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Chord Hugo

26.05.2014 // Dirk Sommer

Nein, wir sind nicht zum Lifestyle-Magazin konvertiert und betrachten nun das In-Getränk des Sommers aus der Perspektive eines britischen High End-Herstellers. Chords Hugo ist ein Wandler mit integriertem Kopfhörerverstärker, gerade noch nicht zu groß für den mobilen Einsatz

Das Gehäuse des Hugo ist aus einem Stück Aluminium gefräst. Die Farbe des Kreises oberhalb des Fensters signalisiert die Frequenz, mit der der Wandler aktuell arbeitet
Das Gehäuse des Hugo ist aus einem Stück Aluminium gefräst. Die Farbe des Kreises oberhalb des Fensters signalisiert die Frequenz, mit der der Wandler aktuell arbeitet

Auf den ersten Blick habe ich Hugo für – wie man neudeutsch wohl sagt – ein Gadget der Luxusklasse gehalten. Mit dem Chord-typischen Lupenfenster, das freie Sicht auf die Platine samt einigen LEDs gewährt, die über unterschiedliche Betriebszustände informieren, dem opaken, farblich hinterleuchteten Kreis und dem Chameleon-ähnlich die Farbe wechselnden Lautstärkeregler buhlt Hugo um die Aufmerksamkeit des Betrachters. Das Aluminiumgehäuse mit eingefrästem Geräte- und Firmennamen macht dann schnell klar, dass sich Hugo in einer anderen Preisklassen tummelt als etwa ifi und Co. Die technischen Daten verraten dann, dass Chord es mit dem Wandler durchaus ernst meint: Über S/PDIF und USB akzeptiert Hugo Signale mit 32 Bit und 384 Kilohertz, DSD mit doppelter Frequenz, also 5,6 Megahertz, soll über die Computer-Schnittstelle ebenfalls kein Problem darstellen. Bluetooth-Fähigkeit, der eingebaute Akku und die drei Kopfhöreranschlüsse, einmal 6,3 und zweimal 3,5 Millimeter, legen nahe, Hugo den mobilen Hifi-Geräten zuzurechnen.

Die Cinch-Ausgänge akzeptieren nur mäßig dicke Stecker. Die beiden 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchsen sind versenkt montiert und erfordern gerade Stecker
Die Cinch-Ausgänge akzeptieren nur mäßig dicke Stecker. Die beiden 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchsen sind versenkt montiert und erfordern gerade Stecker

Nachdem ich Hugo im Chord-Raum auf der High End getroffen und ihn gleich zu mir eingeladen hatte, stellte ich ihn direkt nach dem Messe zuhause auf dem Balkon bei einem ersten kurzen Test dem Kollegen Kemper vor. Allzu großen Aufwand wollte ich nicht betreiben, deshalb entschied ich mich für das iPhone als Zuspieler und die Apple Ear Pods als Schallwandler. Der Hugo verfügt zwar über zwei USB-Eingänge, die aber wohl aus Platzgründen nicht als Type B, sondern als Micro-USB-B ausgeführt wurden. Das USB-Kabel mit dem passenden Stecker bringt Hugo mit, sogar in zwei unterschiedlichen Längen. Das nutzt aber nur wenig, da zwar ich für das schon etwas ältere iPad und das 4-er iPhone meiner Gattin einen Kamera-Adapter zur Hand habe, nicht aber einen solchen nach dem Lightning-Standard. So bleibt mir nichts anders übrig, als die Musik-Daten per Bluetooth vom 5-er iPhone an Hugo zu schicken. Auch wenn dieser dank APTX 16-Bit-Signale mit bis zu 48 Kilohertz per Bluetooth empfangen kann, dürften die im Handy in CD-Qualität gespeicherten Musik-Files dort erst auf eine für den qualitativ schlechteren A2DP-Standard verdauliche Datenmenge heruntergerechnet werden.


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