Zingali Twenty Evo 1.2

12.03.2017 // Peter Banholzer

Was hat die Zahl „Twenty“ mit den Lautsprechern der italienischen Edelschmiede Zingali zu tun? Wenn Sie jetzt weiterlesen, werden Sie noch viel mehr erfahren.

Ende der achtziger Jahre gründete Giuseppi Zingali die Firma Zingali Acoustics und pünktlich zum zwanzigsten Firmenjubiläum brachte er sein Modell Twenty Evo auf dem Markt. Besonders erfolgreich ist seine Fima auf einem Markt, wo man italienische Nobelprodukte eher weniger vermutet – nämlich weitab der Heimat in Japan. In mehreren japanischen HiFi-Zeitschriften bekam das Vorgängermodell der Twenty Evo 1.2, die Evo 1.12 bedeutende Auszeichnungen, darunter sogar einen Preis, der noch nie zuvor an eine ausländische Marke vergeben wurde. In Deutschland dagegen ist Zingali deutlich weniger bekannt. Ich muss gestehen, dass ich den Namen zwar schon gehört hatte, aber bis dato wenig beachtete und wenig darüber wusste. Eine echte Wissenslücke, wie sich noch herausstellen sollte – und das, obwohl ich ein großer Italienliebhaber bin. Cayin-Audio-Chef Thomas Deyerling hat den Vertrieb für Zingali erst kürzlich übernommen und brachte mir ein Paar seiner wohlgeformten jeweils 52 Kilogramm schweren Lautsprecher vorbei.

Formschöne und hervorragend verarbeitete Standlautsprecher mit sich nach hinten verjüngender, also trapezartiger Formgebung
Formschöne und hervorragend verarbeitete Standlautsprecher mit sich nach hinten verjüngender, also trapezartiger Formgebung

Zingali selbst sagt, dass sein dreißigjährige Tradition und Philosophie am besten in der Twenty Evo-Serie zum Ausdruck kommt. Bei der Produktevaluierung steht dabei Kontinuität statt hektischer Modellwechsel im Vordergrund. Sicher auch ein Aspekt, der beim langfristigen Werterhalt dieser Lautsprecher eine Rolle spielt. Die handwerkliche Tradition der Holzverarbeitung kam bei meinen Testlautsprechern in dunkler Kirsche besonders gut zur Geltung. Die vordere Frontplatte und auch die Rückwand dieser Ausführung besteht aus 40 Millimeter starken Holz. Das trapezförmige Gehäuse wird aus MDF gefertigt. Diese Gehäuseform wurde gewählt, um interne stehende Wellen auf ein Minimum zu reduzieren. Neben den Massivholz-Ausführungen gibt es noch diverse preisgünstigere Varianten in satiniertem weiß und schwarz und auch in hochglänzendem Klavierlack.

Die Besonderheit und Einzigartigkeit aller Zingali Produkte ist deren patentierte Omniray-Technologie, die ein optimales Phasen- und Abstrahlverhalten gewährleisten soll. Die Wiedergabe wird dabei wie bei einer Punktquelle als absolut homogen empfunden und soll für eine natürliche Präsenz im Hörraum sorgen und dem Klangeindruck eines Live-Events entsprechen. Ein wahrlich hoher Anspruch.


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