Auf fünf Ebenen verteilten sich die über 100 Aussteller der diesjährigen Westdeutschen HiFi-Tage. Nur im Erdgeschoss auf der Ausstellungsfläche wurde (fast) nicht vorgeführt, in den übrigen Suiten, Tagungsräumen und Hotelzimmer wurde hingegen eifrig musiziert. Für den Austausch von Fachwissen boten sich auf den Gängen reichlich Gelegenheiten und einige Aussteller gingen mit dem Angebot von Hörseminaren noch einen Schritt weiter. Viel Spaß mit den nachfolgenden Impressionen aus dem MARITIM Hotel, morgen gibt es im abschließenden dritten Teil weitere Bilder.
Bei deutlich besseren Wetter als am Vortag öffnete das MARITIM Hotel am Montag bereits um 10 Uhr seine Pforten.
Im Foyer vor den Ausstellungsräumen hatte die Firma NT Global Distribution ihren Stand aufgebaut. Sofort ins Auge stach das aus vier Komponenten bestehende Türmchen der Firma Questyle. Eine wahrlich highendige Verstärkerlösung für Kopfhörer, insbesondere wenn der für Stereo ausgelegte Verstärker CMA 800 R Gold in den Mono-Modus versetzt wird. 3.000 - 3.500 Euro werden für die einzelnen Bausteine berechnet.
Technologisch nicht weit entfernt das Modell CMA 600i für 1.400 Euro.
Daneben vertreibt NT Global die mobilen Player von Fiio. Ganz neu und ab Mitte Oktober im Handel der Spieler Fiio X1 II der so ziemlich alle Datenformate abspielen kann - Preis 120 Euro.
Der Clou des X7 sind die kombinierbaren Verstärkermodule, die eine Anpassung an den verwendeten Kopfhörer ermöglichen.
Ein potentieller Spielpartner könnte der elektrostatische In-Ear Hörer von Shure sein. Die Weltneuheit KSE 1500 wird für 3.000 Euro in den Regalen der Händler stehen. Rechts im Bild der SHA-900, eine DAC/Verstärker-Kombination für 1.000 Euro.
Mit einer völlig neuen Konstruktion mischt Audio Technica die Abtaster Szene auf. Die „bewegten Spulen“ sitzen beim AT-ART 1000 direkt über der Abtastnadel. Das Modell des Systems gibt Einblick in den äußerst filigranen Aufbau.
Die Produktbezeichnung ATH-MSR7NC ist vielleicht etwas sperrig, die Features sind es nicht. Ohrpolster aus Memoryschaum sorgen für einen angenehmen Sitzkomfort, die Noise-Cancelling Technologie mit zwei Mikrofonen sorgt daneben für eine Reduktion der Umweltgeräusche die nicht zu Lasten des guten Tons gehen soll. 299 Euro soll er kosten.
Einiges zu bestaunen gab es bei T & A. Der Alleskönner R 1000 E Music-Receiver der für 5.000 Euro…
…eine Vielzahl von unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten bietet, wurde ebenso gezeigt wie der…
…neue Vollverstärker PA 1000 E, dessen Rücken…
…ebenso entzücken kann. Preis 3.200 Euro.
Der Multi Source Player M 1000 E für ca. 5.000 Euro vervollständigt das Trio.
Wie nicht anders zu erwarten, gibt es auch hier einige Schnittstellen zur Außenwelt.
Technics war sich bewusst, dass die „Neuheit“ einige Blicke auf sich ziehen kann…
…denn der 12xx ist zurück. Als SL 1200 GAE Ausführung (3.500 Euro) versorgte er die hauseigene Kette im zweiten Stock mit Signalen. Ganz im Retro-Look sorgte der Endverstärker…
…SE R1 für die standesgemäße Verstärkung.
Oliver Engels von Class-A-Audio zeigt eine Variante seiner Kopfhörerständer, deren…
…Verarbeitung auch kritische Blicke stand hält. Preise ab 290 Euro. Die optisch auffälligen Gerätebasen,…
…hier in Bambus ausgeführt, kosten 700 Euro inklusive der höhenverstellbaren Spikes.
