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Test.
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Struss Audio DM250

20.09.2019 // Wojciech Pacula

Den polnischen Verstärkerhersteller Struss hat Hifistatement Ihnen schon in den Messeberichten aus Warschau und den Süddeutschen Hifi-Tagen vorgestellt. Mein Kollege Wojciech Pacula beschäftigte sich vor mehr als einem Jahr intensiv mit dem Vollverstärker DM 250. Der ist nun auch bei ausgesuchten deutschen Händlern erhältlich. Hier der Test aus HighFidelity.

Ich wollte, ja ich wollte diesen Text wirklich anders anfangen, um den Erinnerungen an den Test des Verstärkers Chopin MkVI von Struss Audio zu entkommen. Aber ich gebe auf, obwohl ich nie einen Verstärker dieser Firma hatte. Auf die ein oder andere Art haben sich unsere Wege dennoch immer wieder gekreuzt. Zuletzt traf ich Herrn Zdzisław Hrynkiewicz-Struss, wenn ich mich nicht irre, vor 16 Jahren. Vielleicht auch vor 17. Ich bin mir nicht sicher. Ich arbeitete damals für die Audioholic Company, einen Vertrieb solcher Marken wie McIntosh, PSB, Aerial, Nakamichi und Enlightened Audio Design. Zusätzlich zur Vertriebsarbeit hatte die Firma eine große Villa am Stadtrand von Krakau gemietet, in der verschiedene Räume so eingerichtet waren, wie die von Kunden zuhause hätten aussehen können. Zusätzlich zu den Komponenten aus unserem Vertriebsprogramm wurden in den Demoräumen Produkte von verschiedenen anderen Firmen präsentiert, um das Angebot zu komplettieren. Darunter befanden sich auch die Verstärker von Struss. Ich kann mich an diese Begebenheit noch so gut erinnern, weil mein Bruder Maciek zur selben Zeit einen gebrauchten Struss 140 Verstärker gekauft hatte: Schön verarbeitet, mit einer ungewöhnlichen Front aus poliertem Metallblech, einem integrierten Phonovorverstärker und Seitenteilen aus Holz war es zu der Zeit ein sehr populäres Gerät.

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Das war nicht das erste Gerät von Herrn Mr. Zdzisław. Er hatte schon seit langer Zeit Audio-Komponenten entwickelt und gefertigt, die auf seinen Erfahrungen basierten, die er in der Polnischen Akademie der Wissenschaften gemacht hatte, wo er Teil des Teams von Elektronikingenieuren war. Dieser Zeitraum dauerte zehn Jahre. Von 1985 bis 1990 arbeitete er dann mit Philips und der Studer AG zusammen: Für letztere entwarf er die Wiedergabeverstärker für das Tonbandgerät B77. Durch die Zusammenarbeit mit Philips konnte er Messinstrumente und elektronische Komponenten erwerben, von denen andere zu der Zeit in unserem Land nur träumen konnten.
Als seinen Mentor nennt Herr Struss Dr. Matti Otali. Der Professor an der Finnischen Universität von Oulu, der 1939 geboren wurde und 2015 starb, spielte ein wichtige Rolle in den Forschungslaboren von Philips und war Chefingenieur bei Harman/Kardion. Der Elektroingenieur wurde durch die Entwicklung von Methoden zur Messung von Verzerrungen bekannt, die bisher unbekannt waren: Transiente Intermodulations-Verzerrungen oder kurz TIM. Diese entstanden hauptsächlich beim Einsatz einer starken Gegenkopplung. Es sollte erwähnt werden, dass Otalis Vortrag bei der Audio Engineering Society im Jahr 1973 den norwegischen Musikproduzenten Svein Erik Børja inspirierte und dieser drei Jahre später seinen ersten Verstärker vollendete und eine Firma gründete: Electrocompaniet.

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