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Zehn Jahre Bergmann Audio

02.03.2018 // Dirk Sommer

Es geht nicht um eine Home-Story. Wir wurden eingeladen, weil Johnnie Bergmann hier seine Entwicklungen klanglich beurteilt
Es geht nicht um eine Home-Story. Wir wurden eingeladen, weil Johnnie Bergmann hier seine Entwicklungen klanglich beurteilt

Nach einer recht beschaulichen, knapp vierstündigen Autofahrt vom Hamburger Flughafen Richtung Norden erreichten Werner Obst, der schon seit 2010 die Produkte von Bergmann Audio in Deutschland vertreibt, und ich das Industriegebiet von Hobro. Der Plattenspielerhersteller nutzt hier einen sehr weitläufigen Flachbau mit zwei großen Hallen – eine dient als Lager für Rohmaterial und einige, wenige fertige Produkte, in der anderen findet die Metallbearbeitung statt. Es schließt sich ein weiterer großer Raum an, von dem das Fertigteillager und die Büros von Eva Seiberg und Johnnie Bergmann abgeteilt wurden. Auf der – beträchtlichen – verbleibenden Fläche stehen eine Reihe von Tischen zur Montage von Armen, Laufwerken und Kompressoren. Auch wenn es in einem Seitentrakt mit niedrigeren Decken unter anderem eine Küche mit ausreichend Sitzgelegenheiten gibt, setzten wir uns nach einer kurzen Begrüßung zum Kaffee mit der Bergmann-Audio-Belegschaft, also Eva Seiberg und Johnnie Bergmann, um einen der Montage-Tische.

Hier demonstrierte der Hausherr die erste Version seines neuen Tangentialtonarms – ohne Luftlager
Hier demonstrierte der Hausherr die erste Version seines neuen Tangentialtonarms – ohne Luftlager

Bei der zwanglosen Plauderei über die Firma erfahre ich dann – wie oben erwähnt – voller Erstaunen, dass das Unternehmen in diesem Jahr erst sein Zehnjähriges feiert. Noch erstaunter oder – oder soll ich sagen: entsetzter? – bin ich, als einer der beiden wie beiläufig erwähnt, dass der Sleipner aktuell nicht mehr gefertigt wird. Es gebe noch ein oder zwei Exemplare. Aber dann sei Schluss. Auch wenn ich außer diesem Modell kein anderes von Bergmann Audio getestet habe, bin ich felsenfest davon überzeugt, dass es das mit dem besten Preis/Klang-Verhältnis ist – oder muss ich schreiben war? Es konnte klanglich locker gegen etwa doppelt so teure Boliden aus der Luftlager-Fraktion bestehen. Auch Werner Obst würde es begrüßen, wenn das bisher in Deutschland meistverkaufte Modell weiterhin produziert würde. Aber Johnnie B. beschäftigt sich gerade intensiv mit einem neuen Modell am anderen Ende der Produktpalette. Eva Seiberg ergänzt, dass sich ihre Vertriebe nahezu geschlossen ein erschwingliches Einstiegsmodell gewünscht hätten, was auch Werner Obst bestätigt.

Der neue Arm soll Teil des bisher erschwinglichsten Bergmann-Plattenspielers werden. Noch ist er auf dem Gelder montiert, der bis zu vier Tonarmen Platz bietet
Der neue Arm soll Teil des bisher erschwinglichsten Bergmann-Plattenspielers werden. Noch ist er auf dem Gelder montiert, der bis zu vier Tonarmen Platz bietet


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