Bei Input Audio versorgte Creek Elektronik den neuen Lautsprecher aus dem Hause Neat. Das Modell IOTA Alpha Lautsprecher (Paar unter 2.000 Euro) beweist, auf die Größe kommt es doch…
…nicht an. Erstaunlich erwachsen musiziert der kleine Lautsprecher (hier der Größenvergleich mit einer Harbeth M30.1), was sicher auch an den nach unten abstrahlenden Tieftöner liegt.
Brobo Hifi stellte zwei Laufwerke (ab 4.620 Euro) aus, die überwiegend aus…
…Granit gefertigt werden. Daneben wurden Laufwerke aus Metall präsentiert.
Natürlich gab es viel mehr von Canton zu sehen, richtig neu waren aber die beiden tragbaren Bluetooth Lautsprecher. Die „große“ Box wird 299 Euro kosten, die Kleine 199 Euro.
Und auch bei Dali wird, wenn auch in einem gänzlich anderem Design, für 399 Euro Entsprechendes angeboten. Aber auch Dali hat noch mehr…
…im Angebot.
Dieses Bild wird bei den etwas älteren Lesern/innen des Berichtes wohlige Erinnerungen wecken. Die abgebildete Falcon Acoustic LS3/5 ist die Wiedergeburt einer Lautsprecherlegende. Historisch genau wurde der 1975 erschienene BBC-Monitor reproduziert. Gesehen und gehört ( :-)) bei Gaudios, Paarpreis 3.000 Euro.
Ebenso bei Gaudios ausgestellt, der neue Brinkmann D/A Wandler Nyquist für 12.000 Euro.
Quadral zeigt die neue Lautsprecherlinie Aurum, an deren Spitze wie immer die Titan ( Stk. 7.500 Euro), gefolgt von der Vulkan (Stk. 5.250 Euro), der Rodan (Stk. 2.500 Euro), der…
…Orkus (Stk. 2.000 Euro) und der Galan (Stk. 1.000 Euro).
Zeit mal Luft zu holen. Vor dem Hotel bot Audiowave hochklassige Car-HiFi-Systeme an.
Picobello verarbeitet und reichlich wohltönend die Concept 20 aus dem Hause Q-Acoustics deren Paarpreis bei…
…erfreulichen 500 Euro liegt. Auch die Rückseite lässt kein Spardiktat erkennen.
Neben der Q-Acoustics Lautsprecher demonstrierte IDC den Einfluss des Laufwerkes auf die Klangqualität eines Plattenspielers. Drei Avid Antriebe (Diva II SP, Sequel SP, Acutus SP) aus unterschiedlichen Qualitäts- /Preisklassen wurden mit identischen (SME-) Tonarmen und Tonabnehmern (Nagaoka MP 150) bestückt - eindrucksvoll!
Avid Acutus SP (14.500 Euro) übernahm die Reference-Position.
In einem weiterem Hörraum wurden Produkte aus dem Hause Isotek gezeigt, sowie deren Wirkung im Rahmen einer moderierten Vorführung demonstriert. Im Bild Sinuswellengenerator Genesis One.
Isotek Evo 3 Aquarius, Spannungsoptimierer.
Manchmal kann es so einfach sein - Einstein stellt seinen neuen Tonarm „The Tonarm“ vor. Ab Ende Oktober für 6.000 Euro erhältlich.
In Kooperation mit Dr. Karl Schuemann (AudioMachina) ist der Lautsprecher Einstein The Pure entstanden. Bildschön und wohltönend, inklusive Bassmodul 44.000 Euro das Paar. Links im Bild die Phonovorstufe „The Phone Amp“.
Wie immer aus Schiefer der Lautsprecher Fischer & Fischer SN 570, vorgeführt von…
…Herrn Mudra (Mudra-Akustik) und Manuel Pinke. Seine Firma übernahm auch die Befeuerung der Schallwandler…
…wobei bei AVM die Jubiläumsmodelle im Focus standen. Im Bild der Vorverstärker V30 für 1.500 Euro. Neben schwarz gibt es die Geräte auch in…
…Silber, so wie den Vollverstärker A30 (2.500 Euro).
