
Nach seinem Vortrag habe ich ihn dann gefragt, ob ich es richtig verstanden hätte, dass er ausschließlich zuvor digital aufbereitete Signale in die Folie schneide. Er bestätigte, dass das so sei: Nur so könnte er besten Klang aus der Rille garantieren. Das sei wichtiger, als während des gesamten Produktionsprozesses auf der analogen Ebene zu bleiben – zumal fast alle neuen Produktionen heute digital erstellt würden. Wohl als Reaktion auf meine skeptische Miene schlug er vor, eine rein analog erstellte Aufnahme einmal mit seinem System zu schneiden und dann im Studio eine Etage höher bei einem Kollegen, der mit einer rein analogen Schneideanlage arbeite. Wahrscheinlich könne man Thorsten Megow ja für den Vergleich gewinnen, so dass er Anpressungen fertigt, bei denen auf jeder Seite der Scheibe einer der beiden Schnitte zu hören ist. Allerdings finde ich das Projekt viel zu spannend, um es nur einem kleinen Kreis Interessierter zugänglich zu machen. Vielleicht hat die High End Society ja Interesse daran, eine solche LP herausbringen. Der Making-Vinyl-Congress ist augenscheinlich aller bestens dazu geeignet, neue Projekte anzustoßen…



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