Wenn es um Fotos in hifistatement.net geht, und zwar meist um solche von Messen, Firmenbesuchen oder Aktivitäten im Hörraum, taucht oft ein anderer Name auf als der von Helmut Baumgartner: Birgit Hammer. Meine Gattin macht aber nicht nur Aufnahmen für's Magazin, sondern erledigt auch organisatorische Aufgaben und betreut unseren Instagram-Auftritt.
Ein Leben ohne Musik ist für mich nicht vorstellbar. Schon als Kind war Musik für mich enorm wichtig, zuerst beim Zuhören, wenn meine Mutter beispielsweise schaurig-schöne Moritaten zum Besten gab, und dann beim Selbstsingen, wenn ich zu Hause oder im Chor Volks- und anderes Liedgut schmetterte. Kein Wunder also, dass Musik so für mich zu einem Lebensmittel wurde. Dabei war es nicht nur schön zu musizieren, sondern auch spannend, sich mit der Reproduktionstechnik auseinander zu setzen. Begonnen habe ich Anfang der sechziger Jahre mit der elterlichen Musiktruhe von Grundig, die mit Plattenspieler, Radio und Tonbandgerät bestückt war. Ich hörte nicht nur die vorhandenen LPs, EPs, Singles von Armstrong, Beethoven über Knef bis Porter, sondern bannte auch Songs aus dem Radio als „eigene Sendungen“ erst auf Tonbandgerät, später auf meinen eigenen Kassettenrecorder. So kam die Musik der guten Sendungen des WDR dazu, da seien exemplarisch nur Joachim Ernst Berend und Winfried Trenkler als Redakteure genannt. Dann natürlich auch Musik, die in meiner Peer-Group gehört wurde – vom Tonband oder Schallplatte – wie Uriah Heep, Birth Control und so weiter.
Als ich von meinen Eltern in eine eigene Wohnung zog, war klar, dass ich sofort eine Stereo-Anlage brauchte. So begann ich mein Erwachsenenleben mit einer kleinen Plattensammlung, einem Rotel-Verstärker und was sonst noch zur guten Musikwiedergabe nötig ist. Im Lauf der Zeit entwickelte sie sich sukzessive mit ARC-Lautsprechern und Nytech-Verstärker weiter, was sicher auch am Einfluss meines Hifi-interessierteren Freundes lag. Beim Umzug in eine gemeinsame Wohnung kam selbstverständlich auch meine Anlage mit. Bis zum heutigen Tag, fast 46 Jahre später, habe ich eine eigene Hifi-Anlage und eine eigene Plattensammlung. Falls eine Beziehung scheitert und eine neue Wohnung her muss, hat die Anschaffung einer zufriedenstellenden Anlage vielleicht nicht immer höchste Priorität...
Mit meiner Berufstätigkeit begann ich mich auch für das Fotografieren zu interessieren. Zur Erklärung: Ich bin in der Kinderbetreuung tätig gewesen. Um Kinder passgenau in ihrer Entwicklung unterstützen und Eltern über die Entwicklung des Kindes informieren zu können, ist es wichtig zu beobachten und zu dokumentieren. Dies lässt sich gut mit Fotografien machen. Mit Foto-Serien, Fotobilderbüchern kann man ebenfalls Bildungsangebote gestalten. Mich hat dabei die Sendung mit der Maus mit ihren, auch für Erwachsene, informativen Filmen – etwa: Wie kommen die Streifen in die Zahnpasta? – sehr geprägt. Ein Beispiel für meine Adaption dieser Art der Darstellung finden Sie beispielsweise in der Fotostory über Sikora. Fotos von industriellen Herstellungsprozessen finde ich einfach spannend.
Als ich mit meinem Mann vor über 31 Jahren nach Gröbenzell zog – er arbeitet seit dieser Zeit als Journalist im Hifi-Bereich –, bekam ich die Gelegenheit, Musik, Hifi und Fotografieren miteinander zu verbinden. Das Magazin, für das mein Mann erst als Redakteur und später als Chefredakteur einige Jahre arbeitete, konnte anfangs nicht durchgängig einen Fotografen beschäftigen und so machte ich gemeinsam mit der Frau des damaligen Chefredakteurs die Fotos für komplette Ausgaben. Seit dieser Zeit begleite ich, wenn möglich, meinen Mann auf seinen Reportage-Reisen, zu Messen und Fertigungsorten. Dabei begeistern mich einerseits die Möglichkeit, direkt in Produktionsabläufe schauen und sie fotografieren zu können, und andererseits die vielen netten und interessanten Begegnungen in der Hifi-Szene. Zu guter Letzt gibt es dann noch etwas aus dem Bereich der Musik, das ich seit 2008 immer wieder gerne mache: Aufnahmen von Musik mit Studer-Tonbandgeräten. Jetzt sogar live für unsere Plattenfirma! Was für ein Glück.

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