AudioSolutions Euphony 140

20.11.2014 // Matthias Jung

Deutsche Lautsprecher klingen frisch und hell, englische haben tolle Mitten und wenig Höhen, die aus den USA viel weichen Bass und die aus Litauen eben wieder anders. Oder doch nicht?

Es gibt viele Klischees über die Klangabstimmung von Lautsprechern aus unterschiedlichen Ländern. Davon abgesehen, dass sich viele Vorurteile in der globalisierten Welt inzwischen erledigt haben, gibt es kaum Erfahrungswerte mit Lautsprechern aus dem Baltikum, in diesem Fall Litauen.

Imposant und in Handarbeit gefertigt, die Euphony 140 mit perfekt verarbeitetem Echtholzfurnier
Imposant und in Handarbeit gefertigt, die Euphony 140 mit perfekt verarbeitetem Echtholzfurnier

Dort beheimatet ist AudioSolution unter der Führung von Gediminas Gaidelis, der seit 2003 Lautsprecher entwickelt und diese seit 2011 erfolgreich im Heimatmarkt anbietet. Die Rhapsody 130 war bereits beim Kollegen Kemper im Test und hat ihn begeistert. Während die Rhapsody zu den Spitzenmodellen des Herstellers zählt, markieren die Lautsprecher der Euphony-Reihe die Einstiegsklasse bei AudioSolution. Sie stehen für den Versuch, trotz einiger Kompromisse so viel wie möglich von dem Klang der großen Modelle in die kleine Baureihe zu transferieren. Dazu gehört auch der Verzicht einer um fünf Grad nach hinten gekippten Schallwand und die dreilagige Gehäusekonstruktion der größeren Modelle.

Steht die Euphony 140 vor einem, kommt einen der Begriff „Sparen“ allerdings gar nicht erst in den Sinn. Eher: „Klotzen statt kleckern.“ Der ausgewachsene 3-Wege-Standlautsprecher mit Echtholzfurnier und sehr guter Verarbeitung wird in Handarbeit gefertigt. Die drei in einem Lautsprecher als Tief- und Tiefmitteltöner eingesetzten Chassis stammen von Peerless, der Hochtöner kommt von SEAS. Das ist in der Preisklasse um die 2500 Euro, in der die AudioSolution antritt, nicht selbstverständlich. Zur Auswahl stehen Eiche, Räuchereiche, Sapeli, Walnuss und Zebrano als Furnier, wobei nur letzteres einen sehr moderaten Aufpreis von 100.- Euro nach sich zieht.

Die breite Sicke und die definierte Schallführung zeichnen den 25-Millimeter-SEAS-Kalottenhochtöner aus. Das Membranmaterial ist besonders leicht
Die breite Sicke und die definierte Schallführung zeichnen den 25-Millimeter-SEAS-Kalottenhochtöner aus. Das Membranmaterial ist besonders leicht


  • Euphonic Architect Triaxia

    Aufgefallen ist mir die Triaxia erstmals vor einigen Jahren auf dem AAA-Forum in Krefeld. Dort gab es bei Euphonic Architect eine eindrucksvolle Vorführung unterschiedlich aufwändiger Lautsprecher-Konzepte. Den erfreulichen Klangeindruck, den die kleine Triaxia bei mir hinterließ, bestätigte sie in den folgenden Jahren auf diversen Ausstellungen immer wieder. Ich bin eigentlich kein Messe-Hörer. Mit meinen Aufgaben als Redakteur, interessante Produkte ausfindig zu machen, Informationen dazu zu sammeln und auch noch zu fotografieren, bin ich gut ausgelastet.…
    26.01.2018
  • NAD C 338 und Dynaudio Emit M 10

    Eine neue Generation von Verstärkern bei NAD und die aktuelle Einstiegsreihe bei Lautsprechern von Dynaudio legten es nahe, sich mal mit den jeweils kleinsten Modellen in Kombination zu beschäftigen. Als ich vor inzwischen drei Jahren schon mal eine Kombination aus NAD-Verstärker + CD-Player und Dynaudio-Lautsprechern im Test hatte, war das eine ganz klassische Kombination im Einsteigersegment. Aus der Idee heraus zu sehen, was sich in der Zwischenzeit getan hat, landete bei mir mit dem NAD…
    27.12.2017
  • Stenheim Alumine Five

    Stenheims Alumine Two hatte ich schon gelegentlich auf Messen gehört: einen edlen Zwei-Wege-Monitor mit moderaten Abmessungen, aber natürlich mit den physikalisch bedingten Einschränkungen im Tieftonbereich. Von der ausgewachsenen Five erwartete ich den vollen Frequenzumfang und einen fein ziselierten, „audiophilen“ Klang. So kann man sich täuschen! Ich gebe gerne zu, dass meine Erwartungshaltung auch ein wenig vom ein oder anderen Vorurteil geprägt ist: Bei einem Lautsprecher aus der Schweiz assoziiere ich eher Präzision, Durchhörbarkeit und Akkuratesse…
    18.12.2017
     
  • Ichos N° ONE

    Ichos ist die griechische Bezeichnung für Klang und stand Pate für den Markennamen der aufstrebenden Wiener Lautsprechermanufaktur Ichos Schallwandler. Deren Chef Robert Rothleitner hinterließ mit der Ichos N° One auf den letztjährigen Wiener Klangbildern nicht nur bei Dirk Sommer einen sehr nachhaltigen Eindruck. Der Wunsch nach einem Test seines Topmodells in Hifistatement wurde nunmehr Realität. Robert Rothleitner ist gebürtiger Kärntner, Maschinenbau Ingenieur und ein echter Perfektionist, der nichts dem Zufall überlässt. Deshalb ließ er es…
    04.12.2017
  • quadral Platinum+ Seven

    Ganz anders als gewohnt zeigten sich dem Betrachter auf der High End im Mai die neuen quadral Platinum+ Stand-Lautsprecher. Die Modelle Platinum+ Seven und Nine wiesen schon durch ihr auffälliges Äußeres auf eine deutlich veränderte technische Konzeption hin. Besonders spannend ist der Test eines Lautsprechers, wenn man den aktuellen Vorgänger sein eigen nennt. Seit Jahren benutze ich quadrals Platinum M50 gern für Tests von Verstärkern und Kabeln, da ich sie für musikalisch sehr ausgewogen und…
    06.11.2017
  • XTZ Divine Alpha

    XTZ sagt, dass das Topmodell Divine Alpha High End in seiner schönsten Form sei. Ein wahrhaft hoher Anspruch. Wir machen den Fakten- und Hörcheck. Nach dem Test des zweitgrößten XTZ Divine Modells 100.33 vor einem guten Jahr hat Berthold Daubner, der Geschäftsführer von XTZ Deutschland, ein Versprechen eingelöst. Auf der letztjährigen High End, wo die Divine Alpha erstmals vorgestellt wurde, hatte er mir nämlich versprochen, dass ich auch das Topmodell testen dürfe sobald es serienreif…
    16.10.2017