Schwenk Audio hat sich einen Namen bei der Herstellung von Lautsprecherständern gemacht. Durch die Kooperation mit Syncronice konnte das Portfolio erweitert werden. Ab 500 Euro werden Ständer mit integrierter Verstärkerelektronik angeboten, deren Ansteuerung mittels Funksignal erfolgt.
Je nach Anwendungsfall, gibt es für das System unterschiedliche Sender. So können z.B. die Signale direkt aus einem Smartphone „verschickt“ werden.
Der Ständer muss damit nur noch mit Strom versorgt werden, unterhalb der Plattform verlässt das Lautsprecherkabel das Standrohr.
Technoide Ästhetik bei Clearaudio. Der aktuelle Tangential Tonarm TT5, hier im Bild mit der Swingbase (2.200 + 550 Euro).
Der Plattenspieler (inkl. Abtaster) Concept Wood in Birkenholz für 1.850 Euro.
Ebenfalls aktuell das Laufwerk Innovation Basic (4.600 Euro ohne Arm).
Weiter geht es mit attraktiven Plattenspielern. Acoustic Solid zeigt in mintgrün das Laufwerk „Green Wonder“.
ELAC kontert mit Pink. Zum 90 jährigen Jubiläum gibt es für 2.000 Euro eine Plattenspieler Komplettlösung (Miracord 90 Anniversary) aus Deutschland.
Aber ein Jubiläum ohne passenden Lautsprecher geht bei Elac garnicht. Befeuert von einer Burmester Endstufe, trefflich verkabelt mit Audioquest die Elan Concentro.
Audioquest zeigt seinen neuen Kopfhörer Night Owl (700 Euro) der gegenüber dem halboffenen Modell Night Hawk komplett geschlossen ausgeführt ist. Im Bild beide Hörer im Vergleich.
In Handarbeit in der USA produziert und ziemlich rar die neue Netzleiste Audioquest Niagara 1000.
Daneben wurde das Programm (im Bild Netzleitungen) umfänglich präsentiert.
Die Akustikmanufaktur hatte Heimspiel, sie mussten ihre Exponate nur auf die „richtige“ Rheinseite transportieren. Herr Wierscher erläuterte fachkundig seine Akustikelemente, die sich ebenso einfach befestigen wie…
…bedrucken lassen - Interessant!
Ein Stammgast im Bonner MARITIM mit einer wohlklingenden Vorführung TAD.
Zum zehnten Mal fanden am vergangenen Wochenende die Westdeutschen Hifi-Tage statt. Auch wenn es noch keine offiziellen Zahlen gibt, bin ich mir sicher, dass die Messe auch diesmal ein voller Erfolg war. Am Samstag reichten in vielen Zimmern die Sitzplätze nicht aus, die Hifi-Interessierten standen auch im Eingangsbereich. Über mangelnden Besucherandrang konnte man also wirklich nicht klagen. Eher über den an Neuigkeiten. Was vor allem daran liegt, dass sich die Szene erst vor drei Wochen…
Mit dem Öffnen der Türen füllten sich auch am Sonntag die Hallen der Bonner Nobelherberge trotz Sonnenschein und milden Temperaturen abermals sehr schnell. Ruckzuck wurden die Fahrstühle besetzt um in die oberen Etagen zu gelangen oder das umfangreiche Langspielplatten-Angebot im Erdgeschoss zu inspizieren Einige Stunden später langweilten sich die freundlichen Damen im Eingangsbereich, die jedem Besucher mit einen Programm nebst Tragetasche versorgten, ein wenig. Das schöne Wetter kühlte ab der Mittagszeit den Besucherstrom etwas ab.…
Wieder einmal ist das Bonner MARITIM Hotel Bühne für das in diesem Jahr bisher größte HiFi-Event im Rheinland, die Westdeutschen HiFi-Tage. Zum neunten Mal öffneten sich am Samstag die Türen für viele HiFi-Enthusiasten die zum Teil hunderte von Kilometern in die ehemalige Bundeshauptstadt anreisten. Die Erwartung aller auf hoch musikalische und vergnügliche Stunden in der Nobelherberge war spürbar, hatten doch die acht vorangegangen Shows schon bewiesen, wie eindrucksvoll es hier tönen kann. Wie gut sich…