Audio Exklusiv P7S und P14

15.02.2016 // Dirk Sommer

Da haben sie sich wirklich Mühe gegeben, damit nicht der Eindruck entsteht, diese Geräte wären an dieser Stelle schon einmal vorgestellt worden: Audio Exklusiv-Chef Andreas Schönberg bei der Auswahl der Fronten der Vor-Endstufen-Kombination und unser Fotograf Helmut Baumgartner bei ihrem Arrangement für den Aufmacher.

Vor etwa fünf Jahren ging es dieser Stelle um den P7 und den P1, die mich vor allem mit ihrem außergewöhnlich guten Preis/Klang-Verhältnis begeisterten. Jetzt geht es um den P7S und die Mono-Endstufen P14. Dass sich die Gehäuse der Komponenten bis auf die edlen Steinfronten und die ganz nach Wunsch golden, silbern, schwarz oder kupfern glänzenden oder schwarz matten Bedienungselemente fast nicht unterscheiden, hat einen guten Grund: das besagte hervorragende Preis/Klang-Verhältnis. Ähnlich wie Audi/VW mit seinem Modularen Querbaukasten sorgt auch Andreas Schönberg mit seinen standardisierten Gehäusen und Platinen dafür, dass die Kosten der einzelnen Modelle im Rahmen bleiben. So wird die „kleine“ Hybrid-Endstufe P1 mit einem Ringkerntrafo und einer Leistung von 130 Watt pro Kanal auf derselben Platine wie die größere Variante P11 mit zwei Trafos und 210 Watt und der Monoblock P14 mit zwei Trafos und 300 Watt aufgebaut. Optisch individualisieren lassen sich die Geräte durch die Vielzahl der angebotenen Steinfronten und die schon erwähnten unterschiedlichen Ausführungen der Bedienungselemente ja trotzdem ganz einfach. So kann Audio Exklusiv kostengünstig Verstärker für – fast – jeden Leistungsbedarf und für jedes Wohnumfeld anbieten, ohne eine Menge unterschiedlicher Platinen oder Gehäuse für die einzelnen Modelle vorrätig halten zu müssen. Wirklich clever!

Die Fronten aus Carrarar Marmor mit verchromten Bedienungselementen wirken sehr elegant und kühl
Die Fronten aus Carrarar Marmor mit verchromten Bedienungselementen wirken sehr elegant und kühl

Kein Wunder also, dass Andreas Schönberg Audio Exklusiv seit der Übernahme der Design-, Technik- und Markenrechte im Jahre 2009 von Erfolg zu Erfolg führt. Inzwischen umfasst das Portfolio neben der Classic Line mit Elektronik, Plattenspieler und elektrostatischen Lautsprechern auch die Eco Line, in der inzwischen ein Vollverstärker sowie wie eine Vor- und eine Endstufe angeboten werden, und noch drei in Kooperation mit dem kanadischen Importeur entwickelte Tonabnehmer, die, wie ich beim MC-1 und MC-2 erfahren durfte und Sie in unserer Klangbibliothek selbst hören können, ebenfalls mit dem Audio-Exklusiv-typischen, sehr guten Preis/Klang-Verhältnis aufwarten können.

Die P7S bietet neben einer klassischen Tape-Schleife mit Hinterbandkontrolle zwei dreistufige Schalter zur Einstellung des Verstärkungsfaktors und der Intensität der Gegenkopplung
Die P7S bietet neben einer klassischen Tape-Schleife mit Hinterbandkontrolle zwei dreistufige Schalter zur Einstellung des Verstärkungsfaktors und der Intensität der Gegenkopplung

Die P7S ist eine aufwändigere Variante der P7-Vorstufe. Andreas Schönberg beschreibt den Aufbau als „direktgekoppelte Anoden-Kathodenschaltung mit nur einem Koppelkondensator im Signalweg“, wobei es sich bei diesem einen Kondensator um Audio Exklusivs X-Modul handelt – eine spezielle Komposition von verschiedenen, zu einem Block vergossenen Kondensatortypen. Die verwendeten Folienkondensatoren werden für Audio Exklusiv gefertigt. Andreas Schönberg betont, dass dies nicht – wie sonst oft – Standard-Typen mit lediglich aufgedrucktem Firmennamen seien. Sämtliche Elkos würden mit schnellen MKP Kondensatoren gebrückt, so auch die 20.000 Mikrofarad pro Kanal für die Heizspannungen. Die Gleichrichtung übernimmt eine EZ 90, und anschließend werden die Versorgungsspannungen teilweise mit R-C-L-C-Ketten aufwändig gesiebt. Anders als bei der P7 beginnt der Doppel-Mono-Aufbau beim S-Modell schon bei den Netztrafos. Und auch die Siebkapazitäten für die Hochvolt-Stromversorgung wurden verdoppelt: Hier sind es nun zweimal 3760 Mikrofarad bei 400 Volt. Die Hochvolt- und Heizspannungsversorgungen werden noch einmal unmittelbar vor den Röhren mit von Glimmerkondensatoren gebrückten MKP-Kondensatoren gepuffert, um mehr Schnelligkeit, Luftigkeit und Sauberkeit im Klangbild zu erreichen.


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