Son & Sens 2013, Teil zwei

18.10.2013 // Dirk Sommer

Chambre 203

Wie die Zimmernummer zeigt, sind wir wieder in der zweiten Etage angekommen, wohin man auf zwei Wegen gelangen kann. Dennoch habe ich die drei Ausstellungszimmer beim  zweiten Rundgang nicht sofort wiedergefunden, da die Ausschilderung des Weges nicht wirklich optimal war. Aber das ist nur ein kleiner Wermutstropfen bei der ansonsten nahezu perfekten Organisation der Sons & Sens. Im Zimmer 203 herrscht dann soundkaos. Unter dem ironisch gewählten Namen firmieren optisch und akustisch ungemein ansprechende Schallwandler.

 

Chambre 211

Obwohl die Messe mehr Sinne ansprechen möchte als das Gehör, kommt sie erfreulicherweise ganz ohne Home-Entertainment-Equipment aus. Es ging fast überall um die gute alte Stereowiedergabe. Nur bei Illusonic nicht. Da standen gleich fünf Lautsprecher im Raum – und ich habe mich dennoch getraut hineinzugehen. Und nun muss ich gestehen, dass das Hinzufügen eines Centers- und zweier seitlicher, nur sehr dezent eingesetzter Kanäle den Musikgenuss wirklich intensivieren kann.

 

Chambre 215

Das letzte Zimmer des Rundgangs bildete dann einen schönen Kontrast zur digitalen, mehrkanaligen Welt des vorangehenden. Auch wenn hier zwei Paar Boxen standen, wurde ausschließlich zweikanalig vorgeführt und das schönste: Die Signale kamen entweder von der Platte oder vom Tonband. Im Raum von Swissonor fühlte ich mich gleich zuhause.

 

Halte Gastronomique 4

Auf dem Weg zu Ausgang wurde noch einmal etwas ganz Besonderes, diesmal Hochprozentiges geboten.

 

Schlussbemerkung

Bei der erste Veranstaltung in dieser außergewöhnlichen Form war die Zahl der Aussteller durchaus überschaubar, bedenkt man jedoch die Vorgabe, lediglich schweizer Hersteller für eine Teilnahme zu gewinnen, schon sehr beachtlich. Die Zuschauerzahlen erreichten noch nicht die Werte, die bei etablierten Veranstaltungen üblich sind – wer wollte das bei einer Premiere auch verlangen? Über die Zukunft der Sons & Sens wird schließlich die Zufriedenheit der Aussteller entscheiden. Und da sieht es richtig gut aus: Bei einem kurzen Rundgang etwa vier Stunden vor Schluss monierte lediglich ein Hersteller eine zu geringe Besucherzahl. Die große Mehrheit wusste von sehr interessierten Endverbrauchern und Händlern zu berichten. Auch erste Verkaufe als Reaktion auf die Vorführungen standen in Aussicht. Bleibt also nur, den Veranstaltern Pascale Rey und Jean-Pascal Panchard zu ihrer ersten, rundum gelungenen Sons & Sens zu gratulieren. Von mir aus gern: Bis nächstes Jahr im Herbst in Montreux!

Die Organisatoren der Sons & Sens: Pascale Rey und Jean-Pascale Panchard
Die Organisatoren der Sons & Sens: Pascale Rey und Jean-Pascale Panchard


  • Wiener (High End) Impressionen Teil 2

    Wien, 4. Juni: Kaiserwetter bei der Eröffnung der ersten High End am Kaiserwasser in Wien. Wie so oft in München wurden die zahlreichen Fachbesucher und Pressevertreter, es sind ca. 500 akkreditiert, von strahlendem Sonnenschein ins Austria Center Vienna geleitet. Bei der erstmals von Manuel Pinke, dem neuen Geschäftsführer der High End Society Service GmbH, gemeinsam mit Claudia Karzner moderierten obligatorischen Pressekonferenz zu Beginn der Messe wurde nicht nur auf die Möglichkeiten der neuen Lokalität, wie…
    05.06.2026
  • HIGH END 2026: Messerundgang mit Finn Corvin Gallowsky – Teil 1

    Das Austria Center Vienna stellt eine Herausforderung an HiFi-Redakteure dar. Gleich fünf Stockwerke und vier Hallen summieren sich zu einer gewaltigen Fläche, die es abzulaufen gilt. Dabei unterscheidet sich der Charakter der einzelnen Stockwerke teilweise deutlich. Generell sind die Flure viel weitläufiger als noch in München, was eine luftige und angenehme Atmopshäre schafft. Während auf einigen Stockwerken die Freiflächen dominieren, sind es auf anderen sehr große bis mittelgroße Ausstellungsräume, ein Stockwerk weiter kommt dann fast…
    05.06.2026
  • HIGH END Vienna 2026

    Inzwischen dürfte es sich herumgesprochen haben: In Sachen High End ist in diesem Jahr alles anders. Sie findet nicht wie üblich im Mai und oft beginnend am Tag von Christi Himmelfahrt in München, sondern erstmal im Austria Center Vienna in der österreichischen Hauptstadt statt und beginnt heuer an Fronleichnam, dem 4. Juni. An der Dauer hat sich natürlich nichts geändert: Vier Tage lang werden spannende Innovationen und bewährte Klassiker präsentiert. Wie üblich sind die beiden…
    01.06.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.