State of the Art Bändchenhochtöner Expolinear RT-9 Pro bestückt. Es handelt sich um ein klassisches Bändchen mit Übertrager, das extrem breitbandig (1500…
    21.06.2017
  • TAD Labs Micro Evolution One

    BER hat nur einen Buchstaben mehr als BE, aber während der Berliner Flughafen nie fertig wird, ist BE, das für Beryllium steht, seit langer Zeit eine echte Erfolgsgeschichte. Der im japanischen Aktienindex Nikkei 225 gelistete Weltkonzern Pioneer baut schon seit 1937 Lautsprecher. Im Tochterunternehmen TAD – die Abkürzung steht für Technical Audio Devices – werden seit 1975 Lautsprecher für den professionellen Bereich gebaut und diese besitzen eine hervorragende Reputation. So kommt beispielsweise die TAD Model…
    06.06.2017
  • Kaiser Acoustics Kawero! Classic

    Wer ab und zu einen Blick in die Liste der für den Test verwendeten Komponenten wirft, dem dürfte aufgefallen sein, dass die Kawero! Classic schon lange in meinem Hörraum zu Gast sind. Bei diesem Bericht der etwas anderen Art werde ich auch nichts über die Technik schreiben – und dennoch werden Sie zum Schluss umfassend informiert sein Meine Kollegen und ich genießen das Privileg, unsere Testobjekte unter vertrauten Bedingungen in der heimischen Kette erleben können.…
    12.05.2017
     
  • ICHOS Lautsprecher jetzt serienmäßig mit Duelund

    Der österreichische Lautsprecherhersteller ICHOS hatte bereits auf der letztjährigen Wiener HiFi-Messe klangBilder mit seinen speziell behandelten Breitbandsystemen einen starken Auftritt. Und mit den sehr hochwertigen Duelund-Frequenzweichen-Bauteilen soll der nun noch besser werden. Das Gehäuse der Ichos-Schallwandler beherbergt ein definiertes nach unten abstrahlendes Horn, das für den Bass zuständig ist. Der Hochtonbereich wird durch ein spezielles Dipol-Hochtonkonzept ergänzt. Besonders bedacht ist man bei ICHOS auf die heimische Produktion sowie die Verwendung von speziell selektierten Bauteilen und…
    19.04.2017
  • Buchardt Audio S300 MKII

    Was für eine hübsche Geschichte: Zwei hifi-begeisterte Sandkastenfreunde beschließen, den ultimativen Lautsprecher zu entwickeln – mit dem Fokus auf guten Klang. Optik egal, dafür sollen sie natürlich das beste Preisleistungsverhältnis überhaupt haben und alles andere in Grund und Boden spielen. Klar. Der eine ist Mads Buchardt, Musiker und ehemaliger Inhaber eines Instrumentengeschäfts in der Nähe von Århus, der andere Kaspar Raun, ein Ingenieur, der früher Entwickler bei Dynaudio und anderen Hifi-Herstellern war und heute für…
    03.04.2017
  • Zingali Twenty Evo 1.2

    Was hat die Zahl „Twenty“ mit den Lautsprechern der italienischen Edelschmiede Zingali zu tun? Wenn Sie jetzt weiterlesen, werden Sie noch viel mehr erfahren. Ende der achtziger Jahre gründete Giuseppi Zingali die Firma Zingali Acoustics und pünktlich zum zwanzigsten Firmenjubiläum brachte er sein Modell Twenty Evo auf dem Markt. Besonders erfolgreich ist seine Fima auf einem Markt, wo man italienische Nobelprodukte eher weniger vermutet – nämlich weitab der Heimat in Japan. In mehreren japanischen HiFi-Zeitschriften…
    12.03.2017