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Keces P8

23.06.2017 // Dirk Sommer

Nach der Beschäftigung mit dem im besten Wortsinne enorm preiswerten SoulM inklusive des Keces-DC-116-Netzteils habe ich für die Kette meiner Gattin den Server erstanden. Vom Kauf zweier Stromversorgungen – der Artikel löste beim Kollegen und Mytek-Brooklyn-Eigner Peter Banholzer ebenfalls einen Haben-Müssen-Impuls aus – riet Robert Ross jedoch ab.

Der Inhaber des deutschen Keces-Vertriebs hatte aber nicht plötzlich das Vertrauen in einen der von ihm vertretenen Hersteller verloren, sondern nur kurz vor der High-End das neue P8-Netzteil gehört. Und seitdem ist er davon überzeugt, dass es noch für deutlich größere Verbesserungen sorgen kann, als der Austausch einen serienmäßigen Netzteils gegen das Keces DC-116. Das P8 ist noch einmal ein Stück größer, schwerer und teurer als das DC-116. Es besitzt ebenfalls ein solides, gut verarbeitetes Metallgehäuse und darüber hinaus noch ein recht großes Display mit weißer Schrift, das Auskunft über die an den beiden Ausgängen anliegenden Spannungen und die aktuelle Stromaufnahme der angeschlossenen Geräte gibt. Zusätzlich findet man einen USB-Anschluss, der bis zu ein Ampere zur Verfügung stellt. Wenn man beispielsweise den ifi iDefender3.0 einsetzt, um nur sauberen Strom über die USB-Verbindung zum Wandler zu schicken, ist der dritte Ausgang des P8 ein willkommenes Extra. So flexibel wie der DC-116, bei dem man im Inneren eine Vielzahl von Spannungen für die beiden Ausgänge einstellen kann, ist der große Keces allerdings nicht. Hier gibt es zwei Modelle mit nur einem Ausgang, wobei man per Schalter einmal zwischen 9 und 12 und beim anderen Modell zwischen 19 und 20 Volt wählen kann. Darüber hinaus werden noch vier sogenannte „Dual-Versionen“ angeboten, bei denen dann jede der beiden Spannungen per Schalter in geringem Umfang variiert werden kann.

Das analoge Netzteil wirkt in seinem Aluminium-Gehäuse mit den abgerundeten Ecken und den in Deckel und die Frontplatte eingraviertem Firmenlogo- und Namen wie eine noble Hifi-Komponente
Das analoge Netzteil wirkt in seinem Aluminium-Gehäuse mit den abgerundeten Ecken und den in Deckel und die Frontplatte eingraviertem Firmenlogo- und Namen wie eine noble Hifi-Komponente

Ähnlich wie bei den Netzteilen von SBooster legt man sich beim P8 also beim Kauf auf die Spannung(en) eines Gerätes fest. Aber auch in den schnelllebigen digitalen Zeiten wird man ja nicht im Jahresrhythmus seine Komponenten wechseln. Im Testbetrieb sieht das allerdings ein wenig anders aus. Da ich das „große“ Keces-Netzteil mit dem DC-116 vergleichen möchte und letzteres in der Wohnzimmerkette den SoulM-Musikserver und den Mytek-Brooklyn-DAC speist, habe ich eine Dual-Version mit 19 und 12 Volt bestellt. Mit den beiden gesicherten Schaltern auf der Rückseite kann die Spannung für den ersten Ausgang auf 18 und für den zweiten auf 9 Volt reduziert werten. Weitere Anpassungen sind wie gesagt nicht möglich. Zwischen Server und Wandler bereitet der hervorragende Mutec MC-3+ Smart Clock USB das Digitalsignal nicht nur auf, sondern trennt die beiden angeschlossenen Geräte auch galvanisch. Deshalb verzichte ich an dieser Stelle auf den Defender3.0, so dass der 5-Volt-Ausgang des P8 ungenutzt bleibt.

Wie bei einen Netzteil nicht anders zu erwarten, fallen beim Blick in den P8 zuerst der voluminöse Ringkerntrafo und die beiden Kondensatorenbänke für die Siebung ins Auge. Trafo und Elkos werden durch einen Kühlkörper getrennt, an dem ein Teil der aktiven Bauteile für die Spannungsstabilisierung montiert sind. Drei weitere sind auf der rechten Gehäusewand montiert. Aufbau und Verarbeitung der Platinen bieten nicht den geringsten Anlass zu Kritik.


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