artistic fidelity isolator und USB-Audio-Interface

28.09.2018 // Roland Dietl

Vor diesem Hintergrund ist es der Ansatz von artistic fidelity, alle aus dem Computer kommenden HF-Störungen möglichst vollständig aus der Audiosignalverarbeitung herauszuhalten und dem angeschlossenen DAC ein perfekt getaktetes Signal zur Verfügung zu stellen. Zu diesem Zweck hat Ralf Koschnicke das „arfi-optical“-Konzept entwickelt. Kurz zusammengefasst basiert diese Technologie auf zwei Säulen, nämlich der optischen Übertragung von Daten per Lichtwellenleiter und der vom Audio-Datenstrom getrennten Taktführung einschließlich Re-Clocking. Wie das im Einzelnen funktioniert, schauen wir uns jetzt genauer an.

Der Stecker des Duplex-LWL
Der Stecker des Duplex-LWL

Das schwarze USB-LWL-Modul nimmt das vom Computer kommende USB-Signal in Empfang und schickt es im AES3-Format zum afi weiter, wobei die Übertragung optisch über einen Strang des Duplex-Lichtwellenleiters erfolgt. Der notwendige Takt wird über den anderen Strang aus dem afi zugeliefert. Gleichzeitig geht das Taktsignal im afi zu einem unmittelbar benachbarten Re-clocking-Baustein, über den das ankommende AES3-Signal geführt wird. Weil das sendende externe USB-Modul bereits auf dieser Taktinformation läuft, kann der ankommende AES3-Stream auch von genau dieser Taktinformation re-clockt werden. Eine Taktrückgewinnung aus dem AES-Stream findet in diesem Konzept an keiner Stelle statt. Und genau hier liegt der entscheidende Unterschied zu einer Toslink-Verbindung, die ja bekanntlich ebenfalls optisch arbeitet, bei der aber die so wichtigen Taktinformationen in den Audio-Datenstrom mit eingebettet sind. Den Taktinformationen können HF-Störungen des Computers in Form von Jitter aufgeprägt sein und dieser Jitter lässt sich später nur sehr schwer wieder vollständig entfernen.

Das schwarze USB-LWL-Modul mit USB-Buchse rechts und links daneben die Buchse zum Anschluss einer externen Stromversorgung, die mit dem kleinen Schiebeschalter aktiviert wird
Das schwarze USB-LWL-Modul mit USB-Buchse rechts und links daneben die Buchse zum Anschluss einer externen Stromversorgung, die mit dem kleinen Schiebeschalter aktiviert wird

Das „arfi-optical“-Konzept vereint somit die Vorteile einer optischen Verbindung mit den Vorteilen einer getrennten Taktführung. Die Verbindung über Lichtwellenleiter gewährleistet eine perfekte galvanische Trennung, maximale Unterdrückung von Störungen, verhindert unerwünschte Masseströme, ist immun gegen Störeinstrahlung und strahlt garantiert nicht selbst ab. Die getrennte Taktführung vermeidet die schwierige Taktrückgewinnung aus dem Audio-Stream. Der klanglich relevante Takt wird ausschließlich im afi wirksam und die finale Taktqualität wird vom Re-clocking-Baustein festgelegt. Der Weg über den Lichtleiter liefert nur den Basistakt zum Funktionieren der USB-Schnittstelle und ist klanglich nicht relevant, so dass Jitter an dieser Stelle keine Rolle spielt. Der dritte Lichtwellenleiter ist lediglich für die Übermittlung des Schaltsignals für die Abtastratenfamilien 44,1- oder 48Kilohertz zuständig.


  • artistic fidelity arfi-dac2xt

    Dieser D/A-Wandler der gehobenen Preisklasse kommt ohne verchromte Frontplatte aus, trägt weder den Namen eines Komponisten noch den einer Gottheit, sondern heißt schlicht: arfi-dac2xt. Er besitzt keinen der vertrauten AES/EBU-, S/PDIF- und USB-Eingänge, akzeptiert PCM nur bis 192 Kilohertz und kein DSD. Wirklich spannend! Das ist übrigens nicht im mindesten ironisch gemeint: Denn der dac2 aus artistic fidelitys XT-Serie kann mit einer Reihe hochinteressanter, weil eigenständiger Lösungen aufwarten. Sein Entwickler Ralf Koschnicke nimmt keine Rücksicht…
    21.08.2018
  • MUTEC REF 10

    Rund um das Thema Clocks ist in letzter Zeit in diversen Internet-Foren ein richtiger Hype entstanden. Da kommt der brandneue audiophile 10-MHz-Referenztaktgenerator REF 10 der Firma MUTEC aus Berlin genau richtig zum Test. Der REF 10 ist das erste Produkt der neu geschaffenen Empyreal Class. Diese Serie ist MUTECs Bekenntnis zu hochwertigem HiFi. Bereits mit dem USB-Interface und Re-Clocker MC-3+ USB hat man ja vor nicht allzu langer Zeit sehr erfolgreich einen ersten Schritt in…
    09.10.2017
  • Aqvox USB Detoxer Level 1 und 2

    Als ich vor einem Jahrzehnt mit Kollegen überlegte, ob man etwa einen iPod in einem High-End-Magazin zum Thema machen könnte, haben wir uns nicht vorstellen können, jemals über Software wie Amarra und Co. zu schreiben. Heute stelle ich Ihnen USB Terminatoren vor, die selbst der Hersteller auf seiner Website in der „Voodoo Ecke“ auflistet: O tempora, o mores! Wenn ich bedenke, was meine erste – aus heutiger Sicht – halbwegs wohlklingende Laufwerk/Wandler Kombination kostete, werde…
    28.07.2017
     
  • Mutec MC-3+ Smart Clock USB

    Nowadays, USB is the most common interface to transfer digital audio data from a PC or a special audio server to an audio device, at least when it comes to consumer audio at home. As simple as the USB connection is in its handling, it is so difficult to come to grips with the sonics. Exactly at this point, the MUTEC MC-3+ Smart Clock USB enters the game. The MC-3+USB is a rather inconspicuous little…
    12.06.2017
  • Intona High Speed USB-Isolator

    Ein Schallplattenspieler bot und bietet seinem Besitzer unzählige Möglichkeiten, auf den Klang Einfluss zu nehmen. Bei CDs sah es da schon schlechter aus. Das wohl größte Betätigungsfeld findet der aktive Audiophile jedoch beim Thema Computer-Hifi. Da blickt man schon gerne mal über den Tellerrand – und stößt zum Beispiel auf Intonas USB-Isolator. Eines der größten Probleme, wenn Computer – ein Streamer ist auch nichts anderes – und Audio-Komponenten zusammentreffen, sind die hochfrequenten Störungen durch die…
    10.03.2017
  • Göbel High End Lacorde Statement USB, Ethernet and Digital XLR

    The splendid speaker and interconnect cables from Göbel Audio I really couldn’t resist. To be on the safe side I therefore listened only briefly to the power cables, but exchanged them before I got used to it. However, the most recent digital cables I cannot deprive from you – and really don’t want to – despite this being a quite dangerous endeavour. The good thing – or the bad thing, depending on how you see…
    05.01.2017
 
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen